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    <title type="html"><![CDATA[Der Westpark: Ein Park, der Kultur und Kunst vereint]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Heutzutage wird der Westpark als Ort zum Entspannen genutzt. Er bietet aber weitaus mehr, denn er verbindet Gartenkultur und Kunst anderer Länder und war Schauplatz der Internationalen Gartenbau-Ausstellung (IGA) 1983.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/c4fa212851c1d3775991a47f4b7663e7.jpg" alt="Peter Kluska: Entwurfsplan des Westparks, 1979" /><br/><p>Nach den Olympischen Spielen 1972 erlebte München einen Modernisierungsboom und es wurden massenhaft Planungen für Grünflächen entworfen. Besonders Oberbürgermeister Georg Kronawitter (1928-2016) setzte sich mit dem Slogan „Genügend Grünflächen sind für die Stadt so wichtig wie die Luft zum Atmen” dafür ein. 1975 wurde der erste Stadtentwicklungsplan erstellt, der Grünflächen einbezog und ein Netz mit Nord-, Ost-, Süd- und Westpark vorsah. 1976 wurde vom Stadtrat der Grün- und Erholungsflächenplan verabschiedet, welcher das Fundament für die Finanzierung von Bau und Planung des Westparks war. 1976 beschloss der Stadtrat einen Wettbewerb zur Gestaltung des Parks. Ziel war es, den Bürgern im Westen der Stadt den langerwünschten Traum, einen Park zu haben, zu erfüllen und ebenfalls die IGA, die im Jahr 1983 stattfinden würde, nach München zu holen. Der deutsche Landschaftsarchitekt Peter Kluska (1938-2020) gewann 1977 den Wettbewerb, da sein Plan einer „Tallandschaft“, teilweise sechs bis acht Meter unter Geländeniveau, mit zwei Wasserflächen überzeugte. Das hügelige Gelände sollte an die Voralpenlandschaft erinnern. 1977 erhielt München den Zuschlag zur IGA und bereits 1978 begann der Bau. Die Gesamtkosten betrugen circa 112 Millionen Deutsche Mark. Etwa zwei Millionen Kubikmeter Material wurden bewegt, um den 29 Hektar großen Park zu schaffen. Einige Gebäude und Pflanzen aus verschiedenen Kulturen wurden geschenkt, so befinden sich noch heute der japanische Garten als Geschenk der Münchner Patenstadt Sapporo, der chinesische Garten mit Toren und zwei Pavillons, der von der Volksrepublik China gestiftet wurde, eine nepalesische Pagode und ein thailändischer Pavillon mit Buddha-Statue im Westpark. Im Park befinden sich außerdem ein Haus von 1747 aus dem Bayerischen Wald mit Bauerngarten und ein Haus in der Form der Tafelberge Sardiniens, das von Italien gestiftet wurde, sowie Kunstwerke von Johannes Leismüller, Jean Clareboudt und Christian Tobin. Außerdem wurden Spielplätze sowie künstliche Wasserflächen angelegt und 20- bis 40-jährige Bäume gepflanzt, um den zuvor leeren Haufen von Kies mit grüner Fläche zu füllen. 1983 wurde mit der IGA der Westpark eröffnet, der zunächst vom 28. April bis 9. Oktober nur mit Eintrittskarte zugänglich war. Seit Dezember 1983 ist der Park der Öffentlichkeit zugänglich.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/342">Für mehr (einschließlich 7 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-05-05T10:17:18+02:00</published>
    <updated>2026-08-19T09:19:04+02:00</updated>
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      <name>Lukas Sonidis</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Friedrich Ludwig von Sckells „Natur-Garten“ für den Grafen Montgelas: „Niedliche Voralpe [...] in ihrem grünen Kleide“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>In der östlichen Isaraue und auf dem Isarhochufer entstand im frühen 19. Jahrhundert der bedeutendste private Landschaftsgarten Münchens. Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) entwarf diese weitläufige Anlage.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/7a222e12d20e653b1f94bac01e6d3d36.jpg" alt="Plan des Gartens nach Sckells Entwurf 1813, Holzstich, 1828" /><br/><p>1803 erwarb Staatsminister Maximilian Joseph von Montgelas (1759–1838) <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/215" target="_blank" rel="noopener">den Edelsitz Stepperg in Bogenhausen</a>. Der Neubau eines Landhauses auf dem Hochufer war geplant, wurde jedoch nicht verwirklicht. Vielmehr konzentrierten Montgelas und seine Gemahlin Ernestine (1779–1820) geb. von Arco sich auf die Neuanlage des Gartens, die sie dem 1804 zum Hofgarten-Intendanten ernannten Hofgärtner Sckell übertrugen. Das ab 1805 durch Sckell gestaltete erste Wiesental sagte Montgelas so zu, dass er ihn 1813 mit Erweiterungen in den Isarauen beauftragte. Kurz vor 1830 ließ er den Garten nach Norden hin um eine landwirtschaftlich genutzte Partie erweitern. Dieser gegenüber dem Englischen Garten gelegene, etwa 40 Hektar große erste Münchner Landschaftsgarten östlich der Isar begann etwa auf der Höhe der Schwaige im Hirschanger und erstreckte sich entlang dem Brunnbach weiter Richtung Oberföhring. Der Haupteingang zum Garten befand sich am Fuß des Hochufers nahe der 1804 errichteten hölzernen Isarbrücke. Sie wurde 1812 durch eine Brücke mit gemauerten Pfeilern ersetzt (<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/263" target="_blank" rel="noopener">heute: Max-Joseph-Brücke</a>). Zunächst mussten im Schwemmgebiet unter enormen Anstrengungen Unmengen an Kies und Gestrüpp entfernt und unzählige Wagenladungen Humus aufgebracht werden. So gelang es Sckell, am östlichen „Gestade der reißenden Isar“ eine „niedliche Voralpe [...] in ihrem grünen Kleide“ [zit. nach Sterler 1830, S. 12] zu modellieren und „die lieblichsten ländlichen Naturscenen“ [zit. nach Sterler 1830, S. 20] künstlerisch zu gestalten. Von den Wegen der Wiesentäler und von Aussichtspunkten auf dem Hochufer aus inszenierte Sckell eindrucksvolle Blicke auf die Residenzstadt und nach Ober- und Unterföhring, bei gutem Wetter nach Norden bis Freising und nach Süden auf die Alpenkette. Sckells künstlerische Überformung der Isaraue und des Hochufers zu malerischen Szenerien des Landschaftsgartens hat in der Münchner Stadt- und Grünplanung des 19. Jahrhunderts eine nachhaltige Wirkungsgeschichte. Von dem berühmten „Naturgarten“ selbst, der 1838 an Herzog Max Joseph in Bayern verkauft wurde und später im Villenviertel des Herzogparks aufging, lässt sich lediglich am malerischen Brunnbach noch eine Ahnung gewinnen.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/318">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-23T11:44:00+01:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:46:20+02:00</updated>
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      <name>Iris Lauterbach</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Große Wasserfall im Englischen Garten: „Weit eher ein Werk der Natur, als der Kunst“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Große Wasserfall – nicht zu verwechseln mit der Eisbachwelle! – gehört zu dem 1807 im sogenannten „Plan B“ vorgelegten Konzept des Hofgarten-Intendanten Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) für die Weiterentwicklung des Englischen Gartens.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/afe5bfef25aba8b220f25cab5f8ae17b.jpg" alt="Der Wasserfall in Sckells Gartenbuch" /><br/><p>An der Kreuzung des Eisbaches mit dem Schwabinger Bach befand sich zuvor ein Wehr, das Sckell durch diesen künstlichen Wasserfall ersetzte. Zu den künstlerischen Vorbildern der „Bilder der Natur“ in Landschaftsgärten gehörten Gemälde des 17. Jahrhunderts. Sckell berief sich etwa auf Gemälde des Holländers Jacob van Ruisdael, die dramatisch inszenierte wilde Wasserfälle zeigen. Laut Sckell bestand bei der Anlage eines künstlichen Wasserfalls die Kunst darin, einzelne Felsbrocken zunächst möglichst natürlich zu gruppieren und gar zu unvermittelte Übergänge durch eine ebenso natürlich wirkende Uferbepflanzung von „malerischem Werth“ zu kaschieren.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/317">Für mehr (einschließlich 3 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-20T17:59:13+01:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:45:45+02:00</updated>
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      <name>Iris Lauterbach</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der „Rumfordsaal“:  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/059ed824a20b53643d88154375a62d9f.jpg" alt="Der Rumfordsaal, 1927" /><br/><p>Im Hirschangerwald ließ Benjamin Thompson (1753–1814, ab 1792 Graf Rumford), Minister des Kurfürsten Carl Theodor und Initiator des Englischen Gartens, 1791 ein imposantes klassizistisches Gebäude errichten. Der Englische Garten war durch seine Gründer ausdrücklich nicht einem Schloss oder Herrschaftssitz zugeordnet. Daher erregte dieses durch Johann Baptist Lechner (1758–1809) errichtete Bauwerk im Stil einer neopalladianischen Villa zunächst einmal Aufmerksamkeit. Es trug verschiedene Bezeichnungen, unter anderem die als „Rumfordsaal“. Seiner Funktion nach war es jedoch ein Offizierskasino, ausgestattet mit einem großen Festsaal und einer Küche im Untergeschoss. Heute dient das Gebäude dem Kreisjugendring München als Natur- und Jugendtreff. Zwar liegt das repräsentative Kasino am Hauptweg vom Chinesischen Turm nach Norden, eine Fernwirkung in den Garten hinein hatte es aber nie.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/316">Für mehr sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-20T17:41:20+01:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:45:22+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[„Rumfords Monument“ im Englischen Garten: Das früheste bayerische Denkmal für den amerikanischen Philanthropen und Reformer Bayerns]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Schon zu seinen Lebzeiten, im Jahr 1796, stifteten dankbare Mitmenschen dem Naturwissenschaftler, Erfinder und Menschenfreund Benjamin Thompson (1753–1814, ab 1792 Graf Rumford) dieses Monument, das der Bildhauer Franz Jakob Schwanthaler (1760–1820) entwarf und ausführte. Es ist knapp fünf Meter hoch und besteht aus einem Sockel aus Kalkstein, über dem sich eine Giebelarchitektur aus Sandstein erhebt. Das Denkmal steht noch immer an seinem ursprünglichen Standort im Englischen Garten.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/73dd6674099e2e3a469e8a8c299ffb29.jpg" alt="Johann Carl Schleich nach Max von Rickauer, Der Englische Garten bey München, Kupferstich, 1806, Detail" /><br/><p>Der gebürtige Amerikaner Thompson stand seit 1784 im Dienst des bayerischen Kurfürsten Carl Theodor (1724–1799, reg. Kurfürst von Bayern 1778–1799). Als Minister war er der strategische Kopf einer philanthropischen Staats- und Gesellschaftsreform zum Wohle der Menschheit im allgemeinen und Bayerns im Besonderen. Thompson beabsichtigte, durch die Verringerung sozialer Not „die Glückseligkeit der Gesellschaft zu befördern“. Der zunächst als „Theodors-Park“ bezeichnete neue Münchner Volksgarten ging auf seine Initiative zurück. Denn besonders das Militär wurde durch den Grafen Rumford zu sinnvoller Arbeit in Friedenszeiten und am Feierabend verpflichtet. Im eigenen Gärtchen sollten die Soldaten Gemüse und Obst anbauen und bei der Gelegenheit auch die Kartoffel als Grundnahrungsmittel verbreiten. In München entstanden solche Militärgärten ab Juni 1789 in der Isaraue unweit der neuen Gartenvorstadt im Schönfeld nördlich des Schwabinger Tors. Wenige Wochen später berief Kurfürst Carl Theodor, einer der großen fürstlichen Gartenliebhaber seiner Zeit, seinen Hofgärtner Friedrich Ludwig Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) aus dem kurpfälzischen Schwetzingen nach München. Unweit der Militärgärten legte Sckell den „Anfang und ersten Entwurf des Englischen Gartens“.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/314">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:55:41+01:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:44:26+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Kleinhesseloher See im Englischen Garten: „Ein malerisches Bild“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Als „malerisches Bild“ konzipierte der Hofgarten-Intendant Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) künstliche Seen in Gärten, so wie im Englischen Garten und im Nymphenburger Schlossgarten.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/435111bf377e42c101df04ada7cf6959.jpg" alt="Carl August Lebschée, Aquatinta, 1831" /><br/><p>Sckell vergrößerte den 1800–1802 durch Werneck angelegten See auf eine Fläche von letztlich 8,2 Hektar. Nach seinem Entwurf wurde der Kleinhesseloher See mit seinen drei Inseln 1810–1813 unter der Bauleitung seines Bruders Mathias Sckell (1760–1815) ausgeführt. In seinen „Beiträgen zur bildenden Gartenkunst“ (1818) beschrieb der Hofgarten-Intendant, wie wichtig es sei, eine abwechslungsreiche Uferlinie von malerischer Wirkung herzustellen. Unter den geeigneten Gehölzen hob er Pyramidenpappeln hervor, deren Reflex in der Wasseroberfläche „eine ganz vorzüglich schöne Wirkung“ habe. Trauerweiden „an den hervortretenden Uferspitzen“ vermittelten einen „Charakter der Ruhe, der süßen Schwermuth“ „bei Denkmälern, die einen Verlust beweinen lassen“. Sckell selbst wurde 1824 am See <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309" target="_blank" rel="noopener">ein von Pappeln und Trauerweiden gerahmtes Denkmal</a> gesetzt. Dessen ehemals exponierte Lage auf einer Halbinsel hat sich verändert. Denn heute liegt die Uferlinie bei dem Restaurantkomplex „Seehaus“ etwa 25 Meter weiter im See als im 19. Jahrhundert.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/312">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:44:41+01:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:42:25+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Eingang des Englischen Gartens: „Hier ist des Volkes wahrer Himmel, / Zufrieden jauchzet groß und klein: / Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>„Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“ Im ersten Teil des „Faust“ beschreibt Johann Wolfgang von Goethe 1808 mit dem Osterspaziergang eine damals noch neue Erfahrung: ein Aufatmen, ein Gefühl der Befreiung und der Gemeinsamkeit, das sich einstellte, wenn man die Enge der dicht bebauten Stadt hinter sich ließ. Dies galt auch für die Bewohnerinnen und Bewohner der Residenzstadt München, die sich im neuen Englischen Garten „im Schoße der Natur erquicken“ können sollten. Hier kam die Stadtbevölkerung an die frische Luft.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/e0872f75282fbfc02abd09ec7732de04.jpg" alt="Der „Harmlos“: Hüter des Englischen Gartens, 1904" /><br/><p>Der neue Volksgarten war nicht von einer Außengrenze – Mauern, Zäunen oder Hecken – eingehegt. Der ursprüngliche Haupteingang in den Englischen Garten erfolgte von der Innenstadt her, durch das Hofgartentor. An der „Straße vom Hofgarten gegen den Englischen Garten“ steht seit 1803 die als „<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/122" target="_blank" rel="noopener">Harmlos</a>“ bezeichnete Statue, der Eingangswächter des Gartens. Die Reste der Befestigungswerke lässt man links liegen und passiert das <a href="https://municharttogo.zikg.eu/files/show/2567" target="_blank" rel="noopener">Palais Salabert (Prinz-Carl-Palais)</a>. An einer Weggabelung vor dem Überqueren des Köglmühlbachs war die Entscheidung für einen der beiden Hauptwege in den Englischen Garten zu treffen. Den Weg nach Osten in <a href="https://municharttogo.zikg.eu/files/show/2549" target="_blank" rel="noopener">das schmale Wiesental, das sich hier eröffnete,</a> gibt es nicht mehr. Der Weg nach Norden führt heute wie damals zur ersten Szene des Landschaftsgartens, der weiten Schönfeldwiese. Seit der Zeit um 1800 hat sich die gesamte Eingangssituation stark verändert: durch <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/61" target="_blank" rel="noopener">die 1901 eröffnete Prinzregentenstraße</a>; das 1933–1937 errichtete „Haus der Deutschen Kunst“; 1972 durch die Anlage des Altstadtrings und des Tunnels. Ausgerechnet dieser als Übergang aus der Stadt in die Natur, aus der Enge in die Freiheit inszenierte neuralgische Punkt der Münchner Stadttopographie verkam damit zur zweigeschossigen Kreuzung des mehrspurigen Autoverkehrs. Im Kontext des Neubaus der Bayerischen Staatskanzlei führte der Landschaftsarchitekt Gottfried Hansjakob 1989–1994 – im Rahmen der Möglichkeiten – eine „Stadtreparatur“ durch. Sie wertet den Übergang vom Hofgarten zum Englischen Garten auf und ermöglicht es, die angrenzenden Außenanlagen der Staatskanzlei und des Prinz-Carl-Palais sowie den ehemaligen Palaisgarten (Finanzgarten, Dichtergarten) als Bestandteile dieser Schwellensituation zu erfahren.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/311">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:31:45+01:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:41:48+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Englische Garten: „Der Volksgarten ist […] die vernünftigste, wohltätigste, und lehrreichste Gymnastische Schule für Geist und Körper.“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/301fa92189aab171604cdf5344885e6a.jpg" alt="Licht und Schatten" /><br/><p>Seit weit über 200 Jahren bewährt sich der weltberühmte Englische Garten in jenen wesentlichen Anliegen und Eigenschaften, die seiner Entstehung als „Volksgarten“ zugrunde lagen: <ul> <li>die gesellschaftspolitische Vision eines friedlichen und toleranten Umgangs der Menschen miteinander</li> <li>der Genuss des künstlerisch gestalteten Naturraums jenseits der Enge und den Zwängen der Stadt</li> <li>der herausragende künstlerische und ästhetische Rang des Landschaftsgartens mit seinen „Bildern der Natur“</li> <li>die städtebauliche und ökologische Dimension der innerstädtischen Gartenanlage mit allen Qualitäten eines schützenswerten Naturraums.</li> </ul> „Der Volksgarten ist […] die vernünftigste, wohltätigste, und lehrreichste Gymnastische Schule für Geist und Körper.“ [Zit. nach Sckells Denkschrift von 1807, S. 97]. So charakterisierte <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309" target="_blank" rel="noopener">der bayerische Hofgarten-Intendant Friedrich Ludwig von Sckell</a> (1750–1823, 1808 geadelt), der bedeutendste deutsche Gartenkünstler seiner Generation, 1807 den „Volksgarten“. Gartentheoretisch folgte er damit Christian Cay Lorenz Hirschfeld (1742–1792), der dieses Konzept bereits 1785 formuliert hatte. Der im landschaftlichen („englischen“) Stil angelegte Münchener Park ist der erste große „Volksgarten“ überhaupt und mit einer Fläche von 384 Hektar die weltweit größte innerstädtische Gartenanlage. Der zunächst auch als Theodors-Park bezeichnete Englische Garten entstand als Ergebnis einer Staats- und Gesellschaftsreform, die von Kurfürst Carl Theodor (1724–1799, reg. Kurfürst von Bayern 1778–1799) und seinem <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/314" target="_blank" rel="noopener">Minister Benjamin Thompson (1753–1814, ab 1792 Graf Rumford)</a> konzipiert wurde. Hierzu zählte Rumford die Bestellung von Gärten, um das Militär in Friedenszeiten sinnvoll zu beschäftigen. In München entstanden ab Juni 1789 sogenannte Militärgärten im Hirschanger in der Isaraue unweit des Hofgartens. Am 13. August 1789 verfügte der Kurfürst, auf diesem Gelände einen Garten anzulegen, in dem die Stadtbevölkerung sich in ihren Erholungsstunden erquicken könne. Dies ist der Gründungsakt eines der ersten öffentlichen Gärten, der zwar im Auftrag eines Fürsten entstand, aber nicht einer Residenz oder einem Schloss zugeordnet war. Er wurde ausdrücklich mit dem Ziel der Erholung des städtischen Publikums gestiftet. Sckell legte die Grundzüge der Anlage. 1804 fertigte er einen Bestandsplan an („Plan A“), 1807 folgte sein Entwurf für die Weiterentwicklung der Anlage („Plan B“). Diese gartenkünstlerische Vision kommentierte Sckell in einer Denkschrift zur „Charakteristik des Volksgartens“. Zentrales Thema dieses urbanistischen Manifestes ist das Bedürfnis der Stadtgesellschaft – in allen ihren sozialen und Altersschichten – nach Erholung und friedlicher Geselligkeit im Schoße der Natur. Der Englische Garten befindet sich in der Obhut der Gärtendirektion der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Seit den 1990er-Jahren wird die differenzierte räumlich-visuelle Konzeption des Gartens in Anlehnung an Sckell wieder sichtbar gemacht, die pflanzliche Ausstattung kontinuierlich erneuert und wiederhergestellt. Das seit 2022 durchgeführte Projekt zur Wiederherstellung der artenreichen Wildblumenwiesen macht den Englischen Garten als Lebensraum seltener Tiere, Insekten und Vögel und als Ort der Artenvielfalt erkennbar.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/310">Für mehr (einschließlich 6 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T20:38:20+01:00</published>
    <updated>2026-07-09T11:34:44+02:00</updated>
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      <name>Iris Lauterbach</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Sckell-Denkmal am Kleinhesseloher See: Monument für einen großen Gartenkünstler]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) legte 1789 den „Anfang und ersten Entwurf des Englischen Gartens“ vor. Der Hofgärtner gab damit der Münchner Stadtentwicklung ihren nachhaltigsten Impuls. Sckell war der bedeutendste deutsche Gartenkünstler seiner Generation.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/2b9c807c97394f84ed9ae96f744b3897.jpg" alt="„Auch Du Lustwandler ehre / das Andenken des Biedermannes“ – Das 1824 ausgeführte Sckell-Denkmal, Fotografie, 1904" /><br/><p>Sckells Ausbildung in Schwetzingen, in Frankreich und in England verhalf ihm zu einem internationalen Netzwerk. Als Hofgärtner und seit 1804 bayerischer Hofgarten-Intendant sowie in privatem Auftrag realisierte er zahlreiche, bedeutende Gartenanlagen, wie etwa <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/318" target="_blank" rel="noopener">den Montgelas-Garten in Bogenhausen</a>. Als weitsichtiger Stadtplaner legte er die Grundlage für die Erweiterung Münchens zur königlichen Residenzstadt. Der Englische Garten und die Umgestaltung des Nymphenburger Schlossgartens sind die Hauptwerke seiner Münchner Phase. Mit klassisch schönen „Bildern der Natur“ entwarf Sckell Landschaftsgärten, die sich durch große Dimensionen, ausgefeilte räumliche Gestaltungen und einen respektvollen Umgang mit dem Vorhandenen auszeichnen. Nach Sckells Tod am 24. Februar 1823 ließ König Max I. Joseph für den hoch geachteten Gartenkünstler und Stadtplaner ein monumentales Denkmal am Nordostufer des Kleinhesseloher Sees im Englischen Garten planen. Der Bildhauer Ernst von Bandel (1800–1876) führte 1824 einen Entwurf Leo von Klenzes (1784–1864) aus. Die ursprüngliche Sandsteinsäule wurde 1932 wegen Verwitterungsschäden entfernt und 1939 durch die heute erhaltene Kalksteinsäule von Georg Pezold ersetzt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T20:06:23+01:00</published>
    <updated>2026-06-18T11:42:40+02:00</updated>
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      <name>Iris Lauterbach</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Monopteros im Englischen Garten: Point de vue, Belvedere, Gedenkmonument]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Monopteros zieht die Blicke auf sich, wenn man den Englischen Garten vom Hofgarten her betritt. Der auf einem eigens konstruierten Hügel über drei monumentalen Stufen errichtete Rundtempel entstand in den 1830er-Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Englische Garten zu einem beliebten Ziel für die Promenade entwickelt. Der von ionischen Säulen getragene elegante Rundtempel bietet auch heute noch eine der schönsten Aussichten auf die Landeshauptstadt.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8ad268cc2acdf1a6421ef8e0ad33301c.jpg" alt="Hügel und Monopteros nach der Restaurierung, Fotografie, 2016" /><br/><p>Als Monopteros bezeichnet man einen von Säulen getragenen offenen Rundtempel. Klassische Tempel, die einer Gartenszene als Staffagearchitekturen einen bestimmten Charakter verleihen, gehören zur Ausstattung vieler Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts. Schon Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt), seit 1804 bayerischer Hofgarten-Intendant, hatte in einem Konzept von 1807 gefordert, ein „Pantheon“ der bayerischen Herrscher solle auf einem weithin sichtbaren Hügel im Englischen Garten errichtet werden. Realisiert wurde ein solches klassisches Bauwerk erst später, unter König Ludwig I. Die Planung und Ausführung des ab 1831 geplanten und 1835–1836 errichteten Monopteros lag bei dem Hofbau-Intendanten Leo von Klenze (1784–1864, 1822 geadelt). Zunächst wurde ab 1832 der Hügel angelegt und modelliert: eine alles andere als triviale Aufgabe. Der Hügel musste nicht nur den Tempel tragen, sondern sich in möglichst natürlicher und harmonischer Wirkung in das bestehende, völlig flache Gartengelände einfügen. Für die Konstruktion war Carl August Sckell (1793–1840) verantwortlich, ein Neffe von Friedrich Ludwig von Sckell und ab 1823 dessen Nachfolger als Leiter der Hofgarten-Intendanz. Der etwa 15 Meter hohe Unterbau des Tempels besteht aus Ziegeln. Erdreich und Humus wurden aufgetragen und Wiesengräser gepflanzt. Heute zeigt sich der Hügel erneut in seinem ursprünglichen klaren Umriss und Erscheinungsbild, nach einer grundlegenden Restaurierung durch die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen 2011–2016. 2014–2016 wurde auch der Monopteros restauriert und seine ansprechende Farbfassung wiederhergestellt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/308">Für mehr (einschließlich 7 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T16:14:40+01:00</published>
    <updated>2026-06-18T11:22:08+02:00</updated>
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      <name>Iris Lauterbach</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Max-Joseph-Platz: Ein Platz für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Wer heute über den Max-Joseph-Platz schlendert, begegnet einem Raum, der seit Jahrhunderten im Wandel begriffen ist. Vom klösterlichen Ort der letzten Ruhe über die Bühne für den König des Volkes bis zur modernen Asphaltwiese und dem Rollrasen des Jahres 2025 spiegelt er die wechselvolle Geschichte Münchens wider.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/785a17e9121e016a013e452a5ec6df37.jpg" alt="Der Max-Joseph-Platz, ca. 1930" /><br/><p>Im Zuge der stadtplanerischen Änderungen des ersten bayerischen Königs Maximilian I. Joseph (1756–1825) wurde das seit 1284 bestehende Franziskanerkloster 1802 säkularisiert. Noch im selben Jahr begann der Abbruch des Klosters, um Platz zu schaffen für das Bayerische Hof- und Nationaltheater, welches 1811 bis 1818 errichtet wurde (siehe Beitrag <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/286" target="_blank" rel="noopener">Das Bayerische Hof- und Nationaltheater</a>). 1804/1805 erhielt der noch kahle Platz schließlich seinen heutigen Namen: Max-Joseph-Platz. 1835 wurde dem Monarchen ein Denkmal gesetzt und sich in diesem Zuge um einen Ensemblecharakter des Platzes bemüht. Der Bau der Tiefgarage im Jahr 1963 veränderte den Platz entscheidend. Im 21. Jahrhundert entsprach der schlichte Steinplatz mit seinen breiten Asphaltstraßen weder den ursprünglichen Plänen des 19. Jahrhunderts noch den Wünschen der heutigen Bürgerinnen und Bürger, einen Ort zum gemütlichen Verweilen zu haben. Seit 2017 plante die Stadt München daher eine Neugestaltung des Platzes mit Grünanlagen. Kritik zur geplanten Begrünung kam jedoch vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, da sie im Widerspruch zu den ursprünglichen Entwürfen des 19. Jahrhunderts stehen. Die Umsetzung verzögerte sich weiter und es wurden auch alte Pläne zur gärtnerischen Gestaltung des Platzes zur Rate herangezogen. Seit Oktober 2025 lockern nun acht Kreissegmente mit Rasenflächen und Rollsplitt dazwischen den Platz auf. Dabei wurde auf einen 200 Jahre alten Plan des Bauamts der Residenz zurückgegriffen. Es handelt sich hierbei jedoch vorerst um ein bis 2030 geplantes Provisorium. Sollte die seit Längerem angestrebte Verlegung der Tiefgaragenzufahrt auf die Maximilianstraße umgesetzt werden, könnte der Platz vielleicht wirklich in seine ursprüngliche Form zurückgeführt werden.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/285">Für mehr (einschließlich 10 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-12-17T13:32:07+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:50:45+02:00</updated>
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      <name>Nadine Raddatz</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Shakespeareplatz :  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Im Zuge der Entstehung des Bogenhausener Villenquartiers ab 1897 stiftete die Heilmann’sche Immobilien-Gesellschaft den Grund für den heutigen Shakespeareplatz. Die 1913 angelegte Grünanlage mit Brunnen wurde später mehrfach umgestaltet.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/12a4d9a48217b0245173c372942859cd.jpg" alt="Skizze zur Planung des Holbeinplatzes von 1911" /><br/><p>Das circa 22 Hektar große Areal „Bogenhausener Villenquartier südlich der Königlichen Sternwarte“ erstreckt sich von der Prinzregentenstraße im Süden, der Ismaninger Straße im Westen bis zur Sternwarte und dem Böhmerwaldplatz im Nordosten. Die Heilmann'sche Immobilien-Gesellschaft kaufte kurz nach ihrer Gründung 1897 die ersten Grundstücke. Fünf Prozent der Gesamtfläche des Bebauungsgrundes sollten zur Schaffung freier Plätze an die Stadt München abgetreten werden. Die Immobilien-Gesellschaft stellte daraufhin den Grund für den Holbeinplatz, den späteren Possartplatz, zur Verfügung. Erst 1964 taufte man den Platz in Shakespeareplatz um. Skizzen aus den Jahren 1911 und 1912 dokumentieren die verschiedenen Ideen, die für die Anlage entwickelt wurden – etwa eine Anlage mit einem Brunnen in der Mitte oder mit einer im Norden höher liegenden, von Bäumen umrandeten Rasenfläche mit einem Brunnen an der Holbeinstraße. Der Entwurf des Stadtgartendirektors Otto Multerer von 1912 wurde letztlich umgesetzt und 1913 begann man mit der Ausführung der Grünanlage, die in zwei Bereiche unterteilt wurde: einen von Bäumen umgebenen Rasenspielplatz und einen Schmuckplatz mit Brunnen an der Holbeinstraße. Die Brunnenanlage aus Tuffstein entwarf der Bildhauer Emil Krieger (1902–1979). Die erstmalige Inbetriebnahme fand im Juni 1933 statt; schon im August 1938 wurde die Anlage neu gestaltet. Ursprünglich trug der Sockel im Brunnenbecken eine von Emil Krieger gemeißelte liegende Frauengestalt, die Göttin Isis, die auf Wellen schwimmt. Emil Kriegers erster Entwurf, eine nackte liegende Frauengestalt, fand zuerst keine Zustimmung. Auch die Abänderung in eine halb knieende Figur aus hellem Marmor wurde verworfen und man einigte sich schließlich auf eine „schwebende“ Frauenfigur. Das Modell hierzu besichtigten die Professoren Josef Wackerle und Richard Knecht, die es auch als gut befanden. Die Abnahme der fertigen Plastik geschah dann durch Professor Hermann Hahn im Juni 1933. Krieger schuf die 2,70 Meter lange „Isis auf den Wellen schwimmend“ aus einem fast zweihundert Zentner schweren und 1200 Mark teuren Block aus schwarzem Diabas. Drei Jahre nach der Aufstellung der Brunnenfigur gab es bereits negative Äußerungen zum Kunstwerk, die Figur verstieß gegen das „gesunde Volksempfinden“. Die Plastik wurde dann 1937 auf Veranlassung des Hochbauamtes entfernt und zusammen mit Plastiken von Mathias Gasteiger und Fritz Koelle in den damaligen städtischen Steinhof an der Plinganserstraße gebracht. Heute steht hier eine aus Kirchheimer Muschelkalk gearbeitete Frauengestalt von Georg Müller (1880–1952). Die Steinplastik trägt auf dem Kopf eine Schale mit Fischen und anderen Wassertieren. Zum Andenken an Wilhelm Shakespeares Julia, der legendären Märtyrerin der Liebe und somit Schutzheiligen für Liebesmüde und Liebessehnsüchtige, ließ man 1972 vor der Casa di Giulietta in Verona die Bronzestatue „Giulietta Capuleti“ aufstellen. Auch die Partnerstadt München wurde mit zwei Abgüssen der Julia beschenkt. Eine steht vor dem alten Rathaus, die andere am Shakespeareplatz.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/270">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-08-11T12:06:10+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:40:50+02:00</updated>
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      <name>Karin Bernst</name>
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