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    <title type="html"><![CDATA[Friedrich Ludwig von Sckells „Natur-Garten“ für den Grafen Montgelas: „Niedliche Voralpe [...] in ihrem grünen Kleide“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>In der östlichen Isaraue und auf dem Isarhochufer entstand im frühen 19. Jahrhundert der bedeutendste private Landschaftsgarten Münchens. Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) entwarf diese weitläufige Anlage.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/7a222e12d20e653b1f94bac01e6d3d36.jpg" alt="Plan des Gartens nach Sckells Entwurf 1813, Holzstich, 1828" /><br/><p>1803 erwarb Staatsminister Maximilian Joseph von Montgelas (1759–1838) <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/215" target="_blank" rel="noopener">den Edelsitz Stepperg in Bogenhausen</a>. Der Neubau eines Landhauses auf dem Hochufer war geplant, wurde jedoch nicht verwirklicht. Vielmehr konzentrierten Montgelas und seine Gemahlin Ernestine (1779–1820) geb. von Arco sich auf die Neuanlage des Gartens, die sie dem 1804 zum Hofgarten-Intendanten ernannten Hofgärtner Sckell übertrugen.
Das ab 1805 durch Sckell gestaltete erste Wiesental sagte Montgelas so zu, dass er ihn 1813 mit Erweiterungen in den Isarauen beauftragte. Kurz vor 1830 ließ er den Garten nach Norden hin um eine landwirtschaftlich genutzte Partie erweitern. Dieser gegenüber dem Englischen Garten gelegene, etwa 40 Hektar große erste Münchner Landschaftsgarten östlich der Isar begann etwa auf der Höhe der Schwaige im Hirschanger und erstreckte sich entlang dem Brunnbach weiter Richtung Oberföhring.
Der Haupteingang zum Garten befand sich am Fuß des Hochufers nahe der 1804 errichteten hölzernen Isarbrücke. Sie wurde 1812 durch eine Brücke mit gemauerten Pfeilern ersetzt (<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/263" target="_blank" rel="noopener">heute: Max-Joseph-Brücke</a>). Zunächst mussten im Schwemmgebiet unter enormen Anstrengungen Unmengen an Kies und Gestrüpp entfernt und unzählige Wagenladungen Humus aufgebracht werden. So gelang es Sckell, am östlichen „Gestade der reißenden Isar“ eine „niedliche Voralpe [...] in ihrem grünen Kleide“ [zit. nach Sterler 1830, S. 12] zu modellieren und „die lieblichsten ländlichen Naturscenen“  [zit. nach Sterler 1830, S. 20] künstlerisch zu gestalten. Von den Wegen der Wiesentäler und von Aussichtspunkten auf dem Hochufer aus inszenierte Sckell eindrucksvolle Blicke auf die Residenzstadt und nach Ober- und Unterföhring, bei gutem Wetter nach Norden bis Freising und nach Süden auf die Alpenkette.
Sckells künstlerische Überformung der Isaraue und des Hochufers zu malerischen Szenerien des Landschaftsgartens hat in der Münchner Stadt- und Grünplanung des 19. Jahrhunderts eine nachhaltige Wirkungsgeschichte. Von dem berühmten „Naturgarten“ selbst, der 1838 an Herzog Max Joseph in Bayern verkauft wurde und später im Villenviertel des Herzogparks aufging, lässt sich lediglich am malerischen Brunnbach noch eine Ahnung gewinnen.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/318">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-23T11:44:00+01:00</published>
    <updated>2026-02-23T13:25:02+01:00</updated>
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      <name>Iris Lauterbach</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Große Wasserfall im Englischen Garten: „Weit eher ein Werk der Natur, als der Kunst“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Große Wasserfall – nicht zu verwechseln mit der Eisbachwelle! – gehört zu dem 1807 im sogenannten „Plan B“ vorgelegten Konzept des Hofgarten-Intendanten Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) für die Weiterentwicklung des Englischen Gartens.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/afe5bfef25aba8b220f25cab5f8ae17b.jpg" alt="Der Wasserfall in Sckells Gartenbuch" /><br/><p>An der Kreuzung des Eisbaches mit dem Schwabinger Bach befand sich zuvor ein Wehr, das Sckell durch diesen künstlichen Wasserfall ersetzte. Zu den künstlerischen Vorbildern der „Bilder der Natur“ in Landschaftsgärten gehörten Gemälde des 17. Jahrhunderts. Sckell berief sich etwa auf Gemälde des Holländers Jacob van Ruisdael, die dramatisch inszenierte wilde Wasserfälle zeigen. Laut Sckell bestand bei der Anlage eines künstlichen Wasserfalls die Kunst darin, einzelne Felsbrocken zunächst möglichst natürlich zu gruppieren und gar zu unvermittelte Übergänge durch eine ebenso natürlich wirkende Uferbepflanzung von „malerischem Werth“ zu kaschieren.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/317">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-20T17:59:13+01:00</published>
    <updated>2026-02-23T10:28:28+01:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der „Rumfordsaal“:  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/059ed824a20b53643d88154375a62d9f.jpg" alt="Der Rumfordsaal, 1927" /><br/><p>Im Hirschangerwald ließ Benjamin Thompson (1753–1814, ab 1792 Graf Rumford), Minister des Kurfürsten Carl Theodor und Initiator des Englischen Gartens, 1791 ein imposantes klassizistisches Gebäude errichten. Der Englische Garten war durch seine Gründer ausdrücklich nicht einem Schloss oder Herrschaftssitz zugeordnet. Daher erregte dieses durch Johann Baptist Lechner (1758–1809) errichtete Bauwerk im Stil einer neopalladianischen Villa zunächst einmal Aufmerksamkeit. Es trug verschiedene Bezeichnungen, unter anderem die als „Rumfordsaal“. Seiner Funktion nach war es jedoch ein Offizierskasino, ausgestattet mit einem großen Festsaal und einer Küche im Untergeschoss. Heute dient das Gebäude dem Kreisjugendring München als Natur- und Jugendtreff.
Zwar liegt das repräsentative Kasino am Hauptweg vom Chinesischen Turm nach Norden, eine Fernwirkung in den Garten hinein hatte es aber nie.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/316">Für mehr sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-20T17:41:20+01:00</published>
    <updated>2026-03-11T09:08:02+01:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[„Rumfords Monument“ im Englischen Garten: Das früheste bayerische Denkmal für den amerikanischen Philanthropen und Reformer Bayerns]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Schon zu seinen Lebzeiten, im Jahr 1796, stifteten dankbare Mitmenschen dem Naturwissenschaftler, Erfinder und Menschenfreund Benjamin Thompson (1753–1814, ab 1792 Graf Rumford) dieses Monument, das der Bildhauer Franz Jakob Schwanthaler (1760–1820) entwarf und ausführte. Es ist knapp fünf Meter hoch und besteht aus einem Sockel aus Kalkstein, über dem sich eine Giebelarchitektur aus Sandstein erhebt. Das Denkmal steht noch immer an seinem ursprünglichen Standort im Englischen Garten.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/73dd6674099e2e3a469e8a8c299ffb29.jpg" alt="Johann Carl Schleich nach Max von Rickauer, Der Englische Garten bey München, Kupferstich, 1806, Detail" /><br/><p>Der gebürtige Amerikaner Thompson stand seit 1784 im Dienst des bayerischen Kurfürsten Carl Theodor (1724–1799, reg. Kurfürst von Bayern 1778–1799). Als Minister war er der strategische Kopf einer philanthropischen Staats- und Gesellschaftsreform zum Wohle der Menschheit im allgemeinen und Bayerns im Besonderen. Thompson beabsichtigte, durch die Verringerung sozialer Not „die Glückseligkeit der Gesellschaft zu befördern“. Der zunächst als „Theodors-Park“ bezeichnete neue Münchner Volksgarten ging auf seine Initiative zurück. Denn besonders das Militär wurde durch den Grafen Rumford zu sinnvoller Arbeit in Friedenszeiten und am Feierabend verpflichtet. Im eigenen Gärtchen sollten die Soldaten Gemüse und Obst anbauen und bei der Gelegenheit auch die Kartoffel als Grundnahrungsmittel verbreiten. In München entstanden solche Militärgärten ab Juni 1789 in der Isaraue unweit der neuen Gartenvorstadt im Schönfeld nördlich des Schwabinger Tors. Wenige Wochen später berief Kurfürst Carl Theodor, einer der großen fürstlichen Gartenliebhaber seiner Zeit, seinen Hofgärtner Friedrich Ludwig Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) aus dem kurpfälzischen Schwetzingen nach München. Unweit der Militärgärten legte Sckell den „Anfang und ersten Entwurf des Englischen Gartens“.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/314">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:55:41+01:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:35:02+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Kleinhesseloher See im Englischen Garten: „Ein malerisches Bild“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Als „malerisches Bild“ konzipierte der Hofgarten-Intendant Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) künstliche Seen in Gärten, so wie im Englischen Garten und im Nymphenburger Schlossgarten.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/435111bf377e42c101df04ada7cf6959.jpg" alt="Carl August Lebschée, Aquatinta, 1831" /><br/><p>Sckell vergrößerte den 1800–1802 durch Werneck angelegten See auf eine Fläche von letztlich 8,2 Hektar. Nach seinem Entwurf wurde der Kleinhesseloher See mit seinen drei Inseln 1810–1813 unter der Bauleitung seines Bruders Mathias Sckell (1760–1815) ausgeführt. In seinen „Beiträgen zur bildenden Gartenkunst“ (1818) beschrieb der Hofgarten-Intendant, wie wichtig es sei, eine abwechslungsreiche Uferlinie von malerischer Wirkung herzustellen. Unter den geeigneten Gehölzen hob er Pyramidenpappeln hervor, deren Reflex in der Wasseroberfläche „eine ganz vorzüglich schöne Wirkung“ habe. Trauerweiden „an den hervortretenden Uferspitzen“ vermittelten einen „Charakter der Ruhe, der süßen Schwermuth“ „bei Denkmälern, die einen Verlust beweinen lassen“. Sckell selbst wurde 1824 am See <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309" target="_blank" rel="noopener">ein von Pappeln und Trauerweiden gerahmtes Denkmal</a> gesetzt. Dessen ehemals exponierte Lage auf einer Halbinsel hat sich verändert. Denn heute liegt die Uferlinie bei dem Restaurantkomplex „Seehaus“ etwa 25 Meter weiter im See als im 19. Jahrhundert.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/312">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:44:41+01:00</published>
    <updated>2026-02-23T10:23:09+01:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Eingang des Englischen Gartens: „Hier ist des Volkes wahrer Himmel, / Zufrieden jauchzet groß und klein: / Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>„Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“ Im ersten Teil des „Faust“ beschreibt Johann Wolfgang von Goethe 1808 mit dem Osterspaziergang eine damals noch neue Erfahrung: ein Aufatmen, ein Gefühl der Befreiung und der Gemeinsamkeit, das sich einstellte, wenn man die Enge der dicht bebauten Stadt hinter sich ließ. Dies galt auch für die Bewohnerinnen und Bewohner der Residenzstadt München, die sich im neuen Englischen Garten „im Schoße der Natur erquicken“ können sollten. Hier kam die Stadtbevölkerung an die frische Luft.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/e0872f75282fbfc02abd09ec7732de04.jpg" alt="Der „Harmlos“: Hüter des Englischen Gartens, 1904" /><br/><p>Der neue Volksgarten war nicht von einer Außengrenze – Mauern, Zäunen oder Hecken – eingehegt. Der ursprüngliche Haupteingang in den Englischen Garten erfolgte von der Innenstadt her, durch das Hofgartentor. An der „Straße vom Hofgarten gegen den Englischen Garten“ steht seit 1803 die als „Harmlos“ bezeichnete Statue, der Eingangswächter des Gartens. Die Reste der Befestigungswerke lässt man links liegen und passiert das <a href="https://municharttogo.zikg.eu/files/show/2567" target="_blank" rel="noopener">Palais Salabert (Prinz-Carl-Palais)</a>. An einer Weggabelung vor dem Überqueren des Köglmühlbachs war die Entscheidung für einen der beiden Hauptwege in den Englischen Garten zu treffen. Den Weg nach Osten in <a href="https://municharttogo.zikg.eu/files/show/2549" target="_blank" rel="noopener">das schmale Wiesental, das sich hier eröffnete,</a> gibt es nicht mehr. Der Weg nach Norden führt heute wie damals zur ersten Szene des Landschaftsgartens, der weiten Schönfeldwiese. Seit der Zeit um 1800 hat sich die gesamte Eingangssituation stark verändert: durch <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/61" target="_blank" rel="noopener">die 1901 eröffnete Prinzregentenstraße</a>; das 1933–1937 errichtete „Haus der Deutschen Kunst“; 1972 durch die Anlage des Altstadtrings und des Tunnels. Ausgerechnet dieser als Übergang aus der Stadt in die Natur, aus der Enge in die Freiheit inszenierte neuralgische Punkt der Münchner Stadttopographie verkam damit zur zweigeschossigen Kreuzung des mehrspurigen Autoverkehrs. Im Kontext des Neubaus der Bayerischen Staatskanzlei führte der Landschaftsarchitekt Gottfried Hansjakob 1989–1994 – im Rahmen der Möglichkeiten – eine „Stadtreparatur“ durch. Sie wertet den Übergang vom Hofgarten zum Englischen Garten auf und ermöglicht es, die angrenzenden Außenanlagen der Staatskanzlei und des Prinz-Carl-Palais sowie den ehemaligen Palaisgarten (Finanzgarten, Dichtergarten) als Bestandteile dieser Schwellensituation zu erfahren.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/311">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:31:45+01:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:35:17+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Englische Garten: „Der Volksgarten ist […] die vernünftigste, wohltätigste, und lehrreichste Gymnastische Schule für Geist und Körper.“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/301fa92189aab171604cdf5344885e6a.jpg" alt="Licht und Schatten" /><br/><p>Seit weit über 200 Jahren bewährt sich der weltberühmte Englische Garten in jenen wesentlichen Anliegen und Eigenschaften, die seiner Entstehung als „Volksgarten“ zugrunde lagen:
<ul>
<li>die gesellschaftspolitische Vision eines friedlichen und toleranten Umgangs der Menschen miteinander</li>
<li>der Genuss des künstlerisch gestalteten Naturraums jenseits der Enge und den Zwängen der Stadt</li>
<li>der herausragende künstlerische und ästhetische Rang des Landschaftsgartens mit seinen „Bildern der Natur“</li>
<li>die städtebauliche und ökologische Dimension der innerstädtischen Gartenanlage mit allen Qualitäten eines schützenswerten Naturraums.</li>
</ul>
„Der Volksgarten ist […] die vernünftigste, wohltätigste, und lehrreichste Gymnastische Schule für Geist und Körper.“ [Zit. nach Sckells Denkschrift von 1807, S. 97]. So charakterisierte <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309" target="_blank" rel="noopener">der bayerische Hofgarten-Intendant Friedrich Ludwig von Sckell</a> (1750–1823, 1808 geadelt), der bedeutendste deutsche Gartenkünstler seiner Generation, 1807 den „Volksgarten“. Gartentheoretisch folgte er damit Christian Cay Lorenz Hirschfeld (1742–1792), der dieses Konzept bereits 1785 formuliert hatte. Der im landschaftlichen („englischen“) Stil angelegte Münchener Park ist der erste große „Volksgarten“ überhaupt und mit einer Fläche von 384 Hektar die weltweit größte innerstädtische Gartenanlage.
Der zunächst auch als Theodors-Park bezeichnete Englische Garten entstand als Ergebnis einer Staats- und Gesellschaftsreform, die von Kurfürst Carl Theodor (1724–1799, reg. Kurfürst von Bayern 1778–1799) und seinem <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/314" target="_blank" rel="noopener">Minister Benjamin Thompson (1753–1814, ab 1792 Graf Rumford)</a> konzipiert wurde. Hierzu zählte Rumford die Bestellung von Gärten, um das Militär in Friedenszeiten sinnvoll zu beschäftigen. In München entstanden ab Juni 1789 sogenannte Militärgärten im Hirschanger in der Isaraue unweit des Hofgartens. Am 13. August 1789 verfügte der Kurfürst, auf diesem Gelände einen Garten anzulegen, in dem die Stadtbevölkerung sich in ihren Erholungsstunden erquicken könne. Dies ist der Gründungsakt eines der ersten öffentlichen Gärten, der zwar im Auftrag eines Fürsten entstand, aber nicht einer Residenz oder einem Schloss zugeordnet war. Er wurde ausdrücklich mit dem Ziel der Erholung des städtischen Publikums gestiftet.
Sckell legte die Grundzüge der Anlage. 1804 fertigte er einen Bestandsplan an („Plan A“), 1807 folgte sein Entwurf für die Weiterentwicklung der Anlage („Plan B“). Diese gartenkünstlerische Vision kommentierte Sckell in einer Denkschrift zur „Charakteristik des Volksgartens“. Zentrales Thema dieses urbanistischen Manifestes ist das Bedürfnis der Stadtgesellschaft – in allen ihren sozialen und Altersschichten – nach Erholung und friedlicher Geselligkeit im Schoße der Natur.
Der Englische Garten befindet sich in der Obhut der Gärtendirektion der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Seit den 1990er-Jahren wird die differenzierte räumlich-visuelle Konzeption des Gartens in Anlehnung an Sckell wieder sichtbar gemacht, die pflanzliche Ausstattung kontinuierlich erneuert und wiederhergestellt. Das seit 2022 durchgeführte Projekt zur Wiederherstellung der artenreichen Wildblumenwiesen macht den Englischen Garten als Lebensraum seltener Tiere, Insekten und Vögel und als Ort der Artenvielfalt erkennbar.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/310">Für mehr (einschließlich 6 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T20:38:20+01:00</published>
    <updated>2026-03-11T08:59:43+01:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Sckell-Denkmal am Kleinhesseloher See: Monument für einen großen Gartenkünstler]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) legte 1789 den „Anfang und ersten Entwurf des Englischen Gartens“ vor. Der Hofgärtner gab damit der Münchner Stadtentwicklung ihren nachhaltigsten Impuls. Sckell war der bedeutendste deutsche Gartenkünstler seiner Generation.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/2b9c807c97394f84ed9ae96f744b3897.jpg" alt="„Auch Du Lustwandler ehre / das Andenken des Biedermannes“ – Das 1824 ausgeführte Sckell-Denkmal, Fotografie, 1904" /><br/><p>Sckells Ausbildung in Schwetzingen, in Frankreich und in England verhalf ihm zu einem internationalen Netzwerk. Als Hofgärtner und seit 1804 bayerischer Hofgarten-Intendant sowie in privatem Auftrag realisierte er zahlreiche, bedeutende Gartenanlagen, wie etwa <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/318" target="_blank" rel="noopener">den Montgelas-Garten in Bogenhausen</a>. Als weitsichtiger Stadtplaner legte er die Grundlage für die Erweiterung Münchens zur königlichen Residenzstadt. Der Englische Garten und die Umgestaltung des Nymphenburger Schlossgartens sind die Hauptwerke seiner Münchner Phase. Mit klassisch schönen „Bildern der Natur“ entwarf Sckell Landschaftsgärten, die sich durch große Dimensionen, ausgefeilte räumliche Gestaltungen und einen respektvollen Umgang mit dem Vorhandenen auszeichnen. Nach Sckells Tod am 24. Februar 1823 ließ König Max I. Joseph für den hoch geachteten Gartenkünstler und Stadtplaner ein monumentales Denkmal am Nordostufer des Kleinhesseloher Sees im Englischen Garten planen. Der Bildhauer Ernst von Bandel (1800–1876) führte 1824 einen Entwurf Leo von Klenzes (1784–1864) aus. Die ursprüngliche Sandsteinsäule wurde 1932 wegen Verwitterungsschäden entfernt und 1939 durch die heute erhaltene Kalksteinsäule von Georg Pezold ersetzt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T20:06:23+01:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:35:38+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Monopteros im Englischen Garten: Point de vue, Belvedere, Gedenkmonument]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Monopteros zieht die Blicke auf sich, wenn man den Englischen Garten vom Hofgarten her betritt. Der auf einem eigens konstruierten Hügel über drei monumentalen Stufen errichtete Rundtempel entstand in den 1830er-Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Englische Garten zu einem beliebten Ziel für die Promenade entwickelt. Der von ionischen Säulen getragene elegante Rundtempel bietet auch heute noch eine der schönsten Aussichten auf die Landeshauptstadt.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8ad268cc2acdf1a6421ef8e0ad33301c.jpg" alt="Hügel und Monopteros nach der Restaurierung, Fotografie, 2016" /><br/><p>Als Monopteros bezeichnet man einen von Säulen getragenen offenen Rundtempel. Klassische Tempel, die einer Gartenszene als Staffagearchitekturen einen bestimmten Charakter verleihen, gehören zur Ausstattung vieler Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts. Schon Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt), seit 1804 bayerischer Hofgarten-Intendant, hatte in einem Konzept von 1807 gefordert, ein „Pantheon“ der bayerischen Herrscher solle auf einem weithin sichtbaren Hügel im Englischen Garten errichtet werden. Realisiert wurde ein solches klassisches Bauwerk erst später, unter König Ludwig I. Die Planung und Ausführung des ab 1831 geplanten und 1835–1836 errichteten Monopteros lag bei dem Hofbau-Intendanten Leo von Klenze (1784–1864, 1822 geadelt).
Zunächst wurde ab 1832 der Hügel angelegt und modelliert: eine alles andere als triviale Aufgabe. Der Hügel musste nicht nur den Tempel tragen, sondern sich in möglichst natürlicher und harmonischer Wirkung in das bestehende, völlig flache Gartengelände einfügen. Für die Konstruktion war Carl August Sckell (1793–1840) verantwortlich, ein Neffe von Friedrich Ludwig von Sckell und ab 1823 dessen Nachfolger als Leiter der Hofgarten-Intendanz. Der etwa 15 Meter hohe Unterbau des Tempels besteht aus Ziegeln. Erdreich und Humus wurden aufgetragen und Wiesengräser gepflanzt.
Heute zeigt sich der Hügel erneut in seinem ursprünglichen klaren Umriss und Erscheinungsbild, nach einer grundlegenden Restaurierung durch die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen 2011–2016. 2014–2016 wurde auch der Monopteros restauriert und seine ansprechende Farbfassung wiederhergestellt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/308">Für mehr (einschließlich 7 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T16:14:40+01:00</published>
    <updated>2026-02-23T10:00:37+01:00</updated>
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      <name>Iris Lauterbach</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Chinesische Turm: „Eine Stätte Münchner Lebensfreude“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Chinesische Turm, von den Münchnern liebevoll ‚Chinaturm‘ genannt, ist seit seiner Eröffnung gemeinsam mit der angrenzenden Gastwirtschaft der gesellschaftliche Mittelpunkt des Englischen Gartens. Sein wahrzeichenhafter Charakter lässt diese Schauarchitektur, zusammen mit dem Monopteros, schnell sinnbildlich vor das Auge treten, wenn ein Münchner an den Englischen Garten denkt.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/130b5e4a1150b55471541b6ddf435b57.jpg" alt="Der Chinesische Turm mit Gasthaus, Aquatintaradierung von Carl August Lebschée, um 1835" /><br/><p>Der markante Chinesische Turm erhebt sich im Kern des Englischen Gartens in Gestalt eines 25 Meter hohen polygonalen Holzturms. Der Turm verjüngt sich über fünf Etagen stetig von einem Deckendurchmesser von 19 Metern im Erdgeschoss auf 6 Meter im obersten Geschoss. Im Stil einer chinesischen Pagode sind die Schindeldächer um die Etagen geschwungen und vergoldete Glocken hängen in jeder Etage in der Traufe. Eine zentrale Wendeltreppe verbindet die einzelnen Etagen, die ursprünglich als Rundum-Aussichtsplattformen für Besucher konzipiert wurden, die, wenn sie noch zugänglich wären, einen weiten Blick auf den Englischen Garten ermöglichen würden.
Um den Hintergrund des Turmes genauer zu erfassen, muss ein kleiner Ausflug in die Geschichte der Gartenbaukunst gewagt werden, insbesondere in den Transfer englischer Gartenbaukunst auf deutsche Gärten, um die Zeit, als der Englische Garten seinen Ursprung fand.
Im 18. Jahrhundert dominierten in ganz Deutschland barocke Gärten im französischen Stil. Zur gleichen Zeit entstand in England als Gegenentwurf der Landschaftsgartenstil, der die strenge Symmetrie barocker Anlagen ablehnte. Eine ‚naturnahe‘ Gestaltungsform sollte die freiheitlichen Gesellschaftsideale der sich anbahnenden Aufklärung symbolisieren.
Diese Gartenreform erreichte gegen Ende des 18. Jahrhunderts auch Deutschland. Als Kurfürst Carl Theodor 1789 ein Dekret erließ, eine öffentlich zugängliche Gartenanlage auf Initiative seines Ministers, dem Amerikaner Sir Benjamin Thompson, später Graf von Rumford, zur Erholung der allgemeinen Bevölkerung zu errichten, lag der Sturm auf die Bastille ein paar Wochen zurück. Der aufgeklärte Sir Thompson setzte sich bewusst ein, die Parkanlage daher im Stil der in England entwickelten Gartenform ‚Landschaftsgarten’ gestalten zu lassen, um Assoziation mit fürstlicher Unterdrückung zu vermeiden.
Friedrich Ludwig Sckell, der Landschaftsgartenkunst in England studiert hatte, wurde von Kurfürst Carl Theodor als Berater hinzugezogen. Ein Vorbild für Sckell war Sir William Chambers, der die königlichen Gärten von Kew bei London gestaltete. Chambers passte die Formsprache des Landschaftsgartens an höfische Anforderungen an und setzte gezielt auf künstliche Gestaltungselemente. Besonders die chinesischen Kaisergärten dienten ihm dabei als Inspiration, was sich in einem allgemeinen Trend zur Chinoiserie widerspiegelte, die sich zu dieser Zeit in England, durch die Handelsbeziehungen zu China ausgelöst, verbreitete.
Dieses Vorbild wurde direkt auf den Englischen Garten in München übertragen, der zunächst teilweise noch dem Kurfürsten als privater Rückzugsort diente. So führte die englische Nachbildung einer chinesischen Pagode im Kew Garden zu einer lokalen Nachahmung dieser englisch interpretierten chinesischen Architektur mithilfe traditioneller bayerischer Zimmermannskunst.
Die Zerstörung des Turmes im Zweiten Weltkrieg versammelte die Münchner Bevölkerung wieder zugunsten des Turmes. Der Turm war den Münchnern über zwei Jahrhunderte so sehr ans Herz gewachsen, dass für den am 12. Juli 1950 gegründeten Verein „Wiederaufbau des chinesischen Turmes“ kein Zweifel bestand, den Turm originalgetreu wieder herzurichten. 1952 wurde dann eine originalgetreue Kopie des Turmes wieder aufgebaut.
Es ist vielleicht nicht zu weit hergeholt zu sagen, dass der chinesische Turm ein lebendiges Symbol für die Münchner Lebensfreude ist– eine Stätte, die die Geselligkeit feiert und im Herzen der Stadt weiterleben lässt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/246">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-05-14T14:33:01+02:00</published>
    <updated>2025-06-26T16:43:49+02:00</updated>
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      <name>Dewita Lim</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Lenbachgarten: Ein Künstlergarten im Wandel der Zeit]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der in Anspielung auf seinen extravaganten, selbstinszenierten Lebensstil als „Münchner Malerfürst“ bezeichnete Franz von Lenbach (1836–1904) ließ an der Luisenstraße, in unmittelbarer Nähe zum Königsplatz, in den Jahren von 1887 bis 1890 in Zusammenarbeit mit dem Architekten Gabriel von Seidl (1848–1913) seine Künstlervilla errichten. Zu dem Gesamtkonzept der Villa gehörte ein eindrucksvoller Garten, welcher von Max Kolb (1829–1915) mitgestaltet wurde und ähnlich wie der Gebäudekomplex eine ästhetische sowie repräsentative Funktion erfüllen sollte. </em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/df66c67ff1a8b4ab2029c98377796b0f.jpg" alt="Lenbachhaus, um 1905" /><br/><p>Lenbach kaufte das Grundstück im Jahr 1886 für eine Summe von 220.000 Gulden. Der linke Flügel, der als Atelierbau diente, wurde 1888 fertiggestellt, der Hauptteil zehn Jahre später. Erst 1900 wurden beide Gebäude durch einen Zwischentrakt miteinander verbunden. Adolf Rosenberg beschrieb das Gestaltungskonzept folgendermaßen: „Nach und nach entstand jene prächtige Anlage im Stil italienischer Villenarchitektur, bei der sich die Kunst des Baumeisters mit der des Gärtners vereinigt haben, um ein Gebilde von vollendeter Harmonie zu schaffen“ (Rosenberg 1899, S. 92). Nach Lenbachs Tod im Jahr 1904 durchlief das Grundstück einige Wandlungen, so verband man 1911/12 Wohnhaus und Atelier mit einem Zwischenbau, 1927 wurde der nördliche Flügel neu errichtet. Dadurch wurde eine symmetrische Gestaltung von Haus und Garten erzeugt, die Lenbach auf diese Weise nicht beabsichtigt hatte. Anhand von Fotografien soll ein Einblick in das Erscheinungsbild des Gartens des Lenbachhauses über den Verlauf der letzten 100 Jahre hinweg geboten werden. Die Auswahl der Abbildungen stammt aus dem Fundus der rund 25.000 München-Fotos der Photothek sowie aus dem Bruckmann-Archiv des Zentralinstituts für Kunstgeschichte.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/148">Für mehr (einschließlich 8 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-02-28T10:05:56+01:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:28:34+02:00</updated>
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      <name>Hannah Rathschlag</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Borstei: Ein Dorf in der Stadt]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die denkmalgeschützte Wohnsiedlung „Borstei“ im Nordwesten Münchens zwischen Dachauer Straße und Landshuter Allee gelegen, bildet, nach außen hin durch die Randbebauung abgeschottet, eine Welt für sich, in der es sich sogar autark leben ließe. </em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/09a0429be22bd892dc1c021c25c7e048.jpg" alt="Luftbild der Borstei, 2018" /><br/><p>Allen Behauptungen zum Trotz handelt es sich bei der „Borstei“ weder um eine Genossenschaft noch um eine Arbeitersiedlung, sondern um Privateigentum. Die Bewohner:innen entstammten bereits zur Erbauungszeit vor allem der bürgerlichen Mittelschicht. </p><p>1922 wurde dem Bauunternehmer Bernhard Borst (1883–1963) der Lagerplatz in der Thalkirchner Straße gekündigt. Er kaufte daraufhin 1923 das Areal neben dem damaligen Gaswerk an der Dachauer Straße und plante neben dreigeschossigen Wohnhäusern, Büros und Werkstätten, ein Sägewerk und eine Kiesgrube, modifizierte jedoch den Bebauungsplan immer wieder, vor allem nachdem die Kündigung für seinen Lagerplatz zurückgenommen wurde. Auf einer Fläche von knapp 70.000 m² entstanden in den nächsten fünf Jahren 77 Häuser mit 772 Wohnungen. Borst, der nach einer Maurerlehre an der Baugewerkschule studiert hatte und ab 1911 als selbstständiger Architekt auftrat, musste allerdings 1927 aufgrund eines neuen Gesetzes einen Diplomarchitekten hinzuziehen. Oswald Bieber (1876–1955) sind die unterschiedlichen Gestaltungen der Fassaden und anderer Details wie verschieden gestaltete Treppenhäuser, Eingangs- und Wohnungstüren zu verdanken. </p><p>Die nach außen hin wirkende Geschlossenheit der Borstei wird durch die Randbebauung erzeugt, die nicht die Unregelmäßigkeit der Straßenzüge im Inneren erwarten lässt. Hinzu kommen die zahlreichen großzügigen Gärten und Höfe, die nicht nur unregelmäßig angelegt sind, sondern auch durch den Kelleraushub Niveauunterschiede aufweisen. Die Gestaltung der Gärten, 1929/30 von Alwin Seifert (1890–1972) begonnen, zog sich bis in die 1950er Jahre hin. Sie nehmen zusammen mit den Straßen einen Großteil der Gesamtfläche ein, denn die Bebauung umfasst lediglich knapp 20.000 m². </p><p>Die für damalige Verhältnisse luxuriös ausgestatteten Wohnungen mit Badezimmer und fließendem Wasser sowie Eichenparkett sind verhältnismäßig groß und werden über ein zentrales Heizkraftwerk mit Wärme versorgt, ein Novum im damaligen Deutschland. In der Nähe der Heizungsanlage befindet sich die Wäscherei, die früher obligatorisch benutzt werden musste. Von den Geschäften in der sogenannten Ladenstraße, eigentlich Franz-Marc-Straße, garantieren etliche eine Grundversorgung, außerdem gibt es ein kleines Lokal und ein Café sowie einen Kindergarten und mehrere Arztpraxen. </p><p>Nach Vollendung der Siedlung, bei der Borst bestrebt war, die Vorteile von Mietwohnungen mit ihren Dienstleistungen mit dem Luxus gestalteter Gartenanlagen zu verbinden, beschäftigte er sich mit der Verschönerung dieser Gartenanlagen, indem er Künstler beauftragte Skulpturen zu schaffen. Andere wie eine Kopie des <i>David</i> von Donatello oder des <i>Zentauren</i> aus der Villa Hadriana (heute in den Kapitolinischen Museen in Rom) kaufte er im Antiquitätenhandel oder er ließ Münchner Bildhauer nach seinen Entwürfen arbeiten wie beim <i>Neptunbrunnen</i> oder dem <i>Parisurteil</i>.</p><p>Die inzwischen hohen Bäume, das Grün der Hecken und Büsche, die Blumenpracht und die plätschernden Brunnen lassen die Borstei nicht nur an heißen Sommertagen zu einem Refugium werden, das mit den vielen Grünflächen heutigen Wunschvorstellungen von modernem Städtebau entspricht.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/45">Für mehr (einschließlich 16 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-09-26T09:21:29+02:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:14:43+02:00</updated>
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      <name>Susanna Partsch</name>
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