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    <name>MunichArtToGo</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Westpark: Ein Park, der Kultur und Kunst vereint]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Heutzutage wird der Westpark als Ort zum Entspannen genutzt. Er bietet aber weitaus mehr, denn er verbindet Gartenkultur und Kunst anderer Länder und war Schauplatz der Internationalen Gartenbau-Ausstellung (IGA) 1983.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/c4fa212851c1d3775991a47f4b7663e7.jpg" alt="Peter Kluska: Entwurfsplan des Westparks, 1979" /><br/><p>Nach den Olympischen Spielen 1972 erlebte München einen Modernisierungsboom und es wurden massenhaft Planungen für Grünflächen entworfen. Besonders Oberbürgermeister Georg Kronawitter (1928-2016) setzte sich mit dem Slogan „Genügend Grünflächen sind für die Stadt so wichtig wie die Luft zum Atmen” dafür ein. 1975 wurde der erste Stadtentwicklungsplan erstellt, der Grünflächen einbezog und ein Netz mit Nord-, Ost-, Süd- und Westpark vorsah. 1976 wurde vom Stadtrat der Grün- und Erholungsflächenplan verabschiedet, welcher das Fundament für die Finanzierung von Bau und Planung des Westparks war. 1976 beschloss der Stadtrat einen Wettbewerb zur Gestaltung des Parks. Ziel war es, den Bürgern im Westen der Stadt den langerwünschten Traum, einen Park zu haben, zu erfüllen und ebenfalls die IGA, die im Jahr 1983 stattfinden würde, nach München zu holen. Der deutsche Landschaftsarchitekt Peter Kluska (1938-2020) gewann 1977 den Wettbewerb, da sein Plan einer „Tallandschaft“, teilweise sechs bis acht Meter unter Geländeniveau, mit zwei Wasserflächen überzeugte. Das hügelige Gelände sollte an die Voralpenlandschaft erinnern. 1977 erhielt München den Zuschlag zur IGA und bereits 1978 begann der Bau. Die Gesamtkosten betrugen circa 112 Millionen Deutsche Mark. Etwa zwei Millionen Kubikmeter Material wurden bewegt, um den 29 Hektar großen Park zu schaffen. Einige Gebäude und Pflanzen aus verschiedenen Kulturen wurden geschenkt, so befinden sich noch heute der japanische Garten als Geschenk der Münchner Patenstadt Sapporo, der chinesische Garten mit Toren und zwei Pavillons, der von der Volksrepublik China gestiftet wurde, eine nepalesische Pagode und ein thailändischer Pavillon mit Buddha-Statue im Westpark. Im Park befinden sich außerdem ein Haus von 1747 aus dem Bayerischen Wald mit Bauerngarten und ein Haus in der Form der Tafelberge Sardiniens, das von Italien gestiftet wurde, sowie Kunstwerke von Johannes Leismüller, Jean Clareboudt und Christian Tobin. Außerdem wurden Spielplätze sowie künstliche Wasserflächen angelegt und 20- bis 40-jährige Bäume gepflanzt, um den zuvor leeren Haufen von Kies mit grüner Fläche zu füllen. 1983 wurde mit der IGA der Westpark eröffnet, der zunächst vom 28. April bis 9. Oktober nur mit Eintrittskarte zugänglich war. Seit Dezember 1983 ist der Park der Öffentlichkeit zugänglich.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/342">Für mehr (einschließlich 7 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-05-05T10:17:18+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:17:51+02:00</updated>
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      <name>Lukas Sonidis</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Alte Utting : Ein Ausflugsschiff als Bar über den Dächern Münchens]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Alte Utting ist ein ehemaliges Passagierschiff, das heute als Bar und Veranstaltungsort in München genutzt wird. Sie steht nicht im Wasser, sondern auf einer Brücke im Stadtteil Sendling. Damit gehört sie zu den ungewöhnlichsten Treffpunkten der Stadt.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/eec7458a68ec35c92b528aa561afe851.jpg" alt="Die Alte Utting auf der Brücke, 2018" /><br/><p>Die Alte Utting wurde ursprünglich im Jahr 1950 gebaut und fuhr viele Jahrzehnte lang als Ausflugsschiff auf dem Ammersee. Nachdem sie außer Dienst gestellt wurde, drohte ihr die Verschrottung. Stattdessen wurde das Schiff 2017 auf Initiative des Vereins <i>Wannda</i> nach München transportiert und auf eine stillgelegte Eisenbahnbrücke gehoben. Seitdem ist es ein beliebter Kulturort im Stadtteil Sendling. Heute dient die Alte Utting als Bar, Biergarten und Veranstaltungsort. Besucher können dort Getränke genießen, Musik hören oder einfach die besondere Atmosphäre erleben. Durch ihre Lage über der Straße bietet sie einen außergewöhnlichen Blick über die Umgebung. Besonders im Sommer ist sie ein beliebter Treffpunkt für junge Leute und Touristen. Die Kombination aus historischem Schiff und modernem Nutzungskonzept macht die Alte Utting zu einem einzigartigen Beispiel für kreative Stadtgestaltung. Sie zeigt, wie alte Bauwerke und historische Objekte sinnvoll weiterverwendet werden können und gleichzeitig neue kulturelle Räume entstehen können.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/341">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-05-05T09:38:04+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:17:57+02:00</updated>
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      <name>Marie Kreilinger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Gnadenbild in der Herzogspitalkirche: Wundertätiges Wallfahrtsziel]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Im schummrig-meditativen Halbdunkel der modernen Herzogspitalkirche von 1954 erwartet den Besucher noch heute das wundertätige Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes, das seit über 300 Jahren Gläubige anzieht. In der Stille der Ewigen Anbetung zeigt sich hier, mitten im Trubel der Münchener Innenstadt, die reiche Frömmigkeit der Servitinnen, welche die Figur regelmäßig in neue Mäntel und Schmuckstücke kleiden.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/494bfa2e421b3ee9dc45a60863155a4e.jpg" alt="Skulptur der Gnadenmadonna ohne textile Gewandung, Kunsttopographie der Erzdiözese München und Freising, „W“, 1984. " /><br/><p>Das bis heute bedeutendste Ausstattungsstück der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/322" target="_blank" rel="noopener">Herzogspitalkirche</a> wurde bereits 1651 von Tobias Bader (+1690) geschaffen. Der Münchener Künstler gestaltete eine Kreuzigungsgruppe mit einer Schmerzensmutter, die bald zum Ziel einer Wallfahrt wurde. Das Gnadenbild stand zunächst in der Mitte der Kirche, wurde 1676 im Zuge der größeren baulichen Veränderungen während der Barockisierung und wachsender Wallfahrerzahlen an die linke Seite der Kirche umgestellt. Erste Gebetserhörungen der Schmerzensmutter wurden bekannt und 1690 ereignete sich das Wunder der Augenwendung. Fürstbischof Josef Clemens (1671–1723) approbierte das Wunder und bis heute wird es jährlich am 3. Sonntag im Januar gefeiert. Im Folgenden wurde dem Gnadenbild ein Barockaltar gestiftet. Ab 1700 begann, zunächst mit Gaben der Wittelsbacher, die bis heute anhaltende Praxis, die Muttergottes mit Mänteln, Kronen und Votivgaben zu schmücken. Heute umfasst die Garderobe der Herzogspitalmadonna knapp 30 teils reich verzierte Mäntel und unzählige gestiftete Schmuckstücke, die dem Gnadenbild im Verlauf des liturgischen Jahres alternierend angelegt werden. Zur stetig wachsenden Sammlung der Gottesmutter gehören auch die sogenannten „Schmuckerl“, ein halbmondförmiger Halsschmuck, der aus gestifteten Ketten, Ohrringen und Broschen zusammengesetzt ist. Diesen frommen Brauch führen heute die Schwestern des Servitenordens aus, welcher die Kirche seit 1920 betreut. Der italienische Orden kam 1715 nach München und widmet sich besonders der Verehrung der schmerzhaften Muttergottes. 1721 begannen die Schwestern ihre Ewige Anbetung des Allerheiligsten, die bis heute aufrechterhalten wird.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/340">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-29T15:46:52+02:00</published>
    <updated>2026-05-19T10:53:15+02:00</updated>
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      <name>Katharina Roßmy</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Grundschule an der Boschetsrieder Straße: Ein Jahrhundert Bildungsgeschichte in München]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Grundschule an der Boschetsrieder Straße gehört seit über hundert Jahren zum festen Bild des Münchner Südens. Das Gebäude wurde zwischen 1902 und 1904 nach Plänen des städtischen Baurats Robert Rehlen errichtet und am 11. April 1904 eröffnet. Damals wuchs der Stadtteil rasant, weil sich im Thalkirchner Oberfeld neue Fabriken ansiedelten und viele Familien zuzogen.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/f9b29ca313aa6048434a01e543eb0c39.jpg" alt="Die Grundschule an der Boschetsrieder Straße" /><br/><p>Der Bau war für seine Zeit ungewöhnlich modern. Neben 29 Klassenzimmern gab es zwei Turnsäle, Werkstätten, eine Kindergartenstation und sogar ein eigenes Schulbrausebad. Die markante Fassade mit dem hohen Ziegeldach prägt das Erscheinungsbild bis heute. Im Ersten Weltkrieg wurde die Schule als Reservelazarett genutzt, im Zweiten Weltkrieg stark zweckentfremdet. So werden in dieser Zeit eine Möbelbergungsstätte sowie Feuerwehr, Sanitätstrupp, Entgiftungstrupp und ein Arbeitskommando im Schulhaus untergebracht. Nach 1945 fand man das Gebäude in schlechtem Zustand vor, doch der Unterricht begann bald wieder, da das Gebäude nicht zerstört worden war. In den Nachkriegsjahren platzte die Schule aus allen Nähten: Zeitweise lernten über 1000 Kinder dort, verteilt auf mehrere Schulen im selben Haus. Seit den 2000er Jahren wurde das Gebäude schrittweise modernisiert und digital ausgestattet. 2012 kamen Ganztagsklassen hinzu, und wegen steigender Schülerzahlen entstand eine Zweigstelle in der Baierbrunner Straße 61. Auch gesellschaftliche Herausforderungen wie der Aufnahme von Flüchtlingskindern oder die Corona-Pandemie bewältigte die Schule mit großer Flexibilität. Heute versteht sich die Grundschule an der Boschetsrieder Straße als lebendiger Lernort, der Digitalisierung, Gesundheit, Leseförderung und projektorientiertes Arbeiten miteinander verbindet.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/339">Für mehr (einschließlich 2 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-28T14:11:32+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:18:05+02:00</updated>
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      <name>Max Kreilinger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Standbild von Christoph Willibald Gluck: Ein Denkmal für die Ewigkeit?]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>„Errichtet 1848“ ist am Denkmal des Opernkomponisten Christoph Willibald Gluck zu lesen. Allerdings gilt dies nur für den Sockel. Bei der Bronze-Statue selbst handelt es sich um eine Kopie. Das Original wurde in den Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen. Um es zu retten, fehlte es in München an Fürsprechern. </em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8243c2079c7e3d51b88d623625fc1695.jpg" alt="Denkmal für Gluck am Promenadeplatz" /><br/><p>Keinem anderen Komponisten bescherte König Ludwig I. (1786–1868) ein so vielfaches Andenken wie dem 1714 in Erasbach geborenen Christoph WillibaldGluck, der es schon zu Lebzeiten als gefeierter „Opernreformer“ zu großem Ruhm gebracht hatte. Gluck war niemals in München. Er stammte aber aus der bayerischen Oberpfalz, weswegen sein Denkmal für Ludwig I. Teil seiner Integrationspolitik für die neu hinzugekommenen bayerischen Territorien war. Als glühender Griechenlandbewunderer fand er in Glucks musikalischen Neuerungen zudem eigene künstlerische Ideale verkörpert. Schließlich habe Gluck die Einheit von Musik und Text endlich zu dem zurückgeführt „<i>was sie bei den Griechen gewesen</i>“ seien. Bei dem 1848 enthüllten Denkmal handelt es sich um eine Bronze-Statue. Bronze galt als edel, vor allem aber als unvergänglich – passend für ein Standbild, welches als Andenken an Gluck für alle Zeiten gedacht war. Ganz im Geiste des 19. Jahrhunderts, schuf der Münchner Bildhauer Friedrich Brugger den Komponisten als schöpferischen Künstler, der eine Notenrolle in der Hand hält. Ein Instrument fehlt. Stattdessen lässt er Glucks in der Luft schwebende Hand einen klingenden Akkord greifen. Glucks Denkmal wurde direkt vor dem Konzertsaal am Odeonsplatz aufgestellt, ein Jahr später gefolgt von seinem bronzenen Komponisten-Kollegen Orlando di Lasso. 1861 forderte das monumentale Reiterstandbild Ludwigs I. am Odeonsplatz viel Platz, so dass beide Statuen an den Promenadeplatz umzogen. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs änderte sich die Situation. Zunehmende Metallknappheit bedrohte den Nachschub an Waffen und Munition, weswegen ab 1940 von den Reichsministerien diverse Erlasse und Anordnungen zur „Metallmobilisierung“ an die Gemeinden ergingen. Schon früh gerieten dabei auch die Bronzedenkmäler ins Visier. Ausgenommen von der geforderten Ablieferung waren ausdrücklich jene Denkmäler, die „von besonderem künstlerischem oder historischem Wert“ seien und deshalb nicht eingeschmolzen, sondern erhalten werden sollten; eine Werte-Definition, für die es allerdings nirgends klare Richtlinien gab. In München führte dies dazu, dass zwischen 1940 und 1942 eine Reihe von Entscheidungsträgern und Mitspielern zu Richtern über den Erhalt oder die Vernichtung von Kulturgut und Erinnerung wurde. Eindrücklich dokumentieren erhaltene Akten, wie das Schicksal des Gluck-Denkmals von Kompetenzgerangel, ideologisch geprägter Einflussnahme, unterschiedlichen Werturteilen und staatlichem Druck bestimmt wurde. Am Promenadeplatz resultierte der Widerstreit verschiedener Interessen schließlich in der absurden Situation, dass von den dort aufgereihten fünf Bronzestandbildern zwei erhalten und drei eingeschmolzen wurden – unter den letzteren die der Komponisten Gluck und Lasso, denen ausgerechnet ihre für zeitlose Dauer gedachte Materialität zum Verhängnis wurde. 16 Jahre lang sollten nur noch ihre leeren Sockel an sie erinnern. 1958 feierte München seinen 800. Stadtgeburtstag. Der Beschluss, aus diesem Anlass eine Reihe von Denkmälern (wieder) zu errichten, leitete die Wiederauferstehung des Gluck-Denkmals aus dem 19. Jahrhundert ein. Bruggers originales Gipsmodell hatte sich erhalten und konnte nun als Vorlage für einen Neuguss verwendet werden. Am 31. August 1958 erfolgte die Enthüllung der identischen, frisch gegossenen Statue unter reger öffentlicher Teilnahme – die Münchner hatten „ihren“ Gluck wieder. Heutigen Betrachtern vermittelt sein Denkmal am Promenadeplatz einerseits das Verständnis von Kunst und nationaler Heroen-Darstellung im 19. Jahrhundert – gleichzeitig aber auch eine in der Münchner Nachkriegszeit installierte Scheinkontinuität, die nie bestand.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/338">Für mehr (einschließlich 10 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-28T13:13:55+02:00</published>
    <updated>2026-05-05T09:21:25+02:00</updated>
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      <name>Marlies Lüpke</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Standbild von Orlando di Lasso: Zwischen Erinnern und Vergessen: Wie sich ein Denkmal verwandelt]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Fast vier Jahrzehnte lang war München die Heimat eines der bedeutendsten Komponisten der Renaissance. Orlando di Lasso brachte im 16. Jahrhundert Ruhm und musikalischen Glanz an den Münchner Hof. Sein Denkmal am Promenadeplatz hat immer wieder neue Rollen übernommen und erzählt von den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen der Stadt.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/b6737d6ce92943bed2c6681ce60d025a.jpg" alt="Denkmal Lasso" /><br/><p>Im Mai 1956 fand in München ein feierlicher Festakt in Gegenwart oberster Vertreter aus Kultur, Wissenschaft und Kirche statt. Genau 400 Jahre war es her, dass der Komponist Orlando di Lasso Antwerpen verließ, um 1556 in die Dienste Herzog Albrechts V. (1528–1579) zu treten und die hiesige Hofkapelle zu ungeahnter Blüte zu führen. Bis zu seinem Tod 1594 blieb Lasso München treu. In den 1830er Jahren hatte König Ludwig I. (1786–1868) damit begonnen, verdiente Persönlichkeiten seines Landes mit bronzenen Standbildern zu ehren und dies zugleich mit seinen kulturpolitischen Zielen und Idealen zu vereinen. Die Denkmäler sollten die Untertanen aller Landesteile in nationalem Stolz vereinen und Bayern nach außen hin als bedeutende Kulturnation präsentieren. Der allgemeine Geniekult des 19. Jahrhunderts verlangte darüber hinaus nach einer sprichwörtlichen „Überhöhung“. Ein massiver Sockel, der den Dargestellten über den Betrachter erhebt, war unabdingbar. Bildhauer Max von Widnmann hatte zudem die Aufgabe, Lasso nicht nur erkennbar als Musiker, sondern zugleich als schöpferisches Individuum von überragender geistiger Größe zu formen. Widnmann zeigt den Komponisten deshalb im Moment musikalischer Eingebung mit unbestimmt in die Ferne gerichtetem Blick. Notenpapier und Feder in der Hand lassen vermuten, dass er diese Inspiration sogleich in überzeitlich gültige Musik verwandeln wird. Die überhöhende Bezeichnung als „Tondichter“ am Sockel stellt Lasso dabei bewusst über seine weniger gesegneten Komponistenkollegen. Idealisierende Funktion hat auch der wallende Mantel, der die Figur faltenreich umhüllt – eine beliebte „Zutat“ des 19. Jahrhunderts, die Gelehrsamkeit vermitteln soll. Mit der zu Lassos Zeiten tatsächlich getragenen, modischen Schaube (eine Art Kurzmantel) hat das fantasievolle Kleidungsstück wenig zu tun und steht somit in merkwürdigem Kontrast zu der übrigen, historisch korrekt dargestellten Kleidung. Lassos Denkmal wurde 1849 neben seinem bereits im Jahr zuvor enthüllten Komponistenkollegen Gluck am Odeonsplatz aufgestellt, doch schon 1861 ließ Widnmanns neues Reiterstandbild Ludwigs I. keinen Platz mehr für die beiden. Gemeinsam wanderten sie auf den Promenadeplatz, den sie sich für die nächsten 80 Jahre mit drei weiteren Bronzestatuen teilten. Ab 1940 sorgte der kriegsbedingte hohe Bedarf an Metallreserven für eine Auslese. Lassos Bronze-Porträt gehörte zu jenen Statuen, die man nicht vor dem Einschmelzen für Rüstungszwecke bewahrt hatte. Genauso wie die benachbarten Statuen von Christoph W. Gluck und Alois Kreittmayr entsprach es nicht den Werten der neuen Zeit und wurde in einem Akt selektiver Tilgung der „Metallmobilisierung“ geopfert. Zurück blieben drei verwaiste Sockel. Während der Vorbereitungen für den 800. Stadtgeburtstag im Jahr 1958 beschloss man, Orlando di Lasso wieder ein Denkmal zu errichten. Statt für eine Neuschöpfung entschied sich der städtische Festausschuss für eine originalgetreue Kopie nach dem noch vorhandenen Gipsmodell Widnmanns. Mit der Enthüllung der vertrauten Statue am 22. Juli 1958 wurde die Erinnerung an ihren Verlust gleichsam überschrieben: Der Komponist auf dem wiederbelebten Sockel sah aus, als sei er nie fortgewesen. Die bewusste Rückkehr zum Alten fügte sich nahtlos in ein Festprogramm ein, das sich der Inszenierung einer ungebrochenen Kulturtradition verschrieben hatte und dabei die Jahre 1933 – 1945 vollständig ausblendete. Damit erhielt Lassos Statue eine Doppelfunktion: Als Symbol musikalischer Tradition stand sie für einen gewollten Erinnerungswert, der zugleich unerwünschte Erinnerungen an belastende Brüche und Leerstellen überdeckte. Heute besitzt Lassos Denkmal vor allem historischen Wert. 2009 wurde sein längst funktionslos gewordene Monument von der Fangemeinde Michael Jacksons zum „Memorial“ ihres Idols umgewandelt und im Sockelbereich mit zahlreichen Andenken an den Popstar bestückt. Seither hat sich die Wahrnehmung des Denkmals deutlich verschoben: Privates Gedenken ersetzt die „von oben“ verordnete Repräsentationsfunktion; aus Distanz durch Überhöhung wurde ein emotionaler Erinnerungsort auf Augenhöhe. Lasso hat inzwischen eine andere Art von Denkmal erhalten: Die jüngst in München vollendete Gesamtausgabe seiner Werke hat ihm ein neues (diesmal musikalisches) Monument gesetzt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/337">Für mehr (einschließlich 12 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-28T12:04:14+02:00</published>
    <updated>2026-05-12T09:35:50+02:00</updated>
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      <name>Marlies Lüpke</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Kirche St. Anton : Neuromanische Pfarrkirche in der Isarvorstadt]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Pfarrkirche St. Anton prägt seit dem späten 19. Jahrhundert die Münchner Isarvorstadt. Als Antwort auf das starke Bevölkerungswachstum errichtet, verbindet sie neuromanische Architektur mit der spirituellen Tradition der Kapuziner. Bis heute bildet sie einen zentralen religiösen und kulturellen Bezugspunkt im Viertel.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/c531504c6aef7d4e852a7763d69d1f32.jpg" alt="In diesem Bild sieht man St. Anton von vorne " /><br/><p>St. Anton entstand zwischen 1893 und 1895 nach Plänen des Architekten Ludwig Marckert (1850-1904), der einen neuromanischen Stil wählte, der sich durch klare Formen, Rundbögen und eine markante Backsteinfassade auszeichnet. Die Kirche wurde für die Kapuziner errichtet, die seit der Gründung des Klosters St. Anton 1847 im Viertel krankenseelsorgerisch tätig waren und den steigenden Zustrom an Gläubigen nicht mehr in der Schmerzhaften Kapelle fassen konnten. Am 10. März 1895 wurde das Gotteshaus durch Erzbischof Antonius von Thoma geweiht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Anlage schwer getroffen: mehrere Brandbomben beschädigten am 3. Oktober 1943 das Dach der Kirche und die große Hitze zerstörte sämtliche Fenster. Auch der Drittordenssaal brannte bis auf seine Umfassungsmauern nieder, und sowohl die Schmerzhafte Kapelle als auch Teile des Klosters wurden ebenfalls von Brandbomben getroffen. In den 1960er Jahren erfolgte im Zuge einer durch das II. Vatikanische Konzil angeregten liturgischen „Purifizierung“ eine umfassende Vereinfachung des Kirchenraums. Dabei wurden Altäre und zahlreiche dekorative Ausstattungen entfernt, darunter das Apsisgemälde und die Malereien des Hochschiffs. Als neues gestalterisches Element erhielten die Apsisfenster Glasmalereien des Künstlers Alfred Schöpffe (1917-1992). Ende der 1980er-Jahre wurden im Zuge einer umfassenden Renovierung farbige Bändermalereien an Wänden und Gewölbe angebracht, um an die frühere bunte Gestaltung der Kirche zu erinnern. Ende der 1990er-Jahre konnten zwei der Farbentwürfe der ursprünglichen Hochschiffmalereien von dem Wiener Maler Josef Kastner (1844-1923) mithilfe von 28.000 Mark Spenden erworben werden. Diese sind nun in einer Seitenkapelle zu besichtigen und zeigen Szenen aus dem Leben der Kirchenpatrone Antonius von Padua und Laurentius von Brindisi. Trotz dieser Eingriffe bewahrt St. Anton ihren historischen Charakter. Ihre Lage gegenüber dem Alten Südfriedhof und ihre enge Verbindung zum Kapuzinerkloster machen sie zu einem wichtigen spirituellen und stadtgeschichtlichen Ort.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/335">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-21T15:53:25+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:18:20+02:00</updated>
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      <name>Paul Pfalzgraf</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Isarphilharmonie: Münchens neuer Konzertsaal]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Mit der Isarphilharmonie bekam München im Jahr 2021 einen neuen, modernen Konzertsaal, der schnell internationale Aufmerksamkeit auf sich zog. In überraschend kurzer Zeit entstand ein Gebäude, das vor allem durch seine hervorragende Akustik und seine klare, moderne Gestaltung überzeugt. Als Teil des Kulturzentrums Gasteig HP8 hat sich die Isarphilharmonie inzwischen fest im kulturellen Leben der Stadt etabliert.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/97a2a5759766dbbc5daa19ef98f0d962.jpg" alt="Der Gasteig HP8 von außen" /><br/><p>Eröffnet wurde die Isarphilharmonie im Oktober 2021. Sie liegt im Münchner Stadtteil Sendling, direkt an der Isar, und gehört zum Ausweichstandort Gasteig HP8. Der Saal dient als Übergangslösung, solange der ursprüngliche Gasteig am Rosenheimer Platz saniert wird. Trotz dieses provisorischen Charakters wurde die Isarphilharmonie von Anfang an als vollwertiger Konzertsaal geplant. Das Foyer der Isarphilharmonie befindet sich in der ehemaligen Transformatorenhalle aus dem Jahr 1926, die Teil des benachbarten Heizkraftwerks Süd ist, und wurde ab 2019 für eine Nutzung durch den Gasteig saniert. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp). Für die Akustik war der international bekannte Akustiker Yasuhisa Toyota mit seinem Büro Nagata Acoustics verantwortlich. Der Konzertsaal bietet Platz für rund 1.900 Besucherinnen und Besucher und ist besonders auf große symphonische Werke ausgelegt. Der Innenraum wirkt bewusst zurückhaltend und ist von dunklen Holzflächen geprägt, die nicht nur das Design bestimmen, sondern auch eine wichtige akustische Funktion erfüllen. Auffällig ist vor allem die sehr kurze Bauzeit von nur etwa eineinhalb Jahren. Viele Kritiken loben die außergewöhnlich gute Klangqualität und betonen, dass die Isarphilharmonie weit mehr ist als nur eine Übergangslösung. Sie gilt vielmehr als gelungenes Beispiel dafür, wie moderne Architektur, hochwertige Akustik und kulturelle Nutzung miteinander verbunden werden können.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/334">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-21T15:34:48+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:18:33+02:00</updated>
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      <name>Mathieu Göritz</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Siemenshochhaus: Ein Hochhaus mit Blick in die Zukunft]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Siemens-Hochhaus an der Baierbrunner Straße in München-Obersendling verweist wie der Name der nahegelegenen S-Bahn-Station auf die Verbindung des Ortes im Münchner Süden mit der Firma Siemens. Errichtet in den frühen 1960er-Jahren, gehörte es lange Zeit zu den höchsten Bürogebäuden Münchens und diente als Wahrzeichen des ehemaligen Siemens-Industriegeländes. Derzeit symbolisiert der 75 Meter hohe Turm den urbanen Wandel eines Stadtviertels.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/f24857b11193dfbc99c653cba9923646.jpg" alt="Das Siemens-Hochhaus von Süden, 2006" /><br/><p>Gebaut zwischen 1961 und 1963 nach den Entwürfen des Architekten Hans Maurer, diente das Hochhaus jahrzehntelang als Verwaltungs- und Bürostandort von Siemens. Maurer errichtete zahlreiche Bauten für die Siemens AG. Das Gebäude orientiert sich in seiner Fassadengestaltung an Glas-Vorhangfassaden des <i>international style</i>. Mit 23 Etagen ragt es deutlich über die umliegenden Bauten hinaus und stand damit symbolisch für den technologischen Fortschritt der 1960er-Jahre. Nach der Aufgabe des Siemens-Standorts 2001 und längeren Leerstandsphasen wechselte das Gebäude mehrere Male den Eigentümer. Es steht unter Denkmalschutz, was seine Erhaltung trotz lukrativer Nutzungsoptionen gewährleistete. Die Bewohner des Viertels lehnten in den vergangenen 15 Jahren wiederholt Entwürfe verschiedener Eigentümer zur Nutzung des Gebäudes und des umliegenden Areals ab. Ab 2021 wurde das Bauwerk im Rahmen des Projekts „The Source“ revitalisiert: Der Turm wird sorgfältig saniert und gemeinsam mit zwei neuen Gebäuden zu einem energieeffizienten Mixed-Use-Ensemble weiterentwickelt. Die Revitalisierung sieht moderne Büroflächen, gemeinschaftliche Nutzungen sowie eine nachhaltige Energieversorgung vor, unter anderem durch Photovoltaik. Durch diese Veränderung wird jedoch der Denkmalschutz verloren gehen. Geplant ist die Fertigstellung bis 2027. Das ehemalige Siemens-Hochhaus zeigt beispielhaft, wie historische Architektur unter neuem städtebaulichem und ökologischem Blickwinkel neu definiert werden kann. Der Umbau veranschaulicht, wie Bauwerke der Vergangenheit zu zukunftsfähigen Orten für Arbeit und Lebensqualität transformiert werden können.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/333">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-21T12:35:24+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:18:41+02:00</updated>
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      <name>Boris Tesic</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Münchner Großmarkthalle : Frischemarkt in Sendling]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Seit mehr als 100 Jahren erwerben Großhändler, Einzelhändler und Gastronomen frisches Gemüse, regionale oder exotische Früchte, verschiedenste Blumen aus ganz Europa und diverse Backwaren am Großmarkt in München Sendling. Seit 1912 sind die Verkaufshallen beinahe jede Woche geöffnet und versorgen täglich zehntausende aus München und Umgebung. Aufgrund des ständigen Wachstums der Stadt verliert die Großmarkthalle langsam an Relevanz, sie hat sich jedoch bereits als ein wichtiges Stück Münchner Stadtgeschichte etabliert.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/477ca010e10d659c4a3a1957406bf129.jpg" alt="Postgebäude und Werkstätte der Großmarkthalle" /><br/><p>Bereits 1893 begann die Planung eines Großmarktes in München. Aufgrund des massiven Anstiegs an Südimporten musste neben dem Viktualienmarkt eine Ausweichmöglichkeit geschaffen werden. Der Architekt Richard Schachner, welcher in München bereits durch seine Klinikbauten überzeugte, leitete auch dieses Projekt. Zwischen 1909 und 1912 wurde dann eines der größten Münchner Eisenbetonbauprojekte seiner Zeit fertiggestellt. Zum Zeitpunkt der Eröffnung am 14. Februar 1912 gab es die Hallen 1 bis 5, das Direktionsgebäude, einen Dienstwohnungskomplex, die Gaststätte Großmarkthalle, die Poststelle und den Fruchthof, der sich jedoch nicht auf dem Hauptgrundstück befindet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Großmarkthalle bei einem Luftangriff am 7. September 1943 schwer beschädigt. Lediglich Halle 1 blieb, ausgebrannt, bestehen. Ab 1950 wurden die zerstörten Gebäude wieder aufgebaut.  Heute gibt es noch 17 weitere Gebäude. Darunter sind die Hallen 10 und 23, welche zwar der <i>Großmarkthalle GMH</i> gehören und von ihr verwaltet werden, aber an einzelne Großhändler weitervermietet werden. Einige der Gebäude, die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurden, basieren auf Entwürfen des Architekten Karl Meitinger. Die gesamte Grundstücksfläche beträgt circa 310.000 m², davon sind knapp 90.000 mit heute 30 Gebäuden bebaut. Außerdem sind die Außenmauern des Grundstücks teilweise für Graffiti und Street Art freigegeben. Die Relevanz der Großmarkthalle war früher wie heute hoch: Vor 100 Jahren garantierte sie eine stabile Grundversorgung der Stadt, heute sorgt sie für kurze Lieferketten und frische Lebensmittel.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/332">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-21T11:56:21+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:18:49+02:00</updated>
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      <name>Henri Gogov</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Siegestor : Denkmal oder Mahnmal?]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Siegestor ist ein gutes Beispiel für die Erinnerungskultur in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/89a809af740bbbc75a6ffaff760d027c.jpg" alt="Das Siegestor um 1900" /><br/><p>Nach großen militärischen Siegen Triumphbögen zu bauen, hatten bereits römische Kaiser vorgemacht. Über 1.500 Jahre später bestellte König Ludwig I. von Bayern (1786–1868) eine Kopie eines solchen römischen Bogens (des Konstantinbogens) für das Ende der Ludwigstraße. Nach Entwürfen von Friedrich von Gärtner wurde das Siegestor zwischen 1843 und 1850 errichtet. Das Siegestor ehrte – als Gegenstück zur Feldherrnhalle am anderen Ende der Straße – das bayerische Heer, wie die Inschrift auf der Nordseite zeigt. Da es aber keinen aktuellen Sieg zu feiern gab, sollte es vor allem auch den imposanten Auftakt für die triumphale Achse der Ludwigsstraße bilden. Neil MacGregor, damals Direktor des British Museum, gab 2014 dem Siegestor einen prominenten Platz in seinem Buch "<i>Deutschland. Erinnerungen einer Nation</i>". Ihn faszinierte, was mit dem Tor nach der Zerstörung durch Bomben im Zweiten Weltkrieg geschah: Die Ruine wurde, entgegen des Vorschlags der Amerikaner, nicht abgerissen, aber der vorherige Zustand wurde auch nicht einfach rekonstruiert. Vielmehr wurden 1958 die Spuren der Zerstörung in einer „kritischen Rekonstruktion“ sichtbar gemacht: Das Volumen wurde erhalten, die Lücken wurden ohne den zuvor existierenden Schmuck aufgefüllt. Diese Ergänzungen stehen in deutlichem Kontrast zum erhaltenen Bestand. Dazu die klare Botschaft: „Dem Sieg geweiht – vom Krieg zerstört – zum Frieden mahnend“. Dieses Sichtbarmachen der Wunden musste damals gegen konservative Stimmen durchgesetzt werden. So ist das Tor nicht <i>trotz</i> seiner Narben, sondern <i>wegen</i> seiner Narben heute wichtiger denn je.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/330">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-14T12:49:09+02:00</published>
    <updated>2026-04-22T08:38:39+02:00</updated>
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      <name>Ernst Wagner</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Symposium Kunst und/von Frauen, 1982: Eine Akademie ohne Professorinnen]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Akademie der Bildenden Künste ist ein prestigeträchtiger Ort. Veranstalter des Symposiums <i>Kunst und/von Frauen </i>ist jedoch nicht der in dieser Zeit ausnahmslos männlich besetzte Lehrkörper. Stattdessen ist die Textilkünstlerin und Bibliothekarin Heidrun Schimmel Initiatorin und Organisatorin. Unterstützt wird sie von Komplizinnen der Malgruppe <i>WeibsBilder</i> (Lisa Endriß, Lilith Lichtenberg, Alrun Prünster Soares, Sara Rogenhofer und Ursula Strauch-Sachs). Eine Geschichte, die es wiederzuentdecken gilt.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/f3a7ef1315178ef6554135cab29b89af.jpg" alt="Miriam Cahn im Gespräch" /><br/><p>Eine wichtige, jedoch lange in Vergessenheit geratene Station der zweiten Welle der Frauenbewegung im deutschsprachigen Raum war das Symposium <i>Kunst und/von Frauen</i>, das 1982 an der Akademie der Bildenden Künste München stattfand. Vom 17. bis zum 28. Mai war die Historische Aula tagsüber und abends Schauplatz eines vielfältigen Programms aus Workshops, Vorträgen, Filmvorführungen, Konzerten und Podiumsdiskussionen zum Thema Künstlerinnenschaft. Neben bereits damals profilierten Persönlichkeiten wie der Künstlerin VALIE EXPORT, der Kuratorin Margarethe Jochimsen und der Kunstkritikerin Gislind Nabakowski nahmen auch Personen teil, die damals erst am Anfang ihrer Karriere standen, jedoch in kurzer Zeit wegweisende Spuren in ihren jeweiligen Feldern hinterlassen sollten. Zu ihnen gehörten Renate Berger, Miriam Cahn, Jula Dech, Erica Pedretti, Heide Göttner-Abendroth und Gertraud Schottenloher. Anfang der 1980er Jahre trat die Frauenbewegung in eine neue Phase der Utopie und Solidarität ein. Bereits 1977 gründeten die Münchner Künstlerinnen Lisa Endriß, Lilith Lichtenberg, Alrun Prünster Soares, Sara Rogenhofer und Ursula Strauch-Sachs die Malgruppe <i>WeibsBilder</i>. In dieser erkundeten und erprobten sie eben jene Utopie und Solidarität – sowohl im Hinblick auf den Malprozess als auch auf die Infragestellung stilistischer Konventionen. Im Herbst 1981 wandte sich Heidrun Schimmel, Textilkünstlerin und Bibliothekarin der Akademie, an die <i>WeibsBilder</i> mit der Idee, ein großes Symposium zu diesem Thema zu konzipieren und eine Liste der einzuladenden Personen zu erstellen. Dank ihrer Beharrlichkeit und Vernetzung rief Schimmel die Veranstaltungsreihe innerhalb weniger Monate ins Leben.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/329">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-14T11:07:49+02:00</published>
    <updated>2026-04-22T08:39:40+02:00</updated>
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      <name>Beniamino Foschini</name>
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