
Die Statue der Bavaria wurde im Auftrag von König Ludwig I. (1786–1868) errichtet und anlässlich des Oktoberfests 1850 eingeweiht. Sie ist die erste kolossale Bronzestatue des 19. Jahrhunderts in Deutschland.
Die Statue steht am westlichen Rand der Theresienwiese in München, direkt vor der Ruhmeshalle. Sie stellt eine Frau dar, die das Königreich Bayern personifiziert und beschützen soll. Der Entwurf der Statue kommt von dem Architekten Leo von Klenze (1784–1864) und dem Bildhauer Ludwig Schwanthaler (1802–1848). Der Guss der Statue wurde in der Königlichen Erzgießerei unter der Leitung von Ferdinand von Miller angefertigt.
Die Bavaria ist achtzehn Meter hoch und war bei ihrer Fertigstellung eine der größten hohl gegossenen Bronzestatuen der Welt. Sie ist mit einer Tunika und einem Bärenfell bekleidet und hält in ihrer linken Hand einen Eichenkranz als Symbol der Anerkennung für diejenigen, die in der dahinterliegenden Ruhmeshalle geehrt werden. Mit ihrer rechten Hand hält die Bavaria ein Schwert, das an ihrem Gürtel befestigt ist. Zu ihren Füßen liegt ein Löwe, das heraldische Zeichen Bayerns. Der Löwe steht zudem für Stärke und Wachsamkeit. Statue der Bavaria ist auch von innen zu besichtigen. Eine enge Wendeltreppe führt hinauf in den Kopf. Von dort hat man eine tolle Aussicht über die Theresienwiese und viele Teile der Münchner Innenstadt.
Die Ruhmeshalle direkt hinter der Statue wurde zwischen 1843 und 1853 errichtet. Sie ist ein besonderer Ort, an dem wichtige Persönlichkeiten Bayerns geehrt werden. Hier sind Büsten von bekannten Politikern, Künstlern, Wissenschaftlern und Militärs untergebracht, die sich um Bayern verdient gemacht haben.
Bilder


