Eingeordnet unter Englischer Garten

Das Werneck-Denkmal am Kleinhesseloher See

1797 wurde dem Infanterie-Oberst Reinhard Freiherr von Werneck (1757–1842) die Aufsicht über den Englischen Garten übertragen. Denn der leitende Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) konnte sich bis zu seinem Amtsantritt als bayerischer Hofgarten-Intendant im Jahr 1804 nicht durchgehend in München aufhalten, da er noch im kurpfälzischen Schwetzingen arbeitete. Werneck überwachte die laufenden Arbeiten und die Erweiterung des Englischen Gartens nach Norden hin. 1800–1802 ließ er auf der Höhe des Dorfes Schwabing einen vorhandenen Weiher in einen See mit einer Insel umwandeln.

König Ludwig I. würdigte Wernecks Verdienste durch ein 1838 nach Entwurf Leo von Klenzes errichtetes Denkmal am Nordostufer des später von Sckell erweiterten Sees. Ludwig I. selbst förderte in seiner Regierungszeit vor allem die Architektur, nicht die Gartenkunst. Mit den unübersehbaren Inschriften auf dem Gedenkmonument im Monopteros, auf der Marmorexedra und auf dem Werneck-Denkmal gelang es dem König dennoch, sich den Bewohnern seiner Residenzstadt unübersehbar als Verschönerer des großen Volksgartens zu präsentieren.

Bilder

Johann Carl Schleich nach Max von Rickauer, Der Englische Garten bey München, Kupferstich, 1806, Detail
Johann Carl Schleich nach Max von Rickauer, Der Englische Garten bey München, Kupferstich, 1806, Detail Der Plan von 1806 zeigt den von Werneck angelegten See und östlich von ihm den Standort „Kleinhesseloh“. Der von Sckell vergrößerte See trägt daher diesen Namen. Quelle: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek/Sammlungen, ZI-BAB-28-Arch-180a
Das Werneck-Denkmal am Kleinhesseloher See, 1971
Das Werneck-Denkmal am Kleinhesseloher See, 1971 Das ehemals farbig gefasste Denkmal ist eine über sechs Meter hohe Ädikula als Rahmung einer monumentalen Inschrift. Die Würdigung gilt weniger der Person Wernecks als vielmehr seinen „Verdiensten [...] um Verschoenerung dieses Gartens durch erste Anlage des Sees“. Quelle: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek/Sammlungen, ZI-0953-03-00-Th219623 Erstellt von: Margrit Behrens

Ort

Kleinhesselohe 1-2, 80802 München | frei zugänglich

Metadaten

Iris Lauterbach, “Das Werneck-Denkmal am Kleinhesseloher See,” MunichArtToGo, zuletzt zugegriffen am 24. Februar 2026, https://municharttogo.zikg.eu/items/show/320.