Queer & feministisch durch München

Diese Tour führt zu Orten, an denen Frauen und queere Personen Stadtgeschichte geschrieben haben – zwischen Kultur und Selbstermächtigung.

Neben dem Glockenbachviertel, das sich seit den 1970er Jahren zum Zentrum der Münchner LGBTQ+-Community entwickelt hat, sind auch in Schwabing, der Maxvorstadt, Sendling und der Altstadt zahlreiche Spuren queerer und feministischer Geschichte zu entdecken.

Thematisiert werden feministische Kämpfe um Bildung und politische Teilhabe und queere Subkultur. Die Tour lädt dazu ein, München aus queeren und feministischen Perspektiven neu zu entdecken.

Bunte Betonkacheln liegen wie ein Flickenteppich an der Ecke Oberanger und Dultstraße am Rande der Fußgängerzone zwischen Sendlinger Tor und Marienplatz. Durch die Umgestaltung des Raumes setzt Ulla von Brandenburg seit 2017 mit dem Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen eine Geschichte in Szene, die ansonsten unsichtbar bleibt. Der Stadtraum wird so zur Bühne…
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Im Gartenhaus des Anwesens Gabelsbergerstraße 45 befand sich der letzte Wohnort des Malers Paul Hoecker. Er war Hochschullehrer an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste und Gründungsmitglied der Münchner Secession bevor er 1898 infolge von Gerüchten über eines seiner Modelle, das als Sexarbeiter tätig war, München verlassen musste. Seit mehreren Jahren wird am Forum Queeres Archiv…
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Der Landesverband Bayern des Katholischen Frauenbunds Deutschland (KDFB) erwarb im April 1927 dieses Haus bis dahin war es eine Pension mit 18 möblierten Zimmern. Nun diente es als Bundesheim, das KDFB-Mitglieder für Übernachtungen und als Treffpunkt nutzen konnten. Auch der Frauenbund hatte hier Büroräume. Während des Nationalsozialismus waren nur kulturelle und religiöse Arbeiten erlaubt,…
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Seit 1902 existierte der „Deutsche Verein für Frauenstimmrecht“, in Hamburg gegründet von den Frauenrechtlerinnen Anita Augspurg (1857–1943) und Lida Gustava Heymann (1869–1943). Zehn Jahre später organisierten sie für den „Bayerischen Stimmrechtsverein“ einen Kongress in München. Die Veranstaltung begann mit einer Kutschfahrt durch die Straßen der Stadt. Vorbild waren die…
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Eine türkis gekachelte Säule, als Bauteil Münchner U-Bahn-Stationen vertraut, steht plötzlich im Freien und irritiert durch ihre vermeintliche Deplatziertheit die vorbeigehenden Passanten. Wolfgang Tillmans’ AIDS-Memorial setzt bewusst auf Wiedererkennung und zugleich auf minimale Verschiebung der Wahrnehmung des Altbekannten. Auf dem Sendlinger-Tor-Platz aufgestellt, verankert die…
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Der Odeonsplatz ist ein Erinnerungsort für den umstrittenen Umgang der bayerischen Staatsregierung mit HIV/AIDS in den 1980er Jahren. Um gegen den sogenannten Maßnahmenkatalog zur Verhütung und Bekämpfung der Immunschwäche AIDS zu protestieren, fanden 1987 mehrere Demonstrationen auch in der Landeshauptstadt München statt. Die Proteste auf dem Odeonsplatz vom 4. April und vom 24. Oktober…
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erstellt anlässlich des 38. Deutschen Kongresses für Kunstgeschichte in Kollaboration mit Forum Queeres Archiv München e.V. und Schau mal Frau e.V.