Von der LMU zum ZI
Diese Tour führt durch das Münchner Kunstareal – wo Museen und Hochschulen ein einzigartiges Netzwerk aus Kunst und Wissenschaft bilden – und stellt wichtige Orte für die Kunstgeschichte in München vor.
Im 19. Jahrhundert entstand hier mit der Alten Pinakothek, der Neuen Pinakothek und der Pinakothek der Moderne ein einzigartiges Museumsensemble. Ergänzt wird es heute unter anderem durch Institutionen wie das Museum Brandhorst oder das Staatliche Museum für Ägyptische Kunst.
Von der Blütezeit des Münchner Kunsthandels zeugen noch heute prachtvolle Ausstellungsgebäude, die sich Galerien, Sammler und Kunsthändler von namhaften Architekten entwerfen ließen .
Ab 1933 wurden zahlreiche Händler als „jüdisch“ diffamiert, entrechtet und verfolgt. Die rassenideologisch motivierten Eingriffe im Nationalsozialismus zerstörten über lange Zeit gewachsene Netzwerke und Existenzen. Viele der damaligen Kunsthandlungen und ihre Bestände sind heute Gegenstand der Provenienzforschung.
Die Ludwig-Maximilians-Universität
Studentisches Engagement beim Wiederaufbau nach 1945
Die Universität München wurde 1472 von Herzog Ludwig IX. zunächst in Ingolstadt gegründet, 1800 aufgrund der Bedrohung durch französische Truppen von König Maximilian I. Joseph nach Landshut verlegt und 1826 schließlich von König Ludwig I. nach München geholt. Mit ihrem Umzug nach München erhielt sie nicht nur ihren heutigen Namen zu Ehren ihrer Gründerväter, sondern auch das bis heute…
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Die DenkStätte Weiße Rose
Die DenkStätte befindet sich am Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität, dem historischen Ort des Flugblattabwurfs durch die Geschwister Scholl am 18. Februar 1943. Die Dauerausstellung bietet einen umfassenden Blick auf die Geschichte der Weißen Rose und stellt ihren Widerstand in den Kontext von nationalsozialistischer Terrorherrschaft und verbrecherischem Krieg.
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Das Seminar für Ägyptologie und vorderasiatische Alterthumskunde 1923–1930
Wilhelm Spiegelberg und Thomas Mann
Nachdem am 2. April 1923 an der Ludwig-Maximilians-Universität ein „Seminar für Ägyptologie und vorderasiatische Altertumskunde“ eingerichtet wurde, übernahm Wilhelm Spiegelberg (1870–1930) zum 1. Oktober 1923 die ordentliche Professur für Ägyptologie. Er gilt als einer der…
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Das Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Kunsthistorische Lehre gestern und heute
Das Institut für Kunstgeschichte, das seinen Sitz seit nun bald zwanzig Jahren in der Zentnerstraße 31 hat, zählt, betrachtet man Studierenzahlen sowie Lehr- und Forschungskapazitäten, zweifelsfrei zu den ‚größten‘ Instituten im deutschsprachigen Raum. Mehreren hundert Studierenden und Dutzenden von Promovierenden stehen zwei Lehrstühle, fünf Professuren, zahlreiche Mittelbaustellen…
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Museum Brandhorst: Confrontations. Gegenüberstellungen aus der Sammlung
23.10.2025–27.09.2026
„Confrontations. Gegenüberstellungen aus der Sammlung“ bringt Werkpaare aus der Sammlung Brandhorst zusammen, die keine direkte kunsthistorische oder formale Beziehung zueinander haben. Ein Weihnachtsbaum aus Stahl (Philippe Parreno) trifft auf einen einzelnen roten Kinderschuh (Robert Gober),…
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Museum Brandhorst: Long Story Short. Eine Kunstgeschichte aus der Sammlung Brandhorst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart
23.10.2025–31.01.2027
„Long Story Short“ erzählt zum ersten Mal seit der Eröffnung des Museums 2009 eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart aus den Beständen der Sammlung Brandhorst. Jeder Raum ist eine eigene Ausstellung für sich: von der Materialreflexion der Arte…
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Architekturmuseum der TUM
Das Archiv als Freiraum der Forschung
Im Archiv des Architekturmuseums der TUM liegen Zeichnungen, Fotografien und Archivalien von einst verfeindeten Architekten und politisch konträren Architekturauffassungen im Freiraum der Forschung gleichberechtigt nebeneinander.
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Die Neue Sammlung – The Design Museum
Das Museum der schönsten Designikonen
Vom Sitzen und Schweben – der Freischwingerstuhl als Revolution der Moderne. Ein Möbel, das eine völlig neue Art des Sitzens ermöglicht und zugleich ein Symbol für die Zeit darstellt. Der Freischwingerstuhl steht für die Luftdurchlässigkeit, die Öffnung und die Freiheit, die man in den 1920er Jahren anstrebte – gerade auch im Gegensatz zu den schweren Polstermöbeln der Zeit davor.
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Hochschule für Musik und Theater: Arcisstraße 12.
Ein Ort für Kunst und Zukunft, Erinnerung und Demokratie
Seit 1957 haben wir, die Hochschule für Musik und Theater München, unseren Hauptstandort im Gebäude der Arcisstraße 12 auf dem Campus Arcisstraße. Obwohl die Nationalsozialisten nur rund acht Jahre von 1937 bis 1945 die „Hausherren“ auf diesem Gelände waren, gelingt es uns nicht immer, den braunen „Geist“ zu überschreiben.
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Das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke: Freiheit der Teilhabe
Antike für alle
Freiheit ist nicht nur mit inhaltlichen Aspekten oder einzelnen Kunstwerken im Museum verbunden – Freiheit besteht im Museum auch in der Freiheit, Kunst zu genießen, von Kunst zu lernen und an Kunst und Kultur teilzuhaben. Der Begriff Freiheit steckt auch in Barrierefreiheit: frei sein von Hürden – das ist unser erklärtes Ziel. Diese Hürden können Stufen, Sprache oder Eintrittsgelder sein…
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Das Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Vom Elfenbeinturm zum Maschinenraum
Trotz seiner vergleichsweise erst jungen Geschichte verfügt das Zentralinstitut für Kunstgeschichte heute über eine der größten und am besten erschlossenen Fachbibliotheken zur Kunstgeschichte weltweit, außerdem über zahlreiche teils seltene Fotografien sowie Archivalien und digitale Ressourcen, die allen Interessierten zur Verfügung stehen. Das ZI ist zugleich ein Forum des…
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Lenbachhaus: Unterwegs zur künstlerischen Freiheit
Gabriele Münter auf dem Fahrrad
Ein Fahrrad, ein weiter Hosenrock und Malutensilien im Gepäck – Gabriele Münter fuhr vor über hundert Jahren ihrer Zeit voraus. Ihre Ausflüge waren mehr als nur Sport: Sie waren Ausdruck von Freiheit, Selbstbestimmung und einem neuen Blick auf die Welt.
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Die Kunsthandlung Julius Böhler
Drehscheibe des internationalen Kunsthandels
Fast über hundert Jahre wurden im Palais Böhler in der Brienner Straße Kunstwerke ausgestellt, verkauft und versteigert. Besucher:innen bewunderten hier Kunstschätze aus aller Welt, Händler:innen feilschten um Preise, Expert:innen rangen um Echtheitsfragen, Museumsleute hielten Ausschau nach Ergänzungen für ihre Sammlungen. Damit war das Palais Böhler ein Zentrum des einst weltberühmten…
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Die Kunst- und Antiquitätenhandlung Siegfried Lämmle
1933 würdigten die Münchner Neueste Nachrichten den jüdischen Kunsthändler Siegfried Lämmle zu seinem 70. Geburtstag als „Mitglied zahlreicher kultureller Vereine und Ehrenmitglied des Münchner Altertums-Vereins, in dem sein Urteil an den Fachabenden sehr geschätzt ist. Mit seinem Geschmack verband er stets eine glückliche Hand und konnte auch einer Anzahl von Museen wertvolle…
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Das Antiquariat Jacques Rosenthal
Ein „Global Player“ des Buchhandels in der Münchner Maxvorstadt
Das imposante Haus in der Brienner Straße 26 (früher 47) wurde 1911 im Auftrag des Münchner Antiquars Jacques Rosenthal (1854–1937) errichtet. Mit diesem Neubau etablierte er sein 1895 gegründetes Antiquariat gezielt im neuen Zentrum des Münchner Kunsthandels. Die Brienner Straße hatte sich…
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erstellt anlässlich des 38. Deutschen Kongresses für Kunstgeschichte