<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <title type="text">MunichArtToGo</title>
  <updated>2026-05-12T06:47:01+02:00</updated>
  <generator uri="http://framework.zend.com" version="1.12.20">Zend_Feed_Writer</generator>
  <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/"/>
  <link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/browse?output=rss2"/>
  <id>https://municharttogo.zikg.eu/</id>
  <author>
    <name>MunichArtToGo</name>
    <uri>https://municharttogo.zikg.eu</uri>
  </author>
  <link rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/"/>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Das Werneck-Denkmal am Kleinhesseloher See:  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/1e81391876cb2ab87fcebbe8c4b6681e.jpg" alt="Johann Carl Schleich nach Max von Rickauer, Der Englische Garten bey München, Kupferstich, 1806, Detail" /><br/><p>1797 wurde dem Infanterie-Oberst Reinhard Freiherr von Werneck (1757–1842) die Aufsicht über den Englischen Garten übertragen. Denn der leitende Hofgärtner Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) konnte sich bis zu seinem Amtsantritt als bayerischer Hofgarten-Intendant im Jahr 1804 nicht durchgehend in München aufhalten, da er noch im kurpfälzischen Schwetzingen arbeitete. Werneck überwachte die laufenden Arbeiten und die Erweiterung des Englischen Gartens nach Norden hin. 1800–1802 ließ er auf der Höhe des Dorfes Schwabing einen vorhandenen Weiher in einen See mit einer Insel umwandeln. König Ludwig I. würdigte Wernecks Verdienste durch ein 1838 nach Entwurf Leo von Klenzes errichtetes Denkmal am Nordostufer <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/312" target="_blank" rel="noopener">des später von Sckell erweiterten Sees</a>. Ludwig I. selbst förderte in seiner Regierungszeit vor allem die Architektur, nicht die Gartenkunst. Mit den unübersehbaren Inschriften <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/308" target="_blank" rel="noopener">auf dem Gedenkmonument im Monopteros</a>, auf der Marmorexedra und auf dem Werneck-Denkmal gelang es dem König dennoch, sich den Bewohnern seiner Residenzstadt unübersehbar als Verschönerer des großen Volksgartens zu präsentieren.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/320">Für mehr (einschließlich 2 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-24T16:19:17+01:00</published>
    <updated>2026-04-22T09:27:49+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/320"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/320</id>
    <author>
      <name>Iris Lauterbach</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Friedrich Ludwig von Sckells „Natur-Garten“ für den Grafen Montgelas: „Niedliche Voralpe [...] in ihrem grünen Kleide“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>In der östlichen Isaraue und auf dem Isarhochufer entstand im frühen 19. Jahrhundert der bedeutendste private Landschaftsgarten Münchens. Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) entwarf diese weitläufige Anlage.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/7a222e12d20e653b1f94bac01e6d3d36.jpg" alt="Plan des Gartens nach Sckells Entwurf 1813, Holzstich, 1828" /><br/><p>1803 erwarb Staatsminister Maximilian Joseph von Montgelas (1759–1838) <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/215" target="_blank" rel="noopener">den Edelsitz Stepperg in Bogenhausen</a>. Der Neubau eines Landhauses auf dem Hochufer war geplant, wurde jedoch nicht verwirklicht. Vielmehr konzentrierten Montgelas und seine Gemahlin Ernestine (1779–1820) geb. von Arco sich auf die Neuanlage des Gartens, die sie dem 1804 zum Hofgarten-Intendanten ernannten Hofgärtner Sckell übertrugen.
Das ab 1805 durch Sckell gestaltete erste Wiesental sagte Montgelas so zu, dass er ihn 1813 mit Erweiterungen in den Isarauen beauftragte. Kurz vor 1830 ließ er den Garten nach Norden hin um eine landwirtschaftlich genutzte Partie erweitern. Dieser gegenüber dem Englischen Garten gelegene, etwa 40 Hektar große erste Münchner Landschaftsgarten östlich der Isar begann etwa auf der Höhe der Schwaige im Hirschanger und erstreckte sich entlang dem Brunnbach weiter Richtung Oberföhring.
Der Haupteingang zum Garten befand sich am Fuß des Hochufers nahe der 1804 errichteten hölzernen Isarbrücke. Sie wurde 1812 durch eine Brücke mit gemauerten Pfeilern ersetzt (<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/263" target="_blank" rel="noopener">heute: Max-Joseph-Brücke</a>). Zunächst mussten im Schwemmgebiet unter enormen Anstrengungen Unmengen an Kies und Gestrüpp entfernt und unzählige Wagenladungen Humus aufgebracht werden. So gelang es Sckell, am östlichen „Gestade der reißenden Isar“ eine „niedliche Voralpe [...] in ihrem grünen Kleide“ [zit. nach Sterler 1830, S. 12] zu modellieren und „die lieblichsten ländlichen Naturscenen“  [zit. nach Sterler 1830, S. 20] künstlerisch zu gestalten. Von den Wegen der Wiesentäler und von Aussichtspunkten auf dem Hochufer aus inszenierte Sckell eindrucksvolle Blicke auf die Residenzstadt und nach Ober- und Unterföhring, bei gutem Wetter nach Norden bis Freising und nach Süden auf die Alpenkette.
Sckells künstlerische Überformung der Isaraue und des Hochufers zu malerischen Szenerien des Landschaftsgartens hat in der Münchner Stadt- und Grünplanung des 19. Jahrhunderts eine nachhaltige Wirkungsgeschichte. Von dem berühmten „Naturgarten“ selbst, der 1838 an Herzog Max Joseph in Bayern verkauft wurde und später im Villenviertel des Herzogparks aufging, lässt sich lediglich am malerischen Brunnbach noch eine Ahnung gewinnen.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/318">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-23T11:44:00+01:00</published>
    <updated>2026-02-23T13:25:02+01:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/318"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/318</id>
    <author>
      <name>Iris Lauterbach</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Der Große Wasserfall im Englischen Garten: „Weit eher ein Werk der Natur, als der Kunst“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Große Wasserfall – nicht zu verwechseln mit der Eisbachwelle! – gehört zu dem 1807 im sogenannten „Plan B“ vorgelegten Konzept des Hofgarten-Intendanten Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) für die Weiterentwicklung des Englischen Gartens.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/afe5bfef25aba8b220f25cab5f8ae17b.jpg" alt="Der Wasserfall in Sckells Gartenbuch" /><br/><p>An der Kreuzung des Eisbaches mit dem Schwabinger Bach befand sich zuvor ein Wehr, das Sckell durch diesen künstlichen Wasserfall ersetzte. Zu den künstlerischen Vorbildern der „Bilder der Natur“ in Landschaftsgärten gehörten Gemälde des 17. Jahrhunderts. Sckell berief sich etwa auf Gemälde des Holländers Jacob van Ruisdael, die dramatisch inszenierte wilde Wasserfälle zeigen. Laut Sckell bestand bei der Anlage eines künstlichen Wasserfalls die Kunst darin, einzelne Felsbrocken zunächst möglichst natürlich zu gruppieren und gar zu unvermittelte Übergänge durch eine ebenso natürlich wirkende Uferbepflanzung von „malerischem Werth“ zu kaschieren.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/317">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-20T17:59:13+01:00</published>
    <updated>2026-02-23T10:28:28+01:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/317"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/317</id>
    <author>
      <name>Iris Lauterbach</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Der Kleinhesseloher See im Englischen Garten: „Ein malerisches Bild“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Als „malerisches Bild“ konzipierte der Hofgarten-Intendant Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) künstliche Seen in Gärten, so wie im Englischen Garten und im Nymphenburger Schlossgarten.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/435111bf377e42c101df04ada7cf6959.jpg" alt="Carl August Lebschée, Aquatinta, 1831" /><br/><p>Sckell vergrößerte den 1800–1802 durch Werneck angelegten See auf eine Fläche von letztlich 8,2 Hektar. Nach seinem Entwurf wurde der Kleinhesseloher See mit seinen drei Inseln 1810–1813 unter der Bauleitung seines Bruders Mathias Sckell (1760–1815) ausgeführt. In seinen „Beiträgen zur bildenden Gartenkunst“ (1818) beschrieb der Hofgarten-Intendant, wie wichtig es sei, eine abwechslungsreiche Uferlinie von malerischer Wirkung herzustellen. Unter den geeigneten Gehölzen hob er Pyramidenpappeln hervor, deren Reflex in der Wasseroberfläche „eine ganz vorzüglich schöne Wirkung“ habe. Trauerweiden „an den hervortretenden Uferspitzen“ vermittelten einen „Charakter der Ruhe, der süßen Schwermuth“ „bei Denkmälern, die einen Verlust beweinen lassen“. Sckell selbst wurde 1824 am See <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309" target="_blank" rel="noopener">ein von Pappeln und Trauerweiden gerahmtes Denkmal</a> gesetzt. Dessen ehemals exponierte Lage auf einer Halbinsel hat sich verändert. Denn heute liegt die Uferlinie bei dem Restaurantkomplex „Seehaus“ etwa 25 Meter weiter im See als im 19. Jahrhundert.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/312">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:44:41+01:00</published>
    <updated>2026-04-22T09:36:24+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/312"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/312</id>
    <author>
      <name>Iris Lauterbach</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Der Englische Garten: „Der Volksgarten ist […] die vernünftigste, wohltätigste, und lehrreichste Gymnastische Schule für Geist und Körper.“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/301fa92189aab171604cdf5344885e6a.jpg" alt="Licht und Schatten" /><br/><p>Seit weit über 200 Jahren bewährt sich der weltberühmte Englische Garten in jenen wesentlichen Anliegen und Eigenschaften, die seiner Entstehung als „Volksgarten“ zugrunde lagen:
<ul>
<li>die gesellschaftspolitische Vision eines friedlichen und toleranten Umgangs der Menschen miteinander</li>
<li>der Genuss des künstlerisch gestalteten Naturraums jenseits der Enge und den Zwängen der Stadt</li>
<li>der herausragende künstlerische und ästhetische Rang des Landschaftsgartens mit seinen „Bildern der Natur“</li>
<li>die städtebauliche und ökologische Dimension der innerstädtischen Gartenanlage mit allen Qualitäten eines schützenswerten Naturraums.</li>
</ul>
„Der Volksgarten ist […] die vernünftigste, wohltätigste, und lehrreichste Gymnastische Schule für Geist und Körper.“ [Zit. nach Sckells Denkschrift von 1807, S. 97]. So charakterisierte <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309" target="_blank" rel="noopener">der bayerische Hofgarten-Intendant Friedrich Ludwig von Sckell</a> (1750–1823, 1808 geadelt), der bedeutendste deutsche Gartenkünstler seiner Generation, 1807 den „Volksgarten“. Gartentheoretisch folgte er damit Christian Cay Lorenz Hirschfeld (1742–1792), der dieses Konzept bereits 1785 formuliert hatte. Der im landschaftlichen („englischen“) Stil angelegte Münchener Park ist der erste große „Volksgarten“ überhaupt und mit einer Fläche von 384 Hektar die weltweit größte innerstädtische Gartenanlage.
Der zunächst auch als Theodors-Park bezeichnete Englische Garten entstand als Ergebnis einer Staats- und Gesellschaftsreform, die von Kurfürst Carl Theodor (1724–1799, reg. Kurfürst von Bayern 1778–1799) und seinem <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/314" target="_blank" rel="noopener">Minister Benjamin Thompson (1753–1814, ab 1792 Graf Rumford)</a> konzipiert wurde. Hierzu zählte Rumford die Bestellung von Gärten, um das Militär in Friedenszeiten sinnvoll zu beschäftigen. In München entstanden ab Juni 1789 sogenannte Militärgärten im Hirschanger in der Isaraue unweit des Hofgartens. Am 13. August 1789 verfügte der Kurfürst, auf diesem Gelände einen Garten anzulegen, in dem die Stadtbevölkerung sich in ihren Erholungsstunden erquicken könne. Dies ist der Gründungsakt eines der ersten öffentlichen Gärten, der zwar im Auftrag eines Fürsten entstand, aber nicht einer Residenz oder einem Schloss zugeordnet war. Er wurde ausdrücklich mit dem Ziel der Erholung des städtischen Publikums gestiftet.
Sckell legte die Grundzüge der Anlage. 1804 fertigte er einen Bestandsplan an („Plan A“), 1807 folgte sein Entwurf für die Weiterentwicklung der Anlage („Plan B“). Diese gartenkünstlerische Vision kommentierte Sckell in einer Denkschrift zur „Charakteristik des Volksgartens“. Zentrales Thema dieses urbanistischen Manifestes ist das Bedürfnis der Stadtgesellschaft – in allen ihren sozialen und Altersschichten – nach Erholung und friedlicher Geselligkeit im Schoße der Natur.
Der Englische Garten befindet sich in der Obhut der Gärtendirektion der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Seit den 1990er-Jahren wird die differenzierte räumlich-visuelle Konzeption des Gartens in Anlehnung an Sckell wieder sichtbar gemacht, die pflanzliche Ausstattung kontinuierlich erneuert und wiederhergestellt. Das seit 2022 durchgeführte Projekt zur Wiederherstellung der artenreichen Wildblumenwiesen macht den Englischen Garten als Lebensraum seltener Tiere, Insekten und Vögel und als Ort der Artenvielfalt erkennbar.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/310">Für mehr (einschließlich 6 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T20:38:20+01:00</published>
    <updated>2026-03-11T08:59:43+01:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/310"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/310</id>
    <author>
      <name>Iris Lauterbach</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Das Sckell-Denkmal am Kleinhesseloher See: Monument für einen großen Gartenkünstler]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt) legte 1789 den „Anfang und ersten Entwurf des Englischen Gartens“ vor. Der Hofgärtner gab damit der Münchner Stadtentwicklung ihren nachhaltigsten Impuls. Sckell war der bedeutendste deutsche Gartenkünstler seiner Generation.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/2b9c807c97394f84ed9ae96f744b3897.jpg" alt="„Auch Du Lustwandler ehre / das Andenken des Biedermannes“ – Das 1824 ausgeführte Sckell-Denkmal, Fotografie, 1904" /><br/><p>Sckells Ausbildung in Schwetzingen, in Frankreich und in England verhalf ihm zu einem internationalen Netzwerk. Als Hofgärtner und seit 1804 bayerischer Hofgarten-Intendant sowie in privatem Auftrag realisierte er zahlreiche, bedeutende Gartenanlagen, wie etwa <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/318" target="_blank" rel="noopener">den Montgelas-Garten in Bogenhausen</a>. Als weitsichtiger Stadtplaner legte er die Grundlage für die Erweiterung Münchens zur königlichen Residenzstadt. Der Englische Garten und die Umgestaltung des Nymphenburger Schlossgartens sind die Hauptwerke seiner Münchner Phase. Mit klassisch schönen „Bildern der Natur“ entwarf Sckell Landschaftsgärten, die sich durch große Dimensionen, ausgefeilte räumliche Gestaltungen und einen respektvollen Umgang mit dem Vorhandenen auszeichnen. Nach Sckells Tod am 24. Februar 1823 ließ König Max I. Joseph für den hoch geachteten Gartenkünstler und Stadtplaner ein monumentales Denkmal am Nordostufer des Kleinhesseloher Sees im Englischen Garten planen. Der Bildhauer Ernst von Bandel (1800–1876) führte 1824 einen Entwurf Leo von Klenzes (1784–1864) aus. Die ursprüngliche Sandsteinsäule wurde 1932 wegen Verwitterungsschäden entfernt und 1939 durch die heute erhaltene Kalksteinsäule von Georg Pezold ersetzt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T20:06:23+01:00</published>
    <updated>2026-04-22T09:38:32+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/309</id>
    <author>
      <name>Iris Lauterbach</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Der Monopteros im Englischen Garten: Point de vue, Belvedere, Gedenkmonument]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Monopteros zieht die Blicke auf sich, wenn man den Englischen Garten vom Hofgarten her betritt. Der auf einem eigens konstruierten Hügel über drei monumentalen Stufen errichtete Rundtempel entstand in den 1830er-Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Englische Garten zu einem beliebten Ziel für die Promenade entwickelt. Der von ionischen Säulen getragene elegante Rundtempel bietet auch heute noch eine der schönsten Aussichten auf die Landeshauptstadt.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8ad268cc2acdf1a6421ef8e0ad33301c.jpg" alt="Hügel und Monopteros nach der Restaurierung, Fotografie, 2016" /><br/><p>Als Monopteros bezeichnet man einen von Säulen getragenen offenen Rundtempel. Klassische Tempel, die einer Gartenszene als Staffagearchitekturen einen bestimmten Charakter verleihen, gehören zur Ausstattung vieler Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts. Schon Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823, 1808 geadelt), seit 1804 bayerischer Hofgarten-Intendant, hatte in einem Konzept von 1807 gefordert, ein „Pantheon“ der bayerischen Herrscher solle auf einem weithin sichtbaren Hügel im Englischen Garten errichtet werden. Realisiert wurde ein solches klassisches Bauwerk erst später, unter König Ludwig I. Die Planung und Ausführung des ab 1831 geplanten und 1835–1836 errichteten Monopteros lag bei dem Hofbau-Intendanten Leo von Klenze (1784–1864, 1822 geadelt). Zunächst wurde ab 1832 der Hügel angelegt und modelliert: eine alles andere als triviale Aufgabe. Der Hügel musste nicht nur den Tempel tragen, sondern sich in möglichst natürlicher und harmonischer Wirkung in das bestehende, völlig flache Gartengelände einfügen. Für die Konstruktion war Carl August Sckell (1793–1840) verantwortlich, ein Neffe von Friedrich Ludwig von Sckell und ab 1823 dessen Nachfolger als Leiter der Hofgarten-Intendanz. Der etwa 15 Meter hohe Unterbau des Tempels besteht aus Ziegeln. Erdreich und Humus wurden aufgetragen und Wiesengräser gepflanzt. Heute zeigt sich der Hügel erneut in seinem ursprünglichen klaren Umriss und Erscheinungsbild, nach einer grundlegenden Restaurierung durch die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen 2011–2016. 2014–2016 wurde auch der Monopteros restauriert und seine ansprechende Farbfassung wiederhergestellt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/308">Für mehr (einschließlich 7 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T16:14:40+01:00</published>
    <updated>2026-04-30T11:45:41+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/308"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/308</id>
    <author>
      <name>Iris Lauterbach</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Der Königsplatz: Kulturbauten und Kultort]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die klassizistische Platzanlage, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts als zentraler Punkt der neuen Maxvorstadt konzipiert wurde, präsentiert Vorbilder der griechischen Antike. Seine vielfältige Nutzungsgeschichte reicht rund 200 Jahre zurück, darunter auch die Indienstnahme für politische und kulturelle Veranstaltungen und die Profanierung als Parkplatz. In den letzten Jahren fanden hier häufig Open-Air-Konzerte statt, 2022 auch die Volleyball- und Kletterwettkämpfe während der European Championships.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/223baf6360687e94b0af3f1754f0cc73.jpg" alt="Goaßlschnalzer auf dem Königsplatz, um 1935" /><br/><p>Die Glyptothek, die Antikensammlungen (das ehemalige Kunstausstellungsgebäude) und die Propyläen prägen die Gestalt des Königsplatzes. Seinen Namen erhielt der im Auftrag von König Ludwig I. (1786–1868) entstandene Platz durch seine Funktion als herrschaftlich gestaltete Ausfahrt des Fürstenweges aus der Stadt, von der Residenz zum Sommerschloss Nymphenburg. Die Propyläen waren dabei als Stadttor vorgesehen. König Ludwigs I. Verehrung der Antike war Programm: Die Gebäude im klassizistischen Stil von Leo von Klenze (1784–1864) und Georg Friedrich Ziebland (1800–1873) gaben dem Platz das Aussehen einer griechischen Tempelanlage, einem <em>„oberbayerischen Hellas auf der grünen Wiese.“</em> (Vierneisel 1988, S. 5).
Die Pläne für die Gestaltung des Platzes aus dem Jahr 1820 stammen von Friedrich Ludwig von Sckell (1750<span>–</span>1823) und Leo von Klenze. Der Fürstenweg mit dem Straßennamen „Königsstraße“ verließ den Platz von Osten kommend durch das mittlere Tor der Propyläen Richtung Nymphenburg. Diese Hauptstraße für Kutschen war vom restlichen Niveau des Platzes abgesenkt. Der so geteilte Platz wurde auf beiden Seiten durch Kieswege, die zu den Gebäuden hinführten, und Rasenflächen in ein rechteckiges Raster gegliedert.
Auf dem Platz fanden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen statt, zum Beispiel am 100. Geburtstag Klenzes, <span>Otto von Bismarcks</span> 70. Geburtstag oder zur Huldigung des verstorbenen Stifters Ludwig I. Bisweilen wurde der Königsplatz mit Girlanden an den Gebäuden aufwendig dekoriert und mit temporären Architekturen umgestaltet. Ab 1920 fanden auf dem Platz vermehrt politische Veranstaltungen statt.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde der Königsplatz eingeebnet und mit 22.000 Granitplatten von je einem Quadratmeter komplett gepflastert – für eine Nutzung als „Acropolis germaniae“ im nationalsozialistischen Sinne. Der Verwaltungsbau der NSDAP an der heutigen Katharina-von-Bora-Straße und der sogenannte „Führerbau“ (heute Hochschule für Musik und Theater) bildeten eine neue Begrenzung des dadurch nach Osten vergrößerten Platzes. Eine Mauer, an den Seiten der Museumsbauten angeschlossen, umgab den Platz nun komplett. Die Propyläen wurden in den Platz integriert – innerhalb der Mauer, die hinter den Propyläen und der Luisenstraße halbrund mit einem Durchbruch Richtung Westen abschloss. Die Museumsbauten, optisch durch die Pflasterung an den Rand des Platzes gedrängt, waren nun Architekturstaffage des Versammlungs- und Kultortes der NSDAP mit den zwei Ehrentempeln an der Brienner Straße. Gesperrt für den Verkehr wurde der Platz zum Ort für Aufmärsche und Totenfeiern der Nationalsozialisten.
Der große Platz in der Mitte Münchens war auch aus der Luft gut zu erkennen und somit ein mögliches Ziel für Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs, um die Nationalsozialisten in ihrem politischen Zentrum zu treffen. Eine aufwendige Tarnung sollte das verhindern: Kies und Schablonen simulierten seit 1943 eine Bebauung der Freifläche, die Parteibauten wurden mit Tarnnetzen verhüllt. Der Plan war nur bedingt erfolgreich: Glyptothek und Kunstausstellungsgebäude wurden bei Bombenangriffen am 9. März 1943 stark beschädigt, die Ehrentempel hingegen nur leicht beschädigt.
Nach dem Krieg wurden 1948 im Osten des Platzes Bäume und Büsche gepflanzt, um ihn optisch einzufassen und um die nationalsozialistischen Bauten vom Königsplatz abzuschirmen. Die Granitfläche wurde wieder für den Verkehr geöffnet. Die mit dem wachsenden Wohlstand ansteigende Zahl an Autos führte bald dazu, dass auf der nicht befahrenen Fläche des Königsplatzes geparkt wurde. Um dies in geordnete Bahnen zu lenken, wurden 1961/62 zunächst im Osten, dann im Westen des Platzes Parkflächen markiert. Auch als Veranstaltungsort war der Königsplatz weiterhin gefragt: Passend zu seiner neuen Funktion als Parkplatz unter anderem für Geschicklichkeitsturniere des ADAC, aber auch für Stadtfeste. Schon ab 1961 gab es Überlegungen zur Neugestaltung des Platzes. Zunächst war nur die Entfernung der Granitplatten im Gespräch, ab 1978 wurden Konzepte mit Grünflächen und gleichzeitigem Durchfahrtverkehr diskutiert. Pläne für eine Tiefgarage unter dem Königsplatz (1961) waren ebenfalls Teil der Debatte. 1981 fiel die Entscheidung, den Königsplatz in den Originalzustand nach Klenze und Sckell zurückzuversetzen. Die Pläne für die Umgestaltung stammen von Hans Heid aus dem Jahr 1988, der aus Gründen des Denkmalschutzes die ursprüngliche Verkehrsführung – jetzt für Autos – durch das Propyläenportal nicht wiederherstellen ließ.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/52">Für mehr (einschließlich 13 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-10-21T14:12:25+02:00</published>
    <updated>2023-10-16T23:12:35+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/52"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/52</id>
    <author>
      <name>Eva Blüml</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Der Alte Botanische Garten: Wissenschaft, Ausstellungen, Park]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Botanische Garten in der Münchner Maxvorstadt entstand im frühen 19. Jahrhundert als ein städtebauliches Scharnier zwischen der Altstadt, dem Stachus und der neuen Vorstadt Maxvorstadt. Die Hälfte seines Areals büßte er 1853/54 mit der Errichtung des Glaspalasts ein. Nachdem 1909 bis 1914 in Nymphenburg ein neuer Botanischer Garten errichtet worden war, wurde die Anlage in der Maxvorstadt zum „Alten“ Botanischen Garten. Der Baumbestand und das in den 1930er Jahren angelegte Parkcafé mit seinen Außenanlagen machen den Park zu einer innerstädtischen Oase zwischen Hauptbahnhof und Kunstareal.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/d54f3977e3bcf70e1bccd3b622dbbdfc.jpg" alt="Das Eingangsportal zum Alten Botanischen Garten" /><br/><p>Die Förderung der Wissenschaften war dem bayerischen König Maximilian I. Joseph ein besonderes Anliegen. 1807 stiftete er in der späteren Maxvorstadt den Grund für einen Botanischen Garten, ein Laboratorium für Chemie und eine Anatomie. 1809 begannen die Arbeiten nach der Planung des bayerischen Hofgartenintendanten Friedrich Ludwig von Sckell. 1812 übergab die Hofgartenintendanz die Anlage an die Bayerische Akademie der Wissenschaften. Der Architekt Emanuel Joseph von Herigoyen errichtete das Eingangsportal an der Sonnenstraße. Die in die Arcisstraße (heute: Katharina-von-Bora-Straße) fortgesetzte Mittelachse des Gartens leitet in die Maxvorstadt über.</p><p>Seit 1809 stand der Garten unter der Leitung des Naturforschers Franz von Paula von Schrank. 1814 war ein nach Sckells Entwurf ausgeführtes Gewächshaus fertig. Im Osten und Westen fassten die Gehölzgruppen eines Arboretums die orthogonal angeordneten Beete ein. Diese erste Anlage, die seit 1832 unter der Leitung des Botanikers und Brasilienforschers Carl Friedrich Philipp von Martius stand, blieb nur wenige Jahrzehnte bestehen. </p><p>Als in München ein Bauplatz für die „Allgemeine deutsche Industrie-Ausstellung“ (1854) gesucht wurde, wählte man den Botanischen Garten. Anstelle von Sckells Gewächshaus errichtete 1853–1854 August von Voit ein technisch und architektonisch hochmodernes Ausstellungsgebäude als Glas-Eisen-Konstruktion. Er orientierte sich am Vorbild des von Joseph Paxton für die Weltausstellung in London erbauten „Crystal Palace“ (1851). Voit hatte schon zuvor, 1852–1853, beim Bau des Wintergartens für Maximilian II. auf der Münchner Residenz Erfahrungen mit dem Skelettbau in Glas-Eisen-Konstruktion gemacht. An der Karlstraße gegenüber von St. Bonifaz errichtete er weitere, technisch und konstruktiv innovative Neubauten und Glashäuser für die botanischen Sammlungen, Hörsäle und Laboratorien. An der Sophienstraße entstanden 1852 ein chemisches Institut und das Wohnhaus des Chemikers Justus von Liebig, seit 1859 Präsident der Akademie der Wissenschaften. </p><p>König Maximilian II. beschloss, den Münchner „Glaspalast“ dauerhaft als Ausstellungsgebäude zu nutzen. Er blieb bis 1931 der repräsentativste Münchner Ort für Kunstausstellungen sowie für Garten- und Blumenschauen. Die Anlage wurde zunächst weiter als Botanischer Garten gepflegt. Seit 1859 leitete ihn Max Kolb, der erste Stadtgärtner Münchens. Der Neubau des Justizpalasts an der Elisenstraße (Friedrich von Thiersch, 1887–1897) verdichtete die städtebauliche Situation weiter. Daher wurde von 1909 bis 1914 in Nymphenburg ein deutlich größerer Botanischer Garten angelegt, in den die Pflanzenbestände übergeführt wurden. Voits Gewächshäuser wurden abgerissen.</p><p>Im Juni 1931 brannte der Glaspalast aus ungeklärten Gründen ab. Ein Wettbewerb für den Neubau eines Ausstellungsgebäudes am selben Standort blieb folgenlos. 1933 bestimmte Adolf Hitler, ein solches Gebäude stattdessen am südlichen Rand des Englischen Gartens zu errichten. Dort entstand nach Entwurf von Paul Ludwig Troost bis 1937 das „Haus der Deutschen Kunst“ (heute: Haus der Kunst). Nach Vorschlägen Troosts gestalteten der Architekt Oswald Eduard Bieber und der Bildhauer Josef Wackerle den Alten Botanischen Garten bis 1937 zum Stadtpark um. Das Parkcafé wurde zum südlichen Blickpunkt der Arcisstraße. Gegenüber dem landschaftlich gestalteten westlichen Teil des Gartens ist das axial auf den Justizpalast ausgerichtete „Forum“ im östlichen Teil ein geometrischer Gartenplatz mit einem Bassin (monumentale Figurengruppe mit Neptun und Tritonen von Wackerle). Im nördlich davon gelegenen „Ausstellungstempel“ wurde die Bevölkerung über die nationalsozialistische Architektur und Stadtentwicklung informiert. Das Gebäude ist heute an den Kunstverein Kunstpavillon e.V. verpachtet.</p><p>Der Garten gehört heute der Landeshauptstadt München. Ein 2005 erstelltes Parkpflegewerk soll helfen, die unter hohem Nutzungsdruck stehende Anlage wieder zur Geltung zu bringen. </p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/28">Für mehr (einschließlich 13 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-06-07T14:26:38+02:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:27:01+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/28"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/28</id>
    <author>
      <name>Iris Lauterbach</name>
    </author>
  </entry>
</feed>
