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    <title type="html"><![CDATA[Die neue Pfarrkirche Sankt Johann Baptist: Höchste Kirche östlich der Isar]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Grundstein des sogenannten „Haidhauser Doms“ wurde 1852 gelegt, da die alte, spätgotische Pfarrkirche nicht mehr genügend Platz für die Gläubigen bot. Für den Bau der Kirche mussten allerdings einige finanzielle Hindernisse überwunden werden.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/4d328975b320a6ff5749c48447675a7c.jpg" alt="Die Fassade, 2026" /><br/><p>Pfarrer Johann Georg Walser (1848–1871) unternahm 29 Bettelreisen, um Geld für den Bau der Kirche zu beschaffen. Unter anderem mit den dadurch gewonnenen Spenden erwarb die Gemeinde Haidhausen gemeinsam mit der Kirchenverwaltung 1849 den heutigen Johannisplatz, um eine neue Kirche zu bauen. 1852 wurde schließlich der Grundstein für die neue Pfarrkirche gelegt. 1854 wurde Haidhausen nach München eingemeindet. Da die Gemeinde Haidhausen 1849 für den Bauplatz 15.400 Gulden gezahlt hatte, herrschte im Magistrat der Stadt München die Meinung, dass das Grundstück samt Kirchenbaustelle Eigentum der Stadt sei. Zudem stiegen die Baukosten, die nunmehr die Stadt München zu tragen hatte, immer weiter. Die Bauarbeiten wurden gestoppt, um die Eigentumsverhältnisse zu prüfen. Die eingeholten Gutachten ergaben, dass die Gemeinde Haidhausen das Grundstück erworben hatte und es damit der Stadt München gehörte. Der Kirchenverwaltung sollte es aber zur Benutzung überlassen werden, sofern diese die Bauosten übernahm. Diese drohte daraufhin, das Gebäude nicht zu weihen, sollte die neue Pfarrkirche städtisches Eigentum werden. Um die Frage nach dem Eigentum und der Finanzierung 20 Jahre nach dem Baubeginn abschließend zu klären, wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet. Nach drei Instanzen einigten sich Stadt und Kirche in einem Vergleich: Der Bau wurde Eigentum der Kirche, diese musste der Stadt jedoch für die bisher geleisteten Zahlungen eine Entschädigung in Höhe von 200.000 Mark zahlen, auf welche die Währung in der Zwischenzeit umgestellt worden war. Der erste Gottesdienst in der neuen Pfarrkirche fand am 24. August 1879 statt. Die neugotische Kirche wurde nach Plänen von Matthias Berger (1825–1897), einem Schüler Friedrich von Gärtners (1791–1847), im Maximiliansstil errichtet. Eine kleine Büste über dem linken Kirchenportal zeigt den Architekten. Die Fassade war ursprünglich mit gelben Terrakotta-Steinen verkleidet. Ihr 91 Meter hoher Westturm macht sie zur sechsthöchsten Kirche Münchens und zur höchsten Kirche Münchens östlich der Isar. Die Kirche ist mit 21 Glasfenstern nach Entwürfen von Augustin Pacher (1863–1926), Jakob Bradl (1864–1919) und Wilhelm Megerle (geb. 1863) ausgestattet, die zwischen 1903 und 1918 gestiftet wurden. 1949 wurde ein Kirchenpfleger von einer herunterfallenden Kreuzrippe erschlagen, die sich vermutlich durch von Fliegerbomben im Zweiten Weltkrieg verursachte Druckwellen gelockert hatte. Im Zuge des Wiederaufbaus 1956 wurde die Kirche versachlicht. 1978 wurde das Netzrippengewölbe durch aufgemaltes farbiges Bandgeflecht von Peter Burkart ersetzt. 1980 wurde der Bau einer Tiefgarage unter dem Johannisplatz von einer Bürgerversammlung verhindert. 1995 wurde der Altarraum umgestaltet und erhielt 1998 einen neuen Altar und Ambo sowie sechs Altarleuchter aus Laaser Marmor, entworfen von der Bildhauerin Carola Heine. Von der neugotischen Einrichtung sind der Hochaltar aus Laaser Marmor, umgesetzt 1860 von Joseph Knabl, sowie die Kommunionbank, die Seitenaltäre sowie die Figuren aus Carrara-Marmor erhalten geblieben.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/362">Für mehr (einschließlich 11 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-10-08T15:05:17+02:00</published>
    <updated>2026-10-15T13:58:27+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Artur-Kutscher-Brunnen: Masken- und Wasserspiel]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Auf dem nach dem Professor für Theaterwissenschaft benannten Platz erinnert ein Brunnen an Artur Kutscher (1878–1960) und einen ehemaligen Münchner Oberbürgermeister.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/15b80cb20a7f8c9674c15a0887adf461.jpg" alt="Der Artur-Kutscher-Brunnen, 2026" /><br/><p>Der Brunnen wurde 1969 von Lothar Dietz (1896–1976) geschaffen. Das Brunnenbecken besteht aus Muschelkalk, der Boden ist mit Keramikbruch verkleidet. Die Brunnensäule aus Bronze ist einem Baum nachempfunden und mit zahlreichen Figuren und Burlesken verziert, unter anderem einer Eule, einem Pegasus, dem Münchner Kindl, Theatermasken und einem Lautenspieler, die sich auf Kutschers Beitrag zur Erforschung des Theaters beziehen. Artur Kutscher ist im Profil neben seinem Lebensmotto „Humor ist Weltanschauung!“ auf der Brunnensäule abgebildet. Kutscher gilt als der Begründer der Theaterwissenschaft. Der Literaturwissenschaftler setzte sich dafür ein, auch noch lebende Autoren zu erforschen und Theater unter stärkerer Berücksichtigung der schauspielerischen Ausführung statt rein literarisch zu betrachten. Daraus leitete er die Notwendigkeit einer neuen Disziplin ab und gründete 1908 das sogenannte „Kutscher-Seminar“, aus dem 1926 das „Institut für Theaterkunde“ als Teil des Literaturwissenschaftlichen Instituts wurde. Bekannte Schüler Kutschers waren unter anderem Bertolt Brecht, Dieter Hildebrandt und Ödön von Horváth. Wegen seiner konträren Ansichten wurde Kutscher 1915 zwar außerplanmäßiger Professor, aber nie ordentlicher Professor. 1940 wurde er verbeamtet und beantragte am Ende des darauffolgenden Jahres die Aufnahme in die NSDAP, der er Anfang 1942 beitrat. 1945 wurde er im Rahmen der Entnazifizierung kurzzeitig seines Amtes enthoben, kehrte jedoch bald an die Universität zurück und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung 1951. Im Jahr 1958 erhielt er das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Lehrstuhl für Theaterwissenschaft wurde erst nach Kutschers Tod eingerichtet. Neben Kutscher befindet sich an der Brunnensäule auch das Portrait von Hans-Jochen Vogel, Oberbürgermeister von München 1960 bis 1972, der maßgeblich an der Auswahl Münchens als Auistragungsort der Olympischen Spiele 1972 beteiligt war.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/360">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-07-29T15:05:31+02:00</published>
    <updated>2026-07-29T15:27:32+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der &quot;Sitzende Keiler&quot; vor dem Jagd- und Fischereimuseum: Zweitguss einer Bronzeplastik von Martin Mayer]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Alle kennen diesen Keiler in der Fußgängerzone, doch die wenigsten wissen, dass es sich um einen zweiten Guss handelt. Das Original des "Sitzenden Keilers" steht in der Borstei.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/6b408688e23fcfa84b37fac3f88ae0f3.jpg" alt="Martin Mayer: &quot;Sitzender Keiler&quot;" /><br/><p>Als Horst Popp 1976 die Leitung des Jagdmuseums (heute: Deutsches Jagd- und Fischereimuseum) im Kreuzviertel der Altstadt) übernimmt, denkt er sofort an den "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/348" target="_blank" rel="noopener">Sitzenden Keiler</a>" aus Bronze, den er in der Borstei gesehen hat und erreicht, dass er einen zweiten Abguss des Kunstwerks von Martin Mayer als Blickfang vor dem Museum in der ehemaligen Augustinerkirche in der Altstadt aufstellen kann.</p><p>1959 lernen sich Martin Mayer und Bernhard Borst kennen. Weil sich der Gründer der <a href="https://bei-uns-in-muenchen.de/borstei">Borstei</a> für seine ungewöhnliche Siedlung in Moosach eine Bronze-Nachbildung der von Pietro Tacca um 1620 modellierten Figur "Porcellino" auf dem Mercato Nuovo in Florenz wünscht, schickt er den Bildhauer zweimal nach Italien. Tacca kopierte eine antike Marmorfigur in Bronze, aber Martin Mayer befreit sich 1960 von den Beschränkungen des Steinbildhauers: Um die Körperspannung deutlich zu erhöhen, dreht er den Kopf des "Sitzenden Keilers" und streckt einen bei Tacca angezogenen Hinterlauf. Das überzeugt auch den Auftraggeber Bernhard Borst. Martin Mayer (1931–2022) wurde als Sohn pfälzischer Eltern in Berlin geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er im Alter von 15 Jahren nach München und studierte bis 1954 beim Bildhauer Theodor Georgii, zunächst als Privatschüler, dann an der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50">Akademie der Bildenden Künste</a>. Als Theodor Georgii 1952 den von seinem Lehrer und Schwiegervater Adolf von Hildebrand gestalteten, im Krieg beschädigten <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/135" target="_blank" rel="noopener">Wittelsbacher Brunnen</a> restauriert, vertraut er Martin Mayer einige der Bildhauer-Arbeiten an. Der nimmt 1953 als jüngster Bildhauer an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst teil. 1957 richtet er sein erstes Atelier in München ein. Theodor Georgii stirbt 1963 und hinterlässt Martin Mayer nicht nur sein vom Schwiegervater übernommenes Atelier im <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/72" target="_blank" rel="noopener">Hildebrandhaus</a> in Bogenhausen, sondern auch Adolf von Hildebrands Bildhauer-Werkzeuge. Im Jahr darauf zieht der Künstler in eine Wohnung in der Borstei, und als das Hildebrandhaus abgerissen werden soll, verlegt Martin Mayer 1968 auch sein Atelier dorthin. Der Kunsthistoriker Heinz Spielmann beschreibt, wie sich die von Martin Mayer mit kräftigen Strichen begonnenen Skizzen im Arbeitsprozess vom Detail lösen. Abstrahierung hält der Bildhauer für essenziell. Dabei denkt er nicht an abstrakte Kunst, sondern an die Subtraktion des Unwesentlichen. "Kunst […] ist erklärte Natur, Abstraktion, in der Zufälligkeiten zugunsten des Wesentlichen abgezogen sind, Zusammenhänge sichtbar werden", schreibt Martin Mayer 1991 in einem Brief an Dietrich Heyde (Heyde, S. 7f.), und dieser zitiert Theodor Georgiis Leitsatz: "Man sollte bemüht sein, der Natur so nahe wie möglich zu kommen, indem man sich vom Naturalismus mehr und mehr entfernt." (Heyde, S. 14). "Per naturam ad artem, per artem ad naturam" steht auf der Kugel der "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/354" target="_blank" rel="noopener">Olympia Triumphans</a>". Damit beschreibt Martin Mayer sein künstlerisches Selbstverständnis. Jede seiner etwa dreißig großen Bronzefiguren im öffentlichen Raum wirkt "geradezu gewaltig einfach" (Heyde, S. 29).</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/359">Für mehr (einschließlich 3 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-07-29T12:04:37+02:00</published>
    <updated>2026-09-01T14:53:52+02:00</updated>
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      <name>Dieter Wunderlich</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die &quot;Haarwaschende&quot;: Eine der ersten große Frauenfigur von Martin Mayer]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Martin Mayers erste große weibliche Bronzefigur im öffentlichen Raum in München</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/1d05cc735c9434b216764773cdc224c0.jpg" alt="Martin Mayer: &quot;Haarwaschende&quot;" /><br/><p>Nach einer Reihe von Kleinplastiken gestaltet Martin Mayer 1969 die erste seiner im öffentlichen Raum Münchens aufgestellten großen weiblichen Bronzestatuen: eine dralle Nackte mit langem Haarschopf. Die "Haarwaschende" findet 1972 ihren Platz als Brunnenfigur am südlichen Ende der Höltystraße in Sendling. 2013 wird der Gebäudekomplex an der Höltystraße 6 – 8 abgerissen, um Platz für ein neues Ensemble zu schaffen ("Hölty – Wohnen in Sendling"). Das während der Bauarbeiten in Sicherheit gebrachte Kunstwerk steht nun wieder am alten Ort. Der Brunnen plätschert allerdings nicht mehr. Martin Mayer (1931–2022) wurde als Sohn pfälzischer Eltern in Berlin geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er im Alter von 15 Jahren nach München und studierte bis 1954 beim Bildhauer Theodor Georgii, zunächst als Privatschüler, dann an der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50">Akademie der Bildenden Künste</a>. Als Theodor Georgii 1952 den von seinem Lehrer und Schwiegervater Adolf von Hildebrand gestalteten, im Krieg beschädigten <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/135" target="_blank" rel="noopener">Wittelsbacher Brunnen</a> restauriert, vertraut er Martin Mayer einige der Bildhauer-Arbeiten an. Der nimmt 1953 als jüngster Bildhauer an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst teil. 1957 richtet er sein erstes Atelier in München ein. Der Kunsthistoriker Werner Haftmann hebt hervor, dass sich Martin Mayer seine Natürlichkeit bewahrt habe. Und Gerhard Marcks schreibt seinem Kollegen 1967: "[…] Kaum zu glauben, dass Sie in Berlin geboren sind: nicht nur Ihre Themen sind echte unschuldsvolle Münchner Hexen – Ihre ganze Auffassung atmet die Isarluft auch im Geistigen." (Roethel, S. 161). Weibliche Figuren sind das zentrale Thema der Kunst von Martin Mayer. Dabei strebt er nicht vollkommene Schönheit an, wie griechische Künstler in der Antike, sondern bevorzugt vitale pyknische Körper, "atmendes Volumen" (Heinz Spielmann), gern auch mit breiten Hüften, die an Gebärfähigkeit denken lassen. Eckiges findet man bei Martin Mayers Frauenfiguren nicht, weder bei Körperformen noch bei Bewegungen. "Keine dieser Frauen posiert, erst recht nicht als Modell, das einem Schönheitskanon zu entsprechen versucht", kommentiert der Kunsthistoriker Heinz Spielmann (S. 8). Es gibt keine "kalkulierte Statuarik". Die Frauen scheinen sich selbst zu genügen; sie bewegen sich eigenständig, lebensbejahend, unbefangen, "selbstvergessen jenseits aller Scham und Scheu" (a. a. O.), niemals lasziv oder obszön. Bei den Frauenfiguren kommt es dem Künstler nicht auf anatomische Studien an. Wichtiger als Gesicht und Individualität sind ihm Volumen und Bewegung. Werner Haftmann vergleicht den Bildhauer mit einem Töpfer, der Formen schwellen lässt, statt sie aus einem Steinblock heraus zu meißeln. Der Kunsthistoriker Heinz Spielmann beschreibt, wie sich die von Martin Mayer mit kräftigen Strichen begonnenen Skizzen im Arbeitsprozess vom Detail lösen. Abstrahierung hält der Bildhauer für essenziell. Dabei denkt er nicht an abstrakte Kunst, sondern an die Subtraktion des Unwesentlichen. "Kunst […] ist erklärte Natur, Abstraktion, in der Zufälligkeiten zugunsten des Wesentlichen abgezogen sind, Zusammenhänge sichtbar werden", schreibt Martin Mayer 1991 in einem Brief an Dietrich Heyde (Heyde, S. 7f.), und dieser zitiert Theodor Georgiis Leitsatz: "Man sollte bemüht sein, der Natur so nahe wie möglich zu kommen, indem man sich vom Naturalismus mehr und mehr entfernt." (Heyde, S. 14). "Per naturam ad artem, per artem ad naturam" steht auf der Kugel der "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/354" target="_blank" rel="noopener">Olympia Triumphans</a>". Damit beschreibt Martin Mayer sein künstlerisches Selbstverständnis. Jede seiner etwa dreißig großen Bronzefiguren im öffentlichen Raum wirkt "geradezu gewaltig einfach" (Heyde, S. 29).</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/353">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-07-28T14:01:33+02:00</published>
    <updated>2026-08-18T12:51:51+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Der &quot;Kugelnde Bär&quot;: Martin Mayers lustigste Figur im öffentlichen Raum]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Tiere sind im Werk des Bildhauers Martin Mayer eher eine Ausnahme, aber nach einem kraftstrotzenden Keiler modelliert er auch einen verspielten Braunbären.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/4d2e0d546f23df2058914c00eb648ad6.jpg" alt="Martin Mayer: &quot;Kugelnder Bär&quot;" /><br/><p>Die 1968 von Martin Mayer gestaltete, gut einen Meter hohe Bronzefigur "Kugelnder Bär" ist vor der Städtischen Kindertagesstätte an der Thelottstraße 18 im Stadtteil Hasenbergl zu finden. Martin Mayer (1931–2022) wurde als Sohn pfälzischer Eltern in Berlin geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er im Alter von 15 Jahren nach München und studierte bis 1954 beim Bildhauer Theodor Georgii, zunächst als Privatschüler, dann an der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50" target="_blank" rel="noopener">Akademie der Bildenden Künste</a>. Als Theodor Georgii 1952 den von seinem Lehrer und Schwiegervater Adolf von Hildebrand gestalteten, im Krieg beschädigten <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/135" target="_blank" rel="noopener">Wittelsbacher Brunnen</a> restauriert, vertraut er Martin Mayer einige der Bildhauer-Arbeiten an. Der nimmt 1953 als jüngster Bildhauer an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst teil. 1957 richtet er sein erstes Atelier in München ein. Theodor Georgii stirbt 1963 und hinterlässt Martin Mayer nicht nur sein vom Schwiegervater übernommenes Atelier im <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/72" target="_blank" rel="noopener">Hildebrandhaus</a> in Bogenhausen, sondern auch Adolf von Hildebrands Bildhauer-Werkzeuge. Im Jahr darauf zieht der Künstler in eine Wohnung in der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/45" target="_blank" rel="noopener">Borstei</a>, und als das Hildebrandhaus abgerissen werden soll, verlegt Martin Mayer 1968 auch sein Atelier dorthin.</p><p>Der Kunsthistoriker Heinz Spielmann beschreibt, wie sich die von Martin Mayer mit kräftigen Strichen begonnenen Skizzen im Arbeitsprozess vom Detail lösen. Abstrahierung hält der Bildhauer für essenziell. Dabei denkt er nicht an abstrakte Kunst, sondern an die Subtraktion des Unwesentlichen. "Kunst […] ist erklärte Natur, Abstraktion, in der Zufälligkeiten zugunsten des Wesentlichen abgezogen sind, Zusammenhänge sichtbar werden", schreibt Martin Mayer 1991 in einem Brief an Dietrich Heyde (Heyde, S. 7f.), und dieser zitiert Theodor Georgiis Leitsatz: "Man sollte bemüht sein, der Natur so nahe wie möglich zu kommen, indem man sich vom Naturalismus mehr und mehr entfernt." (Heyde, S. 14). "Per naturam ad artem, per artem ad naturam" steht auf der Kugel der "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/354" target="_blank" rel="noopener">Olympia Triumphans</a>". Damit beschreibt Martin Mayer sein künstlerisches Selbstverständnis. Jede seiner etwa dreißig großen Bronzefiguren im öffentlichen Raum wirkt "geradezu gewaltig einfach" (Heyde, S. 29).</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/352">Für mehr (einschließlich 2 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-07-28T13:48:32+02:00</published>
    <updated>2026-08-26T14:25:56+02:00</updated>
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      <name>Dieter Wunderlich</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die &quot;Kleine Schwimmerin&quot; und die &quot;Sich Ausziehende&quot;: Zwei Kleinplastiken von Martin Mayer]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Während sich die eine noch ihr Kleid über den Kopf zieht, schickt sich die andere Schwimmerin bereits an, ins Wasser zu springen.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/b99c2e94ada14122b1107a900dd9d6f0.jpg" alt="Martin Mayer: &quot;Kleine Schwimmerin&quot; und &quot;Sich Ausziehende&quot;" /><br/><p>In den Sechzigerjahren modelliert Martin Mayer eine ganze Reihe von Bronzen liegender, schlafender, kauernder, kniender, hockender, purzelnder, vergnügter, übermütiger Frauen – darunter die "Kleine Schwimmerin" (1962) und die "Sich Ausziehende" (1963). Die Kleinplastiken stehen bis zur Sanierung beziehungsweise Modernisierung des Michaelibads Ende der Neunzigerjahre in einem Innenhof des Saunabetriebs. Seither haben sie einen weniger schönen Platz im Eingangsbereich.</p><p>Martin Mayer (1931–2022) wurde als Sohn pfälzischer Eltern in Berlin geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er im Alter von 15 Jahren nach München und studierte bis 1954 beim Bildhauer Theodor Georgii, zunächst als Privatschüler, dann an der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50">Akademie der Bildenden Künste</a>. Als Theodor Georgii 1952 den von seinem Lehrer und Schwiegervater Adolf von Hildebrand gestalteten, im Krieg beschädigten <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/135" target="_blank" rel="noopener">Wittelsbacher Brunnen</a> restauriert, vertraut er Martin Mayer einige der Bildhauer-Arbeiten an. Der nimmt 1953 als jüngster Bildhauer an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst teil. 1957 richtet er sein erstes Atelier in München ein. Der Kunsthistoriker Werner Haftmann hebt hervor, dass sich Martin Mayer seine Natürlichkeit bewahrt habe. Und Gerhard Marcks schreibt seinem Kollegen 1967: "[…] Kaum zu glauben, dass Sie in Berlin geboren sind: nicht nur Ihre Themen sind echte unschuldsvolle Münchner Hexen – Ihre ganze Auffassung atmet die Isarluft auch im Geistigen." (Roethel, S. 161). Weibliche Figuren sind das zentrale Thema der Kunst von Martin Mayer. Dabei strebt er nicht vollkommene Schönheit an, wie griechische Künstler in der Antike, sondern bevorzugt vitale pyknische Körper, "atmendes Volumen" (Heinz Spielmann), gern auch mit breiten Hüften, die an Gebärfähigkeit denken lassen. Eckiges findet man bei Martin Mayers Frauenfiguren nicht, weder bei Körperformen noch bei Bewegungen. "Keine dieser Frauen posiert, erst recht nicht als Modell, das einem Schönheitskanon zu entsprechen versucht", kommentiert der Kunsthistoriker Heinz Spielmann (S. 8). Es gibt keine "kalkulierte Statuarik". Die Frauen scheinen sich selbst zu genügen; sie bewegen sich eigenständig, lebensbejahend, unbefangen, "selbstvergessen jenseits aller Scham und Scheu" (a. a. O.), niemals lasziv oder obszön. Bei den Frauenfiguren kommt es dem Künstler nicht auf anatomische Studien an. Wichtiger als Gesicht und Individualität sind ihm Volumen und Bewegung. Werner Haftmann vergleicht den Bildhauer mit einem Töpfer, der Formen schwellen lässt, statt sie aus einem Steinblock heraus zu meißeln. Der Kunsthistoriker Heinz Spielmann beschreibt, wie sich die von Martin Mayer mit kräftigen Strichen begonnenen Skizzen im Arbeitsprozess vom Detail lösen. Abstrahierung hält der Bildhauer für essenziell. Dabei denkt er nicht an abstrakte Kunst, sondern an die Subtraktion des Unwesentlichen. "Kunst […] ist erklärte Natur, Abstraktion, in der Zufälligkeiten zugunsten des Wesentlichen abgezogen sind, Zusammenhänge sichtbar werden", schreibt Martin Mayer 1991 in einem Brief an Dietrich Heyde (Heyde, S. 7f.), und dieser zitiert Theodor Georgiis Leitsatz: "Man sollte bemüht sein, der Natur so nahe wie möglich zu kommen, indem man sich vom Naturalismus mehr und mehr entfernt." (Heyde, S. 14). "Per naturam ad artem, per artem ad naturam" steht auf der Kugel der "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/354" target="_blank" title="Olympia Triumphans" rel="noopener">Olympia Triumphans</a>". Damit beschreibt Martin Mayer sein künstlerisches Selbstverständnis. Jede seiner etwa dreißig großen Bronzefiguren im öffentlichen Raum wirkt "geradezu gewaltig einfach" (Heyde, S. 29).</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/351">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-07-28T13:22:38+02:00</published>
    <updated>2026-08-26T14:05:59+02:00</updated>
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      <name>Dieter Wunderlich</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der &quot;Orpheus&quot;: Eine der wenigen großen Männerfiguren von Martin Mayer]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Ein nackter Männerkörper in einer Wohnsiedlung? Da scheiden sich die Geister!</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/ea424d274d8d4dfd521d2d99b7cde549.jpg" alt="Martin Mayer: &quot;Orpheus&quot;, fotografiert im Jahr 2023 " /><br/><p>Der Dichter und Sänger Orpheus, bekannt aus der griechischen Mythologie, bekommt von Apollon, dem Gott der Musik, eine Lyra geschenkt. Damit begleitet Orpheus seinen Gesang und betört den Höllenhund Kerberos, als er in die Unterwelt hinabsteigt, um seine an einem Schlangenbiss gestorbene Frau Eurydike zurückzuholen. Hades gewährt ihm die Bitte unter der Auflage, Orpheus müsse vorangehen und dürfe sich nicht umdrehen. Das hält Orpheus nicht durch und Eurydike verschwindet deshalb endgültig im Totenreich. Martin Mayer zeigt Orpheus mit der Lyra, und Bernhard Borst lässt die 2,20 Meter große Bronzefigur 1962 gegenüber dem "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/348" target="_blank" title="Sitzenden Keiler" rel="noopener">Sitzenden Keiler</a>" des Bildhauers an der Ecke Löfftzstraße / Bernhard-Borst-Straße in der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/45" target="_blank" rel="noopener">Borstei</a> aufstellen. Aber nach Bernhard Borsts Tod im Januar 1963 wird das Kunstwerk in die versteckte südöstliche Ecke der Borstei verschoben. Hatten Bewohnerinnen oder Bewohner Anstoß am nackten Männerkörper genommen? Martin Mayer (1931–2022) wurde als Sohn pfälzischer Eltern in Berlin geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er im Alter von 15 Jahren nach München und studierte bis 1954 beim Bildhauer Theodor Georgii, zunächst als Privatschüler, dann an der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50">Akademie der Bildenden Künste</a>. Als Theodor Georgii 1952 den von seinem Lehrer und Schwiegervater Adolf von Hildebrand gestalteten, im Krieg beschädigten <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/135" target="_blank" rel="noopener">Wittelsbacher Brunnen</a> restauriert, vertraut er Martin Mayer einige der Bildhauer-Arbeiten an. Der nimmt 1953 als jüngster Bildhauer an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst teil. 1957 richtet er sein erstes Atelier in München ein. Theodor Georgii stirbt 1963 und hinterlässt Martin Mayer nicht nur sein vom Schwiegervater übernommenes Atelier im <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/72" target="_blank" rel="noopener">Hildebrandhaus</a> in Bogenhausen, sondern auch Adolf von Hildebrands Bildhauer-Werkzeuge. Im Jahr darauf zieht der Künstler in eine Wohnung in der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/45" target="_blank" rel="noopener">Borstei</a>, und als das Hildebrandhaus abgerissen werden soll, verlegt Martin Mayer 1968 auch sein Atelier dorthin.</p><p>Der Kunsthistoriker Heinz Spielmann beschreibt, wie sich die von Martin Mayer mit kräftigen Strichen begonnenen Skizzen im Arbeitsprozess vom Detail lösen. Abstrahierung hält der Bildhauer für essenziell. Dabei denkt er nicht an abstrakte Kunst, sondern an die Subtraktion des Unwesentlichen. "Kunst […] ist erklärte Natur, Abstraktion, in der Zufälligkeiten zugunsten des Wesentlichen abgezogen sind, Zusammenhänge sichtbar werden", schreibt Martin Mayer 1991 in einem Brief an Dietrich Heyde (Heyde, S. 7f.), und dieser zitiert Theodor Georgiis Leitsatz: "Man sollte bemüht sein, der Natur so nahe wie möglich zu kommen, indem man sich vom Naturalismus mehr und mehr entfernt." (Heyde, S. 14). "Per naturam ad artem, per artem ad naturam" steht auf der Kugel der "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/354" target="_blank" rel="noopener">Olympia Triumphans</a>". Damit beschreibt Martin Mayer sein künstlerisches Selbstverständnis. Jede seiner etwa dreißig großen Bronzefiguren im öffentlichen Raum wirkt "geradezu gewaltig einfach" (Heyde, S. 29).</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/350">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-07-28T11:31:05+02:00</published>
    <updated>2026-08-26T14:28:14+02:00</updated>
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      <name>Dieter Wunderlich</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Büste von Bernhard Borst: Martin Mayers Büste von Bernhard Borst]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Mit der nach ihm benannten <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/45" target="_blank" rel="noopener">Borstei</a> hat Bernhard Borst eine außergewöhnliche Siedlung gebaut.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8eeeee1ecefce1ef3b660fb00f40d08c.jpg" alt="Martin Mayer: Büste von Bernhard Borst in der Borstei, fotografiert im Jahr 2023" /><br/><p>Bernhard Borst (1883–1963) wurde in Offenburg geboren, kam aber im Alter von fünf Jahren nach München. Nach einer Maurerlehre besuchte er 1899 bis 1903 die Baugewerkschule München. 1908 machte sich Bernhard Borst als Architekt und Bauunternehmer selbstständig. 1923, ein Jahr nachdem ihm die Stadt München die Pacht für seinen Bauhof und Lagerplatz an der Thalkirchener Straße gekündigt hatte, erwarb er ein Grundstück neben dem damaligen Gaswerk an der Dachauer Straße in Moosach, um dort für sein Bauunternehmen Werkstätten, Büros und Wohnungen zu bauen. Die Jury für einen entsprechenden Architektenwettbewerb bestand aus den Architekten Theodor Fischer (1862–1938), Friedrich Beblo (1872–1947), Oswald Bieber (1874–1955) und Bernhard Borst selbst. Allerdings genügte keiner der im Glaspalast ausgestellten Entwürfe den Anforderungen. Deshalb erarbeitete Bernhard Borst selbst einen Entwurf. Weil die Kündigung für das Grundstück an der Thalkirchener Straße zurückgezogen wurde und er es weiterhin für sein Bauunternehmen nutzen konnte, beschloss Bernhard Borst 1926 angesichts der Wohnungsnot, das gesamte Areal in Moosach für eine Wohnsiedlung zu verwenden. 1927 bekam er dafür die Baugenehmigung, musste jedoch aufgrund einer neuen Verordnung ein Mitglied des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) hinzuziehen. Bernhard Borst arbeitete daraufhin mit Oswald Bieber zusammen, der zuvor bereits der Jury angehört hatte. Bernhard Borst wollte keine Mietskasernen errichten. "Ich erkannte viele, viele Nachteile der Einfamilienhäuser, wusste aber auch um die Trostlosigkeit der Mietskasernen in der Stadt, und so suchte ich die Wohnfrage mit meiner Borstei zu lösen, das Schöne der Einfamilienhäuser mit dem Praktischen einer Etagenwohnung zu verbinden. Dabei stimmte ich alles auf die Entlastung der Hausfrau und die Gesundheit der Menschen ab." (Huse, S. 212f.). Für Parkettböden, Türen und Treppen verwendete Bernhard Borst slowenische Eiche. Der Komfort war außergewöhnlich: Zentralheizung, Warmwasser, Bäder mit Bidet. In einer Großküche bestellte Gerichte wurden mit Elektrokarren ausgeliefert. Eine Großwäscherei stand ebenfalls zur Verfügung, und es gab von Anfang an Einkaufsmöglichkeiten. Statt die Wohnungen in der 1928 nach ihm benannten Siedlung mit Balkonen auszustatten, legte Bernhard Borst vom Gartenarchitekten Alwin Seifert (1890–1972) entworfene Gärten zwischen den Häusern an, und die schmückte er im Lauf der Zeit mit Dutzenden von Statuen und Brunnen ‒ ohne durch eine Kunst-am-Bau-Verordnung dazu gezwungen zu sein. 1962 schuf Martin Mayer eine Bronzebüste von Bernhard Borst, die im Rosengarten der Borstei zu finden ist. Der Bauunternehmer und der Bildhauer hatten sich 1959 über einen Musiker des Bayerischen Staatsorchesters kennengelernt. Drei Kunstwerke von Martin Mayer sind in der Borstei zu finden: die Büste von Bernhard Borst, der "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/348" target="_blank" rel="noopener">Sitzende Keiler</a>" und "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/350" target="_blank" rel="noopener">Orpheus</a>". Martin Mayer (1931–2022) wurde als Sohn pfälzischer Eltern in Berlin geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er im Alter von 15 Jahren nach München und studierte bis 1954 beim Bildhauer Theodor Georgii, zunächst als Privatschüler, dann an der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50" target="_blank" rel="noopener">Akademie der Bildenden Künste</a>. 1953 nahm Martin Mayer als jüngster Bildhauer an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst teil, und 1957 richtete er sein erstes Atelier in München ein.</p><p>Theodor Georgii, der Schwiegersohn des Bildhauers Adolf von Hildebrand, starb 1963 und hinterließ Martin Mayer nicht nur sein Atelier im <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/72" target="_blank" rel="noopener">Hildebrandhaus</a> in Bogenhausen, sondern auch die vom Schwiegervater übernommenen Bildhauer-Werkzeuge. Im Jahr darauf zog Martin Mayer in eine Wohnung in der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/45" target="_blank" rel="noopener">Borstei</a>, und als das Hildebrandhaus abgerissen werden sollte, verlegte der Bildhauer 1968 auch sein Atelier in die Borstei.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/349">Für mehr (einschließlich 2 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-07-28T10:21:07+02:00</published>
    <updated>2026-09-29T10:04:37+02:00</updated>
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      <name>Dieter Wunderlich</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der &quot;Sitzende Keiler&quot;: Bronzeplastik von Martin Mayer in der Borstei]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Alle kennen den <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/359" target="_blank" rel="noopener">Keiler vor dem Jagd- und Fischereimuseum</a>, aber das Original ist in der Borstei zu finden</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/b26b254404268ddd9fbb8c49dc3989f8.jpg" alt="Martin Mayer: &quot;Sitzender Keiler&quot;, fotografiert im Jahr 2024" /><br/><p>1959 lernen sich Martin Mayer und Bernhard Borst kennen. Weil sich der Gründer der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/45" target="_blank" rel="noopener">Borstei</a> für seine ungewöhnliche Siedlung in Moosach eine Bronze-Nachbildung der von Pietro Tacca um 1620 modellierten Figur "Porcellino" auf dem Mercato Nuovo in Florenz wünscht, schickt er den Bildhauer zweimal nach Italien. Tacca kopierte eine antike Marmorfigur in Bronze, aber Martin Mayer befreit sich 1960 von den Beschränkungen des Steinbildhauers: Um die Körperspannung deutlich zu erhöhen, dreht er den Kopf des "Sitzenden Keilers" und streckt einen bei Tacca angezogenen Hinterlauf. Das überzeugte auch den Auftraggeber Bernhard Borst.</p><p>Martin Mayer (1931–2022) wurde als Sohn pfälzischer Eltern in Berlin geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er im Alter von 15 Jahren nach München und studierte bis 1954 beim Bildhauer Theodor Georgii, zunächst als Privatschüler, dann an der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50">Akademie der Bildenden Künste</a>. Als Theodor Georgii 1952 den von seinem Lehrer und Schwiegervater Adolf von Hildebrand gestalteten, im Krieg beschädigten <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/135" target="_blank" rel="noopener">Wittelsbacher Brunnen</a> restauriert, vertraut er Martin Mayer einige der Bildhauer-Arbeiten an. Der nimmt 1953 als jüngster Bildhauer an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst teil. 1957 richtet er sein erstes Atelier in München ein. Theodor Georgii stirbt 1963 und hinterlässt Martin Mayer nicht nur sein vom Schwiegervater übernommenes Atelier im <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/72" target="_blank" rel="noopener">Hildebrandhaus</a> in Bogenhausen, sondern auch Adolf von Hildebrands Bildhauer-Werkzeuge. Im Jahr darauf zieht der Künstler in eine Wohnung in der Borstei, und als das Hildebrandhaus abgerissen werden soll, verlegt Martin Mayer 1968 auch sein Atelier dorthin.</p><p>Der Kunsthistoriker Heinz Spielmann beschreibt, wie sich die von Martin Mayer mit kräftigen Strichen begonnenen Skizzen im Arbeitsprozess vom Detail lösen. Abstrahierung hält der Bildhauer für essenziell. Dabei denkt er nicht an abstrakte Kunst, sondern an die Subtraktion des Unwesentlichen. "Kunst […] ist erklärte Natur, Abstraktion, in der Zufälligkeiten zugunsten des Wesentlichen abgezogen sind, Zusammenhänge sichtbar werden", schreibt Martin Mayer 1991 in einem Brief an Dietrich Heyde (Heyde, S. 7f.), und dieser zitiert Theodor Georgiis Leitsatz: "Man sollte bemüht sein, der Natur so nahe wie möglich zu kommen, indem man sich vom Naturalismus mehr und mehr entfernt." (Heyde, S. 14). "Per naturam ad artem, per artem ad naturam" steht auf der Kugel der "<a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/354" target="_blank" rel="noopener">Olympia Triumphans</a>". Damit beschreibt Martin Mayer sein künstlerisches Selbstverständnis. Jede seiner etwa dreißig großen Bronzefiguren im öffentlichen Raum wirkt "geradezu gewaltig einfach" (Heyde, S. 29).</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/348">Für mehr (einschließlich 8 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-07-28T09:23:50+02:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:11:12+02:00</updated>
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      <name>Dieter Wunderlich</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der ehemalige Firmensitz der Leonhard Moll AG: Vom Industriegelände zum Kulturzentrum]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Bauunternehmer Leonhard Moll, geboren am 31.07.1870 in Külsheim (Mittelfranken), errichtete 1922 einen Bauhof an der Hansastraße mit Eisenbiegerei, Sägewerk, Zimmerei und Schreinerei und 1929 ein Betonwerk. In den darauffolgenden Jahrzehnten produzierte der Bauhof unter anderem Betonfertigteile für die Sportanlagen der Olympischen Sommerspiele 1972, Stahlbeton-Tübbings für den Bau der U-Bahn, Einmannbunker, Gehwegplatten, Bahnschwellen sowie Betonmasten.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/1dfa88e3c2d29f26b0a7ec94841a522c.jpg" alt="Feierwerk, Gebäude Hansastraße 41, 2012 " /><br/><p>Die heute denkmalgeschützten Gebäude in der Hansastraße 39–41 wurden 1924 als symmetrische Anlage aus höheren Pavillonbauten und niedrigeren Flügelbauten erbaut. In der Hausnummer 39 befand sich das ehemalige Bürogebäude mit Magazin und Montagehalle. In Hausnummer 41 befand sich das Pförtnergebäude und die Kantine, sowie eine Abbindehalle und eine Transformatorenstation. Nachdem Moll mit gerade einmal 24 Jahren am 01.10.1894 sein Baugeschäft gründete, führte er zunächst kleinere Um- und Ausbauten durch. Bereits kurze Zeit später errichtete er jedoch auch Neubauten von Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg realisierte das Unternehmen zahlreiche bedeutende Bauwerke in München. Insgesamt zählen mehrere dieser Bauten bis heute zu den prägenden Elementen des Münchner Stadtbildes. Dazu gehören unter anderem das Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität, die Ludwigsbrücke, das Deutsche Museum, die <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/332" target="_blank" rel="noopener">Großmarkthallen</a>, das Hauptzollamt, das Schwabinger Krankenhaus sowie das Sanatorium in Harlaching. Im Mai 1933 trat Leonhard Moll der NSDAP bei. Daraufhin übernahm das Unternehmen Aufträge für staatliche Bauprojekte, darunter das Haus der Deutschen Kunst. Am 8. Juni 1938 wurde den Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinde in der Obersten Baubehörde des Bayerischen Staatsministeriums per sogenanntem „Führerbefehl“ mitgeteilt, dass die <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/114" target="_blank" rel="noopener">Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße</a> abzubrechen sei. Der Abriss wurde im Juni 1938 durch das Bauunternehmen Leonhard Moll durchgeführt. Trotz der sehr kurzen Frist für den Abbruch einschließlich der Sprengarbeiten gelang es dem Unternehmen, die neue Orgel, die die Israelitische Kultusgemeinde zuvor an das Erzbischöfliche Ordinariat veräußert hatte, auszubauen. Auf Bitten der jüdischen Gemeinde sicherte Leonhard Moll zudem die Kupferbüchse mit den Gründungsurkunden aus dem Grundstein. Sie befindet sich heute wieder im Besitz der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern. Die Rolle des Unternehmens ist auch deshalb besonders ambivalent, weil Leonhard Moll noch 1930/31 den Einbau des Dachstuhls beim Neubau der Synagoge in der Reichenbachstraße ausgeführt hatte. Wie andere deutsche Bauunternehmen erhielt auch Leonhard Moll kriegswichtige Bauaufträge, unter anderem beim Bau von Autobahnen. Leonhard Moll gilt als Profiteur des NS-Regimes, da das Unternehmen zahlreiche prestigeträchtige Großaufträge ausführte. So war die Firma am Ausbau des <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/60" target="_blank" rel="noopener">NSDAP-Parteiviertels am Münchner Königsplatz</a> beteiligt. Auf Münchner Baustellen setzte das Unternehmen während der NS-Zeit in großem Umfang ausländische Arbeitskräfte und Kriegsgefangene ein. Allein 1942 waren in firmeneigenen Lagern in der Hansastraße über 1.100 Zwangsarbeiter sowie rund 70 französische Kriegsgefangene untergebracht. Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erfolgte erst spät. Ab 2000 beteiligte sich das Unternehmen an der „Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und leistete Entschädigungszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Die Rolle des Bauunternehmens Leonhard Moll während der NS-Zeit wird derzeit von der <i>Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e. V.</i> wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse der Studie sollen Anfang 2027 veröffentlicht werden. Aufgrund der NS-Belastung beschloss der Münchner Stadtrat 2014, Leonhard Moll die Ehrung durch einen Straßennamen zu entziehen. Der 1990 nach ihm benannte Leonhard-Moll-Bogen heißt seit 2014 Landaubogen, nach der niederbayerischen Stadt Landau (an der Isar). 1945 wurde das Unternehmen unter die Kontrolle der US-amerikanischen Militärregierung gestellt. Der Firmengründer Leonhard Moll starb im Oktober 1945. Ab 1948/49 ging die Leitung des Unternehmens auf seine Söhne über. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Firma Wiederaufbau- und Instandsetzungsarbeiten, unter anderem am <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/245" target="_blank" rel="noopener">Flughafen München-Riem</a>, im BMW-Werk Karlsfeld sowie an Wohnhäusern, Brücken und Verkehrswegen. In den folgenden Jahren errichtete die Leonhard Moll AG zahlreiche Bauwerke, die das Stadtbild Münchens nachhaltig prägen, darunter die alte Eingangshalle des Hauptbahnhofs, das Gebäude des <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/252" target="_blank" rel="noopener">US-Generalkonsulats</a> und das Haus des Bayerischen Rundfunks, sowie die Sportstätten für die Olympischen Spiele 1972. 1976 verkaufte das Unternehmen seine ehemaligen Betriebsflächen an der Hansastraße an die Landeshauptstadt München; auf Teilen des Geländes entstand zunächst die Internationale Gartenbauausstellung 1983, später der <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/342" target="_blank" rel="noopener">Westpark</a>. Im Zentrum des ehemaligen Moll-Geländes befindet sich heute das Kultur- und Veranstaltungszentrum Feierwerk mit mehreren Konzert- und Ausstellungshallen. Außerdem befindet sich dort das Radio Feierwerk, die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München und die Fachstelle Pop.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/344">Für mehr (einschließlich 3 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-05-27T16:19:20+02:00</published>
    <updated>2026-08-19T09:19:45+02:00</updated>
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    <author>
      <name>Nikita Wilhelm</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Westpark: Ein Park, der Kultur und Kunst vereint]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Heutzutage wird der Westpark als Ort zum Entspannen genutzt. Er bietet aber weitaus mehr, denn er verbindet Gartenkultur und Kunst anderer Länder und war Schauplatz der Internationalen Gartenbau-Ausstellung (IGA) 1983.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/c4fa212851c1d3775991a47f4b7663e7.jpg" alt="Peter Kluska: Entwurfsplan des Westparks, 1979" /><br/><p>Nach den Olympischen Spielen 1972 erlebte München einen Modernisierungsboom und es wurden massenhaft Planungen für Grünflächen entworfen. Besonders Oberbürgermeister Georg Kronawitter (1928-2016) setzte sich mit dem Slogan „Genügend Grünflächen sind für die Stadt so wichtig wie die Luft zum Atmen” dafür ein. 1975 wurde der erste Stadtentwicklungsplan erstellt, der Grünflächen einbezog und ein Netz mit Nord-, Ost-, Süd- und Westpark vorsah. 1976 wurde vom Stadtrat der Grün- und Erholungsflächenplan verabschiedet, welcher das Fundament für die Finanzierung von Bau und Planung des Westparks war. 1976 beschloss der Stadtrat einen Wettbewerb zur Gestaltung des Parks. Ziel war es, den Bürgern im Westen der Stadt den langerwünschten Traum, einen Park zu haben, zu erfüllen und ebenfalls die IGA, die im Jahr 1983 stattfinden würde, nach München zu holen. Der deutsche Landschaftsarchitekt Peter Kluska (1938-2020) gewann 1977 den Wettbewerb, da sein Plan einer „Tallandschaft“, teilweise sechs bis acht Meter unter Geländeniveau, mit zwei Wasserflächen überzeugte. Das hügelige Gelände sollte an die Voralpenlandschaft erinnern. 1977 erhielt München den Zuschlag zur IGA und bereits 1978 begann der Bau. Die Gesamtkosten betrugen circa 112 Millionen Deutsche Mark. Etwa zwei Millionen Kubikmeter Material wurden bewegt, um den 29 Hektar großen Park zu schaffen. Einige Gebäude und Pflanzen aus verschiedenen Kulturen wurden geschenkt, so befinden sich noch heute der japanische Garten als Geschenk der Münchner Patenstadt Sapporo, der chinesische Garten mit Toren und zwei Pavillons, der von der Volksrepublik China gestiftet wurde, eine nepalesische Pagode und ein thailändischer Pavillon mit Buddha-Statue im Westpark. Im Park befinden sich außerdem ein Haus von 1747 aus dem Bayerischen Wald mit Bauerngarten und ein Haus in der Form der Tafelberge Sardiniens, das von Italien gestiftet wurde, sowie Kunstwerke von Johannes Leismüller, Jean Clareboudt und Christian Tobin. Außerdem wurden Spielplätze sowie künstliche Wasserflächen angelegt und 20- bis 40-jährige Bäume gepflanzt, um den zuvor leeren Haufen von Kies mit grüner Fläche zu füllen. 1983 wurde mit der IGA der Westpark eröffnet, der zunächst vom 28. April bis 9. Oktober nur mit Eintrittskarte zugänglich war. Seit Dezember 1983 ist der Park der Öffentlichkeit zugänglich.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/342">Für mehr (einschließlich 7 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-05-05T10:17:18+02:00</published>
    <updated>2026-08-19T09:19:04+02:00</updated>
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      <name>Lukas Sonidis</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Isarphilharmonie: Münchens neuer Konzertsaal]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Mit der Isarphilharmonie bekam München im Jahr 2021 einen neuen, modernen Konzertsaal, der schnell internationale Aufmerksamkeit auf sich zog. In überraschend kurzer Zeit entstand ein Gebäude, das vor allem durch seine hervorragende Akustik und seine klare, moderne Gestaltung überzeugt. Als Teil des Kulturzentrums Gasteig HP8 hat sich die Isarphilharmonie inzwischen fest im kulturellen Leben der Stadt etabliert.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/97a2a5759766dbbc5daa19ef98f0d962.jpg" alt="Der Gasteig HP8 von außen" /><br/><p>Eröffnet wurde die Isarphilharmonie im Oktober 2021. Sie liegt im Münchner Stadtteil Sendling, direkt an der Isar, und gehört zum Ausweichstandort Gasteig HP8. Der Saal dient als Übergangslösung, solange der ursprüngliche Gasteig am Rosenheimer Platz saniert wird. Trotz dieses provisorischen Charakters wurde die Isarphilharmonie von Anfang an als vollwertiger Konzertsaal geplant. Das Foyer der Isarphilharmonie befindet sich in der ehemaligen Transformatorenhalle aus dem Jahr 1926, die Teil des benachbarten Heizkraftwerks Süd ist, und wurde ab 2019 für eine Nutzung durch den Gasteig saniert. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp). Für die Akustik war der international bekannte Akustiker Yasuhisa Toyota mit seinem Büro Nagata Acoustics verantwortlich. Der Konzertsaal bietet Platz für rund 1.900 Besucherinnen und Besucher und ist besonders auf große symphonische Werke ausgelegt. Der Innenraum wirkt bewusst zurückhaltend und ist von dunklen Holzflächen geprägt, die nicht nur das Design bestimmen, sondern auch eine wichtige akustische Funktion erfüllen. Auffällig ist vor allem die sehr kurze Bauzeit von nur etwa eineinhalb Jahren. Viele Kritiken loben die außergewöhnlich gute Klangqualität und betonen, dass die Isarphilharmonie weit mehr ist als nur eine Übergangslösung. Sie gilt vielmehr als gelungenes Beispiel dafür, wie moderne Architektur, hochwertige Akustik und kulturelle Nutzung miteinander verbunden werden können.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/334">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-21T15:34:48+02:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:51:26+02:00</updated>
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      <name>Mathieu Göritz</name>
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