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    <title type="html"><![CDATA[Die Herzogstraße 81: Wohn- und Wirtshaus mit auffälliger Fassade]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Jugendstilbau sticht sofort ins Auge: Über der Rustika im Erdgeschoss des viergeschossigen Wohnhauses schmückt formenreiches Stuckdekor die Fassade. Mittig, unter einem kleinen Baldachin, steht eine Ritterfigur in einer halbrunden Nische.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/3e90a830d561c5a1702117f6f31e5540.jpg" alt="Die Fassade der Herzogstraße 81" /><br/><p>Geplant wurde das 1901 für einen Baumeister errichtete Haus von Adam Walther. Ab 1902 war es im Besitz eines Dekorationsmalers. Im Erdgeschoss wurde schon damals eine Schankwirtschaft betrieben – bis 1940 unter dem Namen „Herzogsalon“, später dann als „Herzog-Kellerei“.
Im Zentrum der sechsachsigen Fassade steht unter einem kleinen Dach in einer Nische die Figur eines Jünglings mit Schwert. Unter ihm öffnet sich eine Bogenform mit reliefierten kleinen Halbsäulen, die die beiden mittleren Fenster des zweiten Stocks unterfängt. In der Mitte, direkt unter dem Jüngling, spannt sich ein Andreaskreuz zwischen den Halbsäulen. Rechts und links, auf den äußeren Rändern dieser bootsartigen Form aus Halbsäulen, werden die beiden mittleren Fenster von zwei roten Gefäßen gerahmt. Es handelt sich um Dreifüße, aus denen stuckierte, spiralförmige Rauchkreise aufsteigen, die sich symmetrisch zwischen den Fenstern des zweiten und dritten Stocks zur Mitte hin auf der Fassade ausbreiten.
Zwischen der äußeren und der zweiten Fensterachse erstrecken sich Ornamente aus senkrechten Linien, kleinen Quadraten und Blütenborten. Sie wachsen jeweils aus einer naturalistisch anmutenden Wurzel empor, die sich zwischen den Fenstern des ersten Stocks nach oben erstrecken. Im Jugendstil wurden solche Formen häufig verwendet, da die Jugendstil-Ornamentik als Reaktion auf die überkommenen Formen des Historismus entstand. Dabei wandte man sich angesichts der Herausforderungen der Industrialisierung und Technisierung dem Organisch-Biologischen zu. Besonders charakteristisch waren dabei neue Linienführungen in Wellen- und Spiralform oder Wurzelmotive.
Die Fassadengestaltung besteht aus vielfältigen Versatzstücken, die keine einheitliche Deutung zulassen. Die Fassade erinnert in ihrem Aufbau, insbesondere aufgrund der Bogenform und der Dreifüße, an die Fassade in der Unteren Grasstraße 6. Da nicht geklärt ist, wer für die Fassadengestaltung in der Herzogstraße 81 verantwortlich war, kann ein Austausch zwischen den Künstlern nicht ausgeschlossen werden.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/216">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-03-19T17:13:48+01:00</published>
    <updated>2025-05-30T16:08:04+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Untere Grasstraße 6: Jugendstil in Giesing]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Haus war ursprünglich mit einer neubarocken Fassade geplant – stattdessen schuf Max Scheidl in Giesing einen Jugendstil-Solitär.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/0de58705a9cd382eca0ab50bf95dec69.jpg" alt="Die Untere Grasstraße 6, Detail der Fassade, 2009" /><br/><p>Das Mietshaus wurde 1903/04 von dem Architekten Hans Thaler (1885–1914) für einen Baumeister errichtet. Die Jugendstilfassade ist mit ornamentalen Stuckformen und Figuren ausgestaltet und stammt von Max Scheidl.
Im Erdgeschoss sind die Zwischenfensterzonen mit reliefierten Rechtecken gestaltet, die an Gesteinsstrukturen erinnern. Im ersten Stock werden diese mittig von stilisierten Wappen mit jeweils drei Blumen überlagert, die in ihrer Form fast geometrisch wirken. Darüber, unter den mittleren drei Fenstern des zweiten Obergeschosses, öffnet sich eine Bogenform mit reliefierten kleinen Halbsäulen, die die Fenster zu tragen scheinen. Dazwischen befinden sich rechteckige Felder mit einer an ein Andreaskreuz erinnernden Form. Das zweite und dritte Obergeschoss werden beidseitig neben dem jeweils ersten Fenster von großflächigen, abgesetzten Wandflächen in antikisierender Gestaltung verbunden. Dort steht auf einem Dreifuß mit Kranz ein Kelch, aus dem dynamisch stuckierte Rauchschwaden aufsteigen. Das mittlere Fenster im vierten Obergeschoss wird von zwei Mandorlen mit weiblichen Genien flankiert, die jeweils ein römisches Horn, ein sogenanntes Cornu, spielen.
Der Architekt Hans Thaler schuf zwischen 1903 und 1912 zehn Jugendstilgebäude in München – darunter im Jahr 1904 die Häuser Untere Grasstraße 1 und 6. Zu weiteren Jugendstilbauten Thalers zählen die Hiltenspergerstraße 15 in der Maxvorstadt, die Friedrichstraße 3 in Schwabing-Freimann, die Fäustlestraße 14 und die Astallerstraße 25 auf der Schwanthalerhöhe sowie in Sendling die Aberlestraße 14 und 21, die Senserstraße 1 und die Lindwurmstraße 177.
Das Haus in der Unteren Grasstraße 6 wurde 1971 restauriert und gewann dafür den Fassadenpreis der Stadt München. Bei diesem Umbau wurde die Farbgestaltung der Fassade verändert. Welche Farbe das Gebäude vor der Renovierung hatte, ist nicht überliefert.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/208">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-02-20T16:03:58+01:00</published>
    <updated>2025-02-21T13:06:25+01:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Römerstraße 15:  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das viergeschossige  Wohnhaus, das im Jahr 1900 von den Architekten Eugen Hönig und Karl Söldner entworfen wurde, fällt besonders durch den ornamentreichen Erker und Zwerchgiebel ins Auge.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/1ae376e7cec99e9b125db04db8ee174b.jpg" alt="Die Fassade der Römerstraße 15" /><br/><p>Das viergeschossige  Wohnhaus, das im Jahr 1900 von den Architekten Eugen Hönig und Karl Söldner entworfen wurde, fällt besonders durch den ornamentreichen Erker und Zwerchgiebel ins Auge.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/205">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-02-06T17:46:59+01:00</published>
    <updated>2025-02-07T14:39:45+01:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Franz-Joseph-Straße 23:  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das 1904 von Max Langheinrich (1869–1923) errichtete Mietshaus hat zwei auffällig gestaltete Fassaden.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/de7cd830f6f139bd9c8c331a79a48232.jpg" alt="Die Franz-Joseph-Straße 23" /><br/><p>Das 1904 von Max Langheinrich (1869–1923) errichtete Mietshaus hat zwei auffällig gestaltete Fassaden.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/204">Für mehr (einschließlich 6 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-02-06T17:31:57+01:00</published>
    <updated>2025-02-06T18:46:46+01:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Widenmayerstraße 25: Ein Doppelmietshaus für den Handschuhfabrikanten]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Fassade mit den vorgelagerten kannelierten Lisenen, zwischen denen kleine halbplastische Tier-Ornamente die Wandfelder zieren, hebt sich deutlich von den anderen Häusern in der Widenmayerstraße ab.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/008dc69c39fcba254a03233be97b67ab.jpg" alt="Widenmayerstraße 25/25a; Doppelhaus, klassizistischer Jugendstil, 2011" /><br/><p>Das symmetrisch angelegte Doppelhaus wurde 1910–11 für den Kommerzienrat Heinrich Roeckl (1867–1950) erbaut, der in dritter Generation Leiter der Leder- und Handschuhfabrik Roeckl München war. Architekten waren Emmanuel von Seidl und Hugo M. Roeckl. Der untere Teil der Fassade ist im neuklassizistischen Stil gehalten und zeichnet sich durch auffällige Ornamente aus. Oberhalb des ersten Obergeschosses schließt diese Fassadengliederung mit einer schmalen Verdachung ab. Darüber ist die Fassade – abgesehen von den für Seidl typischen geschwungenen Giebeln – im Vergleich zum unteren Bereich geradezu nüchtern gehalten. Die beiden Häuser sind durch einen baulich abgesetzten Bereich miteinander verbunden, der im Hochparterre ein großes, mit stilisierten Blumenranken verziertes Holzfenster sowie Balkone in den Obergeschossen aufweist. Rechts und links davon, zwischen den Lisenen und den Fenstern des Hochparterres und des ersten Obergeschosses, befinden sich kleine rechteckige Rahmen mit Reliefs: Auf beiden Seiten sind – von außen nach innen – ein Meerestier, ein Pfau und Vögel in einer Obstschale dargestellt. Rechts außen ist ein Fisch abgebildet, links eine Schildkröte, beide vor einer Etagere mit Obst. Während die Pfauen identisch sind, unterscheiden sich die Vogel-Ornamente: Links handelt es sich um zwei große Vögel in einem Obstkorb, rechts um zwei kleine Vögel auf einer Etagere mit Trauben. Bei der Dekoration der Fassade wurden verschiedene Stile miteinander kombiniert. Die Umkehr und Abwendung von traditionellen Fassadengliederungen sowie die Vermischung unterschiedlichster Stile sind Merkmale des späten Heimatstils, der in den Jugendstil überging und ländliche Elemente aufgriff. Diese Merkmale sind an der Fassade gut erkennbar. Innen ist das Gebäude verschiedenartig gegliedert. Der linke, von außen sichtbare Eingang (heute Hausnummer 25) führte in die Hochparterre-Wohnung. Durch den rechten Eingang (heute Hausnummer 25a) gelangte man in ein rückwärtig gelegenes repräsentatives Treppenhaus, neben dem sich auch der Personenaufzug befindet, der dort schon 1910–11 eingebaut wurde. Die großen Räume der Wohnungen zeugen vom Wohlstand und den sozialen Verhältnissen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Zum Hof hin befand sich im Erdgeschoss ein zweigeschossiger ovaler Tanzsaal, der später entfernt wurde. Im Rückbau lagen die Wohn- und Wirtschaftsräume des Personals sowie ein Kohleaufzug und die Dienstbotentreppe, die eine klare Trennung zwischen den Wegen der Herrschaften und des Personals sicherstellten. Das Haus wurde am 25. April 1944 von einer Brandbombe getroffen und erlitt bei den darauffolgenden Löscharbeiten einen Wasserschaden. Das daraufhin aufgesetzte Notdach wurde 1952–53 durch ein neues Dach mit zwei Dachwohnungen ersetzt. 1959–60 wurden weitere Umbaumaßnahmen durchgeführt: Es wurden Zugänge zu den Wohnungen im Rückflügel über die Haupttreppe geschaffen und der Bereich der ehemaligen Bedienstetentreppe wurde zugunsten von Wohnungen aufgegeben. 1975 wurde die Fassade restauriert und an die Farbigkeit der Entstehungszeit angeglichen und vereinheitlicht.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/203">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-01-23T11:20:28+01:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:13:23+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml</name>
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    <title type="html"><![CDATA[The Kabelsteg bridge: A Jugendstil bridge with a secret function]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>The Kabelsteg is an important protected monument today , but it was originally a by-product of the reconstruction work on the Muffatwerk power station in 1898. At first glance, it might seem like a simple pedestrian bridge, but its purpose extends beyond carrying people across the river.  Hidden beneath its slabs are cables that transmitted energy from the Muffatwerk power station across the Isar to the city center. The bridge itself served as a conduit for these cables. This electricity was essential for powering the street lamps and later also supplied energy for the city´s trams.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/ed286bc3a7cf44339bf1e019ee11a64b.jpg" alt="The Kabelsteg bridge, 2007" /><br/><p>The construction of the 37.50-meter-long and 4-meter-wide two-basket-handle arch bridge, made of reinforced concrete, was based on a design by Adolf Schwiening and Aquilin Altmann from the City Planning Authority (Stadtbauamt). Originally, the bridge was clad with shell-bearing limestone, which was later removed during renovation work. The opening between the two arches reduces weight and improves flood resistance by allowing water to flow through.
The construction was carried out by the Wayss & Freytag company, which was founded in 1875 by Conrad Freytag and later joined by Gustav Adolf Wayss. In 1884, Conrad Freytag acquired a patent for reinforced concrete developed by Joseph Monier  (22.12.1880), marking the beginning of a new era for reinforced concrete in Germany. The company undertook numerous projects during this time and remains active today. Its work can be found all over the world, including the first skyscraper in Buenos Aires – Argentina (<em>Caja Internacional Mutua de Pensiones</em>), and the Imperial Hotel in Karlovy Vary.
The Kabelsteg was the second reinforced concrete bridge built in Munich, following the Ludwig-Ferdinand-Brücke over the Nymphenburg Canal, which was the first.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/199">Für mehr (einschließlich 11 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-12-10T10:02:18+01:00</published>
    <updated>2025-05-30T16:08:18+02:00</updated>
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      <name>Annabel Cuenca</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Trautenwolfstraße 7:  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em> Das viergeschossige Wohnhaus wurde um 1900 errichtet und zeichnet sich durch seine hellgelbe Fassade mit Riffelputz und der Gestaltung des Erkers als Jugendstilbau aus.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/803c6fbed05114e64aa73ef3cdc54a50.jpg" alt="Gesamtansicht der Fassade" /><br/><p> Das viergeschossige Wohnhaus wurde um 1900 errichtet und zeichnet sich durch seine hellgelbe Fassade mit Riffelputz und der Gestaltung des Erkers als Jugendstilbau aus.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/197">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-11-20T17:38:25+01:00</published>
    <updated>2024-11-21T11:51:20+01:00</updated>
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      <name>Jasmin Gierling</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Fassade der Gedonstraße 4–6: Von Bienen und Blumen…und geometrischen Formen]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Unweit des Englischen Gartens in der relativ kurzen Gedonstraße steht eines der Jugendstil-Schmuckstücke von München. Direkt fällt der Schweifgiebel ins Auge, der aufgrund der farbenfrohen und formvielfältigen Gestaltung Mittelpunkt der Fassade ist. Erst auf den zweiten Blick lassen sich als Architekturelemente getarnte Bienen und Blumen erkennen.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/a0ca9e79332e7ff4b69f428364525832.jpg" alt="Blick von der Kaulbachstraße auf die Fassade der Gedonstraße 4–6." /><br/><p>Die Eingemeindung Schwabings (1890) und der rasante Bevölkerungszuwachs seit Mitte des 19. Jahrhunderts führten zu einem regelrechten Bauboom, der die hohe Dichte an Jugendstilbauten insbesondere in diesem Stadtteil erklärt. Einige davon wurden von Martin Dülfer (1859–1942) entworfen, der sich in München um 1900 mit seinen bunten Fassaden und dem Einsatz von einem neuen Formvokabular einen Namen machte. Diese Formen zeichnen sich durch Flächigkeit und zugleich eine dynamische Gestaltung aus. Nicht selten sind sie von der Natur inspiriert. Solche Ornamente sind typisch für den Münchner Jugendstil und werden von Dülfer gezielt an der Fassade eingesetzt, stets jedoch mit ordnenden, traditionellen Architekturelementen gemischt. So entsteht ein gemäßigtes, aber energetisches Gesamtbild.
In der Gedonstraße 4–6 (1903–04) ist die Fassadenfläche weitläufig mit Riffelputz gefüllt. Dieser ist ebenfalls ein immer wiederkehrendes Merkmal an Fassaden um 1900. Die Besonderheit liegt hier darin, dass der Putz selbst schon eine zierende Eigenschaft besitzt, ohne, dass es eines zusätzlichen Ornaments bedarf. Darüber hinaus sind insbesondere die beiden Erker, die Bereiche um die Fenster und der obere Teil der Fassade mit Dekor besetzt. Das Gebäude wurde 2013 restauriert und schmückt die Straße seitdem wieder in der ursprünglichen Farbgestaltung.
Die elegante Silhouette des Schweifgiebels wird durch das mitlaufende Gesims visuell unterstützt. Die Giebelfläche wird hingegen von einem großen Atelierfenster und geometrischen Ornament dominiert. Zwischen den Gitterfeldern in Grüntönen wurden stilisierte blaue Blumen eingelassen. Gleichermaßen markant, wenngleich nicht ob ihrer Farbigkeit, sondern wegen der ungewöhnlichen Gegenständlichkeit, sind die ebenfalls stilisierten Bienen, die sich in die streng geordnete Ornamentfläche einfügen. Aufgrund der Vielzahl und Anordnung erscheinen sie zunächst als architektonisches Element. Jenes Gleichgewicht aus Gegenständlichkeit und geometrischer Abstraktion zeichnet diese Fassade als exemplarischen Münchner Jugendstilbau aus.
Nicht nur in Anbetracht der Architektur ist das Gebäude historisch relevant: Ludwig Quidde, der 1927 den Friedensnobelpreis zusammen mit Ferdinand Buisson erhielt, lebte von 1906 bis zu seiner Emigration 1933 in einer der großzügigen Wohnungen in der Gedonstraße 4. 1945–47 stellte wiederum der Bewohner Josef Müller seine vier Wände wöchentlich für politisch-motivierte Treffen zur Verfügung und gründete 1946 die CSU.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/195">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-11-14T11:33:47+01:00</published>
    <updated>2024-11-14T16:27:59+01:00</updated>
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      <name>Jasmin Gierling</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Mietshaus Leopoldstraße 77: Ein Jugendstil-Prachtgiebel in Schwabing]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Seit 1903 ziert dieses bekannte Jugendstil-Gebäude den belebten Verkehrsknotenpunkt Münchner Freiheit in Schwabing. Der Architekt Martin Dülfer (1859–1942) hat bis zu seinem Ruf 1906 als Professor für das Entwerfen von Hochbauten an die Technische Hochschule Dresden selbst in diesem Haus gelebt. Ein besonderes architektonisches Highlight ist der asymmetrische Giebel und die Farbenpracht des Hauses.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/59fce2010bd919762334a652174e99ec.jpg" alt="Blick von der Münchner Freiheit auf die Fassade der Leopoldstraße 77" /><br/><p>Bei einem Stadtspaziergang durch die Maxvorstadt oder Schwabing lassen sich einige Jugendstilhäuser finden, die von Martin Dülfer erbaut wurden. Der Architekt prägte das Münchner Stadtbild um 1900. Er schuf eine neuartige Formensprache, die sich durch eine vielseitige Farbpalette und vor allem die reduzierte Verwendung von historisierenden Elementen auf der Bauoberfläche auszeichnet. Diese setzte er frei zusammen und löste sich damit von klassischen (und klassizistischen) Vorbildern, die stets eine strenge, geometrische Ordnung aufwiesen. Die Fassade der Leopoldstraße 77 ist daher nicht nur Paradebeispiel der Münchner Jugendstilarchitektur, sondern zeigt auch hervorragend die individuelle Handschrift des Architekten. Das große Mietshaus besitzt vier Etagen sowie ein Dachgeschoss. Es wurde 1964 umgebaut und besaß damals eine blanke Bauoberfläche, die mittlerweile jedoch wieder nach Vorbild der Entwurfszeichnungen rekonstruiert wurde. Das Ecktürmchen und der sich nach Norden vergrößernde Giebel bringen eine rahmende Struktur in den Baukörper. Die Zunahme der Baumasse am Giebel verläuft äquivalent zur leichten Steigung der Straße nach Norden. Irritation ruft das abrupte Ende des Giebels auf der rechten Seite hervor, der durch das Nachbarhaus abgeschnitten wird. Dennoch ergibt sich insgesamt ein harmonisches Gesamtbild der Fassade. Grund dafür ist hauptsächlich die Ornamentik. Sie verleiht der asymmetrischen Fassade eine gewisse Grundordnung und bietet kunstvolle Orientierungslinien zur optischen Erschließung der Fassade. Ausschlaggebend dafür sind vor allem die an Pilaster erinnernden Flächen zwischen den Fenstern. Pilaster sind ein bekanntes Architekturelement, die eine Fassade senkrecht strukturieren. Dazu gehören in diesem Fall die verschiedenförmigen Bäume auf Sockeln und der an Kapitelle erinnernde Ornamentfries. Diese Abkehr von klassischen Kapitellen oder Sockeln, etwa nach vitruvianischer Ordnung, ist Zeugnis der Münchner Jugendstilarchitektur; ebenso das verschlungene, an Blätter erinnernde Ornament auf blauem Hintergrund unter dem Dach und auf dem Giebel, dessen Flächigkeit, dynamische Gestaltung aber auch Referenz auf die Natur als Vorbild typisch für den Münchner Jugendstil sind. Es scheint fast so, als würden die rankenden Blätter den Schweifgiebel nach oben drücken. Dülfer platzierte solche neuen Formen gezielt und gemäßigt und kreierte damit eine moderne, zugleich lebendige und strukturiert wirkende Fassade.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/194">Für mehr (einschließlich 2 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-11-12T10:23:42+01:00</published>
    <updated>2026-03-30T12:45:24+02:00</updated>
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      <name>Jasmin Gierling</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Haus Widenmayerstraße 34: Ein herrschaftliches Wohnhaus an der Isar]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Ab 1893 wurde die Widenmayerstraße zu einer der vornehmsten Wohnstraßen Münchens ausgebaut. Das Haus mit der Nummer 34 gehört zu diesen Häusern, „die in ihrer Einteilung und Einrichtung über das Normale hinausgehen, … um einer an Luxus gewohnten Familie genügen zu können“ (Süddeutsche Bauzeitung XXVI).</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/83539b7a3f26b7e76bf914475bc185f3.jpg" alt="Das Wohnhaus Widenmayerstraße 34" /><br/><p>Das westlich der Isar gelegene Gebäude wurde von 1910 bis 1912 erbaut. Der Entwurf stammte von Ludwig Grothe. Die Fassade ist durch die zwei runden Erker gegliedert, die in den Obergeschoßen vorgelegt sind. Die Zwischenfensterzonen und das Portal sind mit Reliefs des Münchner Bildhauers Josef Köpf verziert. Auffällig ist hierbei, dass die Verzierungen nicht spezifischen Bauteilen zuzuordnen sind, sondern allein der Flächengliederung dienen. Leichte Jugendstil-Elemente wechseln sich an der Fassade mit symmetrisch angeordneten, kantigeren Elementen ab: „Bezeichnend für diese Spätstufe des Jugendstils ist die bei allem Formenaufwand vorherrschende vornehme Diskretion, die besonders in der unplastischen, zarten Reliefwirkung der Wandflächen, aber auch in dem eleganten Gitterwerk der Balkone zum Ausdruck kommt“ (zit. nach Münchener Fassaden, o.S.). Auf jeder Etage des Hauses Widenmayerstraße 34 befand sich eine herrschaftliche Wohnung, die von der Straße aus über das Treppenhaus erschlossen war. Die Bediensteten hatten ihre Quartiere auf der Rückseite des Hauses, wo sich auch die Wirtschaftsräume befanden. Bei den Luftangriffen vom 13. Juli 1944 wurde das Nachbarhaus von Bomben getroffen, der darauffolgende Brand beschädigte auch das Haus Nummer 34. Nach dem Krieg wurden die Fenster durch moderne Kippfenster ersetzt und die Wohnungen durch Aufteilung verkleinert. In den 1990er Jahren wurde auf das Dachgeschoß eine weitere Ebene aufgesetzt und in vier Wohnungen aufgeteilt. 2001/2002 wurde das Haus erneut saniert, um seinen historischen Charakter wieder herzustellen. Dabei wurden neue Gauben aufgesetzt, sowie die Sanierungen der 1950er Jahre rückgängig gemacht, indem man die Teilung der Wohnungen aufhob und sie für die Nutzung als Büroräumlichkeiten anpasste. Die Fassade wurde denkmalschutzkonform rekonstruiert: Die Kippfenster wurden durch Sprossenfenster ersetzt, so dass sich die Fassade heute wieder im ursprünglichen Zustand präsentiert.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/190">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-11-05T10:51:15+01:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:13:38+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Wohngebäude in der Holbeinstraße 10 : „Eines der frühen vollkommen unhistorisch, betont und eigenwillig asymmetrischen Wohnhäuser in München […]“ (Münchener Fassaden, S. 156)]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Auffällig unauffällig reiht sich das Haus mit der Hausnummer 10 in die vielgestaltigen Fassadenfronten der Holbeinstraße ein. Auf den ersten Blick wirkt es völlig uninteressant, schlicht und schmucklos. Tatsächlich ist die Geschichte dieses Hauses ausgesprochen spannend und überraschend. </em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/aeb42ddfc1ad16ee2f9c48be269fb49a.jpg" alt="Schrägansicht des Wohngebäudes der Holbeinstraße 10 aus der Entfernung aufgenommen, Paul Vincent Paravicini, München 1899 " /><br/><p>Im Jahr 1899 wurde das Wohnhaus für Gustav Nassauer, den Expeditionschef der <em>Allgemeinen Zeitung</em> (München) errichtet. Den Entwurf für das sogenannte <em>Haus</em> <em>Nassauer</em> lieferte der Architekt Paul Vincent Paravicini. Im Jahr 1872 geboren, stammte Paravicini ursprünglich aus Frankfurt am Main, wohin er nach seinem Aufenthalt in München zurückkehrte. Die Holbeinstraße 10 ist das einzige von ihm entworfene realisierte Bauwerk in München. In Frankfurt am Main war er aktiver und gestaltete eine deutlich größere Anzahl an Gebäuden.
Früher wie heute ist das Haus in drei Stockwerke und ein Souterrain unterteilt. Ein aufgrund des später errichteten Nebengebäudes kaum erkennbarer vierstöckiger Turm rahmt die rechte Seite des Hauses. Etwa auf halber Höhe der Fassade bricht diese in einem trapezförmigen Erker-Gebilde mit einer Balkonbekrönung aus und wird weiterhin zur Linken von zwei Loggien mit Balustrade weitergeführt, welche sich über die unteren zwei Etagen erstrecken.
Die Fassade wurde zur Zeit der Erbauung in der dritten und vierten Etage sowie im Dachgeschoss von einer besonderen Formation gekrönt: Über die gesamte Breite des Hauses und über beide Stockwerke und auch die Dachschrägen erstreckten sich enorme Atelierfenster, die lediglich vom Kreuzgesims des Hauses unterbrochen wurden. Dadurch konnte die lichtdurchflutete oberste Etage als Atelierraum genutzt werden. Nach oben wurde diese Gestaltung von einer eingezäunten Dachterrasse abgeschlossen.
Die Gestaltung der Eckpfeiler der Dachaltane korrespondierte mit der Einfriedung des kleinen Gartenbereichs. Massive Betonpfeiler mit Eisenstreben zäunen den vorderen Bereich des Grundstücks ein. Ein asymmetrischer Eingangsbogen führte zum Eingangsbereich im Erker, der von einem Glasvorbau überdacht wurde. So entstand eine optische Verbindung mit den Ateliergeschoßen der Fassade.
Obwohl das Haus um 1900 alleine auf einem freien Feld stand, hatte es keine Fenster an den seitlichen Flanken. Es ist daher zu vermuten, dass die heute vorhandene Häuserreihe schon damals geplant war.
Als eines der frühsten Bauwerke in der Holbeinstraße schuf Paravicini mit seinem damals neuartigen architektonischen Konzept ein frühes Beispiel für die Ablehnung historisierender Stile. Auch die eigenwillige Asymmetrie lässt sich in den später entstandenen Jugendstilbauten der Holbeinstraße wiederfinden.
Im Laufe der Jahre wurden an dem Gebäude weitreichende Veränderungen umgesetzt. Darunter zählen unter anderem der Abriss des Glasanbaus am Eingang, von dem sich die Architekten Max Kirschner und Sigmund Weidenschlager für ihre Jugendstilbauten in der Holbeinstraße Nummer 4 und 8 hatten inspirieren lassen, sowie der Umbau des verglasten Atelierdachs, das durch ein Satteldach ersetzt wurde. Der signifikanteste Eingriff an der Architektur des Hauses erfolgte jedoch durch eine Änderung der Fassadengestaltung. Wo früher an der Stelle des ehemaligen Ateliers die große stockwerkübergreifende Fensterfront das Fassadenbild schmückte, sind hier nun vier symmetrisch platzierte Fenster eingebaut. Ebenso wurde der Dachstuhl im Jahr 2002 mit zwei hervorspringenden Dachgauben ausgebaut. Eine wahrscheinliche Ursache für diese einschneidende Veränderung der Fassade ist die Anpassung des Gebäudes an die Nutzung als Mietshaus, wobei kaum Rücksicht auf das ursprüngliche Konzept Paravicinis genommen wurde. Heute ist das Haus der Holbeinstraße 10 denkmalgeschützt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/188">Für mehr (einschließlich 2 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-10-23T16:18:28+02:00</published>
    <updated>2025-09-18T09:05:20+02:00</updated>
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      <name>Hannah Fröbel</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Wohnhaus Nymphenburger Str. 122 : Städtebau-Aktivitäten der Heilmann &amp; Littmann GmbH]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>An der Nymphenburger Straße befindet sich eine Jugendstil-Fassade mit einem Eck-Erker, die Zeugnis einer städtebaulichen Erneuerungsstrategie ist. Zwischen Alfons- und Hedwigstraße wurden 1911 die sogenannten „Heilmann-Häuser“ errichtet. Ihren Namen erhielten die beiden Blöcke durch die ausführende Baufirma Heilmann & Littmann.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/a208861e890682694a7ec5865636e8ce.jpg" alt="Das Wohnhaus Nymphenburger Str. 122 im Jahr 2014" /><br/><p>Der Bauunternehmer Jakob Heilmann (1846–1927) studierte Architektur in Berlin bei Martin Gropius. 1868 kehrte er nach Regensburg zurück und gründete bald darauf, im Jahr 1871, das Baugeschäft J. Heilmann, mit dem er maßgeblich am Bau mehrerer Eisenbahnstrecken beteiligt war. 1877 ließ er sich in München nieder und veröffentlichte 1881 die Schrift „München in seiner baulichen Entwicklung, ein Blick in deren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, in der er seine Ideen zur Stadterweiterung Münchens darlegte. 1892 machte Heilmann seinen Schwiegersohn, den Architekten Max Littmann (1862–1931) zum Teilhaber seiner Firma, die fortan Heilmann & Littmann hieß. Durch Littmanns Entwürfe avancierte sie zu einer der erfolgreichsten und größten Baufirmen Süddeutschlands. In München schuf die Firma Heilmann & Littmann unter anderem Villen in Bogenhausen, das Prinzregententheater, das Hofbräuhaus, die Schack-Galerie und die beiden großen Münchner Kaufhäuser, das Warenhaus Hermann Tietz am Hauptbahnhof und den Oberpollinger in der Kaufingerstraße. Die Häuser an der Nymphenburger Straße zwischen Alfons- und Hedwigstraße wurden allerdings nicht von Littmann selbst, sondern vom Architekten Richard Berndl (1875–1955) entworfen. Berndl war seit 1905 Professor an der Königlichen Kunstgewerbeschule in München. Zu seinen bekanntesten Entwürfen gehört unter anderem das Mozarteum in Salzburg. Die „Heilmann-Häuser“ waren symmetrisch angelegt und durch einen Verbindungsbau miteinander verbunden, um in der Bebauung ein einheitliches Gesamtbild zu erzeugen. Die Freiflächen waren durch Terrassen und Vorgärten mit Gartenhäuschen gestaltet. Die Fassaden sind durch den sogenannten „Münchner Putz“ gegliedert, der aus abwechselnd rauem und glattem Kalkmörtelverputz zusammengesetzt ist. Trotz Protesten wurde das Haus mit der Nummer 120 Anfang der 1970er Jahre abgerissen. Ein Denkmalschutzgesetz, das dies hätte verhindern können, existierte zu dieser Zeit in Bayern noch nicht. Deshalb sind heute nur noch die beiden Eckhäuser, Nymphenburgerstraße 118 und Hedwigstraße 2, sowie das Haus Nymphenburgerstraße 122 erhalten. Am Gebäude Nymphenburger Straße 122 wurde lediglich das Dach des Erkers, der ursprünglich eine Kuppel hatte, entfernt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/185">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-10-16T14:22:26+02:00</published>
    <updated>2026-03-30T13:13:52+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml</name>
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