Das Gedenken an die Veredelung der Natur – Die Marmorexedra, Ende 20. Jh.

Anstelle des baufälligen Apollotempels auf einer von einem Nebenarm des Oberstjägermeisterbachs umflossenen Halbinsel im Hirschangerwald ließ Ludwig I. 1838 nach Entwurf von Leo von Klenze eine steinerne Ruhebank errichten. Diese Marmorexedra ist mit einer monumentalen Inschrift versehen: „Hier wo Ihr wallet da war sonst Wald nur und Sumpf.“ Eine Voraussetzung für die Anlage des Gartens war es, hier – wie auch in dem jenseits der Isar gelegenen Montgelas-Garten – die sumpfigen Isarauen im Überschwemmungsgebiet von Kies und Gestrüpp zu befreien und unzählige Wagenladungen Humus aufzubringen. Erst der 1790 durch Adrian von Riedl am linken Ufer errichtete Damm bändigte die Fluten des Wildflusses Isar. Das Konzept einer grundsätzlichen Verschönerung, Verbesserung und „Veredelung“ „dieser ehemals öden Gegend“ wird im Garten mehrfach thematisiert. | Quelle: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek/Sammlungen, ZI-0953-03-00-Th219624 | Rechte: vorbehalten