Standort des Café Stefanie in der Maxvorstadt im „Staffelbauplan der Kgl. Haupt- und Residenzstadt München“ (Detail) von 1900

Schwabing, Münchens nördlichster und genialster Stadtteil, beginnt am Siegestor und hört auf mit Alimentationsklagen für die Früchte faschingsseliger Atelierfeste. Es besteht in der Hauptsache aus Malern, Spirituskochern, Dichtern, Keilrahmen, Batikschlipsen, Weltanschauungen, Tee, Expressionismen, freier Liebe, unbezahlten Schusterrechnungen, Kleinkunstbühnen, Revolutionären, großen Rosinen, aus Foxtrott, Studentenbuden, Modellen aus Fasching, Ölfarbe, männlichen und weiblichen Kunstbeflissenen beiderlei Geschlechts, aus eingewanderten „Breißen“ und Papierkragen, aus Religionsstiftern, Traumtänzerinnen, der Akademie der bildenden Künste und dem Café Größenwahn in der Theresienstraße." (Kraut 1922, S. 46).

| Quelle: Harvard University, Harvard Map Collection, G6299_M8G44_1900_B7_438891938)