Die Raute findet sich als Gestaltungselement an so mancher Jugendstilfassade in München. Hier ist das Motiv durch die zweifarbige Fassung, die vielen Reliefebenen, aber auch durch das Strudelornament auf den weißen Rauten besonders auffällig. Das typische Ornament des Münchner Jugendstils ist eine kraftvolle Schwungform – der Strudel ist der Gipfel dieser Bewegung. Bei Hermann Obrist etwa, der als Wegbereiter der neuen Kunstströmung in München gilt, taucht diese um einen Kern zirkulierende Form häufig auf. In der Trautenwolfstraße 7 füllen zwei aus dem Strudel wachsende geschwungene Linien die Raute oben und unten aus und kringeln sich in der Spitze in die entgegengesetzte Richtung. | Erstellt von: Jasmin Gierling, 2024