Familiengrabstätte Arthur Menzel (seit 1896, Entwurf nach Heinrich Waderé, gegossen von Cosmas Leyerer)

Bei dem Grabmal der Familie Menzel handelt es sich um ein Frühwerk des neoklassizistischen Bildhauers Heinrich Waderé. Es verbindet christliche und antikisierende Elemente und ist gekennzeichnet von einer bemerkenswerten Feinheit der Gestaltung. Es wurde anlässlich des verfrühten Todes der Gattin Arthur Menzels, Emma Menzel, erworben. Die Ikonographie des Grabmals, das bereits ein Jahr später gesetzt wurde, thematisiert dies: Die Bronzegruppe zeigt zwei Frauen, welche die Allegorien der Liebe und Hoffnung verkörpern. In enger Umarmung an ein schlichtes Kreuz gelehnt, streut die schmerzgebrochene Liebe eine letzte Rose, während die Hoffnung, einer frühen Interpretation des Grabmals zufolge, aufrecht und standhaft die Schwester stützend im Arm, einen reichen Strauß an ewig blühenden Rosen an ihre Brust drückt. Die inhaltliche Aussage wird durch die Inschrift in der Plinthe noch einmal betont: DIE LIEBE IST STARK WIE DER TOD. | Quelle: Claudia Denk und John Ziesemer: Kunst und Memoria. Der Alte Südliche Friedhof in München, Berlin 2014, S. 402.