Wilhelm von Kaulbach, Apotheose eines guten Königs, 1851, Öl/Lw., 220,8 x 132,8 cm

Das Bild wurde von Max II. zum stolzen Preis von 15.000 Gulden erworben. Ludwig Hauff hat es 1864 im zweiten Abdruck seines „Volksbuchs“ über Leben und Wirken Maximilian II., König’s von Bayern so beschrieben: „Man findet sich in ein Heiligthum, an eine geweihte Stätte, in eine feierliche Stimmung versetzt, sowie man dasselbe betritt. Links vom Eingange [...] bemerkt man zunächst ein großes Gemälde: ‚Die Apotheose eines guten Fürsten.‘ Nach dem Entwurfe des berühmten Meisters Wilh. v. Kaulbach von dessen Neffen [tatsächlich dessen Vetter] und Schüler, dem rühmlichst bekannten Friedrich Kaulbach ausgeführt, stellt es einen aus dem Grabe erstehenden Fürsten dar, welcher in einem idealisirten, dem Costüme des St. Hubertusordens gleichenden Gewande zum Himmel emporschwebt. Unten am Grabe liegen in verschiedenen Gruppen, zusammengekauert, die 7 Todsünden; rechts und links umgeben den aufschwebenden Fürsten die 7 tugendreichen Jungfrauen; auf Wolken schweben Engel herab, welche ihm die Hand reichen, um ihn hinauf zu geleiten, und oben, auf den Wolken, am Eingange in den Himmel, sind zu seinem Empfang verschiedene Fürsten bereit, wie Karl der Große, Gottfried von Bouillon, Ludwig der Heilige, u.s.w.“ | Quelle: Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek München | Rechte: CC BY-SA 4.0