Der Max-Joseph-Platz mit (v. l. n. r.) dem Königsbau der Residenz mit dem Sanktuarium, dem Wintergarten Maximilians II. und dem Königlichen Hof- und Nationaltheater, 1916/1923

Luise von Kobell beschreibt in ihren Erinnerungen 1894 rückblickend die Feste und Bankette unter Ludwig II., die zum Teil im Wintergarten seines Vaters stattfanden: „Noch zwei Feste sind in diesem Cyklus zu verzeichnen: der glanzvolle Ball im Palais Luitpold am 5. Mai, und zwei Tage später die Familientafel im Wintergarten Maximilians II. Jener glich diesmal mit seinem Rosenpavillon, aus dem weiße Tauben flatterten, mit den über grüne Hügel und Blumenbosquete schwebenden Genien in kunstvoll magischer Beleuchtung einem Feenhain. Diese Wintergartenfeste, welche Ludwig II. so sehr liebte, hatten wirklich etwas Sinnenberückendes. Ich habe oftmals von den Fenstern unseres rückwärts gelegenen Zimmers in der Residenz diese Lichtsymphonien, die sich gegenüber abspielten, in stiller Bewunderung wahrgenommen.“ (Luise von Kobell: Unter den vier ersten Königen Bayerns. Nach Briefen und eigenen Erinnerungen, Bd. 2, München 1894, S. 182).

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