Die Innenstadt im Wandel
Wie wurde aus der mittelalterlichen Handelsstadt die lebendige Metropole von heute?
Diese Tour durch die Münchner Innenstadt zeigt, wie sich Architektur, Stadtplanung und gesellschaftliches Leben über Jahrhunderte hinweg verändert haben.
Vom historischen Kern rund um den Marienplatz mit dem Neuen Rathaus führt der Weg vorbei an traditionsreichen Orten wie dem Hofbräuhaus, mittelalterlichen Gesundheitsbauten, Ausgrabungsstätten, der Residenz und der Theatinerkirche bis zum Englischen Garten. Historische Fotografien und spannende Hintergrundgeschichten machen sichtbar, wie sich München gewandelt hat, und zeigen die Vielfalt künstlerischen Schaffens von 1295 bis heute.
Das Wandbild des St. Onuphrius am Marienplatz
Ein ägyptischer Heiliger in München
Vermutlich bereits seit dem Ende des 15. Jahrhunderts ziert die Fassade des Hauses Nr. 17 am Marienplatz ein Bild des Münchner Stadtheiligen Onuphrius. Ursprünglich ein ägyptischer Wüstenheiliger und Eremit, geht dessen Verehrung in München bis auf den Stadtgründer Heinrich den Löwen zurück.
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Das Haus des Reichen Almosens
Ihr Kinderlein kommet – zur Ridler-Spende an der Frauenkirche
Einmal pro Woche wurde an diesem Haus neben der Frauenkirche an in Not geratene Familien mit Kindern ein Lebensmittel-Almosen verteilt. Noch heute erinnert eine Steintafel an Martin Ridler, den Initiator dieser Stiftung.
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Der Marienhof
Das Skelett einer Kuh und ein Fischkasten aus Schacht 5
Die älteste Holzbaukonstruktion Münchens diente zunächst als Brunnen, später als Latrine. Anlass für den Umbau war wohl eine Kuh, die auf ungeklärte Weise in den Brunnen geraten war und sein Wasser unbrauchbar machte. Der Schacht ist ein einzigartiges Fundensemble und gibt Auskunft über das Leben der Menschen am Marienhof.
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Das Café Deistler
Ein verschwundenes Café und seine Ausstattung
Die Erinnerungen an ein altes Stadtviertel erwachen mit Hilfe der Archäologie zu neuem Leben. Das Kaffeegeschirr des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Café Deistler berührt die Menschen bis heute.
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Das Hofbräuhaus
Von der Brauerei zum historistischen Bierpalast
Die 1589 gegründete Brauerei des herzoglichen Hofs Wilhelm V. wurde im 19. Jahrhundert vom Platzl nach Haidhausen verlegt, um dort größere Räumlichkeiten für den öffentlichen Ausschank schaffen zu können. Nach Plänen von Max Littmann entstand ein Bauwerk, das mittels historistischer Stilelemente die Tradition des Hofbräuhauses versinnbildlichen sollte.
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Das Münchner Schauspielhaus
Kammertheater für Avantgarde und Kommerz
Der Architekt Max Littmann war mit der Planung des neuen Theaterbaus auf dem versteckt gelegenen Baugrundstück an der Maximilianstraße 34–35 (heute 26–28) betraut. Seine Auftraggeber, die Gebrüder Carl und Arthur Riemerschmid, finanzierten diese Bühne für das Sprechtheater der Schauspielhaus-Direktoren Georg Stollberg und Cajetan Schmederer im Jahr 1901 auf ihrem privaten Grundstück, im…
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Das Ridler-Seelhaus
Nonnen mit einem magischen Bild und einer heiligen Treppe
Im Ridler-Seelhaus lebten ein halbes Jahrtausend Nonnen, die sich um Kranke und Sterbende kümmerten. Für ihren Schutz garantierte das Salva-Guardia-Gnadenbild. Für ihr Seelenheil sorgte eine heilige Stiege, die Ablässe gewährte.
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Das Palais Preysing
Beginn des Rokoko vor den Toren der Residenz
In unmittelbarer Nachbarschaft zur Residenz München befindet sich das ehemalige Adelspalais des Grafen Johann Maximilian IV. Emanuel von Preysing (1687–1764). In nur fünfjähriger Bauzeit von 1723 bis 1728 errichtete Josef Effner (1687–1745) das Bauwerk für den damaligen Oberststallmeister des Kurprinzen Karl Albrecht (1697–1745). Die spätbarocke Fassade und die prunkvolle…
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Das Café Gisela
Gründungsort des FC Bayern München
Der Gedenkstein ist auffällig, das Vereinswappen nicht zu übersehen – aber die Geschichte dahinter ist nicht jedem bekannt, der heute die Jägerstraße/Ecke Kardinal-Döpfner-Straße passiert. Sie ereignete sich am 27. Februar 1900, zu einer Zeit, in der an dieser Stelle der Maxvorstadt noch das „Café Gisela“ beheimatet war, und erzählt die Gründung des FC Bayern München.
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erstellt anlässlich des 38. Deutschen Kongresses für Kunstgeschichte