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    <title type="html"><![CDATA[Die Buchdruckerei B. Heller: Ein Familienunternehmen]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Seit 1879 ist die Buchdruckerei B. Heller Teil der Münchner Druck- und Verlagsgeschichte. In jenem Jahr übernahm Benno Heller (gestorben nach 1934) die J. Schaumberg’sche Druckerei und legte damit den Grundstein für ein Unternehmen, das über Jahrzehnte hinweg eng mit dem jüdischen Kulturleben der Stadt verbunden war.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/52e8a234d8c733705eb104a70835f741.jpg" alt="Die Plinganserstraße 64, 2023." /><br/><p>Die Heller’sche Buchdruckerei hatte ihre Geschäftsräume ab 1883 zunächst in der Innenstadt, in der Herzog-Max-Straße 4. Das Produktionsprogramm der Druckerei umfasste medizinische sowie Kunstpublikationen. Heller, selbst jüdischer Herkunft, druckte auch jüdische Gemeindeschriften wie ab 1913 die Wochenzeitung <i>Das Jüdische Echo</i>, später auch die <i>Bayerische Israelitische Gemeindezeitung</i>, redaktionell betreut von Eugen Schmidt und Ludwig Feuchtwanger, dem Bruder Lion Feuchtwangers. Benno Hellers Sohn Alfred (1885–1955) absolvierte nach der mittleren Reife eine Lehre im väterlichen Betrieb und studierte dann am Buchdruckereitechnikum in Leipzig sowie Staatswissenschaften in München und Tübingen. Bereits 1909 wurde er Teilhaber der Buchdruckerei B. Heller. Nachdem er im Ersten Weltkrieg als Leutnant gedient hatte, übernahm er 1920 die Firma vollständig. Alfred Heller engagierte sich stark für die Ausbildung des Druckernachwuchses: Er war Gründungsmitglied der Münchner Meisterschule für Buchdrucker und unterrichtete dort von 1928 bis 1933.</p><p>1929 verlegte Alfred Heller das expandierende Unternehmen in die Plinganserstraße in Sendling. Das Neurenaissance-Fabrikantenhaus nach Entwürfen von Andreas Ostler wurde 1890 fertiggestellt. Hinter der heute unter Denkmalschutz stehenden Villa befand sich das Betriebsgelände. Dort waren in der Vergangenheit unter anderem eine Samenklenganstalt zur Saatgutherstellung aus Zapfen oder Fruchtkapseln und die Teigwarenfabrik Gebr. Hüther untergebracht. Die Heller’sche Buchdruckerei teilte sich das Firmengelände mit einem Mechaniker und einer Autolackiererei. 1933 wurde die Setzerei der Druckerei Heller von Nationalsozialisten verwüstet, Alfred Heller kurzzeitig inhaftiert. Sein Vater Benno hatte 1934 versucht, nach Palästina zu emigrieren; vermutlich kam er auf der Überfahrt im Mittelmeer ums Leben. Alfred Heller wurde nach den Novemberpogromen 1938 erneut verhaftet. Unter massivem Druck musste er den Betrieb verkaufen; lediglich der Verlag blieb ihm vorübergehend erhalten. Nach fünf Wohnortwechseln infolge antisemitischer Verfolgungsmaßnahmen zwischen 1935 und 1939 versuchten Alfred Heller und seine Frau Friedl 1939 illegal nach Palästina zu fliehen. Sie wurden von den britischen Behörden aufgegriffen und zusammen mit rund 1.500 weiteren jüdischen Flüchtlingen bis 1945 auf Mauritius in einem ehemaligen Polizeigefängnis inhaftiert. Unter dem Pseudonym Dr. Seligman, dem Mädchennamen seiner Frau, verfasste Alfred Heller einen Bericht über diese Flucht, der 1990 posthum erschien. Erst vier Jahre und acht Monate später erreichte das Ehepaar Palästina – Friedl Heller starb dort wenige Tage nach der Ankunft. Alfred Heller arbeitete von Dezember 1945 bis März 1951 als Leiter einer Druckerei in Haifa, zog anschließend nach Jerusalem zu seiner Tochter und eröffnete dort eine kleine Werkstatt, in der er Büttenpapier herstellte.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/325">Für mehr (einschließlich 3 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-03-18T11:31:26+01:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:48:03+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml&amp;#32;&amp;amp;&amp;#32;Betina Pflaum</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Zweibrückenstraße 10: Wohnhaus zweier Kämpfer für schwule Gleichberechtigung]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>In diesem Haus in der Zweibrückenstraße 10 wohnte um 1902 der Homosexuellenaktivist August Fleischmann. Seit 1981 wohnte in demselben Haus auch Gustl Angstmann, eine prominente Figur der Münchner Schwulenbewegung der 1970er- bis 1990er-Jahre. Dank dem Mut Einzelner wie Fleischmann und Angstmann erzielte die LGBTIQ+-Bewegung entscheidende Fortschritte, um in einer nicht immer freundlich gesinnten Gesellschaft akzeptiert zu werden. Die Isarvorstadt ist seit über 100 Jahren bevorzugtes Wohngebiet von Mitgliedern der LGBTIQ+-Gemeinschaft.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/d0de8fa0564aae588a30ebfef94d02d2.jpg" alt="Straßenansicht des Gebäudes in der Zweibrückenstraße 10, 2007" /><br/><p>Hinter der neobarocken Putzfassade dieses typischen Miets- und Geschäftshauses aus dem Jahr 1893 lebten zu unterschiedlichen Zeiten gleich zwei prägende Persönlichkeiten der Münchner Schwulenbewegung: August Fleischmann und Gustl Angstmann. August Fleischmann (1859–1931) war ein früher Vorkämpfer für die Rechte der Homosexuellen, die er als „das dritte Geschlecht“ bezeichnete. Er stammte aus Baden und ließ sich 1888 in München nieder. Fleischmann wurde 1899 wegen des sexuellen Kontakts zu einem anderen Mann inhaftiert. Er verhielt sich nach seiner Entlassung – im Gegensatz zu vielen anderen Verurteilten – nicht still, sondern klärte in zahlreichen Schriften über die Gefahren der Erpressung auf Grundlage des § 175 (Kriminalisierung von Homosexualität zwischen Männern) auf. Im Juli 1902 erschien das erste Exemplar seiner Zeitschrift <i>Der Seelenforscher</i>, die er in seiner Wohnung in der Zweibrückenstraße 10 herstellte. Als dem Einzelkämpfer in den folgenden Jahren kein Erfolg vergönnt war, gab er sein bürgerrechtliches Engagement auf, verließ München und starb in der Nähe von Mannheim. Gustl Angstmann (1947–1998) engagierte sich seit 1971 maßgeblich in der zweiten Münchner Schwulenbewegung. Der Therapeut und politisch aktive Schriftsteller kämpfte in der <i>Homosexuellen Alternative München</i> für die Entkriminalisierung schwuler Beziehungen, für eine tolerante Gesellschaft und für Respekt innerhalb der schwulen Szene. Mit dem autobiografischen Roman <i>Ein ganz normaler Mann</i> stieß er 1982 in die bayerische Literaturszene vor. Angstmann wohnte in den 1980er und 90er Jahren in demselben Haus wie 80 Jahre zuvor sein Vornamens-Vetter Fleischmann. Er starb an den Folgen von AIDS.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/313">Für mehr (einschließlich 6 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:51:47+01:00</published>
    <updated>2026-08-18T13:43:46+02:00</updated>
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      <name>Albert Knoll</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Palais Preysing: Beginn des Rokoko vor den Toren der Residenz]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>In unmittelbarer Nachbarschaft zur Residenz München befindet sich das ehemalige Adelspalais des Grafen Johann Maximilian IV. Emanuel von Preysing (1687–1764). In nur fünfjähriger Bauzeit von 1723 bis 1728 errichtete Josef Effner (1687–1745) das Bauwerk für den damaligen Oberststallmeister des Kurprinzen Karl Albrecht (1697–1745). Die spätbarocke Fassade und die prunkvolle Innenausstattung läuteten eine neue Phase im Münchner Profanbau ein.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/fe34d4d45fb44bd44abc8905a039fc1c.jpg" alt="Fassade an der Residenzstraße, vor 1938." /><br/><p>Der nördlich an die Feldherrnhalle angrenzende Baublock mit reich stuckierten Fassaden geht auf einen Entwurf des Hofarchitekten Joseph Effner zurück. Er war bereits in Paris für Kurfürst Max Emanuel von Bayern (1662–1726) tätig, während dieser im Exil lebte. Als Effner den Kurfürsten 1715 zurück nach München begleitete, bereicherte er das hiesige höfische Bauwesen mit neuen, aus Frankreich importierten Bauideen. Die prachtvolle Ausstattung des Palais mit Stuck und Deckenmalerei wurde von Johann Baptist Zimmermann (1680–1758) beziehungsweise Jacopo Amigoni (1682–1752) realisiert. Zimmermann brach dabei mit den Konventionen der damaligen profanen Palastarchitektur: Er übertrug feingliedrige innenarchitektonische Elemente auf den Außenbau. Als Inspiration dienten ihm die Stadtpaläste in Wien, wie das Palais Schönborn-Batthyány oder das Palais Daun-Kinsky. Die polychrome Fresken Amigonis, die im Inneren die Decken einzelner Räume zierten, sind bereits im 19. Jahrhundert verschwunden, darüber hinaus erlitt das Gebäude im Zweiten Weltkrieg starke Schäden. Ein besonderer Höhepunkt ist das heute frei zugängliche Prunktreppenhaus. Hier verbergen sich in der üppig stuckierten Pflanzornamentik fantasievolle Tier- und Fabelwesen. Schriftlichen Überlieferungen zufolge war an der Decke das Haus Preysing dargestellt, geführt von der Personifikation der Klugheit (Prudentia). Die Gottheiten Minerva und Mars überreichten ihr die Attribute der Gerechtigkeit und des Friedens (Palm- und Olivenzweigen).</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/287">Für mehr (einschließlich 9 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-07T09:16:01+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:51:18+02:00</updated>
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      <name>Lilia Gaivan</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Villa an der Thomas-Mann-Allee 10: Vom Künstlerhaus zum Erinnerungsort]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Schriftsteller Thomas Mann und seine Familie wohnten ab 1910 in Bogenhausen. Zwei Gedenktafeln erinnern daran: am Gebäude Mauerkircherstraße 13 und an der Gartenmauer der Villa an der Thomas-Mann-Allee 10.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/bda2e45f6ae652b0d0227432c6811890.jpg" alt="Die Thomas-Mann-Villa, um 1910" /><br/><p>Am Mietshaus Mauerkircherstraße 13 ist seit 2010 eine Tafel mit folgender Aufschrift angebracht:</p><p>„Der Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger (1929) / Thomas Mann / lebte mit seiner Familie im Haus Mauerkircherstraße 13/II / von Oktober 1910 bis Januar 1914. / Hier entstand die Novelle ‘Der Tod in Venedig‘ (1912).“ 1914 bezogen Thomas und Katia Mann mit ihren vier Kindern Erika, Klaus, Golo und Monika das Haus mit der damaligen Adresse Poschingerstraße 1, heute Thomas-Mann-Allee 10. Die Villa, gelegen im Herzogpark und in der Nähe der Isar, planten die Architekten Alois und Gustav Ludwig. In den folgenden Jahren entstanden hier einige der bedeutendsten Werke Manns, darunter „Betrachtungen eines Unpolitischen“ (1918), „Der Zauberberg“ (1924), „Mario und der Zauberer“ (1930) und die ersten beiden „Joseph“-Romane (1933/34). Am 10. Februar 1933 hielt der Schriftsteller in München einen Vortrag über „Leiden und Größe Richard Wagners“. Von der anschließenden Vortragsreise im Ausland kehrte er auf Warnung seiner Familie nicht mehr zurück, denn im April 1933 kam es zum öffentlichen Protest der Richard-Wagner-Stadt München gegen ihn. Im Mai 1933 wurden die Werke von Heinrich, Thomas und dessen Kindern Klaus und Erika Mann an der Universität München verbrannt. Thomas Mann verlor die deutsche Staatsbürgerschaft und 1937 folgte die endgültige Beschlagnahme seines Besitzes. Die Villa diente von 1938 bis 1940 dem NS-Verein "Lebensborn" als Zentrale. Ein Fliegerschaden vom 25. April 1944 machte das zu diesem Zeitpunkt weitgehend leerstehende Gebäude unbewohnbar. Ab 1945 nutzten russische und ukrainische Familien, bis zu 50 Personen, davon die Hälfte Kinder, das Haus als Unterkunft. 1948 erhielten Thomas und Katja Mann ihren Besitz zurück und ließen das Haus 1952 abreißen. Der Apotheker Otto Roeder erwarb das Grundstück laut Katastereintrag 1953 für 26.000 DM und errichtete auf den alten Fundamenten einen Bungalow. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Anwesen 2002 neu bebaut. Der Neubau orientiert sich in seiner äußeren Gestalt an der ursprünglichen Villa. Auf der 2006 angebrachten Gedenktafel ist zu lesen:</p><p>„AUF EIGENE ART EINEM BEISPIEL FOLGEN. DAS IST TRADITION. / Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Mann (1875–1955) ließ hier 1913 ein Wohnhaus errichten und bewohnte es mit seiner Familie von Januar 1914 bis zum Beginn des Exils im Februar 1933. Der Beschlagnahme des Hauses 1933 durch die Bayerische Politische Polizei folgte 1937 die Enteignung durch das Deutsche Reich und das Land Bayern. Nach der Zerstörung im Krieg 1944 wurde das Haus Thomas und Katia Mann 1948 zurückerstattet. Thomas Mann ließ es 1952 abreißen und verkaufte das Ruinengrundstück. Ein Nachfolgebau (1953–2002) wurde im Jahr 2006 durch die mit der Stadt München vereinbarte äußerliche Rekonstruktion des einstigen Thomas-Mann-Hauses ‚auf eigene Art’ ersetzt.“ Um das Leben und Wirken der Familie Mann zu würdigen, beschloss der Stadtrat der Landeshauptstadt München die Schaffung eines Denkmals; 2019 prämierte eine Fachjury den Entwurf „Straßen Namen Leuchten“ des Künstlers Albert Coers. Dieser greift die biografischen Stationen der Familienmitglieder in München und die Orte ihres Exils auf sowie die literarische Rezeption und Gedenkkultur, die sich weltweit mit dieser außergewöhnlichen Familie auseinandersetzt. Das Denkmal wird ab 9. Dezember am Salvatorplatz beim Literaturhaus München zu sehen sein.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/277">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-10-14T17:49:12+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:43:11+02:00</updated>
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      <name>Karin Bernst</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Villa des Hofschauspielers Richard Stury:  Possartstraße 18]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/88f243e12f7939feb2cabfa4563783a9.jpg" alt="Die Stury-Villa, um 1910" /><br/><p>Die in Ecklage am Shakespeareplatz befindliche Villa, ein reich gegliederter Mansardwalmdachbau in neuklassizistischen Formen mit Erkern, Zwerchhausloggia und Stuckdekor, stammt aus der Zeit um 1910. Das Gebäude und die zwei Gartenpavillons stehen unter Denkmalschutz. Der Hofschauspieler Richard Stury (1859–1928) und seine Ehefrau Gisela (1878–1941) zogen 1912 mit ihren vier Kindern ein. In den „Alt-Münchner Theater-Erinnerungen“ von Alfred von Mensi-Klarbach erfährt man über Richard Stury Folgendes:</p><p>„Den Söhnen des Münchner Postbeamten Stury scheint das Theaterblut mit auf ihren Lebensweg gegeben worden zu sein, denn noch zwei Brüder Richards: Franz Xaver und Max, waren als Schauspieler, Opernsänger und Intendant beim Theater. Das Deklamationstalent Richards gab sich schon auf dem Gymnasium kund. Mit 16 Jahren stellte er sich Possart vor (Anm. d. Verf.: Ernst von Possart, 1841–1921, Buchhändler, Schauspieler, Regisseur, Dramaturg; ab 1873 Oberregisseur an der Königlichen Hofbühne zu München, ab 1878 Schauspieldirektor), der sich von da an für ihn interessierte. Vorerst aber absolvierte er das Gymnasium, studierte auch vier Semester Jus an der Universität seiner Vaterstadt, zugleich aber auch an der Akademie der Tonkunst, um von Regisseur Heinrich Richter vorbereitet, im Dezember 1880 am Coburger Hoftheater als Don Carlos zum erstenmal aufzutreten und von nun an dem Theater treu zu bleiben. Das nächste Jahr ging es nach Darmstadt, dann nach Mannheim.“ [zit. nach Mensi-Klarbach 1924, S. 215] Seit 1887 war Richard Stury festes Ensemblemitglied des Münchner Hof- und Nationaltheaters. Ein Unfall im Jahr 1899 bei einer Aufführung von Faust II beeinträchtigte seine weitere Berufstätigkeit. 1905 beendete er aus gesundheitlichen Gründen sein Engagement am Nationaltheater; anschließend wirkte er vor allem als privater Schauspiellehrer. Von 1913 bis 1927 leitete Richard Stury im Rahmen der Kulturinstitution Freies Deutsches Hochstift in Frankfurt die Münchner Zweiggenossenschaft. Zudem war er Präsident der Münchner Versuchsbühne sowie langjähriges Mitglied und zeitweise Obmann der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger. Richard Stury verstarb 1928 im Alter von 68 Jahren. Ein Teil seines Nachlasses befindet sich seit 1999 in der Monacensia, Maria-Theresia-Straße 23. Die Villa erbte seine Ehefrau Gisela. 1955 waren die Kinder Ludowika Klenke, geborene Stury, Dr. Richard Stury und Gisela Stury als Besitzer im Kataster eingetragen. Der Sohn Richard F. Stury (1911–1999) plante zu Ehren seines Vaters die „Hofrat Richard Stury Stiftung“ zur Förderung der Literatur in München. Erst durch seine Ehefrau Gertrud Stury konnte die Stiftung im Oktober 2002 realisiert werden. Stiftungsobjekt ist das Anwesen Possartstraße 18. Die Stadt München darf es weder verkaufen, vertauschen, versteigern noch mit dinglichen Rechten belasten; zudem verpflichtet sie sich zur Pflege des Grabes von Richard Stury. 2004 wurde die ursprünglich rechtlich unselbständige „Hofrat Richard Stury Stiftung“ in die rechtlich selbständige „Richard Stury Stiftung“ umgewandelt. Die Stiftung vergibt Stipendien an Studierende der Otto-Falckenberg-Schule und der Bayerischen Theaterakademie August Everding; außerdem fördert sie wissenschaftliche und künstlerische Projekte an Museen und Akademien.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/276">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-10-09T18:22:34+02:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:43:45+02:00</updated>
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      <name>Karin Bernst</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Wohnhaus Konradstraße 16: Thomas Mann zu Besuch bei Wilhelm Spiegelberg]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Nachdem sich Thomas Mann und der Münchner Ägyptologe Wilhelm Spiegelberg im Nachgang einer Lesung Manns ausgetauscht hatten, kam es Ende 1927 zu einem ersten persönlichen Zusammentreffen. Thomas Mann erhoffte sich von Spiegelberg Unterstützung und Rat bei seiner Recherche für den Josephs-Roman.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/e0d25658dac864264253f6431ec35a55.jpg" alt="Das Wohnhaus Konradstraße 16" /><br/><p>Spiegelbergs Sohn Herbert (1904–1990) erinnert sich an dieses Zusammentreffen: „Nicht lange nach der Antwort meines Vaters besuchte Thomas Mann ihn um die Teestunde in seinem Studierzimmer in der Konradstraße 16/II für etwa zwei Stunden. Aus dem Bericht meines Vaters nach der Begegnung erinnere ich mich, daß sich dabei herausstellte, daß Thomas Manns ägyptologische Quellen veraltet waren, z.B. das phantasiehafte Werk eines längst verstorbenen Münchner Ägyptologen Franz Josef Lauth. Mein Vater schlug ihm besonders Erman-Ranke, Ägypten, und Adolf Ermans Anthologie <i>Die Literatur der alten Ägypter</i> als beste Einführung vor, vielleicht auch Breasted. Außerdem fragte Thomas Mann meinen Vater, ob es gerechtfertigt sei, den Besuch Josephs so anzusetzen, daß der Sonnenmonotheismus des Echnaton mit dem hebräischen Monotheismus in Beziehung gesetzt werden könne. Mein Vater erklärte ihm nach meiner Erinnerung, daß zwar keine konkreten Grundlagen für eine solche historische Hypothese vorlägen, daß er darin aber keinen genügenden Gegengrund sähe, eine solche Verbindung dichterisch zu entwickeln, da sie nicht unmöglich sei.“ (zit. nach Grimm 1992) Es ist davon auszugehen, dass es in den drei Jahren gemeinsamer Zusammenarbeit bis zu Spiegelbergs überraschendem Tod Ende 1930 zu Gegenbesuchen und weiteren Treffen kam. Das vermutlich letzte Treffen in Spiegelbergs Privatwohnung diente der Reisevorbereitung Thomas Manns. Er schrieb am 25. Dezember 1929: „Sehr verehrter Herr Professor,</p><p>[..]</p><p>Darf ich Sie wohl wieder einmal besuchen? Meine Frau und ich planen nämlich noch für diesen Winter eine Reise nach Ägypten und ich würde mir gern allerlei Rat von Ihnen holen.</p><p>Ihr ergebener</p><p>Thomas Mann“ (zit. nach Grimm 1992) In seinen Erinnerungen schildert Herbert Spiegelberg das Treffen: „Thomas Mann kam kurz danach wieder für einen Teebesuch. Praktische Fragen zur Reiseroute standen diesmal im Vordergrund. Baedekers Ägypten mit den ägyptologischen Informationen von Georg Steindorff war wohl der Haupttext, auf den ihn mein Vater verwies. Auch an den Namen Ludwig Borchardt glaube ich mich zu erinnern. Ferner schlug mein Vater vor, Mitglied der Deutschen Orientgesellschaft zu werden. Auch gab er ihm einen Sonderdruck seiner Studie über „Die Glaubwürdigkeit Herodots im Lichte ägyptischer Denkmäler“. Das Exemplar im Thomas-Mann-Archiv Zürich zeigt viele Anstreichungen und das Wort „Hathor“. Natürlich hatte mein Vater Thomas Mann auch Herodots Ägyptenbericht vorgeschlagen.“ (zit. nach Grimm 1992)</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/267">Für mehr (einschließlich 3 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-08-04T14:08:21+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:38:24+02:00</updated>
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      <name>Roxane Bicker</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Thomas-Mann-Haus: Eine Villa der Weltliteratur]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Haus an der Poschingerstraße 1 im Münchner Herzogpark war ab 1914 Wohnsitz des Schriftstellers Thomas Mann und seiner Familie. In seinen Romanen und Erzählungen jener Zeit spiegelt sich die Lebenswelt des Dichters im Kleinen wie im Großen, doch mit dem Exil ab 1933 ging sie für immer verloren. Nach dem Krieg war das einst so geliebte Haus eine Ruine. Heute steht an seiner Stelle ein moderner Nachbau und eine Gedenktafel hält die Erinnerung wach.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/76bf36db7c217ecf57b40121eda92a98.jpg" alt="Nachbau des Thomas-Mann-Hauses, 2025" /><br/><p>Das Grundstück an der Isar erwarben Katia und Thomas Mann am 25. Februar 1913 und ließen sich darauf von den Architektenbrüdern Alois und Gustav Ludwig eine Villa errichten. Am 5. Januar 1914, Katia weilte gerade zur Erholung in Arosa in der Schweiz, zogen Thomas und die Kinder Erika, Klaus, Golo und Monika von der Doppelwohnung in der nahen Mauerkircherstraße 13 in das neue Haus. Ein paar Jahre später kamen hier die beiden Jüngsten, Elisabeth und Michael, zur Welt. Sie waren es auch, die an einem Herbstnachmittag des Jahres 1929 ins Schlafzimmer ihres Vaters im ersten Stock schleichen durften, um ihn zu wecken und ihm die Nachricht von der Verleihung des Literaturnobelpreises zu überbringen. Das Haus, das die Kinder die „Poschi“ nannten, beschreibt der Biograf Peter de Mendelssohn wie folgt: „Die Haustür befand sich auf der Rückseite des Hauses. Man betrat einen Vorraum mit einer Garderobe, der in eine holzgetäfelte Diele mit hohen Bücherschränken an allen Wänden, einem Kamin und einer Treppe nach oben führte. [...] Von der Diele ging es auf der einen Seite in den Salon, einen dreifenstrigen Raum, in dem der Flügel und Katias Bibliothek standen und in dem sich in einer Ecke der „Besuchsteetisch“ befand, auf der anderen Seite in das große Eßzimmer, das sich auf eine gedeckte Veranda oder Terrasse öffnete. […] Den Mittelteil zwischen Salon und Eßzimmer nahm Thomas Manns geräumiges Arbeitszimmer mit der Flügeltür und der Steintreppe zum Garten ein. Der Schreibtisch stand in der „Rondell“-Wölbung, so daß er von drei Seiten Licht erhielt. [...] „Wenn abends“, so erinnerte sich Erika, „die grünen Samtportieren vor den hohen Fenstern und der Terrassentür geschlossen waren und dafür die Flügeltüren offen standen zwischen Arbeitszimmer und Diele, zeigte der Hausherr sich immer aufs neue entzückt. Denn es gewährte dies Arrangement, wie er häufig verkündete, einen äußerst herrschaftlichen Durchblick.“ (zitiert nach Mendelssohn, 1975/1996, S. 1550–1552). In der Erzählung „Herr und Hund“ von 1919 verewigte Thomas Mann die Spaziergänge mit seinem Hund Bauschan durch die noch ungezähmte Natur entlang der Isar. Ausgangspunkt ist dabei der Blick des Schriftstellers aus dem Arbeitszimmer auf den unruhig im Garten auf ihn wartenden Hund. „Und dann treten wir durch die Gartenpforte ins Freie. Rauschen wie das des Meeres umgibt uns; denn mein Haus liegt fast unmittelbar an dem schnell strömenden und über flache Terrassen schäumenden Fluss, getrennt von ihm nur durch die Pappelallee, einen eingegitterten, mit jungem Ahorn bepflanzten Grasstreifen und einen erhöhten Weg, den gewaltige Espen einsäumen, weidenartig bizarr sich gebärdende Riesen, deren weiße, samentragende Wolle zu Anfang Juni die ganze Gegend verschneit.“ (zitiert nach Große kommentierte Frankfurter Ausgabe 6.1, S. 17–18). Auch im Roman „Der Zauberberg“ von 1924, der in Davos spielt, tauchen immer wieder Gegenstände aus dem Münchner Haus in tragenden Rollen auf. Dem Grammophon, das in der unteren Diele stand und auf dem Thomas Mann seine Lieblingsplatten spielte, ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Bedient wird es vom Protagonisten Hans Castorp, der sich in einem Salon des Sanatoriums Berghof bis tief in die Nacht dem Zauber der Musik hingibt. Das bewegte und tätige Leben in der „Poschi“ währte zwar länger als Hans Castorps Aufenthalt auf dem Zauberberg, aber nach 19 Jahren war es abrupt zu Ende. Elf Tage nach Hitlers Machtergreifung 1933 verließen Thomas und Katia Mann die Villa für eine Vortragsreise und kehrten nie wieder zurück. Fortan lebten sie und ihre Kinder im Exil, in Südfrankreich, in der Schweiz und schließlich in den USA. Thomas Mann war als Gegner der Nationalsozialisten geächtet. Der gegen ihn im Juli 1933 verhängte Schutzhaftbefehl hätte ihn, wäre er damals zurückgekehrt, ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Das Haus im Herzogpark wurde von der Bayerischen Politischen Polizei beschlagnahmt, das Inventar zwangsversteigert, das auf Bankkonten verbliebene Vermögen eingezogen. Sogar die deutsche Staatsbürgerschaft wurde den Manns aberkannt. Sie sollten, außer zu Stippvisiten, nie wieder nach München zurückkehren. Am Ende des Zweiten Weltkriegs war ihr Haus an der Isar nichts mehr als eine verwahrloste Ruine. Nach der Rückerstattung 1948 ließ Thomas Mann das Gebäude 1952 abreißen und verkaufte das Grundstück an einen Apotheker, der auf den alten Grundmauern einen Bungalow errichten ließ. Seit 2006 steht an selber Stelle eine moderne Villa, deren Äußeres das Haus von 1914 in abgeklärten Formen zitiert. Eine vom Thomas-Mann-Forum München an der Gartenmauer angebrachte Gedenktafel erinnert an die Familie Mann und das Schicksal ihres Hauses. Die Villa existiert übrigens noch ein zweites Mal. Ein originalgetreuer Nachbau war für die Dreharbeiten des Dreiteilers „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ von 2001 in der Bavaria Filmstadt entstanden. Heute ist auch dieses Haus verändert, umfunktioniert zum Hotel Fürstenhof der Daily Soap „Sturm der Liebe“. So bleiben nur die Filmtrilogie und einige mit historischen Fotos bebilderte Publikationen, um sich in das Haus Thomas Manns und seiner Familie zurückzuversetzen.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/264">Für mehr (einschließlich 9 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-07-31T12:17:55+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:39:05+02:00</updated>
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      <name>Dr. Dagmar Walden</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Villa Lindenhof:  Das Wohnhaus des Architekten Max Littmann]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/be963da0ecb2365286f1a324bb3e7cb9.jpg" alt="Die Villa Lindenhof, um 1910" /><br/><p>Mit der Villa Lindenhof errichtete sich Max Littmann ein eigenes Wohnhaus in historisierenden Formen. Der reiche plastische Dekor stammt von Heinrich Waderé. Auf einer Tafel, verziert mit Engeln, ist folgende Inschrift zu lesen: „VON MIR ERDACHT – VON MIR ER-BAUT – SOLLST MIR EIN HEIM SEIN LIEB UND TRAUT – A.D. 1902-1903 M.L.“ Trat man vom Speisezimmer des Anwesens in den Garten, gelangte man links direkt in eine Loggia mit Muschelbrunnen. Das Gewölbe der Loggia war mit Groteskmalereien von Karl Throll (1873–1952) geschmückt. Eine Freitreppe führte, vorbei an einem Zierbrunnen mit Putte, in den Garten, wo im hinteren Bereich ein Pavillon stand. Der Eingang zum Gartenpavillon wurde von zwei Karyatiden gesäumt. In der Süddeutschen Bauzeitung, Nummer 13, 31. März 1906, XVI. Jahrgang, wird der Garten recht kritisch beschrieben: „Eine zehn Meter lange, mit Zement ausgekleidete Pfütze ahmt die Verzweigungen des Vierwaldstättersees nach. Sinnlose Schlängelwege irren in allen Ecken umher. Naturhäuschen aus wilden Ästen, hier und da ersetzt durch Gebilde aus Draht, vervollständigen das Bild von Verrottung und Verkommenheit, zu dem der heutige deutsche Hausgarten herabgesunken ist. Zu diesem Bilde passen dann die tönernen Hasen und Rehe und die glasierten Gnomen vortrefflich, durch die der deutsche Gartenenthusiast heute seinen Kunstsinn zu betätigen pflegt.“ 1920 erwarb der Münchner Arzt Gustav Baermann für 510.000 Mark die Villa. Die Kaufmannseheleute Max und Sabine Lieber waren ab 1933 neue Besitzer. Unter der Bezeichnung „Vermögen der abgeschobenen Juden“ kaufte Sofie von Günther, geheime Kommerzienrats- und Generalkonsulswitwe 1938 das Anwesen. 1943 ging die Villa an das Deutsche Reich, Waffen-SS, und 1948, als deren Rechtsnachfolger, durch Übertragungsurkunde des Bayerischen Landesamtes für Vermögensverwaltung und Wiedergutmachung an das Land Bayern. 1953 erfolgte ein Tausch mit der St. Johannis-Freimaurerloge „In Treue fest“ München. Das Gründungsdatum dieser Loge war der 17. Mai 1896. Eines der prominentesten Mitglieder war der Maler Lovis Corinth. Die Freimaurerei beeinflusste seine Werke und immer wieder tauchten freimaurerische Symbolik und Rituale in seinen Bildern auf. Eines der berühmtesten freimaurerischen Bilder ist Corinths „Die Logenbrüder“. Die Auflösung der Loge erfolgte in den 1930er Jahren, 1948 zählte sie wieder 60 Mitglieder. Sie geriet schon bald nach dem Erwerb der Bogenhausener Villa in finanzielle Schwierigkeiten, was mit dem Verlust des Logenhauses endete.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/250">Für mehr (einschließlich 9 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-05-28T14:37:45+02:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:51:39+02:00</updated>
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      <name>Karin Bernst</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Erinnerungszeichen Lindwurmstraße 33: Wegen einer Broschüre denunziert und als Zeuge Jehovas im Konzentrationslager ermordet: Josef Edlmann]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Ein Stolperstein an der Lindwurmstraße 33 erinnert an den Tischler Josef Edlmann. Der Zeuge Jehovas wurde denunziert und starb 1945 im Konzentrationslager Stutthof, nachdem er fast acht Jahre in verschiedenen Lagern gefoltert worden war. Der politische KZ-Häftling Alfred Hübsch berichtet in seinen geheimen Aufzeichnungen über das mutige Verhalten und die Leiden von Josef Edlmann im KZ Dachau.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/6c17de55cbd876633e0ef07356d073ee.jpg" alt="Josef Edlmann mit seiner Tochter Ingeborg, 1935" /><br/><p>Ein Stolperstein an der Lindwurmstraße 33 erinnert an den Tischler Josef Edlmann, der von einem Beamten der Stadt München denunziert wurde. Dem Beamten war bei einem Besuch bei einer Nachbarin der Edlmanns eine biblische Broschüre der Zeugen Jehovas aufgefallen, die sie von Edlmann erhalten hatte. Am 18. Februar 1937 wurde Josef Edlmann um 4.30 Uhr nachts von der Gestapo aus dem Schlaf gerissen und verhaftet. Seine vier Kinder im Vorschulalter sahen ihren Vater nie wieder. Frieda Edlmann, keine Zeugin Jehovas, lehnte es trotz Druck ab, sich von ihm scheiden zu lassen. Nach seiner Gefängnishaft wurde Edlmann 1937 ins KZ Dachau deportiert. Dort hielt der politische Häftling Alfred Hübsch in seinen geheimen Aufzeichnungen fest, Edlmann sei „geschlagen, getreten, gestoßen“ worden, weil er sich weigerte, ein Soldatenlied zu singen. Wiederholt habe er die Prügelstrafe erhalten. Man habe Druck auf die Zeugen Jehovas ausgeübt, einen Vordruck zu unterschreiben, ihre Lehre abzulehnen und Heeresdienst zu leisten. Dadurch hätte sich Josef Edlmann befreien können. Aber er lehnte es, wie die meisten Zeugen Jehovas ab, dem NS-Regime eine Loyalitätserklärung abzugeben. 1939 kam Josef Edlmann ins KZ Mauthausen. Nach acht Jahren Haft starb er 1945 im KZ Stutthof. Die Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas wurde schon wenige Monate nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland verboten. Das Vorgehen gegen sie wurde auch von der Evangelischen und Katholischen Kirche unterstützt. Die Angriffe gegen die Glaubensrichtung bezogen sich auf die Kriegsdienstverweigerung ihrer Angehörigen sowie die Predigt des bevorstehenden Untergangs „der ‚Alten Welt‘ und der sie tragenden Mächte ‚Politik, Kapital und Kirche‘, die scharfe antiklerikale Polemik der Bibelforscher, die Lehre von der Gleichheit der Rassen sowie die ‚Fremdlenkung‘ der Glaubensgemeinschaft aus den USA.“ (Garbe 2018, S. 9) Den Zeugen Jehovas wurde die für die Ausübung ihres Glaubens zentrale Missionstätigkeit untersagt, ihre Schriften wurden beschlagnahmt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/232">Für mehr (einschließlich 3 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-04-17T13:22:09+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:15:22+02:00</updated>
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      <name>Christoph Wilker</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Kaufhaus Heinrich Uhlfelder: Ein Kaufhaus von Münchnern für Münchner ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>„Der Uhlfelder“ war ein echtes Münchner Kaufhaus, das es mit den großen Konkurrenten Tietz und Oberpollinger aufnehmen konnte. 1931 überraschte es seine Kundschaft mit den ersten elektrischen Rolltreppen in der Isarmetropole.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/a74e6e2500214b04dcdfb27f734dfca0.jpg" alt="Rosental mit Kaufhaus Heinrich Uhlfelder, vor 1938." /><br/><p>Nach Hermann Tietz am Bahnhofplatz war das Kaufhaus Heinrich Uhlfelder im Rosental in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das zweitgrößte Warenhaus Münchens. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten, der seine Stammkundschaft hauptsächlich in der Mittel- und Oberschicht besaß, richtete sich das Kaufhaus Heinrich Uhlfelder vorrangig an die einkommensschwächeren Schichten aus dem Kleinbürgertum. Das Kaufhaus ging zurück auf das 1878 von Heinrich Uhlfelder (1853–1928) gegründete Haushalts- und Galanteriewarengeschäft im Rosental 9. Wie viele andere Kaufhausgründungen der Zeit verbuchte es rasch großen wirtschaftlichen Erfolg, so dass bald nicht nur das Sortiment, sondern auch die Verkaufsräume erweitert wurden. Im Jahr 1930 waren darin eintausend Angestellte beschäftigt. Aufsehen erregte der Einbau der ersten elektrischen Rolltreppen Münchens im Jahr 1931, die in die drei Verkaufsetagen hinaufführten. Für sein soziales Engagement erhielt Heinrich Uhlfelder 1924 den Titel eines Kommerzienrats. Im Jahr seines Todes 1928 übernahm sein Sohn Max (1884–1958) die Geschäftsleitung. Mit der Machtergreifung Hitlers 1933 verschlechterte sich die Situation der jüdischen Unternehmerfamilie und ihres Kaufhauses rapide. Immer wieder wurde es zum Ziel antisemitischer Übergriffe. Früh schon bemühte sich Max Uhlfelder um einen Verkauf, erreichte im Sommer 1938 gar den Abschluss eines Vorvertrages mit Vertretern der Hertie GmbH, die 1933 aus der Arisierung des Warenhauskonzerns Hermann Tietz hervorgegangen war. Die für die Genehmigung eines solchen Verkaufs zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK) wie auch das Reichwirtschaftsministerium und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft verweigerten jedoch ihre Zustimmung. Stattdessen wollten sie ein Exempel statuieren und eine vollständige Liquidation des Kaufhauses erreichen. Dem kamen die Ereignisse in der Reichspogromnacht 9./10. November 1938 zuvor. Das Kaufhaus Heinrich Uhlfelder, zu dem Zeitpunkt das einzige noch komplett in jüdischem Besitz befindliche große Warenhaus in der Münchner Innenstadt, wurde geplündert, die Inneneinrichtung – auch die Rolltreppen – nahezu vollständig zerstört und das Gebäude in Brand gesteckt. Ab Dezember 1938 wurde der noch vorhandene Warenbestand sowie das restliche Inventar an verschiedene Einzelhandelsbetriebe veräußert, der erzielte Verkaufserlös, der weit unter dem tatsächlichen Wert lag, von der Oberfinanzdirektion einbehalten. Der von den Behörden betriebene Verkauf der Immobilien zog sich allerdings noch einige Jahre hin, bis die Löwenbräu AG 1943 das Anwesen erwarb. Max Uhlfelder wurde wie viele andere jüdische Unternehmer unmittelbar nach der Pogromnacht verhaftet und zunächst in Dachau inhaftiert, Anfang 1939 nach der schriftlichen Zusicherung, aus Deutschland zu emigrieren, wieder entlassen. Im Sommer 1939 gelang ihm mit seiner Familie die Ausreise nach Indien, 1947 in die USA. Der von ihm ab 1948 unternommene Versuch, das verlorene Münchner Geschäft wie auch das Vermögen und die Immobilien zurückzuerhalten, zog sich mit mehr als 89 Einzelverfahren bis 1971 hin. Nach seinem Tod 1958 setzten seine Nachfahren die Anstrengungen um die Restituierung fort. Bereits 1954 hatte Max Uhlfelder die zu dem Zeitpunkt bereits zurückerhaltenen Grundstücke im Rosental – außer dem einstigen Stammgebäude mit der Hausnummer 9 – zum Vorzugspreis an die Stadt München verkauft, die dort bis 1997 zunächst eine Stadtteilbibliothek und schließlich den Erweiterungsbaus des Stadtmuseums errichtete.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/228">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-04-16T15:34:04+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:14:07+02:00</updated>
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      <name>Heidi Rehn</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Lauervilla in Bogenhausen: Die erste Synagoge Münchens nach dem Zweiten Weltkrieg]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/b0cba461a279369861cb3c0125d9215d.jpg" alt="Die Lauervilla, 2005" /><br/><p>Der Kunstmaler, Unternehmersohn und spätere Farbenfabrikant Friedrich Lauer (1874–1935) kaufte 1911 für 200.000 Mark die Gastwirtschaft Neuberghausen, die östlich der Bogenhausener Kirche St. Georg lag. Seit 1913 steht hier die „Lauervilla“, entworfen vom Architekten Wilhelm Scherer und in Anlehnung an den deutschen Renaissancestil erbaut. Lauer war 1895 als Student der Philosophie und Kunstgeschichte an der Münchner Universität eingeschrieben. Im Jahr 1922 zog er nach Urfahrn am Chiemsee, wo er sich eine weitere Villa errichten ließ. Im Gebäude in Bogenhausen fanden ab Januar 1923 dann die Musterschauen der „Münchner Edel-Messe GmbH“ statt. Gezeigt wurde eine ständig wechselnde Kunstschau sowie hochwertige deutsche Waren aus dem Bereich Haus, Küche, Auto, Bekleidung und Kunsthandwerk. Um die Besucher bewirten zu können, richtete man im Kellergeschoss einen Erfrischungsraum ein. Die Bewirtungsräumlichkeiten baute man mit den Jahren weiter aus, so gab es später auch eine Kegelbahn. Die Erlaubnis zum Vollbetrieb einer Schankwirtschaft wurde schließlich erteilt. Musik- und Tanzveranstaltungen erhielten, wegen der Nähe zur Kirche, nur in Ausnahmefällen eine Genehmigung. 1925 ging die von Friedrich Lauer gegründete Edel-Messe bankrott. Noch im selben Jahr wurde die Villa von der Studentenverbindung Corps Suevia (1803 gegründet, eine der ältesten Münchner Studentenverbindungen) gekauft. 1939 löste sich, mit der „Gleichschaltung“ der Studentenverbindungen, das Corps Suevia auf. Die Stadt München erwarb die Lauervilla für 330.000 Reichsmark zur Unterbringung der „Meisterschule für Mode“. Während des Zweiten Weltkriegs war hier eine Luftschutzschule untergebracht. 1946 überließ man das Anwesen dem Zentralkomitee der befreiten Juden. Hier entstand die erste Synagoge Münchens nach dem Zweiten Weltkrieg. Der zwanzig Meter lange, acht Meter breite und nach Osten ausgerichtete Festsaal wurde zum Betsaal umfunktioniert. Im Keller baute das Zentralkomitee ein rituelles Bad und einen Raum für rituelle Schlachtungen ein. Außerdem konnten bis zu 170 Personen – „displaced persons“ – in der weitläufigen Villa wohnen. Im östlichen Trakt befand sich zudem ein hebräisches Gymnasium und eine jüdische Volksschule und ein Kindergarten. Der Umzug der Synagoge erfolgte um 1975 in die Possartstraße 15. In die leer stehende die Villa zog dann die Städtische Fachschule für Sozialberufe und später die Fachhochschule für Sozialpädagogik ein. Im Gebäude verblieb bis heute im Erdgeschoss eine Städtische Kindertagesstätte. Die übrigen Räume nutzt seit 1993 die Städtische Sing- und Musikschule. Mit Hilfe eines Förderkreises konnte das gesamte Gebäude renoviert und am 27. Februar 2003 der große Konzertsaal feierlich eröffnet werden.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/219">Für mehr (einschließlich 10 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-03-28T15:32:04+01:00</published>
    <updated>2026-08-06T13:43:46+02:00</updated>
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      <name>Karin Bernst</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Bernheimer Schloss in Oberföhring: Eine herrschaftliche Villa und ihre Bewohner]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die im Vergleich zu den Oberföhringer Bauernhäusern noble Villa, die zwischen 1900 und 1901 erbaut wurde, wurde aufgrund ihrer Architektur „Bernheimer Schloss“ genannt. Die wechselnden Bewohner und Nutzungen der Künstlervilla zeugen von ihrer bewegten Geschichte.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/2259786b0031c13f81ef152f7643a09f.jpg" alt="Das Bernheimer Schloss in Oberföhring, um 1930" /><br/><p><b>Johann Parzinger</b> Im Jahre 1899 kaufte Johann Parzinger für 28.000 Mark das Haus der Maurers-Eheleute Jakob und Anna Neuner in Oberföhring, Muspillistraße 19. Auf dem Grundstück ließ er sich 1901 nach dem Entwurf des Architekten Andreas Holzinger eine burgartige Villa mit Atelier errichten. Parzinger, als Sohn eines Kaufmanns in München geboren, begann 1895 mit 18 Jahren sein Studium der Bildhauerei bei Wilhelm von Rümann an der Akademie der Bildenden Künste in München. Parzinger gehörte nicht zu den erfolgreichsten Bildhauern seiner Zeit. Bei den jährlichen Ausstellungen im Glaspalast im alten Botanischen Garten war er einige Jahre mit einem oder zwei Werken vertreten und die Galerie Heinemann am Maximiliansplatz zeigte 1904 und 1905 einige seiner Skulpturen. 1904 tauschte Johann Parzinger seinen Besitz, vermutlich aus finanziellen Gründen, gegen ein Anwesen an der Tegernseer Landstraße ein. Ob die Reliefs an der Westseite seiner Oberföhringer Villa von ihm stammen ist ungewiss. Von 1905 bis 1913 war Blanche von Arschak, Gemahlin des persischen Generals und Kabinetts-Ministers in Teheran, Mirza Reza Khan von Arschak, Besitzerin der Villa (Kaufpreis 97.500 Mark). 1911 ließ sie sich scheiden. Daraufhin ersteigerte 1913 Ernst Bernheimer den Besitz für das Meistgebot von 42.127 Mark und die Übernahme zweier Bankhypotheken zu 54.000 Mark und 10.000 Mark. <b>Die Familie Bernheimer</b> Die Künstlervilla diente den Bernheimers als Sommerresidenz und die Familie hatte viel übrig für die Oberföhringer Bevölkerung. An Weihnachten verteilte der Chauffeur der Bernheimers Geschenke an die ärmeren Oberföhringer Kinder und für manchen Firmling übernahm Frau Bernheimer die Patenschaft. Im Jahre 1905 verlieh der Magistrat der königlichen Haupt- und Residenzstadt München Ernst Bernheimer das Bürgerrecht und im Jahre 1928 wurde er für die Verleihung des Titels eines Kommerzienrates vorgeschlagen. Ein Großteil der jüdischen Familie Bernheimer konnte im Frühjahr 1939 nach England oder in die USA auswandern und so der Verfolgung durch das NS-Regime entkommen. Für die Familie von Ernst Bernheimer war die Auswanderung jedoch aufgrund der Behinderung ihres zweiten Sohnes Karls besonders schwierig. Deshalb wandten sie sich ab 1938 an die Auswanderer-Beratungsstelle in München. Wegen der immer wieder neu zu beantragenden Bescheinigungen, die für die Emigration nötig waren, verzögerte sich ihre Ausreise. Die Familie wohnte zunächst in der Rauchstraße 20, später war sie in einer Pension an der Kaulbachstraße untergebracht, bis sie im Februar 1941 nach Kuba emigrieren konnte. Offiziell war für die jüdische Bevölkerung eine Ausreise aus Deutschland bis zum Erlass des Ausreiseverbots im Oktober 1941 möglich. <b>Die Zeit nach 1945</b> Die Villa von Ernst Bernheimer in Oberföhring wurde im Februar 1940 von dem Treuhänder Hans Wegner an die Arno Fischer Forschungsstätte GmbH verkauft. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Anwesen als Ausweichkrankenhaus. Die Bernheimers gehörten zu den ersten jüdischen Familien, die aus der Emigration nach Deutschland zurückkehrten. Sie konnten ihre frühere Firma wieder übernehmen, Haus und Grundbesitz wurden ab 1948 restituiert. Die Rückerstattung des Bernheimer Schlosses erfolgte 1950, im selben Jahr erwarb die Stadt München die Villa. Nach dem Auszug des Oberföhringer Ausweichkrankenhauses wurden die Räume als Altenheim mit etwa 100 Bewohnern genutzt. <b>Der Verein Condrobs e.V.</b> Am 16. Februar 1978 fand die Eröffnung des Jugendwohnprojekts für drogen- und alkoholgefährdete junge Menschen im Gebäude an der Muspillistraße 19 statt. Die Elterninitiative gegen Drogenmissbrauch e.V. war Anfang der 1970er Jahre gegründet worden. Heute werden in der Einrichtung etwa 20 Jugendliche im Alter zwischen 16 und 22 Jahren betreut.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/218">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-03-25T14:17:03+01:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:54:47+02:00</updated>
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      <name>Karin Bernst</name>
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