Die wiederhergestellte Blickachse in die „Thompson-Wiese“ in der Hirschau, 2005

1799 wurde die Hirschau im nördlichen Teil an den Englischen Garten angeschlossen. Sckell gestaltete auch diesen Bereich als eine durch Blickachsen verbundene Abfolge großer Gartenräume, die jede Begrenzung geschickt kaschieren. Die Hirschau im Norden ist ruhiger und weniger frequentiert als der überlaufene Südteil des Englischen Gartens. Seit 1966 trennt der Mittlere Ring den nördlichen Teil des Englischen Gartens mit der Hirschau nördlich des Kleinhesseloher Sees ab, auch akustisch eine starke Beeinträchtigung der Anlage. Eine Zerschneidung des Südteils des Englischen Gartens durch eine geplante Trambahnstrecke konnte 2024 verhindert werden. Nun steht zu hoffen, dass die Wiedervereinigung der nördlichen und der südlichen Parkhälfte durch eine Eintunnelung des Autobahnrings realisiert wird. | Erstellt von: Michael Degle | Quelle: Michael Degle: Die Hirschau des Englischen Gartens: Raumbildung
mit Gehölzen bei Friedrich Ludwig von Sckell, in: Iris Lauterbach (Hg.): Der Gartenkünstler Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823) und seine Werke: Geschichte und Aktualität, Worms 2025, in: Die Gartenkunst 37, 2025, 1, S. 108.