Überreste des Odeon-Gebäudes, 1946

Luftangriffe 1943 und 1944 hatten das Odeon schwer beschädigt. Es war bis auf die Ziegelmauern ausgebrannt und teils eingestürzt. Teile der baufälligen Nordfassade mussten aus Sicherheitsgründen abgetragen werden. 1951 wurde Josef Wiedemann mit dem Wiederaufbau des ehemaligen Konzerthauses beauftragt, das fortan als Sitz des Bayerischen Innenministeriums dienen sollte. Einige historische Bauelemente, wie die dorischen Säulen im ursprünglichen Saal, konnten in den Neubau integriert oder rekonstruiert werden. Andere, wie die heruntergestürzte ionische Säulenreihe der Galerie, entschied man wegzulassen. Die Außengestalt wurde (größtenteils) originalgetreu wiederhergestellt und somit die städtebauliche Erscheinung des Odeons- und Wittelsbacherplatzes bewahrt. | Quelle: © Bildarchiv Foto Marburg, Aufnahme-Nr. LA 958/4