Ansicht des Grabmals Negrioli und Sendtner von Anselm Sickinger, um 2014

Der Friedhof war ab dem 19. Jahrhundert aufgrund der verschiedenen Interessen, der Funktionen als Begräbnis-, Gedenk- und Kunstort Gegenstand von Debatten zwischen den städtischen und staatlichen Verantwortlichen. Entlang der Hauptwege und Mauern fanden die großen Persönlichkeiten der Stadt anspruchsvolle Ehrengrabmäler, die Hofgesellschaft und Regierungsmitglieder des jungen Königreichs privilegierte, teils zu Kapellen erweiterte Grablegen und das Stadtbürgertum repräsentative Grabstätten. Künstler verliehen dem Friedhof seine ganz spezifische, monumentale Physiognomie. | Quelle: Claudia Denk und John Ziesemer: Kunst und Memoria. Der Alte Südliche Friedhof in München, Berlin 2014, S. 151.