Salon des Grützner-Hauses, um 1902

In beinahe jedem Zimmer befanden sich Kachelöfen – manchmal nur zur Dekoration, da sie schwer in der Wärmeregulation waren. Insgesamt war Grützner trotz seiner Vorliebe für Kunst vergangener Zeiten aufgeschlossen gegenüber modernsten Errungenschaften. Schon 1902 erfolgte die Installation von elektrischem Licht, an den historischen Leuchtern wurden Glühbirnen angebracht und für Atelier und Kneipzimmer neue Leuchter geschmiedet. Dieser Umstand zeigt auch, wie wohlhabend Grützner zu seiner Zeit war – obwohl in München ab 1883 erste Privathäuser mit Elektrizität ausgestattet wurden (ab 1899 mit Elektrizität der Stadtverwaltung), war der Strompreis so hoch, dass sich nur wenige Münchner eine solche Beleuchtung leisten konnten. | Quelle: Fritz von Ostini: Grützner, Bielefeld und Leipzig 1902, S.109.