Das „Stumme Postamt“, ca. 1933

Das „Stumme Postamt“ wurde so genannt, da es immer zugänglich war und nicht von einem Postbeamten besetzt wurde. Die Ausstattung bestand aus vier Telefonzellen, einer runden Sitzbank, einem Schreibpult, einem Briefmarkenautomaten und Fahrplantafeln der Postbusse. Der offene Zugang befand sich an der Ostseite. Während dem Zweiten Weltkrieg wurden hier (laut dem Zeitzeugen und ehemaligen Hausbewohner Hans Werner) von anwohnenden Jugendlichen einige Jahre lang Jazz-Platten auf einem Plattenspieler abgespielt und getanzt. Seit mehreren Jahren befinden sich dort Cafés mit wechselnden Besitzer:innen. | Quelle: Florian Aicher und Uwe Drepper: Robert Vorhoelzer – ein Architektenleben. Die klassische Moderne der Post, Ausst.-Kat. München/Frankfurt a. M., München 1990, S. 81.