Justizpalast, Treppenhaus, um 1905

Die Zentralhalle mit dem Treppenhaus wird von einem Glasdach, das ein gedämpftes Licht ins Gebäudeinnere wirft, überspannt und diente als Hauptverkehrsraum sowie Zugang zu allen Geschossen. Hier offenbart sich die Raumdekoration im neobarocken Stil mit Verwendung von Marmor sowie farbigem Stuckmarmor und durch florale Gewölbestuckaturen. Thiersch zufolge sollte der Bau praktische Bedürfnisse mit dem Schönen verbinden – dem Architekten schwebte dafür noch eine weit prachtvollere Ausstattung vor, für die jedoch die Mittel nicht ausreichten. Der Bau kann als Exemplum für das Zusammenwirken von Baukunst und Bildhauerei, Malerei sowie Kleinkunst angesehen werden und dient als repräsentativer Monumentalbau. | Quelle: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek/Archiv, Th151385 | Rechte: vorbehalten