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    <title type="html"><![CDATA[Der Giesinger Bahnhof: Im Zug der Zeit]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Am 10. Oktober 1898 wurde der Giesinger Bahnhof „auf der grünen Wiese“ an der Strecke vom Münchner Ostbahnhof nach Deisenhofen eröffnet. Der Bahnhof lag damals noch über einen Kilometer von Giesing entfernt. Seit Januar 1901 wird der Bahnhof als „München-Giesing“ bezeichnet.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/d426b040e04774ff06f55e9ff9a8b661.jpg" alt="Bahnhofsgebäude von den Gleisen gesehen, 2008" /><br/><p>Dem Bau der Bahnstrecke und der Eröffnung des Bahnhofs 1898 waren seit 1886 Diskussionen zwischen den Gemeinden an der Strecke und der Generaldirektion der Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen vorausgegangen. Ein Argument der Befürworter des Bahnhofs in Giesing war, dass der Bahnhof mit drei täglichen Zügen nach Deisenhofen Ausgangspunkt für Ausflüge nach Bad Tölz und Holzkirchen sein könnte. In den Anfangsjahren des Bahnhofs wurde dieses Angebot allerdings nicht angenommen, da die Züge vom Ostbahnhof nach Deisenhofen 38 Minuten brauchten – länger als die Fahrt vom Hauptbahnhof ins Voralpenland, die zwar teurer, aber schneller war. Das verbesserte sich 1904, als die Geschwindigkeit der Züge auf 60 km/h erhöht wurde. So wurde der Giesinger Bahnhof zunächst zum Startpunkt für Ausflüge zum Pilzesammeln im Hofoldinger Forst, mit dem weiteren Streckenausbau dann auch für Bergsportler. Auf dem Bahnhofsgelände befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau. Rund 500 polnische, niederländische, ukrainische, jugoslawische, belgische und französische Zwangsarbeiterinnen, die bei der auf Kriegswirtschaft umgestellten Firma Agfa in Giesing Raketenbauteile und Zünder für Flakgranaten herstellen mussten, waren in dem noch nicht fertiggestellten Wohnkomplex an der heutigen Weißenseestraße 7–15 untergebracht. Im Zuge des Baus des S-Bahn-Netzes, das bis zu den Olympischen Sommerspielen in München 1972 fertiggestellt wurde, erhielt der Giesinger Bahnhof zudem einen S-Bahn-Anschluss. Das Bahnhofsgebäude steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Seit 2004 beherbergt es das Stadtteil-Kulturzentrum Giesinger Bahnhof mit Veranstaltungsräumen, dem Archiv des Trägervereins Freunde Giesings und einer Gaststätte.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/346">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-06-17T09:36:39+02:00</published>
    <updated>2026-06-23T09:41:09+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Kunst- und Antiquitätenhandlung A. S. Drey: Aufstieg, internationale Strahlkraft und abruptes Ende einer Kunsthändlerdynastie]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Ausdruck des internationalen Ruhms der Kunst- und Antiquitätenhandlung A.S. Drey war das prächtige Geschäfts- und Wohngebäude, für das die Familie den renommierten Architekten Gabriel von Seidl gewinnen konnte. Mit dem 1911 fertiggestellten Prachtbau schuf er einen der bedeutendsten Kunsthandelsorte im damaligen München. Doch die jüdische Kunsthandelsfamilie geriet ab 1933 unter massiven Druck durch das NS-Regime, musste 1935 das Haus verkaufen und 1936 den Kunstbesitz zwangsversteigern lassen. Die Kunsthandlung wurde „arisiert“ und als „Galerie für Alte Kunst – vormals A. S. Drey“ fortgeführt. Die Familie floh ins Ausland.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/43ebde1d1f2b1558f0d714d603baa328.jpg" alt="Haus Drey, um 1915" /><br/><p>Das heutige Stammhaus der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern war einst eng verbunden mit einer der bedeutendsten Adressen des europäischen Kunsthandels: der Kunst- und Antiquitätenhandlung A. S. Drey. Diese zählte zu den renommiertesten und umsatzstärksten Unternehmen des Münchner Kunstmarkts. 1839 im fränkischen Heidingsfeld durch Aron Schmay Drey (1813–1891) gegründet, übersiedelte die Firma nach einem kurzen Intermezzo in Würzburg 1852 nach München. 1881 nahm Aron seinen Sohn Siegfried (1859–1936) und seinen Schwiegersohn Adolf Stern (1845–1913) als Teilhaber ins Geschäft. 1914 folgten deren Söhne Paul (1884–1953) und Franz Drey (1886–1952) sowie Ludwig (1882–1939) und Friedrich Stern (1888-1936). 1911 ließ sich die Familie von dem renommierten Architekten Gabriel von Seidl (1848-1913) ein repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus errichten – direkt angrenzend an das um 1900 von Friedrich von Thiersch (1852–1921) gebaute „Haus für Handel und Gewerbe“. Das am Maximiliansplatz 7 (heute Max-Joseph-Straße 2) gelegene Gebäude bot im Erdgeschoss auf 1.100 qm Platz für das Geschäft, während im Obergeschoss die Familien Drey und Stern wohnten. Zu ihrer Handelsware zählten insbesondere Altmeister-Gemälde, Skulpturen und wertvolle Gobelins, ein Bestand, den der Kollege Hugo Helbing (1863-1938) in den frühen 1930er Jahren auf etwa 2 Millionen Reichsmark schätzte. International gefragt expandierte die Kunsthandlung und etablierte ein finanzstarkes Firmengeflecht mit Filialen in New York, London, später Brüssel, Den Haag und Paris, was hervorragende Auslandsgeschäfte garantierte. Noch 1927 wurde Siegfried Drey, der auch als Kommerzienrat und Handelsrichter wirkte, zum ersten Vorsitzenden des Verbandes des Deutschen Kunst- und Antiquitätenhandels gewählt. Doch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 endete diese Münchner Erfolgsgeschichte schnell und gnadenlos. Die jüdischen Familien Drey und Stern wurden verfolgt, entrechtet und wirtschaftlich durch immense, fingierte Steuerforderungen unter Druck gesetzt. Siegfried Drey sah sich gezwungen, das Haus zu verkaufen, das die benachbarte Handelskammer 1935 für 1,3 Millionen Reichsmark erwarb. Nach einem Besuch im Münchner Finanzamt und dem Zwang, eine sogenannte Unterwerfungserklärung zu unterzeichnen, starb Siegfried Drey auf dem Rückweg am 8.2.1936 an einem Herzinfarkt. Nur wenig später, am 17./18.6.1936, erfolgte die Liquidationsversteigerung des wertvollen Kunstbestands der Firma bei Paul Graupe (1881-1953) in Berlin. Der Erlös floss direkt an die Finanzbehörde. Unter desaströsen Verkaufsbedingungen „arisierte“ ein weitgehend unbedeutender Kölner Kunsthändler namens Walter Bornheim (1888-1971) die Kunsthandlung, der sie unter dem Namen „Galerie für alte Kunst – vormals A. S. Drey“ zunächst am Ort weiterführte. Die Familien Drey und Stern flohen nach Amerika und England, nur Siegfried Dreys Tochter Luise blieb in München, wurde im November 1941 nach Kaunas in Litauen deportiert und dort ermordet. Auch nach 1945 blieb die Geschichte der Familie Drey schmerzhaft. Im Juni 1947 schrieb Dr. Paul Drey aus New York an die Handelskammer und teilte mit, dass die Familie keine Restitution des Gebäudes verlangen werde. Die Handelskammer sei aus ihrer Sicht ein fairer Verhandlungspartner gewesen. Stattdessen versuchte die Familie, den verlorengegangenen Kunstbesitz aus den Zwangsverkäufen zurückzuerlangen – ein fast aussichtsloses Unterfangen. Das Gebäude nahm während des Zweiten Weltkriegs durch Luftangriffe schweren Schaden, blieb aber Stammsitz der IHK für München und Oberbayern, die es in den 1960er Jahren, 1992 und zuletzt 2012 umfassend renovierte.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/343">Für mehr (einschließlich 11 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-05-21T11:34:45+02:00</published>
    <updated>2026-07-02T13:40:27+02:00</updated>
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      <name>Birgit Jooss</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Grundschule an der Boschetsrieder Straße: Ein Jahrhundert Bildungsgeschichte in München]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Grundschule an der Boschetsrieder Straße gehört seit über hundert Jahren zum festen Bild des Münchner Südens. Das Gebäude wurde zwischen 1902 und 1904 nach Plänen des städtischen Baurats Robert Rehlen errichtet und am 11. April 1904 eröffnet. Damals wuchs der Stadtteil rasant, weil sich im Thalkirchner Oberfeld neue Fabriken ansiedelten und viele Familien zuzogen.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/f9b29ca313aa6048434a01e543eb0c39.jpg" alt="Die Grundschule an der Boschetsrieder Straße" /><br/><p>Der Bau war für seine Zeit ungewöhnlich modern. Neben 29 Klassenzimmern gab es zwei Turnsäle, Werkstätten, eine Kindergartenstation und sogar ein eigenes Schulbrausebad. Die markante Fassade mit dem hohen Ziegeldach prägt das Erscheinungsbild bis heute. Im Ersten Weltkrieg wurde die Schule als Reservelazarett genutzt, im Zweiten Weltkrieg stark zweckentfremdet. So werden in dieser Zeit eine Möbelbergungsstätte sowie Feuerwehr, Sanitätstrupp, Entgiftungstrupp und ein Arbeitskommando im Schulhaus untergebracht. Nach 1945 fand man das Gebäude in schlechtem Zustand vor, doch der Unterricht begann bald wieder, da das Gebäude nicht zerstört worden war. In den Nachkriegsjahren platzte die Schule aus allen Nähten: Zeitweise lernten über 1000 Kinder dort, verteilt auf mehrere Schulen im selben Haus. Seit den 2000er Jahren wurde das Gebäude schrittweise modernisiert und digital ausgestattet. 2012 kamen Ganztagsklassen hinzu, und wegen steigender Schülerzahlen entstand eine Zweigstelle in der Baierbrunner Straße 61. Auch gesellschaftliche Herausforderungen wie der Aufnahme von Flüchtlingskindern oder die Corona-Pandemie bewältigte die Schule mit großer Flexibilität. Heute versteht sich die Grundschule an der Boschetsrieder Straße als lebendiger Lernort, der Digitalisierung, Gesundheit, Leseförderung und projektorientiertes Arbeiten miteinander verbindet.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/339">Für mehr (einschließlich 2 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-28T14:11:32+02:00</published>
    <updated>2026-06-17T10:45:44+02:00</updated>
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      <name>Max Kreilinger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Kirche St. Anton : Neuromanische Pfarrkirche in der Isarvorstadt]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Pfarrkirche St. Anton prägt seit dem späten 19. Jahrhundert die Münchner Isarvorstadt. Als Antwort auf das starke Bevölkerungswachstum errichtet, verbindet sie neuromanische Architektur mit der spirituellen Tradition der Kapuziner. Bis heute bildet sie einen zentralen religiösen und kulturellen Bezugspunkt im Viertel.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/c531504c6aef7d4e852a7763d69d1f32.jpg" alt="In diesem Bild sieht man St. Anton von vorne " /><br/><p>St. Anton entstand zwischen 1893 und 1895 nach Plänen des Architekten Ludwig Marckert (1850-1904), der einen neuromanischen Stil wählte, der sich durch klare Formen, Rundbögen und eine markante Backsteinfassade auszeichnet. Die Kirche wurde für die Kapuziner errichtet, die seit der Gründung des Klosters St. Anton 1847 im Viertel krankenseelsorgerisch tätig waren und den steigenden Zustrom an Gläubigen nicht mehr in der Schmerzhaften Kapelle fassen konnten. Am 10. März 1895 wurde das Gotteshaus durch Erzbischof Antonius von Thoma geweiht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Anlage schwer getroffen: mehrere Brandbomben beschädigten am 3. Oktober 1943 das Dach der Kirche und die große Hitze zerstörte sämtliche Fenster. Auch der Drittordenssaal brannte bis auf seine Umfassungsmauern nieder, und sowohl die Schmerzhafte Kapelle als auch Teile des Klosters wurden ebenfalls von Brandbomben getroffen. In den 1960er Jahren erfolgte im Zuge einer durch das II. Vatikanische Konzil angeregten liturgischen „Purifizierung“ eine umfassende Vereinfachung des Kirchenraums. Dabei wurden Altäre und zahlreiche dekorative Ausstattungen entfernt, darunter das Apsisgemälde und die Malereien des Hochschiffs. Als neues gestalterisches Element erhielten die Apsisfenster Glasmalereien des Künstlers Alfred Schöpffe (1917-1992). Ende der 1980er-Jahre wurden im Zuge einer umfassenden Renovierung farbige Bändermalereien an Wänden und Gewölbe angebracht, um an die frühere bunte Gestaltung der Kirche zu erinnern. Ende der 1990er-Jahre konnten zwei der Farbentwürfe der ursprünglichen Hochschiffmalereien von dem Wiener Maler Josef Kastner (1844-1923) mithilfe von 28.000 Mark Spenden erworben werden. Diese sind nun in einer Seitenkapelle zu besichtigen und zeigen Szenen aus dem Leben der Kirchenpatrone Antonius von Padua und Laurentius von Brindisi. Trotz dieser Eingriffe bewahrt St. Anton ihren historischen Charakter. Ihre Lage gegenüber dem Alten Südfriedhof und ihre enge Verbindung zum Kapuzinerkloster machen sie zu einem wichtigen spirituellen und stadtgeschichtlichen Ort.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/335">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-21T15:53:25+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:18:20+02:00</updated>
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      <name>Paul Pfalzgraf</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Münchner Großmarkthalle : Frischemarkt in Sendling]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Seit mehr als 100 Jahren erwerben Großhändler, Einzelhändler und Gastronomen frisches Gemüse, regionale oder exotische Früchte, verschiedenste Blumen aus ganz Europa und diverse Backwaren am Großmarkt in München Sendling. Seit 1912 sind die Verkaufshallen beinahe jede Woche geöffnet und versorgen täglich zehntausende aus München und Umgebung. Aufgrund des ständigen Wachstums der Stadt verliert die Großmarkthalle langsam an Relevanz, sie hat sich jedoch bereits als ein wichtiges Stück Münchner Stadtgeschichte etabliert.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/477ca010e10d659c4a3a1957406bf129.jpg" alt="Postgebäude und Werkstätte der Großmarkthalle" /><br/><p>Bereits 1893 begann die Planung eines Großmarktes in München. Aufgrund des massiven Anstiegs an Südimporten musste neben dem Viktualienmarkt eine Ausweichmöglichkeit geschaffen werden. Der Architekt Richard Schachner, welcher in München bereits durch seine Klinikbauten überzeugte, leitete auch dieses Projekt. Zwischen 1909 und 1912 wurde dann eines der größten Münchner Eisenbetonbauprojekte seiner Zeit fertiggestellt. Zum Zeitpunkt der Eröffnung am 14. Februar 1912 gab es die Hallen 1 bis 5, das Direktionsgebäude, einen Dienstwohnungskomplex, die Gaststätte Großmarkthalle, die Poststelle und den Fruchthof, der sich jedoch nicht auf dem Hauptgrundstück befindet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Großmarkthalle bei einem Luftangriff am 7. September 1943 schwer beschädigt. Lediglich Halle 1 blieb, ausgebrannt, bestehen. Ab 1950 wurden die zerstörten Gebäude wieder aufgebaut.  Heute gibt es noch 17 weitere Gebäude. Darunter sind die Hallen 10 und 23, welche zwar der <i>Großmarkthalle GMH</i> gehören und von ihr verwaltet werden, aber an einzelne Großhändler weitervermietet werden. Einige der Gebäude, die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurden, basieren auf Entwürfen des Architekten Karl Meitinger. Die gesamte Grundstücksfläche beträgt circa 310.000 m², davon sind knapp 90.000 mit heute 30 Gebäuden bebaut. Außerdem sind die Außenmauern des Grundstücks teilweise für Graffiti und Street Art freigegeben. Die Relevanz der Großmarkthalle war früher wie heute hoch: Vor 100 Jahren garantierte sie eine stabile Grundversorgung der Stadt, heute sorgt sie für kurze Lieferketten und frische Lebensmittel.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/332">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-21T11:56:21+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:18:49+02:00</updated>
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      <name>Henri Gogov</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Deutsche Verkehrsmuseum München: Von der Messehalle zum Museum]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Am Bavariapark entwarf der Architekt Wilhelm Bertsch vor mehr als 100 Jahren die drei Messehallen, die seit 2003 das neue Deutsche Verkehrsmuseum beherbergen. Hier findet man die Geschichte der Mobilität aus Deutschland der letzten Jahre.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/10f85d6f53b69c6b906c076add68051a.jpg" alt="Das Verkehrszentrum des Deutsches Museums in München, Haupteingang, 2023" /><br/><p>1908 wurde der Ausstellungspark mit drei Ausstellungshallen, Theater, Restaurant und eigenem Park oberhalb der Theresienwiese eröffnet. Die Hallen I und II sind Eisenskelettbauten, Halle III eine Eisenbetonkonstruktion. In den Hallen fanden bis 1998 Gewerbeausstellungen und Messen, aber auch Kulturveranstaltungen, wie die Uraufführung von Gustav Mahlers 8. Sinfonie statt. Seit den 1920er-Jahren nahmen die Fachausstellungen zu, weshalb insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg weitere Gebäude errichtet wurden. Als diese nicht mehr ausreichten, beschloss der Stadtrat gemeinsam mit der Bayrischen Staatsregierung einen Umzug der Messe München nach Riem. Heute sind nur noch drei der historischen Messehallen erhalten. Das deutsche Verkehrsmuseum in München ist ein Teil des Deutschen Museums und befindet sich seit 2003 in den historischen Ausstellungshallen, in denen früher auch Verkehrsausstellungen stattgefunden hatten. Dafür wurden Objekte aus der Sammlung des Deutschen Museums aus den Depots und von der Museumsinsel an den neuen Standort gebracht. Das Verkehrszentrum wurde gegründet, um die Entwicklung von Verkehr und der zugehörigen Technik in Deutschland zu zeigen. Besonders die Eisenbahn spielte dabei eine wichtige Rolle. Viele der ersten Ausstellungsstücke stammen aus der Zeit der Industrialisierung. Das Museum soll nicht nur informieren, sondern auch begeistern und Wissen leicht verständlich machen, daher wurde es im Laufe der Jahre immer weiter ausgebaut. Neue Abteilungen zum Straßenverkehr kamen dazu. Besucher können Dampfloks, Motorräder und alte Autos aus der Nähe betrachten und sie teilweise sogar betreten. Es veranschaulicht Zusammenhänge zwischen Technik, Gesellschaft und Umwelt. Durch Sonderausstellungen wird das Thema Verkehr immer wieder neu dargestellt, zum Beispiel durch den PKW-Fahrsimulator.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/327">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-08T10:17:50+02:00</published>
    <updated>2026-05-21T11:19:20+02:00</updated>
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      <name>Felix Geiger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Bahnbetriebswerk Thalkirchen: Zwischen Dampf und Strom]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Betriebswerk Thalkirchen war lange Herzstück der Isartalbahn. Gegründet 1891, erlebte es den Übergang von Dampf- zu Elektroantrieb und ist als Bauensemble im ins 21. Jahrhundert weiterhin sichtbar und erzählt viel über die Geschichte der Münchner Lokalbahn.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/2cb4ee127d357649015fc80f6b9bcc12.jpg" alt="Ehemalige vierständige Reparaturwerkstätte" /><br/><p>Das Betriebswerk entstand zur Eröffnung der Isartalbahn am 10. Juni 1891. Es lag zwischen den Haltestellen Thalkirchen und Maria‑Einsiedel und diente als Hauptwerkstätte der LAG (Lokalbahn AG). Anfangs standen dort sieben Dampflokomotiven. Ein fünfständiger Rundlokschuppen formte das Gelände. Am 15. Januar 1900 kamen die ersten Triebzüge in München zum Einsatz. Dafür baute man eine dreigleisige Triebwagenhalle und ein kleines E‑Werk zur Stromversorgung. Dampf‑ und Elektrofahrzeuge fuhren eine Zeit lang parallel. Das stellte Werkstatt und Personal vor neue Aufgaben. Ab 1. Januar 1952 wurde das Bw (Betriebswerk) Thalkirchen als Außenstelle dem Bw München Ost unterstellt. Vier Jahre später, 1956, wurde das Betriebswerk aufgehoben. Teile der Gleisanlagen blieben noch bis 1964 erhalten. Einige Gleise erinnern noch an die frühere Nutzung des Geländes. Zwischenzeitlich befand sich dort auch ein Spielplatz, der mittlerweile aber wieder abgebaut wurde. Einige Gebäude, etwa der Rundlokschuppen, das Kesselhaus und die Triebwagenhalle, überdauerten und stehen heute als Baudenkmäler in der Bayerischen Denkmalliste. Zwischen 2014 und 2015 wurden Teile des Geländes saniert und gewerblich genutzt. Heute erinnert die ehemalige Trasse mit Radweg und Parkflächen an die Zeit, als früher hier Züge das Isartal verbanden. Die Spuren sind sichtbar und so bleibt die Geschichte greifbar.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/323">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-03-18T10:00:54+01:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:24:22+02:00</updated>
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      <name>Philip Nätscher</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Zweibrückenstraße 10: Wohnhaus zweier Kämpfer für schwule Gleichberechtigung]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>In diesem Haus in der Zweibrückenstraße 10 wohnte um 1902 der Homosexuellenaktivist August Fleischmann. Seit 1981 wohnte in demselben Haus auch Gustl Angstmann, eine prominente Figur der Münchner Schwulenbewegung der 1970er- bis 1990er-Jahre. Dank dem Mut Einzelner wie Fleischmann und Angstmann erzielte die LGBTIQ+-Bewegung entscheidende Fortschritte, um in einer nicht immer freundlich gesinnten Gesellschaft akzeptiert zu werden. Die Isarvorstadt ist seit über 100 Jahren bevorzugtes Wohngebiet von Mitgliedern der LGBTIQ+-Gemeinschaft.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/d0de8fa0564aae588a30ebfef94d02d2.jpg" alt="Straßenansicht des Gebäudes in der Zweibrückenstraße 10, 2007" /><br/><p>Hinter der neobarocken Putzfassade dieses typischen Miets- und Geschäftshauses aus dem Jahr 1893 lebten zu unterschiedlichen Zeiten gleich zwei prägende Persönlichkeiten der Münchner Schwulenbewegung: August Fleischmann und Gustl Angstmann. August Fleischmann (1859–1931) war ein früher Vorkämpfer für die Rechte der Homosexuellen, die er als „das dritte Geschlecht“ bezeichnete. Er stammte aus Baden und ließ sich 1888 in München nieder. Fleischmann wurde 1899 wegen des sexuellen Kontakts zu einem anderen Mann inhaftiert. Er verhielt sich nach seiner Entlassung – im Gegensatz zu vielen anderen Verurteilten – nicht still, sondern klärte in zahlreichen Schriften über die Gefahren der Erpressung auf Grundlage des § 175 (Kriminalisierung von Homosexualität zwischen Männern) auf. Im Juli 1902 erschien das erste Exemplar seiner Zeitschrift <i>Der Seelenforscher</i>, die er in seiner Wohnung in der Zweibrückenstraße 10 herstellte. Als dem Einzelkämpfer in den folgenden Jahren kein Erfolg vergönnt war, gab er sein bürgerrechtliches Engagement auf, verließ München und starb in der Nähe von Mannheim. Gustl Angstmann (1947–1998) engagierte sich seit 1971 maßgeblich in der zweiten Münchner Schwulenbewegung. Der Therapeut und politisch aktive Schriftsteller kämpfte in der <i>Homosexuellen Alternative München</i> für die Entkriminalisierung schwuler Beziehungen, für eine tolerante Gesellschaft und für Respekt innerhalb der schwulen Szene. Mit dem autobiografischen Roman <i>Ein ganz normaler Mann</i> stieß er 1982 in die bayerische Literaturszene vor. Angstmann wohnte in den 1980er und 90er Jahren in demselben Haus wie 80 Jahre zuvor sein Vornamens-Vetter Fleischmann. Er starb an den Folgen von AIDS.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/313">Für mehr (einschließlich 6 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-19T15:51:47+01:00</published>
    <updated>2026-07-09T11:47:37+02:00</updated>
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      <name>Albert Knoll</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Stimmrechtsdemo am 24. September 1912: Eine Kutschfahrt für das Frauenwahlrecht]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Seit 1902 existierte der „Deutsche Verein für Frauenstimmrecht“, in Hamburg gegründet von den Frauenrechtlerinnen Anita Augspurg (1857–1943) und Lida Gustava Heymann (1869–1943). Zehn Jahre später organisierten sie für den „Bayerischen Stimmrechtsverein“ einen Kongress in München. Die Veranstaltung begann mit einer Kutschfahrt durch die Straßen der Stadt. Vorbild waren die Kampagnen der englischen Suffragetten ab etwa 1900. Tausende Frauen setzten sich in England regelmäßig mit großen Demonstrationen und Streiks für ein Frauenwahlrecht ein. Augspurg und Heymann hatten 1908 in London selbst an einer Kundgebung teilgenommen. Solch eine Demonstration wollten sie ein Jahr später im Deutschen Reich organisieren, in Berlin erhielten sie dafür aber keine Genehmigung.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/3a58d319e37aa26eead217b7f658ddbe.jpg" alt="Die Teilnehmerinnen versammeln sich vor Antritt der Wagenfahrt beim Großwirt. " /><br/><p>Aber in München war es möglich. Am Morgen des 24. September 1912 trafen sich die Kongressteilnehmerinnen vor dem Großwirt in Schwabing. „... zwölf von Rappen oder Schimmeln gezogene, mit Laubgirlanden, Fahnen und Plakaten geschmückte Wagen fuhren durch die Hauptstraßen, den einen zur Freude, den anderen zum Ärger und Spott. Viele Frauen, die keine Versammlungen besuchten, und Münchner Männer, die ihre Politik am Biertische trieben, erfuhren an dem Tage zum ersten Mal, daß Frauen aus ganz Deutschland das Stimmrecht forderten.“ So erzählt Lida Gustava Heymann in ihren Erinnerungen. Die Wagen waren in den Farben der Suffragetten (weiß, grün und violett) geschmückt. Die Route führte vom Feilitzschplatz zum Siegestor und durch den Englischen Garten zum Chinesischen Turm. Das „Berliner Tageblatt“ berichtete zwei Tage später über die „... wirkungsvolle Demonstration für das Frauenstimmrecht. ... Die Münchener Bevölkerung, die in ihrer angenehm zurückhaltenden Art jeden tun und treiben läßt, was er will, erhob keinen Protest. Man begegnete vielen neugierigen Blicken, so manch alter ‚Bierphilister‘ erstarrte wie Lots Frau fast zur Salzsäule. Die meisten Männer lächelten teils spöttisch, teils belustigt, einige auch freundlich. Einige alte Herren, unter ihnen ein bayerischer Reichsrat, und eine Gruppe Studenten begrüßten den Zug mit höflicher Anerkennung. ... Dazwischen gab es auch einige spöttische Zurufe wie: ‚Das sind solche, die keinen Mann gekriegt haben!‘ In manchem Frauenantlitz sah man ein stilles Leuchten aufgehen, und als an einer Wegkreuzung gehalten werden mußte, trat eine Frau des Arbeiterstandes an unseren Wagen heran und sagte: ‚Wie schön ist es, daß die reichsten Damen jetzt auch für uns arbeiten wollen!‘, worauf ihr erwidert wurde, daß die Frauenstimmrechtlerinnen alles arbeitende Frauen seien, die eben für ihre weniger gut gestellten Schwestern eintreten wollten.“ Zum Abschluss gab es ein Frühstück im Chinesischen Turm mit bayerischen Genüssen, wie Radi, Weißwürste und Kraut. Der eigentliche Kongress fand anschließend in den Prinzensälen des <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/304" target="_blank" rel="noopener">Café Luitpold</a> statt. Es dauerte noch bis zur Revolution 1918/1919, bis ihre Forderungen umgesetzt wurden: In der Nacht des 8. November 1918 verkündete Kurt Eisner für Bayern das allgemeine aktive und passive Stimmrecht – erstmals galt es für alle Frauen und Männer. Anita Augspurg, geboren in Verden/Aller, kam 1886 nach München und betrieb mit ihrer Freundin Sophia Goudstikker das äußerst erfolgreiche <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/26" target="_blank" rel="noopener">Fotoatelier Elvira</a>. Nach der Gründung des „Vereins für Fraueninteressen“ 1899 studierte sie Jura in Zürich und wurde die erste promovierte Juristin Deutschlands. Sie setzte sich von da an mit ihrer Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann für Frauenrechte ein. Ab 1915, nach dem 1. Internationalen Frauenfriedenskongress in Den Haag, galt ihr Engagement der Friedensbewegung. Beide Frauen mussten 1933 Deutschland verlassen und starben im Exil in Zürich. Dort liegt auch ihr Grab.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/307">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-18T15:53:43+01:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:25:05+02:00</updated>
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      <name>Adelheid Schmidt-Thomé</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Café Luitpold: Treffpunkt für kaffeeliebende Suffragetten]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Café Luitpold in der Briennerstraße 11 spielte in der von lesbischen Frauen maßgeblich mitgestalteten ersten Münchner Frauenbewegung eine wichtige Rolle. Es diente als Treffpunkt und Tagungsort. Ganz vorn mit dabei: Anita Augspurg (1857–1943) und ihre damalige Lebensgefährtin Sophie Goudsticker (1865–1924).</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/44ee3edef7fdb9cc5ff673f6adc99e75.jpg" alt="Wichtige Feministinnen des späten 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, 1894" /><br/><p>In der Entwicklung der Münchner Frauen- und im späteren 20. Jahrhundert explizit auch Lesbenbewegung spielte anfangs das Café Luitpold, ein mondänes, klassisches Kaffeehaus im Wiener Stil in Bestlage an der innerstädtischen Brienner Straße unweit von Odeons- und Wittelsbacherplatz eine wichtige Rolle. So traf sich dort die 1894 von dem damaligen lesbischen Paar Anita Augspurg und Sophie Goudsticker gegründete „Gesellschaft zur Förderung der geistigen Interessen der Frau“. 1899 wurde die Gesellschaft in „Verein für Fraueninteressen“ umbenannt. Das geschah wegen einer Änderung im bayerischen Recht, die es Frauen erlaubte, endlich an Veranstaltungen teilzunehmen und Vereine zu gründen, die Bildungs- und Pflegeaufgaben wahrnehmen. Davor war ihnen praktisch jedwede politik-ähnliche Betätigung oder Interessenvertretung verboten. Fortan traf man sich, um mehr Öffentlichkeitswirkung zu erzielen, bevorzugt im Café Luitpold und anderen mondänen Örtlichkeiten. Noch im Jahr 1899 organisierte der „Verein für Fraueninteressen“, unterstützt von sieben Frauenvereinen, den 1. Bayerischen Frauentag. Die Eröffnung spielte sich im Café Luitpold ab. Viele weitere Programmpunkte fanden im Alten Rathaus statt. Die Veranstaltung sollte die bis dahin wenig vernetzten lokalen Fraueninitiativen Bayerns miteinander ins Gespräch bringen und so letztlich eine breitere Basis für die eigenen Anliegen schaffen. Der Kongress fand vom 18. bis 21. Oktober 1899 statt. Als Vorsitzende fungierte die lesbische Ika Freudenberg (1858–1912). Es kamen 50 Vertreterinnen von Frauengruppen aus ganz Bayern nach München. Sie beschäftigten sich mit vielfältigen Themen rund um die Rolle der Frau und ihre Emanzipation in Bayern.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/304">Für mehr (einschließlich 7 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-12T20:34:58+01:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:26:40+02:00</updated>
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      <name>Ariane Rüdiger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Paul Hoeckers Wohnung in der Gabelsbergerstraße: Letzter Wohnort des Malers in München ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Im Gartenhaus des Anwesens Gabelsbergerstraße 45 befand sich der letzte Wohnort des Malers Paul Hoecker. Er war Hochschullehrer an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste und Gründungsmitglied der Münchner Secession bevor er 1898 infolge von Gerüchten über eines seiner Modelle, das als Sexarbeiter tätig war, München verlassen musste. Seit mehreren Jahren wird am Forum Queeres Archiv München an der Erforschung und Sichtbarmachung von Hoeckers Leben und Werk gearbeitet. Dies gibt Anlass, um über die Geschichte struktureller Repression sowie die Resilienzfähigkeit im Spannungsfeld zwischen Geheimhaltung und Stolz nachzudenken, in dem sich Menschen bewegten, die heute als queer gelesen werden.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/ece138991bbaefb607a6747f4c468610.jpg" alt="Paul Hoecker bei der Arbeit im Atelier, um 1900" /><br/><p>Paul Hoecker (1854–1910) war eine prägende Figur der Münchner Kunstszene um 1900. Dennoch wurde sein Wirken von der Forschung lange Zeit marginal behandelt. Als Maler, Professor und Mitbegründer der Münchner Secession war er aktiv an der Neuausrichtung des Ausstellungsbetriebs beteiligt, die darauf zielte moderne Strömungen nach München zu holen, um den konservativen Historismus und akademische Normen zu überwinden. Seine Malklasse erlangte rasch einen hervorragenden Ruf: Mit seinem liberalen Lehrstil – er verlagerte den Unterricht von den Ateliers in die freie Natur zur Pleinairmalerei – prägte er eine neue, kreative Künstlergeneration. Fast alle Gründungsmitglieder der Künstlervereinigung <i>Die Scholle</i> sowie einige frühe Illustratoren der Zeitschriften <i>Die Jugend</i> und <i>Simplicissimus</i> gingen aus seiner Klasse hervor. Hoeckers eigenes Œuvre umfasst eine Vielzahl an Themen: von Marinedarstellungen über holländische Genrebilder und Nonnenporträts bis hin zu humorvollen Pierrots. In einem Brief an den Arzt und Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld gestand Hoecker, dessen Einsatz für die Abschaffung des §175 (Kriminalisierung von Homosexualität zwischen Männern) zu unterstützen. Er traute sich jedoch nicht, dies öffentlich zu bekunden, aus Angst, sich selbst zu enttarnen. 1898 kursierten Gerüchte über sein Gemälde <i>Ave Maria</i>: Angeblich sollte ihm ein männlicher Sexarbeiter für die Madonnenfigur Modell gestanden haben. Bevor daraus ein öffentlicher Skandal werden konnte, trat Hoecker von seiner Professur zurück. In den folgenden Jahren lebte er in Italien, auf Capri und in Rom, bevor er sich ab 1901 in das Haus seiner Eltern im schlesischen Oberlangenau (heute Długopole Górne) zurückzog. Seine Kunst und sein Wirken gerieten weitestgehend in Vergessenheit; viele seiner Gemälde gelten heute als verschollen. Durch die Arbeit einer Forschungsgruppe am Forum Queeres Archiv München kehrt Hoecker jedoch langsam ins Kunst- und Geschichtsbewusstsein zurück. So konnte 2025 das Gemälde “Sage und Volkslied” (vor 1907) an das Lenbachhaus München vermittelt werden. </p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/303">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-12T15:33:57+01:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:27:00+02:00</updated>
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      <name>Forschungsgruppe Paul Hoecker</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München: Kunsthistorische Lehre gestern und heute]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Institut für Kunstgeschichte, das seinen Sitz seit nun bald zwanzig Jahren in der Zentnerstraße 31 hat, zählt, betrachtet man Studierenzahlen sowie Lehr- und Forschungskapazitäten, zweifelsfrei zu den ‚größten‘ Instituten im deutschsprachigen Raum. Mehreren hundert Studierenden und Dutzenden von Promovierenden stehen zwei Lehrstühle, fünf Professuren, zahlreiche Mittelbaustellen sowie mehrere internationale Forschungsprojekte gegenüber.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/b0e9c5f18f023adb944e77a4bfb9447c.jpg" alt="Das Institut für Kunstgeschichte an seinem heutigen Standort in der Zentnerstraße 31, 2026" /><br/><p>Das Institut blickt auf eine lange Geschichte zurück, deren institutionellen Anfang man gemeinhin mit der Begründung eines Lehrstuhles für Kunstgeschichte im Jahr 1909 durch Berthold Riehl beginnen lässt. Das damals neu entstandene „Kunsthistorische Seminar und Kupferstichsammlung“ wurde im Bestelmeyer-Anbau des Universitätshauptgebäudes untergebracht und umfasste einen Hörsaal, einen Seminarraum und ein Vorstandszimmer. Die institutseigene Graphiksammlung ging dabei auf bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts für den kunsthistorischen Unterricht erworbene Bestände zurück. Auf Riehl folgten die Lehrstuhlinhaber Heinrich Wölfflin, Max Hauttmann, Wilhelm Pinder, Hans Jantzen, Hans Sedlmayr, Norbert Lieb, Wolfgang Braunfels, Hermann Bauer, Hans Belting, Frank Büttner und Hubertus Kohle. Unter Wölfflin wurde die Dia-Doppelprojektion eingeführt, Pinder holte man 1935 „als ersten Kunsthistoriker im Reich“ mittels eines so genannten „Ringtausches“ nach Berlin, während Jantzen nach München beordert wurde. Sedlmayrs Berufung 1951 löste aufgrund seiner NS-Vergangenheit Proteste aus. In den 1960er Jahren bezog das Institut Räume im Amalientrakt, bevor es in eine Villa in der Georgenstraße 11 umzog, die jedoch zugunsten der aktuellen, größeren Räumlichkeiten wieder verlassen wurde.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/299">Für mehr (einschließlich 8 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-02-10T09:58:09+01:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:27:58+02:00</updated>
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      <name>Daniela Stöppel</name>
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