Bartholomäus van der Helst: Bildnis eines Mannes, 66 x 49,5 cm, 1943

Das Porträt von Bartholomäus van der Helst machte öffentlich Furore, als es zusammen mit seinem Gegenstück 2016 im Wiener Kunsthandel auftauchte. Das Gemäldepaar stammte aus der berühmten Sammlung der Familie Schloss, die 1943 im besetzten Frankreich von der deutschen Gestapo gemeinsam mit der Polizei der Vichy-Regierung in ihrem Versteck aufgespürt wurde, indem man Mitglieder der Familie unter massiven Druck setzte. Auf bisher nicht geklärte Weise gelangte das Gemäldepaar nach Österreich. Trotz intensiver Bemühungen um Rückgabe sowohl von der Seite der französischen Regierung als auch der Polizeibehörden in Deutschland und Österreich musste das Werk an die Einlieferer zurückgegeben werden, die nach einer erneuten Einlieferung die Bilder kurz vor der zweiten Auktion vom Markt zurückzogen. Der Aufenthaltsort des Männerporträts ist unbekannt. Siehe auch: Süddeutsche Zeitung vom 14.04.2017. | Quelle: Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek/Archiv, 223225 | Rechte: vorbehalten