Zeitungsbericht vom 01.04.1933 über Brandstiftung am Wagner-Denkmal

Kurz nach der Gedenkfeier fielen die niedergelegten Kränze der Zündellust eines Pyromanen zum Opfer. Das Geschehen wurde umgehend als Angriff auf den etablierten Wagner-Kult gewertet. „Richard-Wagner-Denkmal geschändet“ titelte der Völkische Beobachter, die Münchner Neuesten Nachrichten unterstellten einen „kommunistischen Bubenstreich“. Letzteres war möglicherweise eine Reaktion auf einen Artikel in der kommunistischen Neuen Zeitung. Sie hatte die Wagner-Gedenkfeier als „monarchistische Propaganda“ kritisiert und sich spöttisch über die anwesenden „Nazistadträte“ geäußert. | Quelle: Stadtarchiv München, BAUA-HB-1110 | Rechte: vorbehalten