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    <title type="html"><![CDATA[Der Alte Israelitische Friedhof: Über 200 Jahre Geschichte]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Geschichte des Alten Israelitischen Friedhofs umfasst seit seiner Erbauung im Jahr 1816 mittlerweile über 200 Jahre. Dieser Friedhof hat beide Weltkriege überlebt.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/fabf8819ed8829385f4314d9c8f6699f.jpg" alt="Haupttor des Alten Israelitischen Friedhofs an der Thalkirchner Straße, 2026" /><br/><p>Auf der 2,5 Hektar großen Gesamtfläche des Friedhofs befinden sich etwa 6000 Gräber. Obwohl der Friedhof seit 1907 geschlossen ist, finden dort heute noch in seltenen Fällen und nur bei bereits bestehenden Familiengräbern Begräbnisse statt. Diese Regelung ermöglichte es auch, dass Opfer des Holocaust auf dem alten Israelitischen Friedhof begraben wurden. In der Zeit vor seiner Schließung wurde der Friedhof in den Jahren 1854, 1871 und 1881 erweitert. Nach jeder Erweiterung erhielt der Friedhof eine neue Backsteinmauer. Nachdem eine erneute Erweiterung aus Platzgründen nicht mehr möglich war, wurde der Alte Israelitische Friedhof mit der Eröffnung des Neuen Israelitischen Friedhofs in Alte Heide-Hirschau geschlossen. Das Haupttor des Friedhofs wurde seit seiner Schließung nicht mehr geöffnet. Der Friedhof ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, das Betreten für Angehörige ist jedoch über einen Seiteneingang möglich.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/336">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-04-21T16:13:05+02:00</published>
    <updated>2026-06-17T10:09:33+02:00</updated>
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      <name>Julia Karcher</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Villa an der Thomas-Mann-Allee 10: Vom Künstlerhaus zum Erinnerungsort]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der Schriftsteller Thomas Mann und seine Familie wohnten ab 1910 in Bogenhausen. Zwei Gedenktafeln erinnern daran: am Gebäude Mauerkircherstraße 13 und an der Gartenmauer der Villa an der Thomas-Mann-Allee 10.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/bda2e45f6ae652b0d0227432c6811890.jpg" alt="Die Thomas-Mann-Villa, um 1910" /><br/><p>Am Mietshaus Mauerkircherstraße 13 ist seit 2010 eine Tafel mit folgender Aufschrift angebracht:</p><p>„Der Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger (1929) / Thomas Mann / lebte mit seiner Familie im Haus Mauerkircherstraße 13/II / von Oktober 1910 bis Januar 1914. / Hier entstand die Novelle ‘Der Tod in Venedig‘ (1912).“ 1914 bezogen Thomas und Katia Mann mit ihren vier Kindern Erika, Klaus, Golo und Monika das Haus mit der damaligen Adresse Poschingerstraße 1, heute Thomas-Mann-Allee 10. Die Villa, gelegen im Herzogpark und in der Nähe der Isar, planten die Architekten Alois und Gustav Ludwig. In den folgenden Jahren entstanden hier einige der bedeutendsten Werke Manns, darunter „Betrachtungen eines Unpolitischen“ (1918), „Der Zauberberg“ (1924), „Mario und der Zauberer“ (1930) und die ersten beiden „Joseph“-Romane (1933/34). Am 10. Februar 1933 hielt der Schriftsteller in München einen Vortrag über „Leiden und Größe Richard Wagners“. Von der anschließenden Vortragsreise im Ausland kehrte er auf Warnung seiner Familie nicht mehr zurück, denn im April 1933 kam es zum öffentlichen Protest der Richard-Wagner-Stadt München gegen ihn. Im Mai 1933 wurden die Werke von Heinrich, Thomas und dessen Kindern Klaus und Erika Mann an der Universität München verbrannt. Thomas Mann verlor die deutsche Staatsbürgerschaft und 1937 folgte die endgültige Beschlagnahme seines Besitzes. Die Villa diente von 1938 bis 1940 dem NS-Verein "Lebensborn" als Zentrale. Ein Fliegerschaden vom 25. April 1944 machte das zu diesem Zeitpunkt weitgehend leerstehende Gebäude unbewohnbar. Ab 1945 nutzten russische und ukrainische Familien, bis zu 50 Personen, davon die Hälfte Kinder, das Haus als Unterkunft. 1948 erhielten Thomas und Katja Mann ihren Besitz zurück und ließen das Haus 1952 abreißen. Der Apotheker Otto Roeder erwarb das Grundstück laut Katastereintrag 1953 für 26.000 DM und errichtete auf den alten Fundamenten einen Bungalow. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde das Anwesen 2002 neu bebaut. Der Neubau orientiert sich in seiner äußeren Gestalt an der ursprünglichen Villa. Auf der 2006 angebrachten Gedenktafel ist zu lesen:</p><p>„AUF EIGENE ART EINEM BEISPIEL FOLGEN. DAS IST TRADITION. / Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Mann (1875–1955) ließ hier 1913 ein Wohnhaus errichten und bewohnte es mit seiner Familie von Januar 1914 bis zum Beginn des Exils im Februar 1933. Der Beschlagnahme des Hauses 1933 durch die Bayerische Politische Polizei folgte 1937 die Enteignung durch das Deutsche Reich und das Land Bayern. Nach der Zerstörung im Krieg 1944 wurde das Haus Thomas und Katia Mann 1948 zurückerstattet. Thomas Mann ließ es 1952 abreißen und verkaufte das Ruinengrundstück. Ein Nachfolgebau (1953–2002) wurde im Jahr 2006 durch die mit der Stadt München vereinbarte äußerliche Rekonstruktion des einstigen Thomas-Mann-Hauses ‚auf eigene Art’ ersetzt.“ Um das Leben und Wirken der Familie Mann zu würdigen, beschloss der Stadtrat der Landeshauptstadt München die Schaffung eines Denkmals; 2019 prämierte eine Fachjury den Entwurf „Straßen Namen Leuchten“ des Künstlers Albert Coers. Dieser greift die biografischen Stationen der Familienmitglieder in München und die Orte ihres Exils auf sowie die literarische Rezeption und Gedenkkultur, die sich weltweit mit dieser außergewöhnlichen Familie auseinandersetzt. Das Denkmal wird ab 9. Dezember am Salvatorplatz beim Literaturhaus München zu sehen sein.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/277">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-10-14T17:49:12+02:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:42:50+02:00</updated>
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      <name>Karin Bernst</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Palais Pringsheim: Musik, Majolika und die Familie Mann]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Alfred Pringsheim war nicht nur Mathematikprofessor, Kunstsammler, Musikliebhaber und Schwiegervater Thomas Manns, sondern auch eine der schillerndsten Persönlichkeiten des Münchner Bildungsbürgertums um 1900. Gemeinsam mit seiner Familie bewohnte er das prächtige Palais Pringsheim in der Arcisstraße 12. Das Haus war ein Ort des kulturellen Austauschs und Treffpunkt prominenter Zeitgenossen. Wegen des <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/60" target="_blank" rel="noopener">Parteiforums am Königsplatz</a> wurde das Palais bald nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten abgerissen, und die Familie Pringsheim floh ins Exil.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/a5cd82ac5337913bcbe067431db6529d.jpg" alt="Das Palais Pringsheim, 1894" /><br/><p>Der Bewohner und Namensgeber des Palais Pringsheim, Alfred Pringsheim, wurde am 2. September 1850 in Ohlau, Oberschlesien, in eine jüdische Familie geboren. Sein Vater hatte als Besitzer von Kohlegruben und als Eisenbahnunternehmer ein beträchtliches Vermögen erworben. Der junge Alfred studierte in Berlin und Heidelberg Mathematik und habilitierte sich 1877 an der Universität München. Ab 1886 lehrte er dort als außerordentlicher, ab 1901 dann als ordentlicher Professor in den Fachbereichen „Analysis, Functionen-Theorie, Algebra und Zahlentheorie“ (Süddeutsche Zeitung, 16./17. November 2024, R 6). 1894 wurde er zudem als außerordentliches, 1898 als ordentliches Mitglied in die Königlich-Bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Das von seinem Vater geerbte Millionenvermögen machte ihn zu einem der reichsten Männer Bayerns. In den 1870er Jahren lernte Alfred Pringsheim die Schauspielerin Hedwig Dohm kennen, die er 1878 heiratete. In den darauffolgenden Jahren bekam das Paar fünf Kinder, zuletzt das Zwillingspaar Klaus und Katharina (genannt Katia). Ihre Kinder ließen die Pringsheims evangelisch taufen. Die junge Familie Pringsheim bezog bald nach seiner Fertigstellung in den Jahren 1889/90 das Palais an der Arcisstraße 12. Das nach einem Entwurf der Berliner Architekten Kayser & von Großheim errichtete Gebäude gehörte zu den modernsten in München. Es war mit einer Zentralheizung, elektrischem Licht und einem Telefon ausgestattet. Die 24 Meter breite Ziegelfassade im Stil der deutschen Neorenaissance war mit Türmchen und Erkern geschmückt, die Innenräume waren im Stil der Renaissance gehalten. Neben seiner Tätigkeit als Universitätsprofessor war Alfred Pringsheim Musiker und Kunstsammler. Im Palais befand sich ein 63 Quadratmeter großes Musikzimmer mit einem 21 Meter langen Wandfries des Malers Hans Thoma, in dem Konzerte mit bis zu 150 Gästen stattfanden. Daneben lag eine Bibliothek, in der ein Porträt Hedwig Pringsheims, gemalt von Franz von Lenbach, die Wand zierte. Neben Gemälden seiner Zeitgenossen, darunter Franz von Lenbach und Friedrich August von Kaulbach, welche die Frauen der Familie porträtiert hatten, sammelte Alfred Pringsheim auch Kunstgegenstände der Renaissance. Dazu zählten Silberobjekte aus Deutschland und den Niederlanden, italienische Bronzeskulpturen sowie Majoliken. Zu den Gästen, die das Palais Pringsheim besuchten, um die Sammlung zu besichtigen, gehörten Prinz Rupprecht von Bayern und Henry Ford. Pringsheim verlieh Werke aus seiner Sammlung für Ausstellungen und war Mitglied der Ankaufkommission des Bayerischen Nationalmuseums. Im Palais waren zahlreiche bekannte Persönlichkeiten der Prinzregentenzeit zu Gast: Richard Strauss, Fritz August Kaulbach, Franz von Lenbach, Franz von Stuck, Paul Heyse, Hugo von Hofmannsthal, Gustav Mahler und auch Thomas Mann. Der Schriftsteller kannte Katia Pringsheim bereits aus den Konzerten im <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/8" target="_blank" rel="noopener">Kaimsaal</a>, die sie gemeinsam mit ihren Brüdern besuchte. Eine erste persönliche Begegnung der beiden fand 1904 im Salon von Max und Elsa Bernstein statt. Das Paar heiratete am 11. Februar 1905, obwohl Alfred Pringsheim den Schriftstellerberuf als wenig seriös und Thomas Mann so für den gesellschaftlichen Stand der Tochter nicht angemessen hielt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten ging Thomas Mann, ein entschiedener Gegner und öffentlicher Kritiker des NS-Regimes, im März 1933 gemeinsam mit Katia in die Schweiz ins Exil, während die Pringsheims zunächst in München blieben. Da Alfred Pringsheims Eltern jüdisch gewesen waren und auch Hedwigs Familie vom jüdischen zum evangelischen Glauben konvertiert war, wurde auf Alfred Pringsheim seit Januar 1933 Druck durch die NSDAP ausgeübt. Man forderte ihn auf, sein Haus zu verkaufen, andernfalls würde er enteignet. Hintergrund war neben der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung auch das Vorhaben der Partei, auf dem Grundstück des Palais Pringsheim den Verwaltungsbau der NSDAP zu errichten. Der 83-jährige Alfred Pringsheim verkaufte das Palais unter diesem Druck noch 1933 weit unter Wert und zog gemeinsam mit Hedwig in eine acht Zimmer umfassende Wohnung am Maximiliansplatz. Nachdem auch dieses Haus von der NSDAP gekauft wurde, mussten sie erneut umziehen, diesmal in eine kleinere Wohnung in der Widenmayerstraße. Das Palais wurde noch im November 1933 abgerissen. In der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurden die Kunstschätze aus der Sammlung Alfred Pringsheims beschlagnahmt. Viele dieser Werke befinden sich heute in Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt. 1939 kaufte die NSDAP auch das Haus in der Widenmayerstraße. Ende Oktober desselben Jahres emigrierten die Pringsheims schließlich in die Schweiz. Alfred Pringsheim starb dort am 25. Juni 1941, ein Jahr später folgte ihm seine Frau.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/268">Für mehr (einschließlich 10 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-08-08T10:41:33+02:00</published>
    <updated>2026-06-25T12:00:02+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Die städtische Malschule an der Westenriederstraße: Ausbildungsstätte für zahlreiche Künstler*innen]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Über die zur städtischen Gewerbeschule an der Westenriederstraße gehörende Malschule ist nur wenig bekannt, obwohl dort teilweise namhafte Lehrer unterrichteten und sich prominente Künstler*innen auf die Aufnahmeprüfung an der Akademie vorbereiteten.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/a0d4f206329a8b71abec264c7321ca43.jpg" alt="Der Eingang zur ehemaligen Städtischen Gewerbeschule, heute Städtische Friedrich-List-Wirtschaftsschule, 2025" /><br/><p>In dem Schulgebäude an der Westenriederstraße befindet sich bis heute die „Städtische Riemerschmid-Wirtschaftsschule für Mädchen“, in den Räumen der damalige Gewerbeschule ist die Städtische Friedrich-List-Wirtschaftsschule beheimatet. Diese Gewerbeschule war eine von vier Gewerbeschulen in München, die für mehrere Handwerke zuständig waren. Die Schule an der Westenriederstraße war eine Kunst-Gewerbe- und -Handwerkerschule, die von Lehrlingen und Gesellen, aber auch von Knaben und Mädchen ohne handwerkliche Ausbildung besucht wurde. Sie nutzten vor allem die freie Mal- und Bildhauerschule, um sich auf die Aufnahmeprüfung an der Akademie vorzubereiten. Häufig mit der Kunstgewerbeschule verwechselt, wurde diese Schule 1880 gegründet, zog dann 1901 in das Gebäude an der Westenriederstraße und wurde 1928 um die Meisterschule für das deutsche Maler- und Lackiererhandwerk erweitert. Das war das Verdienst des langjährigen Direktors Otto Rückert (1888–1959), der seit etwa 1920 die Schule leitete, allerdings 1934 dem NSDAP-Mitglied Bruno Goldschmitt (1881–1964) weichen musste und vom Dienst suspendiert wurde. Zu den Schüler*innen zählten Josef Henselmann (1898–1987), Ernst Klinger (1900–1962) und Elisabeth Springer (1904–1941), die wohl von 1923 bis 1927 die Schule besuchte und unter anderem von Georg Schrimpf (1889–1938) unterrichtet wurde.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/225">Für mehr (einschließlich 10 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-04-09T16:22:48+02:00</published>
    <updated>2026-06-25T16:10:35+02:00</updated>
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      <name>Susanna Partsch</name>
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