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    <title type="html"><![CDATA[Das Tröpferlbad: Sozialgeschichte und Subkultur]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Als städtisches Brausen- und Wannenbad, wie es über dem ehemaligen Eingang noch heute steht, bot das sogenannte „Tröpferlbad“ der Münchner Bevölkerung, die kein eigenes Badezimmer besaß, die Möglichkeit, sich zu duschen oder zu baden.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/35bde810bf1e6285fd6459efb839aa01.jpg" alt="Das Tröpferlbad an der Thalkirchner Straße, 2025" /><br/><p>Der neoklassizistische Klinkerbau an der Thalkirchner Straße wurde zwischen 1912 und 1913 von den Architekten Adolf Schwiening und Richard Schachner in der zweiten Bauphase des Vieh- und Schlachthofgeländes errichtet. Im Tiefparterre und im Zwischengeschoß befanden sich die Badeeinrichtungen. Die Brausebäder waren zur Thalkirchner Straße ausgerichtet, ihnen gegenüber befanden sich die Wannenbäder. Besonders Menschen aus der Arbeiterschicht lebten im 19. Jahrhundert häufig in Wohnungen ohne eigene Bade- oder Duschmöglichkeiten. Um die körperliche Hygiene zu verbessern und der Ausbreitung von Krankheiten entgegenzuwirken, wurden öffentliche Duschanlagen eingerichtet. Das erste „Probe-Douchebad“ wurde 1887 in der Mondscheingasse in Wien eröffnet. Die Nutzung der Brausebäder war einfach organisiert: Gegen ein geringes Entgelt erhielt man für einen begrenzten Zeitraum Zugang zu nach Geschlecht getrennten Bade- und Duschbereichen, oft inklusive Handtuch und Umkleidefach. Die Ausstattung war funktional, das Wasser in der Regel lauwarm, und der Wasserdruck reichte nicht immer aus, um einen kräftigen Wasserstrahl zu erzeugen – so tröpfelte es oft nur aus der Brause. Mit dem steigenden Wohnkomfort – insbesondere dem zunehmenden Einbau von Badezimmern in Privatwohnungen – nahm der Bedarf an öffentlichen Brausebädern ab. Ab den 1950er Jahren begann der langsame Rückgang dieser Einrichtungen; viele, wie das Tröpferlbad in der Thalkirchner Straße, wurden geschlossen, umgebaut oder ganz aufgegeben. Heute existieren nur noch wenige traditionelle Brausebäder. So ist das Brausen- und Wannenbad im <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/167" target="_blank" rel="noopener">Müller’schen Volksbad</a> heute noch in Betrieb. Die ursprüngliche Bedeutung der „Tröpferlbäder“ als wichtige Einrichtungen der städtischen Gesundheitsinfrastruktur ist jedoch weitgehend Geschichte. Das Gebäude an der Thalkirchner Straße beherbergt seit 1983 den „Jugendtreff Tröpferlbad“ und das „Kafe Marat“ und fungiert damit als Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene sowie als Zentrum linker Subkultur in München. Wegen erheblicher Baumängel besteht Sanierungsbedarf am Gebäude; die beiden Einrichtungen suchen nach neuen Standorten. Im Sanierungskonzept ist vorgesehen, mindestens einen der originalen Waschräume im Sinne des Denkmalschutzes zu erhalten, um die frühere Nutzung des Hauses zu dokumentieren.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/295">Für mehr (einschließlich 8 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-20T10:53:51+01:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:40:00+02:00</updated>
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      <name>Eva Blüml</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Leprosenhaus am Gasteig: Bettler mit silberner Klapper an der Salzstraße]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Zu dem Leprosenhaus am Gasteig gehörte neben der Kirche Sankt Nikolai auch eine Kopie der Santa Casa von Loreto. Die Kranken hatten hier, an der Salzstraße die Möglichkeit, sich von den reisenden Händlern etwas zu ihrem Lebensunterhalt zu erbetteln.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/d19e8cb219c0ccd00735bab7b9b79601.jpg" alt="Nikolaikirche, Lebschee, 1861" /><br/><p>Das vermutlich älteste Hospital Münchens lag weit vor den Stadtmauern am gegenüberliegenden Hochufer der Isar, dem Gasteig. Quellen deuten darauf hin, dass das dortige Leprosenhaus bereits 1204 gegründet wurde. Die zugehörige Nikolaikirche ist für das Jahr 1315 belegt, 1678 kam eine Loretokapelle hinzu. Leprosenhäuser befanden sich meist außerhalb des bebauten Stadtgebiets, aber noch innerhalb des städtischen Rechtsraums, dem sogenannten Burgfrieden. Oft lagen sie an stark frequentierten Handelswegen, damit sich die Kranken durch Betteln versorgen konnten – in München war das die Salzstraße, die von Reichenhall, Salzburg und Berchtesgaden nach Westen in die Stadt führte. Leprakranke mussten sich schon von Weitem kenntlich machen, etwa durch einen spitzen Hut oder das Schlagen einer Klapper. Eine solche Klapper aus Silber ist im Inventar des Leprosenhauses von 1755 erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt war die Lepra in Europa zwar rückläufig, doch die Häuser dienten weiterhin zur Unterbringung „Sundersiecher“, also Menschen mit ansteckenden Krankheiten. Für 1803 ist überliefert: Von 124 Kranken wurden 77 wieder gesund entlassen, nur ein Todesfall war zu verzeichnen. Im Zweiten Weltkrieg wurde vor allem die Loretokapelle beschädigt, in den 1950er-Jahren aber wieder aufgebaut. Heute nutzt die slowakisch-katholische Gemeinde die Kirche, die Kapelle gehört zur ukrainisch-orthodoxen Gemeinde.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/294">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-15T13:56:53+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T15:21:04+02:00</updated>
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      <name>Frieder Leipold/ARCHIATER</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Stadtwaisenhaus: Ein Zuhause für 60 elternlose Kinder]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Waisen, also elternlose Kinder, hatten früher in München kein leichtes Leben. Selbst wenn sie von der Stadt eine Unterkunft bekamen, mussten sie für ihren Unterhalt selbst aufkommen. Hoffentlich hatten sie ab und zu Gelegenheit, den Schatten der „schönen Bäume“ vor dem Waisenhaus zu genießen.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/d9f8cd2ee0a9a8e90d2dbd1100503ced.jpg" alt="Stadtwaisenhaus, Sandtner, um 1570" /><br/><p>Zur historischen Orientierung: Der Untere Anger führte einst vom Angertor – etwa dort, wo heute das Städtische Hochhaus steht – zum Sankt-Jakobs-Platz mit dem Klarissenkloster. Etwa auf Höhe der heutigen Hausnummer 14 befand sich spätestens ab 1774 das Stadtwaisenhaus. Um 1800 zeigte sich die Straße laut Johann Paul Stimmelmayr noch ganz anders – mit niedrigeren Häusern und kleinen Grünflächen. Er beschrieb die Lage wie folgt: „das vormalige Stadtwaisen- und hernach Spegmair-Metzger-Haus, vor welchem gegen die Mitte der Gasse zwei schöne Bäume“. Etwa 60 Kinder lebten dort, erkennbar an ihrer braunen Kleidung, die einer Uniform glich. Neben dem Findelhaus des Heilig-Geist-Spitals kümmerten sich bereits ab dem 16. Jahrhundert mehrere bürgerliche Stiftungen um verwaiste Kinder. 1625 wurden diese Einrichtungen zunächst in die Mühlgasse verlegt, anscheinend in die Räume des früheren Frauenhauses, bevor sie schließlich am Oberanger untergebracht wurden. Für Waisen von Hofbediensteten hatte Kurfürst Maximilian I. bereits 1615 das Hofwaisenhaus errichten lassen (heute etwa Herzog-Wilhelm-Straße 28/30). 1742 kam auf Initiative des Bürgers Johann Michael Pöppel das Pöppelsche Waisenhaus in der Au hinzu (Sammtstraße 3). Diese Einrichtungen boten meist nur Unterkunft – ihren Lebensunterhalt mussten die Kinder durch Arbeit oder Bettelei selbst bestreiten. 1809 wurden die drei Häuser zusammengelegt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/293">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-15T13:46:16+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T15:20:37+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Frauenhaus: Die Stadt als Zuhälter]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Um „vil ybels an frawen und jungkfrawen“ zu verhindern, errichtete die Stadt München ein Bordell in dem zwölf „gemeine Dochterlein“ der Sex-Arbeit nachgingen. Mit der Ausbreitung der Syphilis wurde das Haus 1498 zum Ansteckungs-Hotspot und musste von Soldaten bewacht werden.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/73b33827f5341bd11bd01e812e3a229e.jpg" alt="Frauenhaus, Sandtner, um 1570" /><br/><p>Der frühere Standort des Münchner Frauenhauses wirkt heute alles andere als verrucht. Wer vor der St.-Willibrord-Kirche steht und zur Hauptfeuerwache gegenüber blickt, nimmt vor allem den Verkehr auf dem Altstadtring hinter sich wahr - früher verlief dort die Stadtmauer. Wo heute der Altstadtring zum Roßmarkt abzweigt, floss einst der Glockenbach durch den Heu-Turm in die Stadt, direkt an einer Mühle vorbei. Rechts neben der Mühle, etwa am linken Eck der heutigen Feuerwache, befand sich das Frauenhaus. Müller galten damals als unehrlich, ebenso wie der Scharfrichter, der ganz in der Nähe wohnte. Wir befinden uns also im „schlechten“ Teil der Stadt. 1433 wurde das Frauenhaus auf Initiative der Herzöge Ernst und Wilhelm für die „gemeinen Dochterlein“ errichtet – aus Schutzinteresse gegenüber den bürgerlichen Frauen, „daz dadurch vil ybels an frawen und jungkfrawen“ verhindert werde. Zwölf Kammern standen für das Gewerbe bereit, der Beischlaf kostete zwei Pfennig. In zwei geheizten Stuben konnte man Karten spielen und trinken. Während der Syphilis-Epidemie 1498 stürmten empörte Kunden das Haus und wollten den Frauenmeister lynchen. 35 Soldaten schützten das Gebäude daraufhin wochenlang. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Frauenhaus schließlich geschlossen – die letzten Frauen wechselten ins Kloster.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/292">Für mehr (einschließlich 4 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-15T13:29:31+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T15:19:59+02:00</updated>
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      <name>Frieder Leipold/ARCHIATER</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Herzog-Spital: Alterssitz fürs ausgedientes Hofgesinde]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Kirche gilt aus kunsthistorischer Perspektive als der wohl erste Renaissancebau Münchens. Für die Gläubigen früherer Jahrhunderte war sie vor allem ein Ort, an dem das wohl wichtigste Gnadenbild der Stadt zu finden war.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/53f866a735a55634361628c978810156.jpg" alt="Herzog-Spital, Stridbeck, rund 1697" /><br/><p>Die Ursprünge des Herzog-Spitals gehen wohl auf das Jahr 1550 zurück und beruhen auf einer Initiative von Erzherzog Albrecht V. Die Spital-Kirche wurde von Hofbaumeister Heinrich Schöttl errichtet, der auch für den Ausbau von Schloss Dachau verantwortlich war. 1572 wurde sie zu Ehren der heiligen Elisabeth geweiht und gilt als ältester Renaissancebau Münchens, obwohl auch gotische Elemente, wie Rippen, verwendet wurden. 1945 wurde die Kirche im Krieg zerstört, ohne dass es bekannte bildliche Dokumentationen des Innenraums gibt. Der erhaltene barocke Turm gehört nicht zum Spital, sondern zum 1728 errichteten Servitinnen-Kloster, das östlich an das Spital anschloss. Die Trakte des Spitals westlich der Kirche waren „für die arme kranke und alte Hofdienere“ bestimmt, wie Herzog Maximilian I., der Enkel Albrechts bestätigte. Trotz eines Fassungsvermögens von etwa 200 Personen ließ Maximilian von 1626 bis 1632 auch noch das Joseph-Spital auf der gegenüberliegenden Seite errichten, das mit dem Herzog-Spital einen gemeinsamen Innenhof teilte. Nach Umbauten 1676 und 1727 wurde das Herzog-Spital 1800 aufgelöst. Ein bedeutendes Kunstwerk des Herzog-Spitals war die Statue der Schmerzhaften Muttergottes, die 1651 von Tobias Bader geschaffen wurde. 1690 soll die Statue ihre Augen gewendet haben, was zu einer regen Verehrung als Gnadenbild führte. Die erhaltene Statue wurde nach dem Krieg im Neubau wieder aufgestellt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/291">Für mehr (einschließlich 7 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-14T11:50:05+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T15:19:22+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Rochus-Spital an der Wilhelminischen Veste: Das Rochusbergl – wo die Blinden stehend eingegraben wurden]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Rochus-Spital war eine Stiftung des bayerischen Herzogs Herzog Wilhelm V. Sein Zweck war es, durchreisende Pilger zu beherbergen. Die eingeengte Lage zwischen der herzoglichen Residenz und der Stadtmauer, führte zu skurrilen Scherzen.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/3a89b434837017b01a2151541a14b83a.jpg" alt="Rochus-Spital, Paur, 1705" /><br/><p>Vom ehemaligen Rochus-Spital zeugt heute nur eine Steinplatte an der Fassade von Rochusstraße 6 im oberen Stockwerk. Die Umgebung hat sich stark verändert, und die Seitengasse erinnert kaum noch an die einstige vornehme Nachbarschaft. Auf der anderen Seite der heutigen Pacellistraße stand die Wilhelminische Veste (als Maxburg bekannt), die Herzog Wilhelm V. von 1593 bis 1597 errichten ließ. Schon 1589 hatte er hier ein Spital bauen lassen, das dem heiligen Rochus von Montpellier geweiht war – einem Pilger und Schutzpatron gegen die Pest. Das Spital wurde von zwei Geistlichen betreut und hatte die Aufgabe, Pilger drei Tage lang zu versorgen. In seiner 1803 erschienenen Beschreibung Münchens schrieb der Aufklärer Lorenz Hübner über diese Funktion abschätzig: „Pilger, welche in jenen Zeiten alle katholischen Länder durchstrichen, und Römer, Loretaner, Composteller und andere geweihte Waare an andächtige, leichtgläubige Menschen vertrödelten, wurden hier aufgenommen und einige Zeit lang verpflegt.“ 1603 wurde das Spital um eine Kapelle an der Stadtmauer und einen Friedhof erweitert. Bald war dieser Ort als Rochusbergl bekannt. Wegen des beengten Raums des Friedhofs hieß es scherzhaft, hier begrabe man die Blinden stehend (die Toten seien blind und der Totengräber grabe stehend). 1789 wurde das Spital aufgelöst und der Friedhof eingeebnet und nur die Kapelle blieb noch eine Zeitlang erhalten. </p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/290">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-14T11:31:06+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T15:18:55+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Haus des Reichen Almosens: Ihr Kinderlein kommet – zur Ridler-Spende an der Frauenkirche]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Einmal pro Woche wurde an diesem Haus neben der Frauenkirche an in Not geratene Familien mit Kindern ein Lebensmittel-Almosen verteilt. Noch heute erinnert eine Steintafel an Martin Ridler, den Initiator dieser Stiftung.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/04df90722d25ed18f64b3f390fd1e05b.jpg" alt="Reiches Almosen, Sandtner, um 1570" /><br/><p>Unmittelbar neben der Frauenkirche wurden in diesem Haus jeden Samstagabend Lebensmittel an Bedürftige verteilt. Die Grundlage dafür bildete eine Stiftung, die Martin Ridler im Jahr 1449 ins Leben gerufen hatte. Sie war für sechs unverschuldet verarmte Bürger mit Kindern bestimmt. Menschen, die bereits anderweitige Almosen erhielten oder auf der Straße bettelten, waren von der Unterstützung ausgeschlossen. Die Hilfe bestand ursprünglich aus einem großen Laib Roggenbrot und drei Pfund Rindfleisch – während der Fastenzeit wurden anstelle des Fleisches Erbsen ausgegeben. Anfangs erfolgte die Verteilung am Wurzer-Tor im Nordosten der Stadt, das aufgrund dieser Tätigkeit bald den Namen „Kosttor“ erhielt – der heutige Straßenname <i>Am Kosttor</i> erinnert noch daran. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Almosen durch weitere Zustiftungen erweitert. 1487 wurde die Verteilung an den Standort am Frauenplatz verlegt. Kurz vor der Aufhebung der Stiftung im Jahr 1806 versorgte sie schließlich 238 Bedürftige. An der Hauswand erinnerte einst ein Gemälde an die Lebensmittelausgabe, und auch heute noch verweist eine Steintafel am Neubau auf den Stifter Martin Ridler. Die Inschrift lautet: „Hie geit man das Almusen, prot und flaisch all</p><p>sambstag durch gotes wilen hausarm elenden.</p><p>Des Martein Ridler ein Anfang ist. Das zu</p><p>deglich gemehret ist durch anndere Leit. 1449“</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/289">Für mehr (einschließlich 5 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-14T09:07:46+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T15:02:02+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Heilig-Geist-Spital: Spurensuche auf dem Viktualienmarkt]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Ausdehnung des Münchner Viktualienmarktes lässt die Ausmaße des Spitals erahnen, das einst an dieser Stelle stand. Doch nur mit viel Phantasie kann man die ehemaligen Gebäude im Kopf wieder erstehen lassen.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/4716566d21e6200ce00323820132a84e.jpg" alt="Weiber-Spital, Schiessl, 1884" /><br/><p>Blickt man vom <a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/73" target="_blank" rel="noopener">Elise-Aulinger-Brunnen</a> zur Heilig-Geist-Kirche, kennzeichnet die dortige Dachrinne anschaulich den hinteren Bereich, den früher das Weiber-Spital eingenommen hat. Verlängert man diesen fast bis zum Brunnen, lässt sich die damalige Ausdehnung erahnen. Leicht abgewinkelt in Richtung Peterskirche schloss sich das kleinere Männer-Spital an, das etwa bis zur Einmündung des Petersplatzes reichte. Doch die beiden Gebäude und die Kirche waren nur ein Teil des großen Heilig-Geist-Spitals. Es umfasste auch ein Findelhaus für Waisenkinder, eine Gebärstube, eine Rauchstube zur Behandlung mit Räucherwerk sowie ein sogenanntes Tollhaus für „Narren“. Geistliche lebten im Pfarrhaus und in Benefiziatenhäusern. Im Südwesten lagen rund um einen eigenen Hof Wirtschaftsgebäude wie Viehställe, Schmiede, Brauerei und Schlachthaus. Am heutigen Dreifaltigkeitsplatz befand sich ein Friedhof mit eigener Kapelle. Das Ende des Spitals kam schrittweise: Schon Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Findelhaus verlegt, 1803 folgten Gebärstube und Tollhaus. 1807 zog der Schrannenmarkt vom Marienplatz auf das Spitalsgelände, wofür erste Gebäude abgerissen wurden. 1823 verließen die letzten Pfründner das Areal. Das Weiber-Spital diente noch bis 1884 als Fleischbank – dann wurde es abgetragen.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/288">Für mehr (einschließlich 6 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2026-01-13T15:41:14+01:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:52:56+02:00</updated>
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    <title type="html"><![CDATA[Die psychiatrische Klinik in Haar: Warum Geheimrat Dr. Friedrich Vocke mit seiner Familie nach Eglfing-Haar zog]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Im Zuge der Industrialisierung erlebte München einen enormen Bevölkerungszuwachs. Da es an Wohnraum mangelte, mussten viele Arbeiter an ihren Arbeitsplätzen in den Fabriken schlafen oder sich in sogenannten Herbergshäuschen stundenweise einen Schlafplatz mieten. Durch die beschwerlichen Lebensverhältnisse nahmen psychische Erkrankungen zu und die Kreisirrenanstalt war mit ihren 420 Plätzen bald dauerhaft überfüllt. Man beschloss daher den Neubau einer Anstalt mit 1.000 Dauerpflegeplätzen und fand ein Grundstück im Bereich des Eisenbahnvorortverkehrs – in Eglfing-Haar.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/b901659da28bba88c3d5e71b6a5ba3c5.jpg" alt="Michael Zeno Diemer (1867–1939), „Blick auf das Verwaltungsgebäude der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing und St. Raphael von Westen“, Aquarell, 1905." /><br/><p>Geheimrat Dr. med. Friedrich Vocke (1865–1927) war Direktor an zwei wichtigen psychiatrischen Kliniken für den Großraum München: Ab 1901 in der bereits 1859 eröffneten Kreisirrenanstalt, Auerfeldstraße 19 in Au-Haidhausen und danach in der neuen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing bei München, die er aufgrund seiner Erfahrungen und nach Erkenntnissen der neuen medizinischen Fachrichtung „Psychiatrie“ geplant hatte und die 1905 eröffnet wurde. Dr. Vocke war überzeugt, dass der Kontakt zur Natur und viel Ruhe den Kranken helfen würden und verteilte zusammen mit dem Architekten Adolf Stauffer (Rosenheim) die benötigten Gebäude in Pavillonbauweise wie in einem Dorf. Jedes Haus wurde anders gestaltet. So entstanden 60 Gebäude mit 46 Krankenstationen, allgemeinen Abteilungen und zahlreichen Dienstwohnungen. Ein Besucher schrieb nach seinem Besuch auf der Baustelle: „Ein Uneingeweihter käme beim Anblick der ganzen Anlage nicht auf den Gedanken, dass hier eine Anstalt für unglückliche Geisteskranke entsteht, sondern er würde glauben, dass hier eine neue Villensiedlung gebaut wird.“ (Richarz 1987, S. 32) Wichtig war Dr. Vocke, dass die PatientInnen feste Aufgaben hatten und nach ihren Möglichkeiten mitarbeiteten. Neben der Klinik war bereits 1903 das Bezirksgut Haar entstanden, auf dem sie im Gemüsegarten, auf den Feldern oder in den Viehställen mitarbeiten konnten. Weitere Arbeitsstätten waren die Schneiderei, Korbflechterei, Schusterei, Buchbinderei, Schlosserei, Gärtnerei, Metzgerei, Bäckerei und die Koch- und Waschküche. Jährlich wurden ca. 600.000 Flaschen Limonade für den Eigenbedarf hergestellt und Patienten drehten etwa 100.000 Zigarren. Auch für die Freizeit wurde gesorgt: Im „Gesellschaftshaus“ entstand ein zentraler Treffpunkt mit großer Bühne für Feste und Aufführungen. Allerdings durfte man das Anstaltsgelände ohne Erlaubnis weder verlassen noch betreten. Bei der Eröffnung der Anstalt am 12. Juli 1905 lobte Prinzregent Luitpold, Dr. Vocke sei ein sehr tüchtiger Irrenarzt und habe sich besondere Verdienste um den mustergültigen Ausbau der Anstalt nach neuesten wissenschaftlichen Gesichtspunkten erworben. Auch in der Presse wurde die neue Anstalt gelobt: „Unstreitig ist Eglfing gegenwärtig die mustergültigste Landesirrenanstalt der Welt.“ (zit. Nach Psychiatrisch-Neurologische Wochenschrift Nr. 8 von 1906, Seite 114) Bereits 1909 war die „Heil- und Pflegeanstalt Eglfing“ mit 1.350 Betten voll belegt und nicht mehr erweiterungsfähig, sodass 1912 auf dem unmittelbar angrenzenden Gelände die „Heil- und Pflegeanstalt Haar“ mit etwa 900 Betten, darunter auch ein Kinderkrankenhaus, eröffnet wurde. Auch hier brachte sich Dr. Vocke ein und plante die neue Anstalt gemeinsam mit dem Architekten Richard Neithard (Hof). Da die Baupreise gestiegen waren, entstanden in Haar größere zusammenhängende Gebäude als zuvor in Eglfing. Neithard entwarf für die „Anstalt aus einem Guß“ viele Details – vom Türgriff über die Beleuchtungskörper bis hin zu den Heizungsgittern. Beide Anstalten waren zunächst selbständig und wurden erst 1931 zur „Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar“ mit 3.000 Plätzen zusammengelegt. Insgesamt entstanden so 96 – heute denkmalgeschützte – Gebäude im späten Jugendstil. Als Würdigung der Verdienste von Friedrich Vocke wurde eine Straße nach ihm benannt. So haben einige Haarer Bürger „Vocke“ in ihrer Wohnadresse stehen, denn die Hauptverkehrsstraße von Nord nach Süd, eine Bundesstraße, trennt als „Vockestraße“ die ehemaligen Anstalten Eglfing ("Haar I") und Haar ("Haar II") in Ost-West Richtung. Auf dem Gelände können neben der evangelischen Kirche zwei Mahnmale besucht werden, die der Opfer der NS-Zeit gedenken. Im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Aktionen wurden zwischen 1939 und 1945 etwa 300.000 Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen ermordet. Ein zentraler Ort der Selektion und teilweise auch der Tötung war die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar. Annähernd 4.000 Menschen wurden hier ermordet oder in eine Tötungsanstalt deportiert.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/280">Für mehr (einschließlich 10 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-10-22T16:06:28+02:00</published>
    <updated>2026-07-01T12:40:40+02:00</updated>
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      <name>Ulrike Kirchner</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Heilig-Geist-Kirche: Täuschendes Rokoko mit Brezen-Reiter]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Dass die Heilig-Geist-Kirche von München früher zum größten Spital der Stadt gehörte, erkennt man heute nur mit Vorwissen. Doch wer die verräterischen Elemente einmal entdeckt hat, vergisst sie nie wieder.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/25152db8977b7247e618c375af001adf.jpg" alt="Heilig-Geist-Kirche, Funck, 1772" /><br/><p>Betritt man die Heilig-Geist-Kirche vom Tal aus, taucht man ein in einen heiteren Rokoko-Kosmos der Asam-Brüder. Verspielter Stuck in Rosa und Hellblau prägt den Raum – und kaschiert geschickt eine Baunaht zwischen den hinteren drei Fensterachsen und dem übrigen Kirchenraum. Die ursprüngliche Spitalkirche endete nämlich am vorderen Portal. Auch die beiden hinteren Deckengemälde verraten Kennern, dass sie stilistisch eher ins 19. Jahrhundert gehören. Bis 1885 stand hier rechtwinklig zum Kirchenschiff das sogenannte Weiber-Spital, das Unterkunft für Pfründnerinnen bot. Die Ärmeren schliefen im Schlafsaal, die Bessergestellten in eigenen Kammern im Obergeschoss. An die Vergangenheit als Spitalkirche erinnert das zentrale Deckenfresko: Es zeigt die Gründung des Heilig-Geist-Spitals im Jahr 1208 durch Herzog Otto II., umgeben von Armen und Kranken, die dort Hilfe finden. Am linken Bildrand fällt eine ungewöhnliche Szene ins Auge: Ein weißes Pferd und ein Mann mit einer Breze in der Hand – der sogenannte Brezenreiter. Einer Stiftung zufolge ritt er einst jährlich vom Spital aus und verteilte Brezen an Bedürftige in der Stadt. Die Deckenmalereien wurden nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg originalgetreu rekonstruiert.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/236">Für mehr (einschließlich 6 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-05-05T15:12:34+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:18:31+02:00</updated>
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      <name>Frieder Leipold/ARCHIATER</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Pütrich-Seelhaus: Aha-Effekt im Hinterhof – Frühe Spuren der Renaissance]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Der letzte vollständig erhaltene Altmünchner Innenhof erinnert nicht nur an den Beginn der Renaissance nördlich der Alpen, er ist auch der letzte erhaltene Rest des Pütrich-Seelhauses.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/6e08ecd42a4dbc64815ac20ff2c7e072.jpg" alt="Pütrich-Seelhaus, Wening, 1701" /><br/><p>Dieser versteckte Ort gilt als echter Geheimtipp – er ist der letzte vollständig erhaltene Altmünchner Innenhof. Ursprünglich gehörte er zu einem Bürgerhaus, das 1714 mit dem benachbarten Pütrich-Seelhaus verbunden wurde. Die Laubengänge aus dem frühen 16. Jahrhundert vereinen segmentbogenförmige Elemente der italienischen Renaissance mit gotisch anmutenden Backsteinbrüstungen. Bereits 1284 wurde erstmals die Christopherus-Kapelle erwähnt – Keimzelle des späteren Klosters. 1365 stiftete der Patrizier Ludwig Pütrich große Mittel, wodurch das Seelhaus seinen Namen erhielt. Wie das benachbarte Ridler-Seelhaus wurde auch dieses durch weitere Zustiftungen erweitert und 1484 in ein reguliertes Kloster umgewandelt. Das Kloster genoss hohes Ansehen. Sogar Kunigunde von Österreich, Tochter Kaiser Friedrichs III. und Schwester Maximilians I., nahm 1508 hier ihren Alterssitz. Auch viele Töchter vornehmer Familien traten ein. Als 1659 ein Brand im Destillierhaus ausbrach, versuchten vor allem Männer namens Christoph, die Kapelle ihres Namenspatrons zu retten. Der Legende nach erschien der Heilige selbst und löschte das Feuer. Aus Dank gründeten die „Christophe“ eine Bruderschaft. Mit der Säkularisation wurde das Kloster aufgehoben und später abgerissen.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/235">Für mehr (einschließlich 6 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-05-05T11:36:05+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:17:25+02:00</updated>
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      <name>Frieder Leipold/ARCHIATER</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Ridler-Seelhaus: Nonnen mit einem magischen Bild und einer heiligen Treppe]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Im Ridler-Seelhaus lebten ein halbes Jahrtausend Nonnen, die sich um Kranke und Sterbende kümmerten. Für ihren Schutz garantierte das Salva-Guardia-Gnadenbild. Für ihr Seelenheil sorgte eine heilige Stiege, die Ablässe gewährte.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/e002f86890439ba296bf3bf0d0774401.jpg" alt="Das Ridler-Seelhaus, Stimmelmayr, um 1800" /><br/><p>1295, als dieses Gebiet noch außerhalb der Stadtmauer lag, stiftete der Münchner Patrizier Heinrich Riedler ein Seelhaus. Die dort lebenden Laien-Schwestern widmeten sich der Krankenpflege. Ihre guten Werke sollten der Seele des Stifters den Eintritt in den Himmel ermöglichen. Im Laufe der Zeit wurden auch angrenzende Grundstücke dem Haus zugeteilt. Zu den Schutzbefohlenen zählten auch Damen des herzoglichen Hofstaats, der im 16. Jahrhundert in die Nähe verlegt wurde. 1484 nahmen die Schwestern die strengeren Regeln des dritten Franziskanerordens an. Das Seelhaus wurde so zum Kloster. In München kannte man es auch als „Ridler-Regelhaus auf der Stiege“ – benannt nach einer siebenstufigen Treppe zur Kirche, deren andächtiges Besteigen Ablass versprach. Besondere Verehrung erfuhr ein Marienbild, das die Nonnen 1632 während des Dreißigjährigen Kriegs erhielten. Weil das Kloster verschont blieb, schrieb man dem Bild wundertätige Schutzkräfte zu. Weitere außergewöhnliche Objekte waren ein Kruzifix mit wachsendem Haar und ein blutiger Schleier. 1782 ließ Kurfürst Karl Theodor das Kloster auflösen. Die verfallenen Gebäude blieben bis etwa 1803 stehen, ehe sie gemeinsam mit dem Franziskanerkloster abgerissen wurden.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/234">Für mehr (einschließlich 6 Bilder) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2025-04-23T18:24:43+02:00</published>
    <updated>2026-08-13T14:17:01+02:00</updated>
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