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    <title type="html"><![CDATA[Der Mus-Topf vom Marienhof: Schätze aus einer Latrine]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Schätze aus einer etwa 400 Jahre lang genutzten Latrine und was diese über die Kochkunst des mittelalterlichen Münchens verraten.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/d4a2873462d6f93f0cecafcf418e80b1.jpg" alt="Keramiktopf aus dem 14. Jh. mit Resten eines angebrannten Apfel- und Steinobstmuses" /><br/><p>Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Beginn der Arbeiten an der zweiten S-Bahn-Stammstrecke im Jahr 2017 war der Marienhof die größte Freifläche der Münchner Altstadt. Vom Mittelalter bis zu den Luftangriffen 1944 hatte es dort jedoch eine durchgängige Besiedlung gegeben. Der Marienhof war bis dahin ein belebtes Stadtviertel mit Wohnhäusern, Handwerksbetrieben und Geschäften. Es lag in unmittelbarer Nähe zum Alten Hof und zum Marienplatz, auf dem die verschiedenen Märkte für Lebensmittel stattfanden. Über den heutigen Marienhof verlief auch die erste, mittelalterliche Stadtmauer. Daher war das hektargroße Areal buchstäblich eine Fundgrube für die Stadtgeschichte. Bevor die Bodenschätze bei den Aushebungen für immer verloren gegangen wären, fanden in den Jahren 2011 und 2012 umfangreiche archäologische Ausgrabungen statt, die alle vorherigen Grabungen in der Altstadt in den Schatten stellten. Mit der Marienhof-Grabung wurde die zweite Stammstrecke zum Auslöser für eine München-Archäologie im großen Stil. Die Grabungen gaben auch den Anlass für die Gründung des Forschungsprojektes "Archäologie München", das von der Landeshauptstadt gefördert wird und dessen Leitung bei der Archäologischen Staatssammlung liegt.
Der Kriegsschutt war bei diesen Ausgrabungen nur die oberste Schicht. Neben altem Mauerwerk und Kellern wurden 15 tiefe Schächte ergraben: Brunnen, die im Mittelalter angelegt wurden und später als Abfallgruben und Latrinen dienten. Solche Schächte ermöglichen es, einen Querschnitt durch die Zeit zu erforschen. Sie enthalten ein breites Spektrum an meist entsorgten Gegenständen, die Auskunft über das Leben und den Alltag der Menschen geben, wie Keramik, Glas, Werkzeug, Holz, Leder, Tierknochen und Pflanzenreste.
Schacht 1 befand sich wie Schacht 5 an der nordwestlichen Ecke des Marienhofs knapp außerhalb der Stadtmauer. Seit seiner Errichtung im 13. Jahrhundert wurde der Schacht kontinuierlich 400 Jahre lang bis ins 17. Jahrhundert als Latrine und zur Abfallentsorgung genutzt und von Zeit zu Zeit geleert.
In dem ungefähr fünf Meter tiefen Schacht fanden sich bei den Ausgrabungen Alltagsgegenstände wie Pfeifen, Spielwürfel und Steine, aus Holz gefertigte Löffel, Schalen und eine Klobrille, sowie ein Kinderstiefel aus Leder und Textilreste aus Wolle, Leinen und Seide. Die geborgenen Keramikscherben gehören zum ältesten Typ mittelalterlicher Keramik aus der Münchner Innenstadt. Eher unerfreulich waren die unter dem Mikroskop entdeckten Parasiten wie Spul- und Peitschenwürmer, die vermutlich auf eine schlechte Hygiene zurückzuführen sind, sowie Bandwürmer, die darauf hindeuten, dass verseuchtes Fleisch vor dem Verzehr nicht gut genug durchgegart wurde.
Ein besonders interessanter Fund war im untersten Viertel des Schachtes. Dort kam ein 700 Jahre alter, beinahe unversehrter Keramiktopf von fast 19 Zentimetern Höhe zum Vorschein. Brand- und Rußspuren an der Außenseite des Topfes bezeugen, dass er zum Kochen auf einem Herd mit offener Flamme verwendet worden war. Das Resultat seines letzten Gebrauchs ist noch in ihm enthalten: Eine klumpige Masse, die nahezu versteinert am Ton klebt. Mit bloßem Auge sind Kirsch- und Pflaumensteine erkennbar, daneben wurden Äpfel und Beeren nachgewiesen. Anscheinend hat jemand um das Jahr 1315 ein Mus gekocht und dabei die Zeit vergessen. Das Mus war möglicherweise als Nachspeise oder Beilage für einen Brei aus Getreide gedacht. Die teerartig eingebrannte Masse konnte offenbar nicht mehr von dem Topf gelöst werden und war wohl der Grund dafür, dass der nunmehr unbrauchbare Topf in der Latrine entsorgt wurde. Dort in der Tiefe des Schachtes hat er die Jahrhunderte und die Weltkriegsbomben sicher überstanden.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/157">Für mehr (einschließlich 3 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-05-29T15:11:02+02:00</published>
    <updated>2024-06-01T09:37:50+02:00</updated>
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      <name>Elke Bujok&amp;#32;&amp;amp;&amp;#32;Anna Enzensberger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Marienhof: Das Skelett einer Kuh und ein Fischkasten aus Schacht 5]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die älteste Holzbaukonstruktion Münchens diente zunächst als Brunnen, später als Latrine. Anlass für den Umbau war wohl eine Kuh, die auf ungeklärte Weise in den Brunnen geraten war und sein Wasser unbrauchbar machte. Der Schacht ist ein einzigartiges Fundensemble und gibt Auskunft über das Leben der Menschen am Marienhof.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/5423fa75b06db1f1407d43931712780e.jpg" alt="Der aus originalen Holzbalken wiederaufgebaute Schacht 5 vom Marienhof, 2024" /><br/><p>Die umfangreichen Ausgrabungen am Marienhof in den Jahren 2011 und 2012 anlässlich des Baus der zweiten S-Bahn-Stammstrecke ermöglichten bislang unbekannte Einblicke in die Münchner Stadtgeschichte. Bevor das Stadtviertel durch Bombenangriffe der alliierten Verbände in der Nacht des 7. Januar 1945 zwischen 21.55 und 23.03 Uhr vollständig zerstört wurde, befand sich hier reges Leben mit zahlreichen Gaststätten, Wohnhäusern, Handwerksbetrieben und Geschäften. Das Viertel zählte zu den ältesten der Stadt, seine Geschichte reichte in die Zeit der Stadtgründung durch Heinrich den Löwen um 1158 zurück. Hier verlief auch der älteste Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Auf dem Grabungsareal fanden sich Relikte aus allen Epochen Münchens bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Zu den ältesten Bauresten dort gehören mittelalterliche Brunnen- und Latrinenschächte. In der Regel wurden sie als Brunnenschächte für die Trinkwasserversorgung errichtet und zu einem späteren Zeitpunkt aus verschiedenen Anlässen zu Latrinen umgebaut. Die darin entsorgten Gegenstände geben Auskunft über das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner Münchens seit dem Mittelalter.
Ein besonderer Vorfall ereignete sich in Schacht 5, dem spektakulärsten Schacht am Marienhof. Er befand sich auf dem Grundstück der ehemaligen Theatinerstraße 52 an der nordwestlichen Ecke des Marienhofs zur Schrammerstraße hin, gerade außerhalb der Stadtmauer. Auf dem Grund des zunächst als Brunnen erbauten Schachtes fand sich bei den Ausgrabungen das vollständige Skelett einer Kuh, die auf ungeklärte Weise dorthin geraten war, denn der Brunnen besaß mit Sicherheit eine Umfassungsmauer. War es ein Unfall? Oder heimtückische Brunnensabotage? Der Hergang wird wohl für immer ein ungelöstes Rätsel bleiben. Fest steht jedoch, dass der Brunnen mit seiner aufwändigen und kostspieligen Holzkonstruktion um diese Zeit als Wasserquelle aufgegeben werden musste und für die Unratentsorgung umfunktioniert wurde. Die Kuh wird dazu den Anlass gegeben haben, denn der Kadaver verunreinigte das Wasser, so dass es nicht mehr genießbar war.
Der Brunnen wurde 1261 oder kurz danach errichtet. Dies ergab die Jahrringuntersuchung der verbauten Hölzer, die aus dem Voralpenland stammten und im Frühsommer diesen Jahres gefällt worden waren. Bereits 1263 wurde der Brunnen jedoch mit einer zwei Meter dicken Flinzschicht verfüllt, wohl wegen des Kuhkadavers. Flinz ist ein Lehm-Sandgemisch, das natürlicherweise im Boden unter München vorkommt. Das Datum der Verfüllung konnte aus den darin befindlichen, zahlreichen Holzgegenständen erschlossen werden. Der Schacht hatte somit also gerade einmal zwei Jahre als Brunnen gedient, bevor er zu einer Latrine umfunktioniert werden musste.
Schacht 5 war ungefähr zwei auf zwei Meter breit und fünf Meter tief. Im Gegensatz zu allen anderen Brunnenschächten am Marienhof war er aufwändig mit Holzbalken verkleidet. Heute sind davon noch 47 Bohlen erhalten. Mit seiner Erbauung im Jahr 1261 ist Schacht 5 die älteste Holzbaukonstruktion Münchens.
Aus dem Inneren des Schachtes konnten viele gut erhaltene Gegenstände geborgen werden, unter anderem Holzeimer, Glasscherben und -perlen, Obstkerne, Keramik, Leder- und Textilreste, Fragmente einer Flöte aus Knochen und zwei Löffel. Besonders interessant ist der Fund eines bootsförmigen Fischkastens mit Deckel und eingebohrten Löchern, der 1449 entsorgt wurde und einen der ältesten Funde mittelalterlichen Fischereigerätes darstellt. Fischkästen wurden sowohl von Fischern, als auch von Fischhändlern zur Lebendhälterung der Tiere verwendet. Dafür wurde der wasserdurchlässige Kasten in einem der zahlreichen Stadtbäche verankert, die München durchzogen. Die gefangenen Fische wurden darin lebend gehalten, wodurch sie länger frisch und essbar blieben.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/155">Für mehr (einschließlich 6 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-05-28T16:05:27+02:00</published>
    <updated>2024-05-29T17:24:51+02:00</updated>
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      <name>Elke Bujok&amp;#32;&amp;amp;&amp;#32;Anna Enzensberger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Mariahilfkirche: Das ehemalige romantische Gesamtkunstwerk inmitten der Au]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Mariahilfkirche ist mehr als nur eine Kirche. Sie ist ein Symbol für die Geschichte, die Kultur und den Glauben eines alten Münchner Stadtteils. Die Backsteinbasilika ist das Wahrzeichen der Au und gilt als erster großer neugotischer Kirchenbau Deutschlands. </em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/69d9a31668d19801e34e2ad685cffd07.jpg" alt="Gemälde von Ferdinand Jodl, 1839" /><br/><p>Auf dem Mariahilfplatz befanden sich einst drei Kirchen, die alle eine wichtige Rolle in der Geschichte der Au spielten. 1463 wurde am Ufer des Auer Mühlbachs ein Kruzifix angespült. Noch im selben Jahr wurde an jener Stelle – dem heutigen Mariahilfplatz – eine Kreuzkapelle errichtet und 1466 geweiht. 1647 wurde die Kapelle umgebaut und schließlich 1817 aufgrund von Baufälligkeit abgetragen. Am Südende jenes Platzes wurde 1621 die Klosterkirche St. Karl Borromäus der Paulaner errichtet und faktisch zur Pfarrkirche der Au. Nach der Auflösung des Paulanerordens 1799 wurde der Bau zum Zuchthaus. Der bereits 1886 bei einem Brand schwer beschädigte Klosterkomplex wurde 1901/1902 vollständig abgerissen, um Platz zu schaffen für den Neubau des Amtsgerichts – heute Landratsamt.</p><p>Der dritte Kirchenbau auf dem Platz bildete sogleich den Vorgängerbau der Mariahilfkirche: 1632 bis 1639 wurde eine Wallfahrtskapelle errichtet für das wundertätige Gnadenbild, welches 1629 den Paulanermönchen der Au übergeben worden war. Die aus der Provence stammende Muttergottes mit Jesusknaben entstand um 1450. Aufgrund großer Beliebtheit des Wallfahrtortes musste die Kapelle 1723 bis 1725 erweitert werden. Nach der Auflösung des Paulanerklosters wurde die Mariahilfkapelle zur Pfarrkirche der Au erhoben. Da der Bau jener Aufgabe nicht gewachsen war, kam 1822 der Wunsch nach einem Neubau auf. 1827 beauftragte König Ludwig I. mehrere Architekten, Entwürfe einzureichen; darunter auch Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner. Überzeugen konnte am Ende Joseph Daniel Ohlmüller (1791–1839) mit seinem „altdeutschen“, also neugotischen Entwurf. Die Gotik galt als Idealzeitalter für Leben und Kunst sowie der Verbindung von Staat und Kirche und wurde zum neuen Nationalstil erhoben. </p><p>Von 1831 bis 1839 wurde die katholische Pfarrkirche Maria Hilf in der Au errichtet. Nach dem Tod Ohlmüllers wurde Georg Friedrich Ziebland (1800–1873) mit der Fertigstellung beauftragt. Der Bau war eine dreischiffige Hallenkirche mit erhöhtem Chor und Umgang. Die Wimperge über dem Westportal und den Fenstern der Vorhalle, die Ornamentik der Fensterrosen und Dachzone der Seitenschiffe nach Westen sowie der Turmhelm des Westturms waren in hellgrauem Haustein gefertigt und setzten sich vom roten Backstein ab. Filialen krönten die stark zurückgenommenen Strebepfeiler des sonst eher kubischen Baukörpers. Ohlmüller schuf ein in sich geschlossenes Gesamtkunstwerk im romantischen Sinne. Deutlich wird dies durch seine Entwürfe, die über das Kirchenmobiliar bis zum liturgischen Gerät reichen. Auch die Glasmalereien spielten bereits bei der Planung eine Rolle. </p><p>Die 19 Glasfenster wurden von 1832 bis 1846 im Stil der Nazarener geschaffen und waren der bedeutendste Teil der neugotischen Ausstattung. Die Leitung der Ausführung übernahm der von König Ludwig I. eingesetzte Professor der Königlichen Akademie der Bildenden Künste Heinrich Maria von Hess, welcher von 1826 bis 1853 an den Glasfenstern des Kölner Doms beteiligt war. Die Glasmalereien wurden von Max Emanuel Ainmiller ausgeführt und zeigten Szenen des Marienlebens. Nachdem die Mariahilfkirche von 1943 bis 1944 bei Bombenangriffen schwer beschädigt wurde, konnten nur zwei Fragmente der Glasmalerei geborgen werden: ein Christuskopf und eine Büste der Maria – heute in der Gnadenkapelle aufbewahrt. Glücklicherweise sind die Motive jedoch in großformatigen zeitgenössischen Lithographien erhalten, von denen auch kolorierte Fassungen existieren. </p><p>Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche von 1952 bis 1953 von Michael Steinbrecher (1887–1976) und Hans Döllgast (1891–1974) wiedererrichtet. Äußeres und Inneres der neuen Mariahilfkirche unterscheiden sich stark voneinander. Vom ursprünglichen romantischen Gesamtkunstwerk ist heute kaum noch etwas zu sehen. Der Außenbau wurde in stark vereinfachter Form wiedererrichtet. Im Osten des Baukörpers wurde auf der Nordseite ein zusätzliches Portal und auf der Südseite eine Kapelle für das Gnadenbild errichtet. Das Innere wurde komplett neugestaltet. Die Seitenschiffe wurden zu schmalen Gängen reduziert. Statt des neugotischen Sterngewölbes ist eine Flachdecke eingezogen worden. Generell distanzierte man sich gezielt vom Historismus.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/132">Für mehr (einschließlich 14 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2023-11-28T18:18:50+01:00</published>
    <updated>2023-12-05T15:10:20+01:00</updated>
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      <name>Nadine Raddatz</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Neuveste: Die historischen Standorte des Bayerischen Hauptstaatsarchivs]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/43895f1c9349ddce8e3e7f070e1d1656.jpg" alt="Modell der Neuveste, den Zustand von 1540 darstellend, Ansicht von Osten" /><br/><p>Herzog Wilhelm III (1375–1435, reg. 1397–1435) verwahrte in einem Gewölbe in der Neuveste (Residenz) einen nur ihm zugänglichen persönlichen Urkundenbestand. Ursache für die vorübergehende Verlagerung wichtiger Dokumente aus dem Alten Hof in die Neuveste waren Auseinandersetzungen der Wittelsbacher Herzöge mit den Münchner Zünften.
1756 zog das Innere Archiv in die Nordwestecke des Kaiserhofs in einige Räume unter dem Vierschimmelsaal. Nach der Umstrukturierung der Archive 1799 übernahm das neu gegründete Hausarchiv diese Räumlichkeiten. 1932 wird es in das Erdgeschoss des 1839 fertig gestellten Apothekenbaus verlegt. Bei einem Bombenangriff im Jahr 1944 gingen dort noch nicht ausgelagerte Akten verloren.
Ende des 18. Jahrhunderts befand sich auch der als Winterregistratur bezeichnete Teil der Geheimen Staatsregistratur in der Neuveste. Diese Registratur ging 1799 in das geheime Staatsarchiv über und verblieb bis zu seiner Verlegung in den Alten Hof in der Residenz.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/121">Für mehr (einschließlich 4 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2023-10-19T21:07:58+02:00</published>
    <updated>2024-01-19T16:23:16+01:00</updated>
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      <name>Elisabeth Weinberger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Der Alte Hof: Die historischen Standorte des Bayerischen Hauptstaatsarchivs]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/642abd957d5512adf4cc657a6b3c70c2.jpg" alt="Der Alte Hof, um 1910/1930" /><br/><p>Der Alte Hof wurde ab 1253 unter Herzog Ludwig dem Strengen (1229–1994, reg. 1253–1294) als erste Residenz der Wittelsbacher in München errichtet. Im Westtrakt (Pfisterstock) befand sich ab dem späten Mittelalter ein Briefgewölbe, in dem vor allem Urkunden lagerten. Die Bezeichnung leitet sich ab von der damals üblichen Bezeichnung „Briefe“ für rechtserhebliche Schriftstücke (Urkunden).
Die Archivinstruktion von 1586 nennt ein Briefgewölb (inneres Archiv) und ein Gewölb vor dem Archiv (äußeres Archiv). Beide Archive gaben Mitte des 18. Jahrhunderts ihren Standort im Alten Hof auf und bezogen neue Räumlichkeiten in der Residenz und im Wilhelminum.
Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Archivverwaltung umstrukturiert. Es entstand unter anderem das Geheime Staatsarchiv, das von 1839 bis 1846 im Alten Hof untergebracht war. Von 1814 bis 1890 befand sich dort auch das „königliche Reichsarchivkonservatorium“, das 1875 in Kreisarchiv München umbenannt wurde. Ab 1890 war das Kreisarchiv in dem damals neuerrichteten Zweckbau in der Himbselstraße zu finden.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/118">Für mehr (einschließlich 5 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2023-10-18T18:12:31+02:00</published>
    <updated>2024-06-20T14:22:48+02:00</updated>
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      <name>Elisabeth Weinberger</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Die Nonnen vom Max-Joseph-Platz: Klöster, Kirchen und Grüfte der Franziskanerbrüder, der Püttrich- und Ridlerschwestern]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Längst vergessen – keine Spur im Münchner Stadtbild erinnert noch an das einst berühmte Franziskanerviertel an der Stelle des heutigen Max-Joseph-Platzes in unmittelbarer Nähe des Hofes: das Kloster der Brüder mit den beiden zugehörigen Frauenklöstern der Püttrich- und Ridlerschwestern. Die Klöster bestanden seit dem 13. und 14. Jahrhundert und wurden 1802 im Rahmen der Säkularisation abgerissen.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/6f86791e3f6aded4df9d237037357a70.jpg" alt="Die Ausgrabung am Max-Joseph-Platz, 1982" /><br/><p>Schon unter Kaiser Ludwig dem Bayer (1281/1282–1347, reg. 1314/1328–1347) erlangte das Männerkloster große wissenschaftliche und politische Bedeutung innerhalb Europas. Der sicherlich berühmteste Bruder war William von Ockham (um 1288–1347), der hier 1330 mit seinen beiden Mitstreitern Bonagratia von Bergamo (um 1265–1340) und Michael von Cesena (um 1270–1342) Schutz vor der kirchlichen Verfolgung fand. Er wurde vor dem Altar im Chor der Kirche bestattet, der ungefähr unter der südwestlichen Ecke des Nationaltheaters – der Bayerischen Staatsoper – lag.
Das Franziskanerkloster mit Kirche und umgebendem Friedhof nahm den ganzen Max-Joseph-Platz ein und erstreckte sich weit in den Bereich des heutigen Nationaltheaters sowie die Maximilianstraße hinein. Das Ridlerkloster befand sich unter dem westlichen Teil des Königsbaus der Residenz, der erst ab 1826 errichtet wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich an der nördlichen Ecke der heutigen Residenz- und Perusastraße das Püttrichkloster.
Die Frauen lebten zunächst als Seelschwestern und widmeten sich der täglichen Krankenpflege, Sterbebegleitung und den Toteng<span>ebeten. Sie konnten in freier Gemeinschaft ein weitgehend eigenständiges Leben </span>ohne Gelübde und Habit führen, waren jedoch <span>der geistlichen Obhut der Franziskaner </span>unterstellt. <span>Mit verschiedenen Reformen erhielten die Schwestern im Lauf der Zeit strengere Ordnungen. So wurden 1483/84 die drei Gelübde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams eingeführt, 1621 die ewige Klausur. Ab diesem Zeitpunkt lebten die Schwestern ausschließlich innerhalb ihrer Klostermauern und verschwanden gänzlich aus dem Münchner Stadtbild.</span>
Trotz dieser Einschränkungen konnten die Schwestern innerhalb des ihnen vorgegebenen, engen Rahmens ein selbständiges Leben führen. Sie verwalteten ihre Angelegenheiten eigenverantwortlich, übten leitende Ämter, wie das einer Oberin, aus, konnten sich künstlerisch entfalten und waren in der Bibliothek, im Archiv und in der Schreibstube tätig. Ihr Bildungsniveau war vergleichsweise hoch. In aller Regel stammten die Schwestern aus adeligen und vermögenden Familien und waren bei ihrem Eintritt ins Kloster zwischen 17 und 21 Jahre alt. Die wohl berühmteste Bewohnerin im Püttrichkloster war Herzogin Kunigunde (1465–1520), die Tochter Kaiser Friedrichs III. (1415–1493, reg. 1440/1452–1493) und Schwester Kaiser Maximilians I. (1459–1519, reg. 1486/1508–1519). Sie war dem Kloster schon seit langem eng verbunden und begab sich 1508 nach dem Tod ihres Gemahls, Herzog Albrecht IV. von Bayern (1447–1508, reg. 1465–1508), dorthin. Mit den Schwestern führte sie ein einfaches und vorbildliches geistliches Leben. Bestattet wurde sie in der Fürstengruft Unserer Lieben Frau, jedoch im Ordenshabit, worum sie bereits zu Lebzeiten ihres Gemahls gebeten hatte.
Bei einer Ausgrabung anlässlich von Erdarbeiten zur Erweiterung der Tiefgarage unter dem Max-Joseph-Platz wurde 1982 die Gruft der Frauenklöster gefunden, die 1714 unter der Franziskanerkirche errichtet worden war. <span>Die Gräber waren mit Beigaben wie Papierblumen, Michaelsmedaillen, Christusfiguren, Rosenkränzen und Figürchen ausgestattet.</span></p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/116">Für mehr (einschließlich 7 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2023-10-10T18:15:53+02:00</published>
    <updated>2024-04-18T12:44:18+02:00</updated>
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      <name>Elke Bujok</name>
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    <title type="html"><![CDATA[Das Karlstor:  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/0d99cf47454e66cff88e3d127947e69f.jpg" alt="Das Karlstor, um 1900" /><br/><p>Das Karlstor wurde im späten 13. Jahrhundert als westlicher Hauptzugang zur Stadt errichtet. Ursprünglich hieß es Neuhauser Tor und bekam erst im Jahr 1791 im Zuge der von Kurfürst Karl Theodor beauftragten Umbauarbeiten seinen heutigen Namen.</p><p>Die Auswahl der Abbildungen stammt aus dem Fundus von rund 25.000 München-Fotos der Photothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/80">Für mehr (einschließlich 7 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2023-04-20T13:46:04+02:00</published>
    <updated>2023-06-06T16:42:29+02:00</updated>
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