<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <title type="text">MunichArtToGo</title>
  <updated>2026-05-19T14:51:04+02:00</updated>
  <generator uri="http://framework.zend.com" version="1.12.20">Zend_Feed_Writer</generator>
  <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/"/>
  <link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/browse?output=rss2"/>
  <id>https://municharttogo.zikg.eu/</id>
  <author>
    <name>MunichArtToGo</name>
    <uri>https://municharttogo.zikg.eu</uri>
  </author>
  <link rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/"/>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Der Fischerbuberlbrunnen am Wiener Platz:  ]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/ae4415e29bbf3fc8ed43e37d1ff28681.jpg" alt="Der Fischerbuberlbrunnen auf dem Wiener Platz, 2006" /><br/><p>Der Fischerbuberlbrunnen ist das ehemalige Wahrzeichen des Viktualienmarktes auf dem Platz an der alten Schrannenhalle, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts demontiert war. Das Buberl schaute mit der Adresse Blumenstraße nach Westen in Richtung Hochbunker. Das frisch gereinigte, mehrteilige, kreisrund sich nach unten verjüngende Becken (Granit aus dem Bayerischen Wald) hat in der Mitte einen kurzen vierkantigen Pfosten und darauf eine Kugel aus Bronze, die auf vier Muschelschalen steht. Die Kugel hat um ihren Äquator ein breites, fein ziseliertes Band sowie zwei Röhren in der Horizontal-Achse für den Wasserauslass. Auf der Kugel steht das bronzene Fischerbuberl als Putto, damit beschäftigt, zwei Schleien in den Armen und eine zwischen den Füßen festzuhalten. Als die Schrannenhalle in den frühen 2000er Jahren wiederaufgebaut wurde, versetzte man das Fischerbuberl vom Stadtzentrum in ein fast ebenso schönes Vorstadtzentrum, nämlich auf den Wiener Platz in Haidhausen. Hier, in Nachbarschaft zum Bayerischen Landtag in den Maximilians-Anlagen, befindet es sich in Haidhauser Ambiente in unmittelbarer Nähe zu einem Maibaum, der schönen Kirchenfassade von St. Johann Baptist und festen Marktstandl. Unweit ist sogar der Hofbräu-Bierkeller mit Biergarten und die alte Straße, auf der man früher mit der Kutsche nach Wien gefahren ist. Der Trinkwasserbrunnen ist ein Werk des Bildhausers Ignatius Taschner (1871–1913) aus dem Jahr 1910.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/113">Für mehr (einschließlich 2 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2023-09-28T14:22:06+02:00</published>
    <updated>2026-04-23T12:34:13+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/113"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/113</id>
    <author>
      <name>Ernst Theodor Mayer</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Die Brunnengruppe „Satyrherme und Knabe“: Das sogenannte „Brunnenbuberl“]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Brunnengruppe Satyrherme und Knabe ist ein frühes Werk des Münchner Bildhauers Mathias Gasteiger (1871–1934) und markiert dessen stilistische Entwicklung hin zum Münchner Jugendstil. Sein bronzenes „Brunnenbuberl“ war schon bei seinen Zeitgenossen in aller Munde („Brunnenbuberlaffäre“). Es sorgte Ende des 19. Jahrhunderts für viele Diskussionen zwischen Münchner Moralisten und Freigeistern.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/206728d0ed487fa7bdc0975e47e4ccc8.jpg" alt="Die Brunnengruppe „Satyrherme und Knabe“ von Mathias Gasteiger in den ehemals begrünten Stachusanlagen, um 1895 " /><br/><p>„<i>[ein] (…) altbayerisch aussehender Faun als urkomischer Wasserspeier [begießt] mit seinem Strahl einen ihm nahenden, gut studierten Jungen über und über mit Wasser (…). Das ist ganz geeignet für ein echt volkstümliches Monument!</i>“ So beschreibt Friedrich Pecht 1892 Mathias Gasteigers Brunnengruppe aus Muschelmarmor, Donaukalkstein und Bronze in der Zeitschrift „Kunst für Alle“. Und mit dieser Meinung war er nicht alleine. Das „Brunnenbuberl“ bescherte dem Münchner Bildhauer eine Auszeichnung nach der anderen. Er erhielt die Silbermedaille der Münchner Akademie, die Goldmedaille der Internationalen Kunstausstellung im Münchner Glaspalast (1892) und viele weitere Würdigungen. Gasteigers frühe Komposition lebt von ihren vielschichtigen Bezügen. Die mythologischen Attribute des marmornen Wasserspeiers (Ziegenfell, Weinlaub, Hörner, Pferdeohren) lassen keine eindeutige Identifizierung zu. Es kann sich um Pan, Faun, Satyr oder Silen handeln. Die Beziehung des jungen Dionysos zu seinem Lehrer Silenos könnte den Künstler inspiriert haben. Kern des Werks ist jedoch etwas anderes, nämlich die künstlerische Darstellung eines kurzen Augenblicks liebevoller Narretei: Der Junge drückt mit dem Daumen den Hahn des Pfeilers zu, um die Passanten vollzuspritzen. Das erweckt den Kopf der Satyrherme zum Leben, die ihn seinerseits bespritzt, wogegen sich der ‚Lausbub‘ mit erhobenem Arm zu schützen versucht. Die Lebendigkeit dieser Interaktion in Bronze und Stein spiegelt wider, wie geschickt und geistreich der Bildhauer das Thema Wasserspiel im Stil des Jugendstils umzusetzen wusste. 1894 schenkte Gasteiger die Arbeit seiner Geburtsstadt München und fachte damit eine hitzige Diskussion an, die als sogenannte „Brunnenbuberlaffäre“ bekannt wurde. Schon die Auswahl des Standorts gestaltete sich schwierig, da sich die Stadt scheute, die Brunnengruppe an einer allzu prominenten Stelle zu installieren. So zog das „Brunnenbuberl“ 1895 nach langem Hin und Her in die Grünanlagen des Stachus (Karlsplatz). Das Zögern der Stadt stieß jedoch bei vielen auf Unverständnis: „<i>Die Herrn vom Marienplatz zerbrechen und straplizieren ihre schönen Köpfe darüber, was wohl mit dem Gasteigerbrunnen anzufangen sei, den ein zwar sehr talentvoller Bildhauer, aber halt noch kein Professor, der Stadt geschenkt hat. In einem Winkel hinten stehen lassen war bis jetzt das probateste Mittel (…).</i>“ (Münchener Ratsch-Kathl, 7. Jg., Nr. 53, 03.07.1895, S. 1–2). Obwohl die Komposition als eines „<i>der besten Werke der modernen Bildhauerkunst</i>“ (Die Kunst für Alle 10 [1894], Heft 1, S. 15) beschrieben wurde, erhoben sich Stimmen, die sich an dem nackten Körper störten; darunter auch Prominente, wie der damalige Polizeidirektor Ludwig von Welser oder Prinzregent Luitpold von Bayern. Letzterer soll zu einem bronzenen Feigenblatt geraten haben. Manche der einheimischen Moralapostel bedienten sich jedoch radikalerer Methoden und versuchten „der Sache“ durch Attentate Herr zu werden. Karikaturen und Postkarten der Zeit dokumentieren, wie sich das öffentliche Interesse durch die Affäre steigerte. Andernorts erfreute sich der bronzene Junge aber solcher Beliebtheit, dass er zu ähnlichen Konzeptionen inspirierte. Schon früh begeisterten sich Städte wie Triest (1894) oder Erlangen (1906) für Gasteigers Brunnengruppe und ließen Kopien des Werks fertigen. Doch auch im ehemaligen Hotel Continental München (1910) und sogar in Amerika (1921) begeisterte das lebenslustige Wasserspiel die Menschen. Wegen der Umbauten am Karlsplatz im Jahr 1964 musste das Original weichen und wurde an die heutige Stelle in der Münchener Fußgängerzone versetzt, wo das „Brunnenbuberl“ noch immer seinen Schabernack treibt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/25">Für mehr (einschließlich 7 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-05-05T10:22:13+02:00</published>
    <updated>2026-04-22T17:20:29+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/25"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/25</id>
    <author>
      <name>Julia Bondl</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Der Nornenbrunnen: Urd, Verdandi und Skuld – drei germanische Schicksalsfrauen für den Stachus]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Bier galt in München immer schon als kulturstiftend – und so ist diesem gewissermaßen auch der Brunnen in der Eschenanlage am Maximiliansplatz zu verdanken – wenngleich er ursprünglich an einer anderen, wesentlich prominenteren Stelle, nämlich dem Stachus, stand.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/f68eeab6dfef92d6ef48cfe0d83d7aa9.jpg" alt="Nornenbrunnen von Hubert Netzer am Stachus" /><br/><p>Als „<i>eine der glücklichsten Schöpfungen der Bildnerei aller Zeiten</i>“ bezeichnete Julius Baum den 1907 von Hubert Netzer (1865–1939) entworfenen Brunnen (Die Stuttgarter Kunst der Gegenwart, Stuttgart 1913, S. 216). Der Brunnen zeigt die drei Nornen – die germanischen Schicksalsfrauen Urd, Verdandi und Skuld –, die an einer großen Wasserschale lehnen. Sie stehen für das Gewordene, das Werdende und das Seinsollende, für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie sind die Hüterinnen der Quelle, die am Fuße der Weltenesche Yggdrasil entspringt, und lenken das Schicksal der Menschen – äquivalent zu den römischen Parzen und den griechischen Moiren. Bekannt ist das Motiv der Nornen auch etwa aus dem Vorspiel von Richard Wagners „Götterdämmerung“, wo sie das Schicksalsseil spinnen. Bereits 1903 hat sich Netzer, der an der Münchner Kunstakademie studiert hatte und vom Neoklassizismus der Bildhauerschule um Adolf von Hildebrand geprägt war, am Wettbewerb für einen Monumentalbrunnen auf dem St. Magnusplatz in Kempten mit einem Modell beteiligt. Anstelle der eigentlich in der Ausschreibung geforderten Darstellung des Heiligen Magnus hatte er ein Modell mit den drei Nornen eingereicht, das nichtsdestotrotz mit einem dritten Preis prämiert wurde. 1907 griff er das Thema schließlich erneut für einen Wettbewerb auf, dieses Mal für einen Brunnen am Isartor. Sein mit einem zweiten Preis ausgezeichneter Entwurf wurde daraufhin für 40.000 Mark am Stachus realisiert, finanziert von der 1901 gegründeten Mathias-Pschorr-Hackerbräu-Stiftung. Vor diesem Brunnen hatte Netzer in München bereits zwei weitere realisiert: 1893 den im Zweiten Weltkrieg zerstörten „Tritonenbrunnen“ in der Herzog-Wilhelm-Straße und 1896 den „Narzissbrunnen“ im Garten des Bayerischen Nationalmuseums. Darüber hinaus schuf er 1911 den ebenfalls im Krieg zerstörten „Jonasbrunnen“ am Josephsplatz, bevor er im selben Jahr München verließ, da er an die Kunstgewerbeschule Düsseldorf berufen worden war. Bis zu 15 Steinmetze waren an der Ausführung des Prachtbrunnens aus Kirchheimer Muschelkalk beteiligt. Der Brunnen weist eine dreieckige Grundform auf. An einer großen Schale auf einem hohen Sockel lehnen die drei Nornen, „<i>hoheitsvolle Gestalten, ihrer architektonischen Aufgabe entsprechend durchaus geschlossen pfeilermäßig in der Form und doch von tiefem Leben erfüllt“</i> (Julius Baum [Hg.], Die Stuttgarter Kunst der Gegenwart, Stuttgart 1913, S. 216). Zwischen den Figuren ergießt sich das Wasser aus drei Mäulern an der großen Schale in drei flache, runde Becken. Im Gegensatz zum Kemptener Brunnenmodell sind der Sockel und die Wasserbassins nicht sechsseitig, sondern rund ausgebildet. Auch die Kartuschen mit den Namen der drei Nornen wurden bei der Münchner Ausführung weggelassen. Am 4. September 1907 wurde der Nornenbrunnen am Stachus gegenüber des etwa zehn Jahre zuvor fertiggestellten Justizpalastes enthüllt. Wo heute einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in München ist, befand sich um 1900 eine großzügige Grünanlage, deren südlichen Abschluss der Brunnen bildete. 1964 musste der Brunnen den umfangreichen Baumaßnahmen am Stachus weichen. Anfang 1966 wurde dieses „<i>Denkmal romantischer Sehnsucht, nordischen Schicksalsglaubens, beindruckenden Jugendstils</i>“ (Bistritzki 1980, S. 60) rund 500 Meter weiter an seinem heutigen Standort in den Eschenanlagen am Maximiliansplatz, nahe der Industrie- und Handelskammer, wiederaufgebaut. 1999, mehr als 90 Jahre nach der Entstehung des Brunnens, übernahm die Bayerische Immobilien AG, die auf Pschorr- und Hacker-Bräu zurückgeht, die Kosten für seine Instandsetzung – womit sich der Kreis zum Bier gewissermaßen schließt.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/24">Für mehr (einschließlich 15 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-04-05T17:32:33+02:00</published>
    <updated>2026-04-22T17:09:56+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/24"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/24</id>
    <author>
      <name>Krista Profanter</name>
    </author>
  </entry>
</feed>
