<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <title type="text">MunichArtToGo</title>
  <updated>2026-05-12T06:45:54+02:00</updated>
  <generator uri="http://framework.zend.com" version="1.12.20">Zend_Feed_Writer</generator>
  <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/"/>
  <link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/browse?output=rss2"/>
  <id>https://municharttogo.zikg.eu/</id>
  <author>
    <name>MunichArtToGo</name>
    <uri>https://municharttogo.zikg.eu</uri>
  </author>
  <link rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/"/>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[The Kabelsteg bridge: A Jugendstil bridge with a secret function]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>The Kabelsteg is an important protected monument today , but it was originally a by-product of the reconstruction work on the Muffatwerk power station in 1898. At first glance, it might seem like a simple pedestrian bridge, but its purpose extends beyond carrying people across the river.  Hidden beneath its slabs are cables that transmitted energy from the Muffatwerk power station across the Isar to the city center. The bridge itself served as a conduit for these cables. This electricity was essential for powering the street lamps and later also supplied energy for the city´s trams.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/ed286bc3a7cf44339bf1e019ee11a64b.jpg" alt="The Kabelsteg bridge, 2007" /><br/><p>The construction of the 37.50-meter-long and 4-meter-wide two-basket-handle arch bridge, made of reinforced concrete, was based on a design by Adolf Schwiening and Aquilin Altmann from the City Planning Authority (Stadtbauamt). Originally, the bridge was clad with shell-bearing limestone, which was later removed during renovation work. The opening between the two arches reduces weight and improves flood resistance by allowing water to flow through.
The construction was carried out by the Wayss & Freytag company, which was founded in 1875 by Conrad Freytag and later joined by Gustav Adolf Wayss. In 1884, Conrad Freytag acquired a patent for reinforced concrete developed by Joseph Monier  (22.12.1880), marking the beginning of a new era for reinforced concrete in Germany. The company undertook numerous projects during this time and remains active today. Its work can be found all over the world, including the first skyscraper in Buenos Aires – Argentina (<em>Caja Internacional Mutua de Pensiones</em>), and the Imperial Hotel in Karlovy Vary.
The Kabelsteg was the second reinforced concrete bridge built in Munich, following the Ludwig-Ferdinand-Brücke over the Nymphenburg Canal, which was the first.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/199">Für mehr (einschließlich 11 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2024-12-10T10:02:18+01:00</published>
    <updated>2025-05-30T16:08:18+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/199"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/199</id>
    <author>
      <name>Annabel Cuenca</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Die Pallas Athene auf der Maximiliansbrücke: Ein Bildnis der Antike im Herzen Münchens]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Das Stadtbild Münchens ist geprägt von Antikenbezügen in Architektur und Bauschmuck. Bei einem</p><p>Spaziergang durch die Stadt stößt man auf antikisierende Fassaden und Charaktere der antiken Mythologie. So ist die Maximiliansbrücke im Herzen Münchens mit einer kolossalen Pallas Athene geschmückt. Die Brücke verbindet Münchens Altstadt über die Maximiliansstraße mit dem Maximilianeum und dem urbanen Osten. Vielen ist die Skulptur der Pallas Athene daher schon begegnet, aber nur wenige kennen ihren Hintergrund.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8a0f68ab047a7f55c41feafa384856e3.jpg" alt="Die Pallas Athene von Franz Drexler auf der Maximiliansbrücke, 1906" /><br/><p>Bereits vor über 100 Jahren, genauer 1906, wurde das monumentale Bildnis der Pallas Athene auf der Maximiliansbrücke geweiht. Im Rahmen des großen Münchner Brückenbauprogramms in den Jahren 1903–1905 wurde die innere Brücke unter Beibehaltung der bereits bestehenden Konstruktion auf 22 m erweitert, um das steigende Verkehrsaufkommen zu regulieren. Den bisherigen Natursteingewölben wurden Anfügungen aus Beton angesetzt und die gesamte Brücke mit Muschelkalk verkleidet. Die äußere Brücke wurde nach einem Entwurf von Friedrich von Thiersch (1852–1921) in Form zweier Dreigelenkbögen aus Muschelkalk erbaut. Die beiden Brückenteile wurden stilistisch aneinander angeglichen, indem die Brüstungen zwischen den Pfeilern eine Füllung in Form von verzweigtem Rankenwerk erhielten.

Prominent am Brückenpfeiler der äußeren Brücke treffen Passant:innen auf die Pallas Athene. Auf dem nördlichen Pfeilerkopf positioniert blickt sie gen Süden über die Isar und die Maximiliansstraße. Ursprünglich in getriebenem Kupfer gefordert, wurde sie letztlich wie die Brücke, auf der sie sich befindet, aus Muschelkalk gefertigt. Der Künstler ist Franz Drexler (1857–1933), ein niederbayerischer Bildhauer, der seit dem Erlangen des Münchner Bürger- und Heimatrechts 1888 hauptsächlich hier tätig war. Der Fokus seines Oeuvres liegt auf christlicher Kunst. Für die Maximiliansbrücke fertigte er allerdings eine antike Gottheit.
Athena, eine der zwölf olympischen Gottheiten, wird in der griechischen und römischen Antike (römisch: Minerva) besonders als Göttin der Kampfkunst und der Weisheit verehrt. Daneben wird ihr noch das Handwerk als Zuständigkeitsbereich zugeschrieben. Drexler scheint mit den antiken Darstellungen der Athena vertraut gewesen zu sein. Im Großteil ähnelt sie dem bereits in der Antike etablierten Bildkanon. Die Göttin trägt einen bodenlangen Peplos, ein typisches Frauengewand der Antike, und darüber einen Mantel. Um die Taille gegürtet und den Stoff gerafft, trugen griechische Bürgerinnen diese Kleidung, aber auch Athena wird mit diesem Gewand dargestellt. Über dem Peplos trägt sie die sogenannte Ägis, einen Brustschutz, in stilisierter Form mit Schuppen ausgestaltet. Ihre Brust ziert das Gorgoneion, das Haupt der Gorgo Medusa. Ihr Kopf mit den vier Schlangen hat eine apotropäische Funktion und hält Böses fern. Auch auf den Brustpanzern römischer Kaiser oder auf Schilden von Kriegern kann das Gorgoneion angebracht oder aufgemalt sein. Gemäß ihrer Rolle als Göttin der Kampfkunst trägt sie auf ihrem Kopf einen Helm mit prächtigem Helmbusch. In ihrer linken Hand hält sie eine Kugel, die mit einer Nike, der geflügelten Siegesgöttin, bekrönt ist. Diese wiederum hält zwei Siegeskränze in ihren Händen. Das Attribut der Nike findet sich auch in der antiken Bildkunst, wie am Beispiel der berühmten Athena Parthenos des Bildhauers Phidias.
Soweit, so antikengetreu. Folgt man der typischen Darstellungsweise einer antiken Athena, so wäre in ihrer rechten Hand eine Lanze oder ein Schild zu erwarten. Diese neuzeitliche Athena allerdings hält in dieser Hand Zweige. Auffallend individuell sind zudem die Gesichtszüge gestaltet. Mit einer zeitgemäßen Frisur – die Locken in Jugendstilmanier ornamental eingedreht – ist hier modellhaft Frieda Thiersch abgebildet, die Tochter des Konstrukteurs der Maximiliansbrücke, Friedrich von Thiersch.
Beim nächsten Besuch der Maximiliansbrücke kann die Pallas Athene nun mit anderen Augen und mit der Frage betrachtet werden, wieso eben diese Figur aus der griechischen Mythologie zum Schmuck der Brücke gewählt wurde. Sollte sie die Stadt München mit ihren wachsamen Augen im Blick behalten und mit ihrer Kampfkunst schützen? Oder reiht sie sich ein in klassizistische und neoklassizistische Werke, die den Bezug zur Antike verkörpern? Im Vergleich zum Bauschmuck anderer Isarbrücken lässt sich mit Sicherheit sagen, dass die Pallas Athene mit ihrer Herkunft aus der antiken Mythologie ein Unikat ist.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/108">Für mehr (einschließlich 6 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2023-08-16T16:19:07+02:00</published>
    <updated>2025-12-10T16:07:30+01:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/108"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/108</id>
    <author>
      <name>Vanessa Heiduck</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Die Luitpoldbrücke: Geschenke des Prinzregenten und eine Kommune im Schlachthofviertel]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/bd4c2942dbc9b2b663de6021cdd0eedc.jpg" alt="Luitpoldbrücke, Personifikation der Pfalz" /><br/><p>„<i>Als der Höhepunkt der furchtbaren Heimsuchung, welche die Stadt München in diesen Tagen durch eine in solchem Umfange bisher noch niemals eingetretene Hochwasser-Katastrophe getroffen, wird in der hiesigen Bevölkerung allgemein der Untergang der monumentalen Luitpoldbrücke, des hervorragenden Bauwerks angesehen, welches Se. kgl. Hoheit der Prinz-Regent anläßlich der Feier Allerhöchstseines 70. Geburtsfestes zu errichten beschlossen und im November 1893 der Stadtgemeinde München schenkunsgweise übergeben ließen</i> …“ (Allgemeine Zeitung, 18. September 1899, S. 5). Mit diesen Worten begann Wilhelm Ritter von Borscht, Erster Bürgermeister von München, die Lagebesprechung nach den dramatischen Ereignissen vom 14. September 1899: Ein katastrophales Hochwasser hatte die Stadt heimgesucht und große Schäden an Uferbefestigungen und Wehren aber auch in den Maximiliansanlagen und den Isarauen verursacht. Zudem wurden fast alle Brücken schwer beschädigt. Vollständig von der Kraft der Wassermassen zerstört wurden die Max-Joseph-Brücke und die Luitpoldbrücke, die erst wenige Jahre zuvor der Stadt übergeben worden war. Schon zwei Jahre nach der Flut wurde auf Geheiß des Prinzregenten Luitpold eine neue Brücke errichtet, die künstlerische Gestaltung wurde dem Architekten Theodor Fischer (1862–1938) übertragen. Eindrücklich zeugt die hohe steinerne Einfassung des Ufers noch heute von den Bemühungen, durch Regulierung des Flusses die neue Brücke vor künftigen Hochwassern zu schützen. Geprägt wird das Erscheinungsbild durch die Verkleidung des gesamten Bauwerks mit Naturstein, hellgrauem Muschelkalk aus bayerischen Steinbrüchen. Die Zwickel des Brückenbogens sind mit Lorbeerkränzen mit dem Monogramm Luitpolds geschmückt, auf dem Scheitel ist im Süden ein kupfernes Königswappen angebracht, im Norden ein Brustbild des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk. Auf beiden Uferseiten wird die Zufahrt auf die Brücke von in die Brüstung eingefügten Sockeln mit Liegefiguren der vier bayerischen Stammesgebiete flankiert: Rechts der Isar handelt es sich um Franken und um Schwaben, auf der der Innenstadt zugewandten Seite um Bayern und um die Pfalz. In der Photothek des ZI finden sich Aufnahmen der Luitpoldbrücke aus verschiedenen Jahrzehnten. Ein aufgrund der Inventarnummer in das Jahr 1972 zu datierendes Foto der Personifikation der Pfalz verdient dabei besonderes Augenmerk, da sich auf dem Sockel ein Hinweis auf ein kurioses Kapitel der Münchner Stadtgeschichte befindet – der schwarze Schriftzug „Heiduk“. Lange bevor München Mitte der 1980er Jahre zur Geburtsstadt der deutschen Graffiti-Bewegung wurde, trieben schon einmal Sprüher ihr Unwesen in der Stadt. Ende der 60er Jahre tauchte, zunächst vermehrt auf Hauswänden im Süden Münchens, das rätselhafte Wort „Heiduk“ auf, von Unbekannten über Nacht mit schwarzer Sprühfarbe angebracht. Spätestens nachdem die Münchner Boulevardzeitung <i>tz</i> nach dem Ursprung des geheimnisvollen Wortes fahndete, verbreitete sich das Phänomen mit Hilfe einiger Nachahmer über die ganze Stadt. Theorien über die Urheber und die Bedeutung wurden der Zeitung zahlreich zugesandt: So vermutete man, dass Untergrundbewegungen oder Fussballfans, Gesellschaftskritiker oder gar ein betrunkener Einzeltäter für die Schmierereien verantwortlich seien. Ein kürzlich aus der Haft entlassener Leser erkannte in der Aktion gar eine Solidaritätsbekundung für einen ehemaligen Mithäftling namens Heiduk. Letztlich wurde das Rätsel von den Urhebern selbst gelöst, eine Kommune aus der Adlzreiter Straße hatte sich einen Spaß erlaubt. Der Münchner Presse erzählten sie, dass sie die an so viele leere Symbole glaubende Gesellschaft mit einem erfundenen Symbol auf den Arm nehmen wollten – von den Schmierereien auf den Hauswänden distanzierten sie sich freilich. Erhalten hat sich dieses Zeitzeugnis dank einer Fotokampagne zur Erfassung der Architektur in München – Münchner Baukunst des 19. Jahrhunderts, darunter die Fassaden von Bürgerhäusern und die Münchner Kirchen –, die ab 1971 über mehrere Jahre vom ZI durchgeführt wurde.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/43">Für mehr (einschließlich 6 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-09-22T11:34:36+02:00</published>
    <updated>2026-04-22T18:06:11+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/43"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/43</id>
    <author>
      <name>Johannes Griebel</name>
    </author>
  </entry>
</feed>
