<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <title type="text">MunichArtToGo</title>
  <updated>2026-04-27T05:34:10+02:00</updated>
  <generator uri="http://framework.zend.com" version="1.12.20">Zend_Feed_Writer</generator>
  <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/"/>
  <link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/browse?output=rss2"/>
  <id>https://municharttogo.zikg.eu/</id>
  <author>
    <name>MunichArtToGo</name>
    <uri>https://municharttogo.zikg.eu</uri>
  </author>
  <link rel="hub" href="http://pubsubhubbub.appspot.com/"/>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Die Akademie der Bildenden Künste München: Ein kreativer Gestaltungsraum für Künstler:innen]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die Münchner Kunstakademie bietet seit 250 Jahren bildenden Künstler:innen einen Ort für Studium, Diskussion und Experiment. Im Zusammenspiel mit Ausstellungen, Museen und Galerien in München entsteht ein fruchtbares Gefüge zur Ausbildung, das sich stetig wandelt. Für die Zeit um 1900 stellte der spanische Maler Pablo Picasso fest: <em>„Hätte ich einen Sohn, der Maler werden will, so würde ich ihn […] nach München schicken.“</em> [zit. nach Kehr 1990, S. 7].</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8272e98c7dee3662b05bf5ebbac80a2e.jpg" alt="Akademie der Bildenden Künste München, Altbau und Neubau" /><br/><p>Heute kann man an der Akademie eine Vielzahl von Berufen erlernen. Es gibt Studiengänge für Freie Kunst, Kunstpädagogik, Innenarchitektur, Architektur und Kunsttherapie. Bis 1946 beschränkte sich das Lehrangebot auf die Ausbildung von Maler:innen, Bildhauer:innen, Grafiker:innen und Architekt:innen. Das Kunstlehramt sowie die angewandten Künste studierte man damals an der Kgl. Kunstgewerbeschule (später Akademie für angewandte Kunst), die 1946 mit der Akademie zusammengeführt wurde.
Ein zentrales Merkmal der Ausbildung an der Münchner Akademie ist das Klassensystem, bei dem die Studierenden einem:einer Professor:in und einer Klasse zugeordnet sind. Im 19. Jahrhundert studierte man in drei Klassen für Anfänger und Fortgeschrittene. Erst am Ende der Ausbildung wagte man sich an eigene Kompositionen. Heute absolvieren die Studierenden ihre gesamte Ausbildung in einer Klasse bei einem:einer Professor:in.
Die Inhalte der Lehre wandeln sich ständig. Das Studium der Abgüsse antiker Werke wurde bald durch das Vorbild der Natur abgelöst. Im 20. Jahrhundert wurde die Abstraktion ein wichtiges Anliegen in der Kunst. Der nationalsozialistische Kunstbegriff stand dem diametral entgegen. Die zentrale Rolle der Akademie im Nationalsozialismus stieß spätestens 1968 im Rahmen der Studierendenrevolte auf massive Kritik. Im Zuge der Proteste wurde auch Kunst an sich neu hinterfragt, Happening und Aktionskunst zogen in die Akademie ein. Heute ist die Akademie ein Ort, an dem aktuelle Themen der Gesellschaft wie Rassismus, Migration, Feminismus, Diversität oder Nachhaltigkeit diskutiert und künstlerisch verarbeitet werden.
Das Professor:innenkollegium der Akademie ist vielfältig. Um 1900 berief man Stars der modernen Malerei wie den Maler Franz von Stuck an die Akademie. Ab den 1920er Jahren jedoch erfolgte eine völkisch-konservative Wende. Mit Professoren wie Adolf Ziegler, Hermann Kaspar oder Bernhard Bleeker wurde die Akademie zu einem wichtigen Instrument der Kunstpropaganda des Nationalsozialismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich die Akademie angesichts der insgesamt herrschenden Kontinuitäten in Deutschland lange nicht weiterentwickeln. Letztendlich schaffte die Akademie erst in den 1980er Jahren mit Professoren wie dem Fluxuskünstler Robin Page oder dem Grafiker und Bildhauer Eduardo Paolozzi einen Wiederanschluss an das internationale Kunstleben. Allerdings fehlten lange Professorinnen im Kollegium. Erst in den 1990er Jahren wurden mit Christina Iglesias und Asta Gröting die ersten Professorinnen in der Freien Kunst berufen.
Die Studierendenschaft der Akademie ist sehr international. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Akademie zu einer in ganz Europa hoch angesehenen Kunstschule. Auch bedeutende Künstler der Moderne wie der Russe Wassily Kandinsky oder der Schweizer Paul Klee absolvierten eine Etappe ihrer Ausbildung an der Akademie. Viele von ihnen setzten aber ihr Studium in privaten Kunstschulen fort, die alternative Lehrmethoden erprobten. Der Anteil der weiblichen Studierenden liegt heute bei zwei Drittel der etwa 800 Studierenden der Akademie. Dies lässt leicht vergessen, dass Frauen erst 1920 als reguläre Studierende an der Akademie zugelassen wurden.
Kunst braucht viel Platz. Während die Zeichenschule der Wittelsbacher zu Anfang in der Theatinerstraße 11 angesiedelt war, zog die Akademie bald in die Neuhauser Straße, in die sog. „Alte Akademie“, die sie sich mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften teilte. Als auch hier die Räume knapp wurden, plante der Architekt Gottfried von Neureuther einen palastartigen Neubau am Siegestor, der 1886 bezogen werden konnte. Mit Porträtmedaillons und Namenstafeln bedeutender Künstler führt der Bau im Stil der Neorenaissance den Bildungskanon der Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts vor Augen. Die beiden bronzenen Reiterfiguren der Zwillinge Castor und Pollux schuf der Bildhauerei-Professor Max von Widnmann eigens für den Eingang des Gebäudes. 1944 wurde die Akademie bei einem Bombenangriff schwer zerstört, das Gebäude wurde in der Nachkriegszeit aber wiederaufgebaut. Bereits in den 1950er Jahren plante der Architekt Sep Ruf, der 1957–1960 als Professor für Architektur an der Akademie unterrichtete, einen weiteren Neubau. Zu diesem kam es aber erst im Vorfeld des 200. Jubiläums. Das Architekturbüro Coop Himmelblau baute einen dekonstruktivistischen Bau, der 2005 eröffnet werden konnte. Alt- und Neubau öffnen regelmäßig ihre Türen für die Öffentlichkeit zu Abschlussausstellungen im Februar und Oktober sowie zur Jahresausstellung im Sommer jeden Jahres.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50">Für mehr (einschließlich 9 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-10-20T14:03:52+02:00</published>
    <updated>2023-10-16T21:43:04+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/50</id>
    <author>
      <name>Caroline Sternberg</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Die Ažbe-Schule: – auch abseits etablierter Institutionen erblüht neue Kunst]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Von 1891–1905 unterhielt der Maler Anton Ažbe in München eine renommierte Mal- und Zeichenschule. Innovative Lehrmethoden und Internationalität zeichneten die Schule aus.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/a167a7c8859c424c7b79adb15c25cd13.jpg" alt="Anton Ažbe in seinem Atelier, um 1903" /><br/><p>Auf Drängen einiger Kommilitonen, denen der Rahmen der Münchner Akademie der Bildenden Künste zu eng war, richtete der slowenische Maler Anton Ažbe (1862–1905) – der selbst Schüler an der Akademie gewesen war – 1891 ein kleines Atelier ein, das von Student:innen zusätzlich zum Unterricht an der Akademie besucht werden konnte. Das Atelier erfuhr so großen Zulauf, dass die Räumlichkeiten bald zu klein wurden und Ažbe ein größeres Atelier in der Türkenstraße bezog. Doch auch dieses war bald zu klein, sodass er schließlich ein Haus in der Georgenstraße 16 anmietete und dort eine Privatschule einrichtete. Eine Schule eigens für Damen wurde in der Amalienstraße 57 eröffnet. Später wurden die beiden Standorte zu einem Atelier für Anfänger und einem für Fortgeschrittene, in denen Studierende beiderlei Geschlechts – anders als an der Akademie – arbeiten konnten. </p><p>Ažbe, der als verständnisvoller und hervorragender Pädagoge galt, zog junge Künstler:innen aus der ganzen Welt, insbesondere aus Osteuropa an. Zu seinen Schüler:innen zählten Maler wie Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky, die sich 1897 in der Ažbe-Schule kennengelernt hatten. Weitere Persönlichkeiten, die bei Ažbe malten, waren etwa Igor Grabar, Josip Račić, Dmitry Kardowsky und Franziska zu Reventlow. Manche der Ažbe-Schüler:innen kamen ohne künstlerische Vorbildung, andere hatten ein Studium im Ausland hinter sich oder studierten parallel an der Akademie. Die Akademie empfahl Ažbes Schule nicht nur, sondern beglaubigte seine Diplome sogar mit ihrem Siegel. Selbst bereits etablierte Künstler:innen kamen in die Schule, um dort nach Modellen zu arbeiten. Bei seinen Schüler:innen herrschte die Überzeugung, <em>„eine einzige Korrektur von Ažbe wäre mehr wert als ein Jahr an der Akademie.“</em> (Ulf Seidl: Feine Brüder, in: Wiener Tagblatt, 04.10.1930). </p><p>Ažbe wandte in seiner Schule Methoden an, die fortschrittlicher waren als jene der Akademie und der meisten anderen Privatschulen. Außerdem war er interessiert daran, den neuen Strömungen in der Kunst Raum zu geben. Die jungen Künstler:innen sollten sich in seiner Schule frei entfalten dürfen und in ihren Neigungen und der Entdeckung ihrer Talente unterstützt werden. </p><p>Über dem Eingang der Schule stand der Leitspruch <em>„Nur fest!“</em> – eine Aufforderung, schwungvoll, mutig und entschlossen zu arbeiten. Ažbes pädagogische Lehre baute auf zwei Prinzipien auf: dem „Kugelprinzip“ und der „Farbkristallisation“. Mit dem Kugelprinzip wollte er seinen Schüler:innen vermitteln, dass sich alle Dinge auf die Kugel zurückführen oder von ihr ableiten lassen und dass sie alles zeichnen könnten, wenn sie den ideal runden Gegenstand – die Kugel – beherrschten. Außerdem ermutigte Ažbe seine Schüler:innen, dem Prinzip der Farbkristallisation zu folgen, nach dem Farben ohne vorheriges Mischen direkt auf die Leinwand aufgetragen werden. </p><p>Von Ažbe selbst gibt es kaum schriftliche Ausarbeitungen seiner Theorien, lediglich einige Aussagen seiner Schüler:innen geben Auskunft über die Abläufe und Methoden in der Schule. Kandinsky zitierte Ažbe mit einem Ausspruch, der charakteristisch für seine Lehre und moderne Auffassung ist: <em>„Sie müssen die Anatomie kennen, aber vor der Staffelei müssen Sie sie vergessen.“</em> (Wassily Kandinsky: Betrachtungen über die abstrakte Kunst, in: Max Bill [Hg.]: Essays über Kunst und Künstler, Bern 1963, S. 150). </p><p>Auch nach seinem Tod im Jahr 1905 wurde das Atelier unter dem Namen „Ažbe-Schule“ noch bis 1913 weitergeführt. Die innovativen Ideen Ažbes sollten für die Kunst der nächsten Jahre nicht ohne Folgen bleiben. Im Geist von Ažbes Schule wurden Künstlervereinigungen wie der „Blaue Reiter“ gegründet. Auch auf russische Malschulen des beginnenden 20. Jahrhunderts übte die Ažbe-Schule einen großen Einfluss aus, da einige von Ažbes Schülern dort Lehrer wurden und seine Methoden vermittelten.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/41">Für mehr (einschließlich 8 images) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-09-16T09:13:47+02:00</published>
    <updated>2023-10-16T21:04:36+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/41"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/41</id>
    <author>
      <name>Judith Becki</name>
    </author>
  </entry>
  <entry>
    <title type="html"><![CDATA[Die „Moderne Galerie“ Thannhauser: Schaufenster der internationalen Moderne in München]]></title>
    <summary type="html"><![CDATA[<p><strong><em>Die „Moderne Galerie“ von Heinrich Thannhauser war eine der ersten Galerien in München, die ausschließlich moderne Kunst ausstellte. Thannhauser gab auch jungen und unbekannten Künstlern eine Chance, indem er ihnen zu Ausstellungen verhalf und sich für den Verkauf ihrer Werke an Museen einsetzte.</em></strong></p><img src="https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/5e57d00682a1bac03f3429d611337c1b.jpg" alt="Das Arco-Palais in der Theatinerstraße 7, 1912" /><br/><p>Im November 1909 eröffnete Heinrich Thannhauser (1859–1934) die „Moderne Galerie“ im Arco-Palais in der Theatinerstraße 7. Das innovative Verkaufskonzept sah vor, dass die Kunstwerke wie in der Wohnung eines Kunstfreundes präsentiert wurden. Die intime Atmosphäre der Galerie beeindruckte auch die Künstler:innen – so bezeichnete Kandinsky sie als die „vielleicht schönsten Ausstellungsräume Münchens“ (zitiert nach Bilsky 2008, S. 13). Während im dritten Obergeschoss des Gebäudes neun Galerieräume modellhaft wie Wohnbereiche eingerichtet waren, lag der größte Raum – ein Oberlichtsaal – im Erdgeschoss des Hauses. Nicht nur Architektur und Ausstattung überzeugten die Münchner Gesellschaft, sondern auch die außergewöhnlichen und aufsehenerregenden Ausstellungen, die von den italienischen Futuristen über Picasso bis zur ersten Ausstellung des Blauen Reiter reichten. Durch diese bahnbrechenden Schauen etablierte Heinrich Thannhauser die internationale Moderne in München. Neben den ausgestellten Werken zogen auch die Werbestrategien des Mäzens viele Besucher:innen an: Er erkannte, dass die breite Masse von „Sensations-Ausstellungen“ angelockt wurde. So zeigte etwa das Plakat der Max Oppenheimer-Ausstellung den Künstler nackt und mit offener Wunde, was die Polizei als „abstoßende Selbstverstümmelung“ kategorisierte und daher verbot. Diese Kontroverse bescherte der Galerie Thannhauser große Aufmerksamkeit und trug erheblich zum Ruf Münchens als "Kunststadt" bei. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs beeinträchtigte vor allem die Ausstellungen vieler internationaler Künstler; auch Ankäufe bei französischen Kunsthändlern entfielen nun. Doch das Familienunternehmen überstand diese Krise: Neben seinem Sohn Justin nahm Heinrich Thannhauser auch seinen Neffen Siegfried Rosengart in das Unternehmen auf. Nach dem Krieg übernahm die jüngere Generation immer mehr die Geschäfte in der Galerie. 1928 verließ die Galerie Thannhauser München, um sich in der Kunstmetropole Berlin niederzulassen.</p><p><em><strong><a href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/33">Für mehr (einschließlich 12 images&#32;&amp;&#32;1 audio file) sehen Sie den Originalartikel</a></strong></em></p>]]></summary>
    <published>2022-08-02T10:45:15+02:00</published>
    <updated>2026-04-22T17:22:36+02:00</updated>
    <link rel="alternate" type="text/html" href="https://municharttogo.zikg.eu/items/show/33"/>
    <id>https://municharttogo.zikg.eu/items/show/33</id>
    <author>
      <name>Konstanze Schnelzer</name>
    </author>
  </entry>
</feed>
