{"id":338,"featured":1,"modified":"2026-05-05 09:21:25","latitude":48.140253341901904,"longitude":11.572317132673094,"title":"Das Standbild von Christoph Willibald Gluck","subtitle":"Ein Denkmal für die Ewigkeit?","fullsize":"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8243c2079c7e3d51b88d623625fc1695.jpg","address":"Promenadeplatz, 80333 München","zoom":18,"creator":["Marlies Lüpke"],"description":"<p>Keinem anderen Komponisten bescherte König Ludwig I. (1786–1868) ein so vielfaches Andenken wie dem 1714 in Erasbach geborenen Christoph Willibald<b> </b>Gluck, der es schon zu Lebzeiten als gefeierter „Opernreformer“ zu großem Ruhm gebracht hatte.</p> <p>Gluck war niemals in München. Er stammte aber aus der bayerischen Oberpfalz, weswegen sein Denkmal für Ludwig I. Teil seiner Integrationspolitik für die neu hinzugekommenen bayerischen Territorien war. Als glühender Griechenlandbewunderer fand er in Glucks musikalischen Neuerungen zudem eigene künstlerische Ideale verkörpert. Schließlich habe Gluck die Einheit von Musik und Text endlich zu dem zurückgeführt „<i>was sie bei den Griechen gewesen</i>“ seien.</p> <p>Bei dem 1848 enthüllten Denkmal handelt es sich um eine Bronze-Statue. Bronze galt als edel, vor allem aber als unvergänglich – passend für ein Standbild, welches als Andenken an Gluck für alle Zeiten gedacht war. Ganz im Geiste des 19. Jahrhunderts, schuf der Münchner Bildhauer Friedrich Brugger den Komponisten als schöpferischen Künstler, der eine Notenrolle in der Hand hält. Ein Instrument fehlt. Stattdessen lässt er Glucks in der Luft schwebende Hand einen klingenden Akkord greifen.</p> <p>Glucks Denkmal wurde direkt vor dem Konzertsaal am Odeonsplatz aufgestellt, ein Jahr später gefolgt von seinem bronzenen Komponisten-Kollegen Orlando di Lasso. 1861 forderte das monumentale Reiterstandbild Ludwigs I. am Odeonsplatz viel Platz, so dass beide Statuen an den Promenadeplatz umzogen.</p> <p>Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs änderte sich die Situation. Zunehmende Metallknappheit bedrohte den Nachschub an Waffen und Munition, weswegen ab 1940 von den Reichsministerien diverse Erlasse und Anordnungen zur „Metallmobilisierung“ an die Gemeinden ergingen. Schon früh gerieten dabei auch die Bronzedenkmäler ins Visier. Ausgenommen von der geforderten Ablieferung waren ausdrücklich jene Denkmäler, die „von besonderem künstlerischem oder historischem Wert“ seien und deshalb nicht eingeschmolzen, sondern erhalten werden sollten; eine Werte-Definition, für die es allerdings nirgends klare Richtlinien gab.</p> <p>In München führte dies dazu, dass zwischen 1940 und 1942 eine Reihe von Entscheidungsträgern und Mitspielern zu Richtern über den Erhalt oder die Vernichtung von Kulturgut und Erinnerung wurde. Eindrücklich dokumentieren erhaltene Akten, wie das Schicksal des Gluck-Denkmals von Kompetenzgerangel, ideologisch geprägter Einflussnahme, unterschiedlichen Werturteilen und staatlichem Druck bestimmt wurde.</p> <p>Am Promenadeplatz resultierte der Widerstreit verschiedener Interessen schließlich in der absurden Situation, dass von den dort aufgereihten fünf Bronzestandbildern zwei erhalten und drei eingeschmolzen wurden – unter den letzteren die der Komponisten Gluck und Lasso, denen ausgerechnet ihre für zeitlose Dauer gedachte Materialität zum Verhängnis wurde. 16 Jahre lang sollten nur noch ihre leeren Sockel an sie erinnern.</p> <p>1958 feierte München seinen 800. Stadtgeburtstag. Der Beschluss, aus diesem Anlass eine Reihe von Denkmälern (wieder) zu errichten, leitete die Wiederauferstehung des Gluck-Denkmals aus dem 19. Jahrhundert ein. Bruggers originales Gipsmodell hatte sich erhalten und konnte nun als Vorlage für einen Neuguss verwendet werden.</p> <p>Am 31. August 1958 erfolgte die Enthüllung der identischen, frisch gegossenen Statue unter reger öffentlicher Teilnahme – die Münchner hatten „ihren“ Gluck wieder. Heutigen Betrachtern vermittelt sein Denkmal am Promenadeplatz einerseits das Verständnis von Kunst und nationaler Heroen-Darstellung im 19. Jahrhundert – gleichzeitig aber auch eine in der Münchner Nachkriegszeit installierte Scheinkontinuität, die nie bestand.</p>","sponsor":null,"accessinfo":"öffentlich zugänglich","lede":"„Errichtet 1848“ ist am Denkmal des Opernkomponisten Christoph Willibald Gluck zu lesen. Allerdings gilt dies nur für den Sockel. Bei der Bronze-Statue selbst handelt es sich um eine Kopie. Das Original wurde in den Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen. Um es zu retten, fehlte es in München an Fürsprechern. ","website":null,"related_resources":["<a href=\"https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2018_2_2_scherner.pdf\"> Jonas </a><a href=\"https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2018_2_2_scherner.pdf\">Scherner</a><a href=\"https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2018_2_2_scherner.pdf\">: Lernen und Lernversagen: Die „Metallmobilisierung“ im Deutschen Reich 1939 bis 1945, Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, 2018-04, Vol.66 (2), S. 233-266</a>.","<a href=\"https://dokumen.pub/formlos-formbar-bronze-als-knstlerisches-material-9783412502461-9783412501976.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Magdalena Bushart und Henrike Haug (Hrsg.): formlos – formbar. Bronze als künstlerisches Material, Köln u.a. 2016</a>.","Gerhard Croll: Gluck: Sein Leben, seine Musik, Kassel 2010","<a href=\"https://epub.ub.uni-muenchen.de/5228/1/selbmann_5228.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rolf Selbmann: Dichterdenkmäler in Deutschland. Literaturgeschichte in Erz und Stein, Stuttgart 1988.</a>","<a href=\"https://marcuse.faculty.history.ucsb.edu/classes/201/articles/Nipperdey1968HZNationalideeNationaldenkmal1976.pdf\">Thomas </a><a href=\"https://marcuse.faculty.history.ucsb.edu/classes/201/articles/Nipperdey1968HZNationalideeNationaldenkmal1976.pdf\">Nipperdey</a><a href=\"https://marcuse.faculty.history.ucsb.edu/classes/201/articles/Nipperdey1968HZNationalideeNationaldenkmal1976.pdf\">: Nationalidee und Nationaldenkmal im 19. Jahrhundert, in: Historische Zeitschrift, 1968-12, Vol. 206 (1), S. 529-585</a>.","<a href=\"https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11564294?page=,1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hans Reidelbach: König Ludwig I. von Bayern und seine Kunstschöpfungen, München 1888.</a>"],"factoids":["Die Geschichte des Denkmals von Christoph W. Gluck ist eng mit der Denkmal-Geschichte des Komponisten <a href=\"https://municharttogo.zikg.eu/items/show/337\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Orlando di Lasso</a> verwoben. Ihre beiden Stories ergänzen sich gegenseitig und können zusammen gelesen werden.","Bei den Führungen der <a href=\"https://musikspaziergang.de/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Münchner Musikspaziergänge</a> könnt ihr mehr über Münchner Komponisten und die Musikgeschichte der Stadt erfahren"],"files":{"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/8243c2079c7e3d51b88d623625fc1695.jpg":{"id":2677,"mime-type":"image/jpeg","title":"Denkmal für Gluck am Promenadeplatz","description":"<span>Bildhauer Friedrich Brugger dürfte bei der Gestaltung der Statue von einem&nbsp;</span><a href=\"https://www.khm.at/en/artworks/christoph-willibald-von-gluck-611-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berühmten Gemälde von Joseph Siffrid Duplessis</a><span>&nbsp;inspiriert worden sein: Es zeigt Gluck am Spinett, gerade im Begriff, einen Akkord zu greifen, dabei jedoch innehaltend und den Blick himmelwärts gerichtet – ein Moment der schöpferischen, göttlichen Inspiration. Brugger verwandelte diese Szene - gleichsam als abgewandelte 3-D-Version – in Bronze. Da Gluck auf dem Sockel ohne Spinett auskommen muss, lässt ihn Brugger mit erhobener Hand einen Luft-Akkord greifen.</span> | <a href=\"https://commons.wikimedia.org/wiki/File:GluckStatue_Muenchen-02.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia Commons</a> | 15. August 2011 | AHert","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/8243c2079c7e3d51b88d623625fc1695.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/264d1b24c65af051473e3c830a45b523.jpg":{"id":2679,"mime-type":"image/jpeg","title":"Denkmal Gluck - Stahlstich nach Photographie um 1860","description":"Der vom Darmstädter Kunstverlag C. Koehler vertriebene Stich war weit verbreitet. Er zeigt Glucks Denkmal an seinem ursprünglichen Standort am Odeonsplatz. Gut erkennbar ist der helle Farbton der frischen Bronze, die noch keine Patina angesetzt hat und in diesem Zustand goldfarben glänzte. Das Gebäude im Hintergrund beheimatete seit 1828 das „Königliche Odeon“, Münchens erster öffentlicher Konzertsaal (heute Bayerisches Innenministerium).   | Privat","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/264d1b24c65af051473e3c830a45b523.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/9ad033193877c92ba7b5364303959f0f.jpg":{"id":2680,"mime-type":"image/jpeg","title":"Geschichtsdoppeltaler „Standbild von Gluck“ 1848","description":"Ab 1830 ließ Ludwig I. sogenannte „Geschichtstaler“ prägen, die an bedeutende Ereignisse während seiner Regierungszeit erinnern. Anlässlich der Errichtung des Gluck-Denkmals im Oktober 1848 wurde diese Münze im Wert eines Doppeltalers in Auftrag gegeben. Die Rückseite zeigt ein Portrait von Ludwigs Sohn, hier als „Maximilian II. – König von Bayern“ bezeichnet – ein Hinweis darauf, dass Ludwig die Enthüllung des Denkmals bereits als Ex-Regent erlebte. Im Frühjahr 1848 hatte er zugunsten Maximilians freiwillig abgedankt. | <a href=\"https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/AJOJPAND2RKBEEBC5OQFZVGKLBMO4GT6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Staatliche Münzsammlung München</a> | Lena Nitzer","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/9ad033193877c92ba7b5364303959f0f.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/de4385d4f7e5b69d8bdc544c1b90b7a1.jpg":{"id":2696,"mime-type":"image/jpeg","title":"Zwiegespräch in München","description":"Das humoristische Wochenblatt „Fliegende Blätter“ erschien von 1844 bis 1944 in München und erfreute sich großer Popularität. Die Karikatur entstammt einer Ausgabe von 1860 und zeigt Gluck und Lasso noch vereint am Odeonsplatz. Als „alte Meister“ symbolisieren sie hier die Wertschätzung überzeitlicher und verlässlicher Werte und fungieren damit zugleich als Gegenpol zu den „verdrehten und verkehrten“ Erscheinungen ihrer Zeit. | <a href=\"https://doi.org/10.11588/diglit.3267.7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fliegende Blätter, 33.1860, Nr. 789, S. 55.</a>","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/de4385d4f7e5b69d8bdc544c1b90b7a1.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/61164ca9c6e2c344041ae5bc73c69349.jpg":{"id":2697,"mime-type":"image/jpeg","title":"Denkmäler am Promenadeplatz, 1878 (von rechts nach links: Alois Kreittmayr, Orlando di Lasso, Kurfürst Max Emanuel, Ch .W. Gluck, Lorenz von Westenrieder)","description":"<span>Ursprünglich war der Promenadeplatz nur mit den Denkmälern Westenrieders und Kreittmayrs geschmückt. Die von Ludwig I. 1861 angeordnete Erweiterung auf insgesamt fünf Bronzestatuen erfolgte gegen alle Einwände des Magistrats. Die Auswahl bestand nun aus Gewürdigten, die in keinerlei inhaltlichem oder zeitlichem Zusammenhang standen – ein Umstand, den Ludwig ignorierte. Ihm ging es vor allem um Repräsentation: „…denn gerade diese 5 Standbilder auf diesem Platze in einer Reihe werden imponieren, original sein, von ausnehmender Wirkung.“ Zeitgenossen bezeichneten die eigenwillige Zusammenstellung allerdings spöttisch als „grüngarnierten Statuen-Salat“.</span> | Stadtarchiv München, FS-CHR-C1878042","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/61164ca9c6e2c344041ae5bc73c69349.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/28d594e59f62ceb4107f27809ad4b9b1.jpg":{"id":2683,"mime-type":"image/jpeg","title":"Korrespondenz Stabsleiter Martin Bormann mit Reichsleiter Karl Fiehler 29.05.1940","description":"Als Leiter des „Stabes des Stellvertreters des Führers“ und enger Vertrauter Adolf Hitlers war Martin Bormann einer der mächtigsten und einflussreichsten Männer im NS-Staat. Seine Korrespondenz mit Karl Fiehler (Reichsleiter und zugleich Münchner Bürgermeister) erhellt, wie man auf höchster Parteiebene mit unerwünschten Denkmälern umzugehen gedachte. Nach einer bereits im April erfolgten Anregung zur „Entrümpelung“ der Städte von „unschönen Denkmälern“ wird Bormann in diesem Schreiben deutlicher. Unverhohlen drängt er zur „Ausscheidung“ missliebiger Kunst bzw. unzeitgemäßer Denkmäler, welche der NS-Ideologie nicht entsprechen. Dabei soll die angeordnete Metallabgabe als willkommener Deckmantel für die geplanten Aktionen dienen – ein Vorwand, der bei dem offensichtlich bald erwarteten Kriegsende entfallen würde. | Stadtarchiv München, BUR-492","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/28d594e59f62ceb4107f27809ad4b9b1.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/c401b66da74dbea022811146875103c3.jpg":{"id":2687,"mime-type":"image/jpeg","title":"Liste der abgenommenen Denkmäler (Auszug), 1942","description":"Von insgesamt 48 für München gemeldeten Bronzedenkmälern wurden 23 zur Metallgewinnung bestimmt und demontiert. Die von Stadtbaurat Meitinger am 1. Oktober 1942 erstellte Übersicht listet die Namen auf. Ein zuvor erstelltes Gutachten des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege hatte weder die Statue Glucks noch die Orlando di Lassos als „unbedingt erhaltenswert“ eingestuft. Daraufhin stellte das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung das Denkmal Glucks unter ausdrücklichen Schutz. Vieles spricht dafür, dass der vom NS-Regime vereinnahmte Gluck aus ideologischen Gründen erhalten bleiben sollte. In München verfolgte man allerdings eigene Interessen und setzte sich über die Entscheidung aus Berlin hinweg. Beide Komponisten-Statuen (Position Nr. 9 + 11) wurden abgenommen und eingeschmolzen. | Stadtarchiv München, BUR-492","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/c401b66da74dbea022811146875103c3.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/ac97c2f7e1f038ee439f4ab2abcf59a6.jpg":{"id":2684,"mime-type":"image/jpeg","title":"Gipsmodell von 1848","description":"Das Foto zeigt einen Teil des originalen Gipsmodells, nach welchem Glucks Denkmal gegossen wurde. Ferdinand von Miller hatte auf dem Gelände seiner Erzgießerei ein Museum bauen lassen, in welchem die Modelle zahlreicher berühmter Bronzefiguren aus der Miller‘schen Gießerei besichtigt werden konnten. Während das Museum im Krieg zerstört wurde, überstand die gerettete Gipsvorlage der Gluck-Statue die Zeit. Sie war im Schloss Schleißheim gelagert worden und befand sich 1957 in einem schlechten Zustand. Deutlich erkennbar sind die fehlenden Finger einer Hand und die abgebrochene Schuhspitze am rechten Fuß. Erzgießer Agostino Zuppa rekonstruierte diese eigenhändig und forderte hierfür möglichst viele historische Aufnahmen an.  | Stadtarchiv München, FS-HB-113","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/ac97c2f7e1f038ee439f4ab2abcf59a6.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/a81dddb75dd15acca767a36fd8e1e64a.jpg":{"id":2685,"mime-type":"image/jpeg","title":"Angebot Neuguss von Agostino Zuppa, 1957","description":"Mit seinem Angebot setzte sich der italienische Erzgießer Agostino Zuppa gegen drei weitere Mitbewerber durch. Ein Jahr zuvor hatte er bereits die Statue Orlando di Lassos neu gegossen. Zuppa stammte aus einer römischen Erzgießerfamilie und wurde Anfang der 1940er Jahre von dem Münchner Bildhauer Hans Wimmer angeworben, da es der Gießerei in der hiesigen Akademie der Bildenden Künste kriegsbedingt an Personal fehlte. Später machte sich Zuppa mit einer eigenen Gießerei in München selbstständig.  | Stadtarchiv München, KULA-0994","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/a81dddb75dd15acca767a36fd8e1e64a.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/1e9fa4b750a9b43477bdafb419b8255d.jpg":{"id":2686,"mime-type":"image/jpeg","title":"Statue Prinzregent Luitpold im Justizpalast","description":"Nicht alle Bronzestatuen, die demontiert wurden, fielen tatsächlich dem Schmelzofen zum Opfer. Am 30. Juli 1955 berichtet die Süddeutsche Zeitung von der Rückkehr der Statue Prinzregent Luitpolds in den Münchner Justizpalast. Sie war ein Jahr zuvor auf dem Gelände der Norddeutschen Affinerie in Hamburg entdeckt worden. Die Affinerie war eine der größten Sammelstellen für Glocken und Denkmäler, die dort zur kriegsbedingten Metallverwertung bzw. Verhüttung gelagert wurden. Nach der geglückten Rückkehr wurde Luitpolds Statue wieder an ihrem angestammten Platz auf der Brüstung in der Zentralhalle des Justizpalastes aufgestellt.  | <a href=\"https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Prinzregent_Luitpold_(Vollbild).jpg#file\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wikimedia Commons</a> | 2008 | Richard Huber","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/1e9fa4b750a9b43477bdafb419b8255d.jpg"}}}