{"id":20,"featured":0,"modified":"2025-05-19 10:38:56","latitude":48.149678157172204,"longitude":11.571546792929439,"title":"Die Neue Pinakothek","subtitle":"Mehr als ein Museum","fullsize":"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/1fa9e39ac420c539ab4c7a9fa6912b20.jpg","address":"Barer Straße 29, 80799 München","zoom":16,"creator":["Eva Blüml"],"description":"<p>Dass an dieser Stelle wieder ein Museumsbau stehen sollte, war noch zum Zeitpunkt des Abrisses keinesfalls sicher. Auf der zentral im Museenviertel Münchens gelegenen neu entstandenen Freifläche sollte ursprünglich ein Neubaukomplex entstehen, der neben „Bauten der Staatlichen Kunstsammlungen auch ein neues Gebäude für das Zentralinstitut für Kunstgeschichte“ vorsah (zitiert nach Jahresbericht ZI 1960/61, S. 6). 1960 waren diese Pläne so weit fortgeschritten, dass im Jahresbericht des Zentralinstituts für Kunstgeschichte bereits die Bereitstellung von Mitteln für die Erstellung von Bauplänen im Folgejahr angekündigt wurde. Das Projekt scheiterte jedoch und statt eines Neubaus für das Zentralinstitut für Kunstgeschichte wurde 1973 im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst der Nachfolgebau der Neuen Pinakothek nach Plänen des Architekten Alexander von Branca (1919–2011) begonnen.</p>\r\n<p>Der entstandene Betonbau nimmt nach Süden hin fast die gesamte Fläche des Karrees ein. Dieser erhöhte Platzbedarf resultiert auch daraus, dass der heutige Bau neben den Ausstellungsflächen zwar nicht das Zentralinstitut für Kunstgeschichte, dafür aber das Doerner Institut und die Verwaltung und Direktion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen beherbergt. Das Gebäude aus Granit, Sandstein und Kupferblech setzt sich aus ineinander verschachtelten Kuben zusammen. Ausstellungs- und Büro- / Werkstatttrakt sind optisch voneinander unterschieden: Während die Ausstellungsräume als Oberlichtsäle ohne Fenster auskommen, ist die Fassade der Büroräume durch Fenster optisch geöffnet.</p>\r\n<p>Das 1981 fertiggestellte Gebäude wird von frei gepflanzten Bäumen und einem Weg umgeben. Im Süden befindet sich eine Stufenanlage, in die ein halbrundes und ein nahezu rechteckiges Wasserbecken mit Springbrunnen und Skulpturen integriert sind. Da die Brunnenanlage bereits seit einigen Jahren trockenliegt, ist daraus eine felsenhafte Außenanlage entstanden, die heute als Sitzgelegenheit oder Klettermöglichkeit für Kinder dient. Der Bau von Alexander von Branca steht in seiner Form und in der Gestaltung der Außenanlage nicht mehr – wie sein Vorgänger – im Dialog mit der Alten Pinakothek. Der Ensemblecharakter, der bis zum Zweiten Weltkrieg dieses Areal prägte, ist in dieser Form nicht mehr gegeben. Die Neue Pinakothek geht vielmehr als prominenter Museumsneubau des 20. Jahrhunderts mit der Alten Pinakothek in den Dialog.</p>\r\n<p>Die aktuellen Gesamtsanierungsmaßnahmen an der Neuen Pinakothek verändern auch die dazugehörigen Grünanlagen. Um das Gebäude während der Bauarbeiten vor eindringendem Regenwasser zu schützen, muss ein Notdach über das gesamte Gebäude gespannt werden, für dessen Fundamente ein Großteil des alten Baumbestands auf dem Karree gefällt werden musste. Für Besucher soll die Neue Pinakothek 2029 wieder öffnen.</p>","sponsor":null,"accessinfo":"Neue Pinakothek | DIE PINAKOTHEKEN","lede":"Auf dem Areal der Neuen Pinakothek stand fast ein Jahrhundert lang ihr 1853 eröffneter Vorgängerbau, der heute jedoch weithin vergessen ist: Im Gegensatz zur ähnlich stark zerstörten, ab 1952 rekonstruierten Alten Pinakothek wurde die erste Neue Pinakothek 1949 abgerissen. Bei der Stadtbevölkerung war die erste Neue Pinakothek allgemein weniger beliebt gewesen.","website":null,"related_resources":["<a href=\"https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:255-dtl-0000003542\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München: Jahresbericht 1960/61, München 1961.</a>","Karin Blum: Alexander von Branca. Architektur für Bauherren, Wolnzach 2003, S. 56–63.","<span class=\"pagesNum\">Jakob Kachelmann und Claus Obermeier: Grün in München. Plätze, Parks und Paradise, München 2005, S. 202.<br /></span>","Silke N. Haarich und Beatriz Plaza: Museums for urban regeneration? Exploring conditions for their effectiveness, in: Journal of Urban Regeneration and Renewal 2 (2009), Nr. 3, S. <span class=\"pagesNum\">259–271.</span>","<a href=\"https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:255-dtl-0000004867\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ulrike Grammbitter, Die Diskussion um den Wiederaufbau der ludovizianischen Museen in der Maxvorstadt, in: Iris Lauterbach (Hg.), Kunstgeschichte in München 1947. Institutionen und Personen im Wiederaufbau, München 2010, S. 133–141, hier. S. 137.</a>","Marco Kecojevic, Neue Pinakothek, in: Karl R. Kegler (Hg.): Zehn Stationen Kunstareal. Geschichte und Theorie der Stadt und der Architektur, München 2017, S. 19.","Christine Rädlinger: Historisches Grün in München. Altstadt und Umgebung, München 2020, S. 96–97.","<a href=\"https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-neue-pinakothek-sanierung-baeume-1.5510272\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ilona Gerdom: Holz fürs Museum, in: Süddeutsche Zeitung, 19.02.2022.</a>","<a href=\"https://sanierung-neue-pinakothek.de/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Aktuelle Informationen zur Sanierung der Neuen Pinakothek</a>"],"factoids":[],"files":{"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/1fa9e39ac420c539ab4c7a9fa6912b20.jpg":{"id":96,"mime-type":"image/jpeg","title":"Neue Pinakothek, Osttrakt mit Brunnen, 1997","description":"Derzeit enthält der Brunnen kein Wasser und dient als Sitzgelegenheit. Die Brunnenplastik „Kontinente“ wurde von Georg Brenninger geschaffen. | Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek, ZI-0937-02-02-399668 | Hans Lehmbruch","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/1fa9e39ac420c539ab4c7a9fa6912b20.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/27120afe30d074a977fee6f35635356c.jpg":{"id":97,"mime-type":"image/jpeg","title":"Neue Pinakothek, Vorplatz und Dachaufsicht von Osten, 1997","description":"Aus erhöhter Perspektive ist das Wasserbecken vor der Neuen Pinakothek gut zu erkennen. | Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek, ZI-0937-02-02-399669 | Hans Lehmbruch","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/27120afe30d074a977fee6f35635356c.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/37bcbc57f95fb79e74f9cba16d1b7c88.jpg":{"id":608,"mime-type":"image/jpeg","title":"Grundriss der Neuen Pinakothek","description":"Der Plan verdeutlicht das Ineinandergreifen der Räume und die Konzeption der Außenanlage. | Karin Blum (Hg.): Alexander von Branca. Architektur für Bauherren, Wolnzach 2003, S. 53. | Alexander von Branca","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/37bcbc57f95fb79e74f9cba16d1b7c88.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/6a9d4a4171e8d9decb0fb2480f9e3c58.jpg":{"id":609,"mime-type":"image/jpeg","title":"Die Neue Pinakothek, 1946","description":"Obwohl die Neue Pinakothek im Zweiten Weltkrieg ähnlich schwere Schäden erlitten hatte wie die Alte Pinakothek, entschied man sich, das Gebäude zugunsten eines Neubaus abzureißen. | <span>Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek, ZI-0937-02-01-325525 / </span><a href=\"https://www.bildindex.de/media/obj22006180/fmla960_49?medium=fmla960_49\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">© Bildarchiv Foto Marburg</a>","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/6a9d4a4171e8d9decb0fb2480f9e3c58.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/52928a440771450397eb3304f6b50731.jpg":{"id":604,"mime-type":"image/jpeg","title":"Die Neue Pinakothek, von der Alten Pinakothek aus gesehen, 1981","description":"Galeriebau und Büros sind durch die Fassadengestaltung gut voneinander zu unterscheiden. | Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek, ZI-0937-02-02-265227","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/52928a440771450397eb3304f6b50731.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/84b3b5b711a40146924072aa11477e47.jpg":{"id":605,"mime-type":"image/jpeg","title":"Innenansicht des Foyers der Neuen Pinakothek, 1981","description":"Die hohen Rundbogenfenster sorgen im Eingangsbereich für gute Lichtverhältnisse. | Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Photothek, ZI-0937-02-02-265228","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/84b3b5b711a40146924072aa11477e47.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/0a7bfa1d644c3150a1536b525f18a1c5.jpg":{"id":606,"mime-type":"image/jpeg","title":"Innenansicht eines Galerieraums","description":"Dank Oberlicht kommen Ausstellungsräume selbst im Gebäudeinneren ohne Fenster aus. | Karin Blum (Hg.): Alexander von Branca. 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