{"id":170,"featured":0,"modified":"2026-08-25 10:36:00","latitude":48.112706849999995,"longitude":11.549179993086643,"title":"Der Resi-Huber-Platz","subtitle":"Geschichte seiner Namensgeberin","fullsize":"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/0a2deba23fef5ca9b223d17ff012ac13.jpg","address":"Resi-Huber-Platz, 81371 München-Sendling","all_locations":[],"zoom":17,"creator":["Zacharias Kotzor"],"description":"<p>Der Platz wurde erst im Jahr 2012 nach Therese Huber benannt, bis zu diesem Zeitpunkt war der Platz namenlos. Therese, genannt Resi, Huber, wurde 1920 geboren und war zu Zeiten des NS-Regimes eine Verwaltungsangestellte einer von Heinrich Himmler gegründeten Plantage, die an das KZ Dachau angegliedert war, auf der Heilkräuter angebaut wurden. Die Angestellten auf der Plantage kamen mit Gefangenen im KZ Dachau in Kontakt. Manche versorgten sie mit den nötigen Lebensmitteln oder gaben Briefe an die Verwandten der Häftlinge weiter. Therese Huber ging später auch eine Beziehung mit einem der Häftlinge, Ernst Behr, einem deutschen Kommunisten, ein, den sie nach der Auflösung des KZs 1945 durch die Amerikaner heiratete. 1944 bekam das Paar ein Kind. Resi Huber wurde nach der NS-Zeit Mitglied in der Kommunistischen Partei Deutschlands, nach dem Verbot der Partei 1968 auch in der Deutschen Kommunistischen Partei.</p> <p>Sie engagierte sich Lebenslang in dem Verein der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“, in dem sie auch lange Vorstandsmitglied war. Auch an der Gründung der Otto Huber Hütte am Ammersee war Resi Huber beteiligt. Diese Institution ist eine antifaschistische Bildungs- und Erholungsstätte und wird von verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Gruppen besucht. Das Gebäude wurde bereits 1945 von Ehemaligen KZ-Insassen gebaut. Die Hütte ist nach Resi Hubers zweitem Ehemann, Otto Huber, benannt.</p> <p>Nach Resi Hubers Tod am 22.03.2000 sammelten Freunde und Verwandte Erinnerungen und Dokumente über ihr Leben. Diese Sammlung über Resi Huber ist in einem Buch festgehalten, das 2003 erschien.</p> <p>Die Benennung des Platzes in Sendling nach Resi Huber gestaltete sich als schwierig, da drüber eine lange Diskussion des Kommunalreferats und des Bezirksausschusses ausgetragen wurde. Der Ausgangspunkt der Diskussion war die Beschriftung des Schildes, das über die Person Resi Huber unter dem Schild mit dem Namen des Platzes aufklärt. Es existierten Varianten mit und ohne Würdigung des antifaschistischen Schaffens von Resi Huber. Letztendlich entschied der Oberbürgermeister Dieter Reiter, dass die kurze Variante ohne besondere Würdigung verwendet werden sollte.</p>","sponsor":null,"accessinfo":"öffentlich zugänglich","lede":"Der Resi-Huber-Platz, gelegen an der Ecke zwischen Implerstraße und Thalkirchner Straße, bietet Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Zudem ist er durch den wöchentlich am Samstag abgehaltenen Wochenmarkt ein Treffpunkt für die Bewohner des Münchner Stadtviertels Sendling. Dort befindet sich auch das neugebaute Studentenwohnheim „Reserl“. Doch wer war die Namensgeberin des Platzes?","website":"","related_resources":["Franz Schiermeier: „Resi-Huber-Platz“, „‘Reserl‘ Studentenapartments“, in: Sendling. Reiseführer für Münchner, München 2019, S. 136.","Birgit Lotze: Nazi-Gegnerin Resi Huber. Unbeugsame Antifaschistin, in: <a href=\"https://www.sueddeutsche.de/muenchen/nazi-gegnerin-resi-huber-unbeugsame-antifaschistin-1.5143647\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Süddeutsche-Zeitung, 10. Dezember 2020</a>.","Weiter Tauziehen um Resi Huber. Darf eine Antifaschistin als Antifaschistin gewürdigt werden?, in: <a href=\"https://www.wochenanzeiger.de/103404\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Münchner Wochenanzeiger</a>.","Therese \"Resi Huber\", in: <a href=\"https://schau-mal-frau.de/therese-resi-huber\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schau Mal Frau</a>."],"factoids":[],"files":{"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/0a2deba23fef5ca9b223d17ff012ac13.jpg":{"id":2875,"mime-type":"image/jpeg","title":"Der Resi-Huber-Platz, 2026","description":"In der Mitte des Platzes steht eine &quot;Schriftsäule&quot; des Bildhauers Leo Kornbrust (1929-2021) von 1989. Auf der Säule ist ein Text seiner Frau Felicitas Frischmuth (1930-2003) mit Sandstrahler eingearbeitet. | Eva Blüml","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/0a2deba23fef5ca9b223d17ff012ac13.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/a2d424ea69a6b670ed2f1af3ab9ed1f6.jpg":{"id":2876,"mime-type":"image/jpeg","title":"Der Resi-Huber-Platz mit Wohnheim &quot;Reserl&quot;, 2026","description":"Der Platz wurde 2012 nach der Antifaschistin Therese Huber benannt. | Eva Blüml","thumbnail":"https://municharttogo.zikg.eu/files/square_thumbnails/a2d424ea69a6b670ed2f1af3ab9ed1f6.jpg"},"https://municharttogo.zikg.eu/files/fullsize/03075635e76712bda9aee3ad127d0273.jpg":{"id":2877,"mime-type":"image/jpeg","title":"Das Studierendenwohnheim &quot;Reserl&quot;, 2026","description":"Seit 2017 steht das Wohnheim am Resi-Huber-Platz. 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